Update 12.4: Jetzt erhältlich!
Im Februar gab Ableton bekannt, dass die neue Version Ableton Live 12.4 in die öffentliche Beta-Phase geht. Ab heute ist Live 12.4 nun final für alle erhätlich. Was ist neu und welche neuen Features haben die Ableton-Entwickler diesmal umgesetzt?
Ableton Live 12.4
Bei Ableton Live 12.4 haben sich die Entwickler vor allem auf Link Audio fokussiert, wodurch das bisherige Link-System um Audiosignale erweitert wird.
Ab der neuen Version 12.4 von Ableton Live könnt ihr über ein lokales Netzwerk Audiosignale zwischen kompatiblen Geräten streamen und mit Live aufnehmen. Vor allem für gemeinsame Sessions mit mehreren Musikern, oder ganz allgemein für hybride Setups, ist das ein toller Fortschritt.
Audio von anderen Playern wird in Live im Übrigen direkt als Input angezeigt, so dass externe Geräte und Apps ohne zusätzliche Hardware, Kabel oder manuelle Latenzkompensation abgehört und aufgenommen werden können.
Effekte
Neben Link Audio gibt es für Lives Degradation-Effekt-Klassiker Erosion eine Überarbeitung, die ab sofort auch für Move und Note verfügbar ist. Neu ist u.a. eine Spektrumvisualisierung in Echtzeit. Zusätzlich kann der Effekt nun nahtlos zwischen Sinus- und Rauschmodulation sowie Mono- und Stereorauschen mischen.
Die Updates für Erosion kommen in Form einer neuen Anwendung an den Start. Die Vorgängerversion heißt ab sofort Erosion Legacy und bleibt in älteren Live Sets verfügbar.
Auch weitere Effekte bekommen in Ableton Live 12.4 kleinere Updates.
So gibt es beim Chorus Ensemble nun noch mehr Kontrolle über Delay-Zeit und -Struktur. Damit lassen sich laut Entwickler leichter smoothe, musikalische Chorus-Sounds kreieren – vor allem für Gitarre und Bass.
Dazu bekommt der Delay neue LFO-Zeitmodi und Wellenformen, die neue Arten der Modulation ermöglichen.
Stem Separation
In Version 12.3 wurde die Stem Separation eingeführt. Diese wurde überarbeitet und soll nun flexibler und schneller sein. So lassen sich im Arrangement View ab sofort ausgewählte Teile von Clips separieren oder nur der spielbare Teil eines Clips bearbeiten, statt jedes Mal den gesamten Clip bearbeiten zu müssen.
Zusätzlich lassen sich nun getrennte Stems zu einer Spur zusammenfügen, statt jedes Mal einzelne Tracks zu erzeugen. Das macht es einfacher, bestimmte Spuren, wie beispielsweise Vocals, zu entfernen.
Last but not least, wird das Monitoring in Stem Separation jetzt noch einfacher: Dank einer einheitlichen Fortschrittsanzeige, die den gesamten Vorgang trackt.
Learn View
Die neue, integrierte Lernansicht ersetzt Lives Hilfeansicht und führt ab sofort mit strukturierten Tutorials durch die grundlegenden Workflows und Grundprinzipien von Ableton Live. Learn View kombiniert kurze Videos mit schriftlichen Erläuterungen. Die Clips lassen sich in frei schwebenden Fenstern ansehen und der eigene Lernfortschritt kann durch Abhaken der Lektionen festgehalten werden.
Neues für Ableton Push
Dank Link Audio und MIDI Mapping ist es jetzt noch einfacher, Push in ein bestehendes Setup einzubinden. So lassen sich mit Ableton Live 12.4 auf Push MIDI Controller-Mappings erstellen und individuell anpassen. Die Steuerungsskripte lassen sich auch komplett deaktivieren, so dass sich benutzerdefinierte Mappings ohne Konflikte verwenden lassen. MIDI Mapping ist teilweise auch über Live auf Push 2 sowie die kabelgebundene Version von Push 3 möglich.
Mit Link Audio kann Push Standalone Audio empfangen und mit anderen kompatiblen Geräten teilen; außerdem können einzelne Audiokanäle geteilt werden.
Version 12.4 bietet außerdem eine detailliertere Steuerung von Max for Live-Anwendungen. Mit der neuen Visible-Option können M4L-Geräte auf Push 2 und 3 mehr Parameter direkt in der Geräteansicht hinzufügen. Damit erweitert sich die Bandbreite an Parametern, die über Push gesteuert werden können, um Funktionen wie Modulations-Mapping im LFO oder Kalibrierung in CV-Instrument.
Ableton Move 2.0 und Note 2.0
Live 12.4 erscheint zusammen mit Note 2.0 und Move 2.0. Auf beiden lassen sich jetzt Audiospuren hinzufügen und Samples aus der Library laden. Mit Move kann man jetzt außerdem MIDI-Spuren in Audio umwandeln. Zusätzlich ist es ab sofort möglich, in Move direkt über das Mikrofon sowie Line-In oder USB-C aufzunehmen. Mit einem Warping-Algorithmus lässt sich die Tonhöhe des Originalsounds halten, während man das Tempo ändert, oder umgekehrt.
Auf Move und Note arbeitet Link Audio unidirektional. Das bedeutet, dass Audio an Live oder andere Link Audio-fähige Geräte im lokalen Netzwerk gesendet, aber nicht empfangen werden kann. Allerdings können nicht nur der Main Output, sondern auch einzelne Spuren gesendet werden.
Auf Move kann man Audiospuren jetzt auch für Live-Bearbeitung nutzen, so dass eingehende Audiosignale über die Effektkette der Audiospur abgehört werden. Damit verwandelt sich Move beispielsweise in ein FX-Gerät für einen Live-Gig.
Mit Auto Shift und Erosion sind ab sofort zwei klassische Live-Effekte für Move und Note verfügbar. In Move stehen dabei die wichtigsten Parameter von Auto Shift zur Verfügung, während sich alle Parameter von Erosion steuern lassen.
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Eine vollständige Liste aller Neuerungen für Live und die verschiedenen Versionen von Push gibt es hier.
Wer Ableton Live 12.4 direkt ausprobieren möchte, gelangt über die folgende Website zum Beta Programm von Ableton:
Ableton Live 12 ist in den drei Versionen Intro, Standard und Suite erhältlich. Die Preise belaufen sich auf 79,- Euro für die Intro-, 279,- Euro für die Standard- und auf 599,- Euro für die Suite-Version.
Alle weiteren Informationen zu Live 12 findet ihr auf den folgenden Websiten und in unseren Tests:
- Website Ableton Live 12.4
- Test: Ableton Live 12
- Max for Live – Relaunch
- Die besten Ableton Live Plug-ins










































Kaum wartet man 25 Jahre gibts einen chorus der nicht zum weglaufen klingt. 🤭
@plumperquatsch 😂
Dass Link jetzt auch Audio streamt, sind tolle Neuigkeiten. Da Link ja offen für andere Hersteller ist und sich schnell verbreitet hat, ist davon auszugehen, dass Audiostreaming zwischen Rechnern und DAWs bald Standard wird.
Was jedoch dringend nötig ist, sind grundlegende Konfigurationsmöglichkeiten. Bis jetzt ist es so, dass Link über einen UDP-Port auf allen verfügbaren Netzwerkadressen gleichzeitig broadcastet, was nicht immer erwünscht ist. Ich würde mir wünschen, dass der User einstellen kann, über welche Netzwerkadapter Link streamt. Aktuell ist dafür die manuelle Konfiguration der Firewalls der Teilnehmer nötig, was je nach System nicht besonders intuitiv sein kann.
@swellkoerper Zu dem Thema haben wir hier ja schon öfter geschnackt. Von daher sind mir diese Lösungen auch geläufig. Trotzdem hab ich wider Erwarten Gefallen an Link gefunden, ich mag den Jamming-Charakter daran. Hat schon was. Nur die Sache mit dem UDP-Broadcast nervt. Bei mir läuft das aktuell über Link & Jack schön latenzarm über SFP+-Verbindungen, es wäre halt viel bequemer, wenn ich nicht 3 Firewalls konfigurieren muss, um Link in das Netzsegment zu zwingen, wo ich es gern hätte.
@swellkoerper Als reiner UDP-Dienst ist Link nicht betriebssystemabhängig und funktioniert in Bitwig auch unter Linux. Sonst wäre ich ja nicht so begeistert 😀.
@swellkoerper Nein, kein IPad. Mein Labor besteht aktuell aus einer (Noch-)Windowsdose mit RME Raydat, Macbook Pro M2 mit Xone:96 und einem Uralt Macbook (mid 2012) als Ubuntu-Nichtproduktivsystem zum Rumprobieren mit einer Focusrite 18i20. Alle verstehen Jack, Link und ipMIDI untereinander, Hardware-Frontend ist das grandiose mioXL.
Schön, dass Ableton immer mehr nachlegt. Besonders gut finde ich als User die vortlaufenden Push 3 und Move Updates.
Meine Idee war es den Move als Ergänzung zum P3 SA in meinem LiveSetup zu nutzen. Leider kann der Move bisher nicht usb slave sein. Was spürbare Veränderungen der Latenzen zur folge hätte. Über Link hat das für mich nicht funktioniert. Ein einstellbares Midi Clock Start Delay hab ich bisher nicht gefunden.
Aber sowas kommt bestimmt noch. Geil, dass man jetzt auf Move den Linein direkt mit fx monitoren kann. Das Teil zusammen mit ner Elektron Box bringt schon n ordentliches Liveset auf die Beine. Und ich hab hier einen Testuser, mein 7 jähriger Sohn. Der rockt den Move ohne Anleitung und baut einfach so beatz. Das spricht schon sehr fürs User Interface. Weiter so Ableton, und hoffentlich bleibt ihr uns erhalten und stabil am Markt- nicht so wie NI.