Test: AKG Y-55 (by Harman), Kopfhörer

1. Januar 2015

Oberklasse für wenig Geld?

Das letzte Mal, dass wir einen AKG Kopfhörer im Test hatten, handelte es sich um eines der Spitzenmodelle der DJ-Serie in Kooperation mit Tiesto, den AKG K267 TIËSTO.
Unser heutiger Testkandidat, der AKG Y-55 (streng genommen korrekt bezeichnet als AKG by Harman Y-55), soll eine Mischung sein aus DJ- und, nennen wir es mal, „daily business“-Kopfhörer.

Der AKG by Harman Y-55

Der AKG by Harman Y-55

Der Werbetext zu dem Produkt klingt in jedem Fall vielversprechend und verpackt einige schön klingende Wörter aus der Marketingabteilung. Da wird auch mit Lob an sich und das Produkt nicht gespart, Lob à la „niemand versteht die Bedeutung der Klang-Performance besser als AKG“, „hervorragende Klangqualität“ oder „perfekte Passform für hohen Komfort“.

Der Kopfhörer selbst wurde, so AKG, konzipiert für einen aktiven Lebensstil, zugleich funktional mit einem Hinblick auf musikmachende Menschen, gebaut nach DJ-Spezifikationen. So richtig einheitlich ist man hier beim Marketing allerdings nicht, findet man doch im Specification Sheet die Aussage, dass es sich um einen „Einsteiger DJ-Kopfhörer mit Studioqualität“ handeln soll. Alles in allem fliegt man hier definitiv nicht unter dem Radar, umso spannender also, was der mit knapp über 100,- Euro günstig angesetzte Kopfhörer in der Realität bieten kann.

Der erste Eindruck: klein und handlich. Weder in der Größe, noch im Gewicht ist der AKG Y-55 als dynamischer Kopfhörer mit geschlossener Bauform besonders auffällig. Auffällig ist das Design ebenso wenig, eher minimalistisch und schlank.

Alle Modelle werden von der Farbe Schwarz dominiert, Farbfleck ist lediglich ein Ring in der Ohrmuschel, so dass das Modell in vier Farbvarianten erhältlich ist: rot, blau, weiß und schwarz. Ein silbernes AKG Logo in Mitten der Ohrmuschel definiert den Hersteller.

Unser Testmodell im roten Gewand

Unser Testmodell im roten Gewand

Der Bügel selbst ist sehr schlank, lediglich 2,5 cm in der Breite und aus drei Kunststoffteilen hergestellt. Diese selbst sind vom Material her fest, die Spalten zwischen diesen jedoch variabel, so dass sich der Bügel hier dem Kopfumfang anpassen kann. Dies geht weiter als man vermuten würde, jedoch nur mit einem nicht geringen Kraftaufwand. Dies wirkt sich natürlich auf den Anpressdruck an den Ohren auf.
Aus dem Bügel herausgezogen werden können die beiden Ohrmuscheln samt Gelenk, hier befindet sich also klassisch die Größenverstellung. Insgesamt 3,5 cm kann der Kopfhörer an jeder Seite vergrößert werden. Das ist ein unterdurchschnittlicher Wert.
Problematisch wird es hinsichtlich der Gesamtgröße des Kopfhörers. Wie bereits genannt ist der AKG Y-55 kein besonders großer Vertreter und so wird es bereits bei meinem Kopf knapp.
Im Klartext: Ich würde behaupten, einen mittelgroßen Kopf zu haben, die Hutgröße unterstützt mich dabei in meiner Annahme. Nun trage ich den Kopfhörer schon mit maximaler Größe, also beidseitig maximal ausgezogen. Wäre mein Kopf größer, würde mir der Kopfhörer nicht mehr passen, nicht nur jedoch dies, an Mütze tragen unter dem Kopfhörer ist auf keinen Fall zu denken.
Für mich als Person, die nie ohne Mütze aus dem Haus geht, ist dies ein volles K.o.-Kriterium für diesen Kopfhörer.

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