Album Release: Bernd-Michael Land – FARBEN

10. November 2018

Farbenfrohe Elektro-Produktion

Den Künstler Bernd-Michael Land begleitet AMAZONA.de schon sehr lange. Zum ersten Mal durften wir mit ihm im April 2000 ein Gespräch führen. Damals arbeitete er in seinem SYNXSS-Studio unter dem Projektnamen Aliens-Project, einem ca. 120 qm großen Homestudio inklusive Bar, Harleys und Equipment zum Abwinken und das alles in einem alten Forsthaus mitten im Wald – also ohne geräuschempfindliche, nervige Nachbarn!

Darauf folgten zwei weitere Reportagen über den  Synthesizer-Liebhaber und Künstler, der sich vor allem durch unzählige Live-Auftritte in der deutschen Musikszene einen Namen machte:

Anlässlich seines aufwendigen Album Releases FARBEN folgt nun Teil 4 in der unendlichen Saga des Außerirdischen, der sich vom angsteinflößenden Alien zum naturliebhabenden Öko-Besucher gewandelt hat.

Das nennen wir mal einen Image-Wandel ;-)

Diesmal wollten wir ergründen, woher Lands Richtungswechsel in seinem musikalischen Schaffen kam, denn sein neues Album „Farben“ stellt einen deutlichen Gegensatz zu seinen bisherigen Projekten dar.

 

Er selbst schreibt auf seiner Homepage: „Bei einem schöpferisch gestaltenden Menschen sollte die Intention auch immer darin bestehen, auf die Missstände in unserer Gesellschaft hinzuweisen.
So ist unter anderem die zunehmende Zerstörung unseres Planeten eines der aktuellen Themen, mit denen ich mich kritisch auseinandersetzen möchte.“

Nicht nur der musikalischen Ansatz, allein schon die optische Anmutung des Albums hat uns aufmerksam werden lassen. Denn der Schwenk von Aliens-Project hin zu Body-Paintings und Knochen im Schopf wie bei Fred Feuerstein ist extrem. Aber schließlich sagt Bernd auf seiner Homepage selbst: „Ich bin fest davon überzeugt, dass ein kreativer Musiker stets den Mut haben sollte, seinen eigenen Weg zu gehen, wie unorthodox dieser auch immer sein mag, auch wenn diesem Weg Tabus entgegenstehen.“

Grund genug für uns bei AMAZONA.de, sich mit dem Album „Farben“ genauer auseinanderzusetzen – bitte lest hier das Interview, das wir mit Bernd geführt haben!

Amazona.de:
Hallo Bernd, du gehörst ja schon beinahe zum Inventar von AMAZONA.de. Als wir dich zum ersten Mal interviewen durften, gab es unser Magazin gerade einmal sechs Monate. Seither hast du dich stark weiterentwickelt. Aliens Project ist passé, du hast von der SciFi-Welt Abschied genommen und dich mehr sozialkritischen Themen zugewandt. Dein neuestes Projekt „Farben“ durften wir uns in der AMAZONA.de Redaktion schon einmal zu Gemüte führen. Wie kam es zu dieser Entwicklung?

Bernd-Michael Land:
Für mich war das nur eine logische Konsequenz aus meiner Lebenserfahrung heraus, aber mit zunehmendem Alter betrachtet man viele Dinge aus einem anderen Blickwinkel.
Gelegentlich trete ich zwar auch heute noch als Aliens-Project mit einem tanzbaren Technoset auf, aber nachts um 3 Uhr die Crowd zur rocken, ist nicht mehr so mein Ding –die Zeiten ändern sich.
Mein ganzes Leben lang hatte ich ständig den inneren Drang, Neues zu erlernen, war stets auf der Suche, etwas Unbekanntes zu entdecken und mich als Künstler weiterzuentwickeln.

Amazona.de:
„Farben“ ist dein wievieltes Werk?

Bernd-Michael Land:
Das Album „Farben“ ist meine 16. CD-Veröffentlichung auf Label plus einiger Stücke auf diversen Samplern. Nicht alle Werke landen auf einem Album, es gibt ja auch andere Medien (Filmmusik).

Amazona.de:
Wo würdest du „Farben“ musikalisch einordnen? Welcher Stilrichtung hast du dich bedient?

Bernd-Michael Land:
Für mich ist das zu allererst einfach nur „Elektronische Musik“, nicht mehr und nicht weniger.
Aber da die meisten Hörer gerne eine Schublade möchten, würde ich meine Musik als Ambient/Chillout mit ein paar Elementen aus der Berliner Schule einordnen.
Eigentlich mag ich die Bezeichnung „Berliner Schule“ nicht so besonders, denn meine aktuelle Musik knüpft stilistisch eher an meine eigenen alten Werke aus den 70er Jahren an, also lange Zeit, bevor es diesen Begriff überhaupt gab.
Man nehme ein analoges Modularsystem mit Stepsequencer, eine Stringmachine oder Orgel, polyphone Synthesizer gab es in den Anfängen ja noch nicht, dazu etwas Bandecho und voilà – schon hat man die Basis für diesen Sound.

Bernies neue Produktionsumgebung

Amazona.de:
Was willst du mit diesen Liedern ausdrücken, was ist deine Message?

Bernd-Michael Land:
Henri Nannen, ehemaliger Chefredakteur der Zeitschrift „Stern“, sagte einmal: „Kunst muss anstößig sein; sie muss Denkanstöße geben.“
Gerne würde ich zu den Menschen die Botschaft transportieren: „Hey Leute, macht die Augen auf und schaut mal genau hin!“ Wir tragen heute die Verantwortung für künftige Generationen, dass unser Planet Erde lebenswert bleibt. Wenn man Kinder und Enkel hat, setzt man seine Prioritäten vielleicht etwas anders.
Möglicherweise ist das nur der verzweifelte Versuch eines alten Mannes, der nun auf sein Leben zurückblickt und einen winzigst kleinen Teil dazu beitragen möchte, damit die Welt ein bisschen besser wird.
Die zunehmende Zerstörung unseres Planeten ist nur eine Thematik, die mich persönlich berührt und mit der ich mich kritisch auseinandersetzen möchte. Daher habe ich 2016 das Album „Meeresgrund“ geschaffen, welches sich mit der Verschmutzung unserer Ozeane durch die Unmengen an Plastikmüll auseinandergesetzt hat.
Als schöpferischer Mensch besteht meine Intention aber auch darin, auf Missstände in unserer Gesellschaft hinzuweisen.

Peter Hess Klangschale mit eingelegten Messingscheiben

Amazona.de:
Wen möchtest du damit erreichen und ansprechen?

Bernd-Michael Land:
Eigentlich jedermann. Sind das nicht elementare Themen, die uns alle angehen?

Amazona.de:
Wovon wurdest du dabei inspiriert? Woraus ziehst du generell Inspirationen?

Bernd-Michael Land:
Die meisten Ideen und Anregungen zu den Arbeiten erhalte ich aus meinem direkten Umfeld. Das können Eindrücke aus der Natur sein, wenn ich morgens mit dem Rad über Felder und durch Wälder fahre, aber auch Erlebnisse in der Stadt. Ich bin ein recht aufmerksamer Beobachter und nehme vieles auf.

Amazona.de:
Interpretieren die einzelnen Farben unterschiedliche Bereiche der Ausgrenzung & Diskriminierung?

Bernd-Michael Land:
Der Albumtitel „Farben“ steht symbolisch für die verschiedenen Hautfarben der Menschen und möchte sich klar für mehr Toleranz und gegen Rassismus und Antisemitismus stellen.
Das Thema ist aktueller als je zuvor, aber diese starke Tendenz, besonders im Osten Deutschlands,  konnte ich noch nicht ahnen, als mit den Aufnahmen dafür begonnen wurde.

Als ich 7 Jahre alt war und wir nach Neu-Isenburg gezogen sind, hatte ich drei „beste Freunde“, ein Farbiger, ein Spanier und ein Italiener. Ich bin vorurteilsfrei und tolerant aufgewachsen und kann nicht verstehen, warum Menschen in unserer modernen globalisierten Welt nur nach ihrem äußeren Erscheinungsbild oder ihrer Herkunft beurteilt werden, statt nach ihrem Handeln. Ich finde das alles sehr traurig und beschämend. Besonders Musiker sollten hier mit gutem Beispiel vorangehen und Toleranz zeigen, kooperieren wir doch häufig mit Kollegen, welche auf dem ganzen Planeten verteilt sind.

Amazona.de:
Welches Equipment hast du verwendet?

Bernd-Michael Land in seinem Studio

Bernd-Michael Land:
Sounds und Sequenzen wurden zum großen Teil mit analogen Modularsynthesizern realisiert.
Im Studio bevorzuge ich lieber die ergonomischere 5U-Variante im alten Moog Format (Dotcom, Synth-Werk, Moonmodular, CotK, Moog usw.), bei zwei Tracks war jedoch auch mein großes Eurorack-System im Einsatz, welches ich bei „Farben“ auch live mit auf der Bühne habe.
Digitale Synthesizer haben häufig mit gelayerten Flächen und Atmos zum Gesamtsound beigetragen, vom Korg Kronos bis zum Yamaha Montage war alles dabei. Einige Klänge sind aus Fieldrecordings entstanden, es wurden aber auch einige symphonische Gongs und Klangschalen aufgenommen und in die Musik mit eingepflogen..

Aufnahmen mit einem Cello-Bogen und einer Soundbox (Leaf Audio)

Amazona.de:
Wie sieht deine Produktionsumgebung aus?

Bernd-Michael Land:
Es existieren zwei Bereiche in meinem Studio.

Da ist einerseits meine analoge Ecke mit diversen Modularsystemen, Minimoog, Voyager, Roland SHs, mehreren EMS Synthis, diversen Korgs, Arturia uvm.
Hier wird alles von Hand eingespielt oder vom Stepsequencer generiert, analog gemischt und direkt als Audio aufgenommen (kein Multitrack, nur Stereo). Die gesamte Synchronisation erfolgt ausschließlich via CV/Gate und Trigger, MIDI wäre zwar möglich, wird jedoch praktisch fast nicht verwendet.

Der andere Studiobereich umfasst überwiegend digitale Synthesizer, Sampler und Workstations, welche komplett im MIDI-Verbund arbeiten, sowie das gesamte Outboard-Equipment. Dort steht auch die DAW mit Cubase und Wavelab, welche mit insgesamt 72 Kanälen digital mit den beiden Konsolen verbunden sind. An diesem Arbeitsplatz ist der Mixdown sämtlicher Audiofiles und das Mastering der fertigen Tracks durchgeführt worden. Das Verhältnis des Einsatzes von Hardware zu Software liegt bei mir bei ca. 70 zu 30 %.

Amazona.de:
Wie kam es zu den Coverbildern mit Body-Paintings? Was bedeutet der farbenfrohe Tribal Stil?

Die Künstlerin Rosel Grassmann schuf das Body-Painting

Bernd-Michael Land:
Die großartige Künstlerin Rosel Grassmann lernte ich schon vor ein paar Jahren auf einer Ausstellung von „Menschwerk“ kennen und war von ihrem phantastischen Artwork sofort total fasziniert. Als das Konzept des neuen Albums „Farben“ soweit von mir ausgearbeitet war, habe ich sie kontaktiert und die weitere Vorgehensweise besprochen. Ich wollte da allerdings nicht zu viel reinreden und ihr möglichst alle künstlerische Freiheiten lassen, meine einziger Wunsch war nur, dass die Bemalung möglichst bunt werden soll. Das recht aufwändige und detaillierte Body-Painting hatte dann schon einige Stunden in Anspruch genommen. Als ausgebildete Fotografin war sie anschließend auch in der Lage, die entsprechenden Motive professionell in Szene zu setzen.

Amazona.de:
Wer ist die fröhliche Dame, die mit dir auf dem Foto zu sehen ist? Deine Partnerin?

Bernd-Michael Land mit seiner Lebensgefährtin

Bernd-Michael Land:
Ja, das ist die liebe Frau an meiner Seite. Ohne ihre tatkräftige Unterstützung wären meine ganzen Projekte in dieser Form sicherlich nicht möglich gewesen. Meine Frau ist aber auch meine ehrlichste Kritikerin, die mir eine klare Ansage macht und nichts schönredet.

Amazona.de:
Wie lange hast du an diesem Projekt gearbeitet?

Bernd-Michael Land:
Insgesamt vergingen rund elf Monate von der ersten Idee bis zur Fertigstellung. Den gesamten Zeitaufwand bis zur endgültigen Realisierung würde ich auf rund 600 bis 700 Stunden beziffern.

Amazona.de:
Welches Zielpublikum möchtest du ansprechen?

Bernd-Michael Land:
Ein bestimmtes Zielpublikum habe ich nicht auf dem Schirm, ich mache Musik für jedermann.

Es hat sich allerdings herauskristallisiert, dass viele Menschen aus meiner Fanbase doch eher dem älteren Semester angehören. Da sind etliche Hörer darunter, die sich tatsächlich noch richtig Zeit für die Musik nehmen, den Raum abdunkeln und beim Hören die Augen schließen. Wenn man das Album abgelenkt oder hintergründig anhört, scheint es nur schwer möglich zu sein, die kleinen Nuancen und versteckten Details darin zu entdecken.

Das Artwork von „Farben“

Amazona.de:
Das Album „Farben“ wurde als wunderschöne Box in streng limitierter Stückzahl aufgelegt. Warum?

Bernd-Michael Land:
Das Projekt lag mir aufgrund der ernsten Materie persönlich sehr am Herzen und daher sollte auch die gesamte Präsentation etwas ganz Besonderes sein. Es ist ja kein großes Geheimnis, dass sich Downloads am Markt fest positioniert haben und der physischen Tonträger dadurch stark verdrängt wurde. Möchte man heute tatsächlich noch physische CDs verkaufen, sollte man sich schon etwas einfallen lassen und deutlich mehr anbieten, als nur die selbstgebrannte CD-R im billigen Pappschuber.
Es gehört eben auch das ganze Drumherum dazu, eine ansprechende Grafik, ein informatives ausführliches Booklet (24 Seiten) und eine hohe professionelle Qualität. Jede einzelne Box besteht aus vier gestanzten Teilen, sogar die Versandkartons wurden perfekt auf Maß angefertigt, damit alles unbeschädigt beim Käufer ankommt.
Das Album „Farben“ in der Collector-Box ist streng auf 300 Exemplare limitiert und wird später nicht mehr nachproduziert. Jedes Exemplar ist einzeln von Hand durchnummeriert und signiert, was sie natürlich auch als exklusives Geschenk und für Sammler interessant macht.

Amazona.de:
Hast du die CD im Eigenvertrieb produziert?

Bernd-Michael Land:
Ja. Ich mache gerne alles selbst, von der Grafik bis hin zum Versand und das hat sich auch recht gut bewährt. Aber natürlich können meine CDs auch über ausgewählte Record Stores bezogen werden.

Amazona.de:
Planst du schon neue Projekte?

Bernd-Michael Land:
Im kommenden Jahr möchte ich noch ein paar Konzerte mit „Farben“ geben und eventuell ergibt sich da vielleicht sogar die Gelegenheit, die Aufführung in Mehrkanaltechnik darzubieten. Die einzelnen Sounds für das Live-Programm wurde bereits von Anfang an als Einzelklänge in diskreter Quadrofonie und in Hexagonie (4-Kanal- und 6-Kanal-Technik) angelegt. Mehrkanaltechnik ist ein echtes Erlebnis für den Konzertbesucher, aber der technische Aufwand dafür ist enorm hoch und da scheitert es meistens an den finanziellen Mitteln der Veranstalter.

Aktuell laufen noch zwei weitere Projekte parallel, die beide auch schon mehrfach live dargeboten wurden. „Hyperreale Reflexion“ sowie „Slowing World“ werden dann in 2019 ebenso als Album erscheinen. Infos dazu findet man unter dem Button „Projekte“ auf meiner Homepage.

Weitere spannende Themen, welche ich musikalisch umsetzen möchte, sind bereits angedacht, aber da möchte ich noch nicht vorgreifen.

Amazona.de:
Betreibst du die Musik noch als Hobby oder verdienst du damit deinen Unterhalt?

Bernd-Michael Land:
Mittlerweile ist das mein „richtiger“ Beruf und ich mache auch sonst nichts anderes mehr: Musikproduktion, Sounddesign, Klangkunst, Trailer, Teaser, Logovertonung, Werbejingles, Filmmusik usw.

Amazona.de:
Hast du Vorbilder?

Bernd-Michael Land:
Nein, nicht wirklich. Als ich 1969 angefangen hatte, gab es nicht viele Leute, die elektronische Musik gemacht haben. Mit dem Meisterwerk „Switched on Bach“ hat mich Wendy Carlos aber sicherlich dem Synthesizer nähergebracht.

Amazona.de:
Kann man deine Musik auch live erleben?

Bernd-Michael Land:
Ja, ich spiele selbstverständlich immer wieder Live-Konzerte.

Die Infos über aktuelle Veranstaltungen findet man auf meiner Homepage.

Forum
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    elektrock  AHU

    Feiner Herr und wenn ein Schmetterling in der Lage ist
    mit seinem Flügelschlag den Lauf der Dinge zu ändern
    dann wird es Bernd Michael Land denke ich auch schaffen.
    Der Gedanke und jeder einzelne zählt mehr denn je.

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      Bernd-Michael Land  

      Danke, so sehe ich das auch.
      Ich bin ja nur eine unbedeutende winzige Ameise.
      Aber wir sind sehr viele und wenn wir den großen bösen Drachen dort beißen, wo er sich nicht kratzen kann, dann können auch kleine Ameisen etwas bewirken.

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    costello  RED

    Schönes Interview mit einem sehr sympathischen Musiker. Ich finde es gut, dass Bernd-Michael über die Musik hinaus eine Botschaft transportieren will, ohne dass er sich dabei aber stilisieren würde. Ob er ein perfektes, makelloses Leben führt, wie Coin vermutet, weiß ich nicht. Ich denke auch nicht, dass das unbedingt erstrebenswert ist. (Wäre für mich zum Beispiel eher langweilig) Aber ich denke, er ist ein Mensch, der mit Achtsamkeit und Bedachtsamkeit durchs Leben geht. Und das findet man auch schon sehr selten.

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    Ted Raven  

    Ha, der gute alte Moogman. Hatte ihn sofort trotz des überraschenden Makeups erkannt. Muss mir mal anhören, was er wieder fantasievolles ausgebrütet hat.

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    costello  RED

    So ein paar Trolle sind auf Amazona.de aber auch unterwegs. Wer bedenkt denn drei rundum positive Kommentare zu Bernd-Michael Land und seinem neuen Projekt „Farben“ mit einer negativen Bewertung, ohne zugleich selbst Stellung zu beziehen? Finde ich ehrlich gesagt ziemlich daneben.

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      Ted Raven  

      Tja, kein Forum und keine Kommentarfunktion ohne Trolle. Hier hält es sich noch deutlich in Grenzen; bei manchen Online-Tageszeitungen sind bis zu 90 % Trolle unterwegs, vor allem solche von rechts außen.

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      TobyB  RED

      Hallo Mr. C ,

      ich verstehe es auch nicht. Zumal ja die Daumen Hoch überwiegen. Bernie ist, so wie er ist, gut. Und auf das Konzept „Farben“ muss erst mal kommen. Und die „negative Bewertung“ ist das offensichtlich nicht, versteht es nicht oder ist neidisch. Ich versteh auch nicht warum Ted, Iggy und du 3/4 Daumen runter erhaltet. macht ja nun noch weniger Sinn.

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        Hectorpascal  

        Daumen ohne hinterlegte Namen sind sowieso Quatsch.
        Wenn ich Bernd mit seinem Makeup sehe denke ich zuerst an Punks!
        Weg mit dem ganzen angepassten Gequatsche, sondern raus mit allem was euch wirklich bewegt!
        Unsere Gesellschaft braucht das vielleicht mehr als wir denken.
        Es hat sich in den Köpfen viel Mist aufgestaut und entlädt sich auf jeglich denkbare Weise.
        Zuletzt auch in Gewalt!
        Bernd sorgt sich in seinem Konzept über Ausgrenzung und Diskriminierung.
        Darüber sollten wir reden, weniger über die Musik oder noch schlimmer, Daumen.
        Kunst muss eben nur anstößig sein.

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        Dirk Matten  RED

        Nach den Kommentaren zu urteilen, soll es sich ja um Bewertungen des Interviews handeln, ich finde jedoch keine entsprechenden Schaltflächen.

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          Tyrell  RED

          Bewertet werden können nur Produkte, deshalb ist in Interviews und Reportagen keine Sternchen-Bewertung möglich. Seine Meinung zu den Tests gibt man über die Kommentare ab. Seine Meinung zu den Kommentaren kann man mit den Daumen bewerten.

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    Hectorpascal  

    Ich höre gerade Ambient Rompler-Tracks auf YT und bin darüber zu „Farben“ gekommen. Schon erstaunlich mit wie wenig Equipment einige Tracks entstehen und noch gut klingen!

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        Coin  AHU

        Lieber Bernie, wenn man nicht viel Equipment zum musizieren braucht,
        warum hast Du dann zwei Räume voll davon stehen ?
        (das soll keine Kritik sein, ich möchte es nur verstehen)
        Gruss

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          Bernd-Michael Land  

          Man kann mit wenig Equipment Musik machen, muss es aber nicht.

          Natürlich könnte ich mir zwei Stunden lang den gewünschten Minimoogbass aus den unzähligen Kurzweil Samples heraussuchen oder in meiner Workstation suchen. Der wäre dann vielleicht nicht ganz perfekt, würde die Musik bestimmt nicht schlechter machen.
          Ich nehme dann doch lieber gleich das Original. Das geht mir viel schnell von der Hand und ist ohne Kompromisse flott hingeschraubt.

          Viel Zeug hatte sich über die letzten (48) Jahre bei mir so angesammelt und es kam immer wieder was dazu. Wenn man, so wie ich in meinem alten Studio, genug Platz hat und nichts verkaufen muss, dann lässt man es eben einfach stehen.
          Fast alle Synthesizer wurden auch mehrfach zur Erstellung von diversen Soundlibrarys benötigt und bei authentischen Klängen muss man zwangsweise auch immer das Originalgerät zur Verfügung haben.

          Grundsätzlich gilt aber: Was ich tatsächlich nicht mehr einsetze, das fliegt auch wieder raus, egal wie selten es ist. Das passiert bei mir so im 5-Jahres Rhythmus, schon wegen der ganzen Verkabelei.

          Ich sehe meine Synthesizer doch mehr als ein Werkzeug an und weniger als Sammelobjekte.

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            Coin  AHU

            Hehe ok, ist anscheinend auch so ein Nerd Ding.
            Und neben dem Musiker scheint auch
            ein begeisterter Techniker in Dir zu stecken.
            Ich weiss ja dass Du die Sachen auch benutzt
            und sie nicht nur rumstehen.
            Das finde ich beachtlich,
            da ich mich z.B. da gar nicht zurecht finden würde ^^
            Menschen sind wohl so vielfältig wie Farben.
            Schöne Grüße

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            GioGio   1

            Weniger Geräte (beim Malen wären es Farben etc.) machen die Musik zwar nicht schlechter, wenn man weiß damit umzugehen, aber sie wird anders. Und anders kann dann gefühlt auch wieder besser oder schlechter sein. Jeder muss seinen Workflow finden. Manche benötigen dazu Eingrenzung, andere eine große Spielwiese, wieder andere etwas dazwischen und in sich widersprechendes.
            Dieses „Anders“ ist nicht zu unterschätzen und kann ein Kunstwerk ausmachen.
            Dennoch hast Du Recht: Theoretisch braucht MAN nicht viel um Musik zu machen, da reicht eine Dose (erinnere mich an Trommelsessions auf Partys) und aus sowas kann auch mehr als nur eine Spaßsession werden. Kommt aufs Konzept, das Publikum etc. an. Aber in der Praxis braucht der eine dann doch dieses und der andere jenes. Nicht um irgendeine Musik zu machen, aber um DIE Musik zu machen, die dank seines sorgfältig erstellten Setups entsteht. Da kann man nicht hinterher sagen, das Album wäre auch anders gegangen. In der Theorie schon (VST statt Gerät), aber da sich das Musizieren anders angefühlt hätte und es einen anderen Moment des Schaffens gegeben hätte, wäre wohl auch eine andere Idee, Melodie etc. bei rausgekommen – ob besser oder schlechter misst sich ja dann entweder an Menschen die was zu „melden“ haben (Kritiker…), oder am Massengeschmack (Zahlen…), oder an den schon vorhandenen Fans des Künstlers.

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              Bernd-Michael Land  

              Viele haben ja das Problem, das sie sich von 0 an sofort einen riesigen Gerätepark anschaffen und dann damit gnadenlos überfordert sind, das würde mir sicher genauso gehen.
              Wenn das Equipment aber über viele Jahrzehnte hinweg wächst und man sehr viel Zeit damit verbringt, dann kann man auch ganz gut damit umgehen. Viele Geräte werden irgendwann durch aktuellere Modelle ersetzt und dann nicht mehr genutzt. Da muss man sich davon lösen und trennen.
              So habe ich soeben u. a. meinen geliebten alten Kurzweil K-2500 verkauft. Er hat mir viele Jahre treu gedient, aber seit dem hier ein Korg Kronos steht, wurde er nicht mehr eingeschaltet. So ist das bei vielen Maschinchen, ich muss immer etwas aufpassen, das sich hier nicht zu viel Zeugs ansammelt.

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                GioGio   1

                Da hast Du Recht :) Man muss sich schon die zeit nehmen das Setup entwickeln zu lassen. ich dachte auch mal das geht schneller. Aber am Ende tauscht man immer wieder was aus. Das Ganze darf aber auch eine Art Ende finden. Wichtig hierbei ist, dass man nicht nur Kauft und Austauscht, weil man so einem Belohnungsprinzip oder Materialismus folgt. Das ist immer nicht so einfach zu unterscheiden finde ich. Ich schaue mir da momentan genauestens auf die Finger. Vor allem wenn man seine Songs nicht fertig bekommt XD Denn wie Du sagst: Theoretisch geht Musik mit allem was man hat! Der Rest ist das was ich oben beschrieb.
                Ich denke übrigens das mit der Kaufwut geht vielen so. Die NAMM genieße ich nur noch mit „Sonnenbrille“ :D Gar nicht so einfach. Aber verpassen will man ja auch nix und die Testergebnisse machen ja auch Spaß zu lesen und wer will schon blind durch die Welt gehen :)

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    Bernd-Michael Land  

    Vielen Dank für die netten Worte!
    Ein perfektes und makelloses Leben führe ich sicher nicht, aber ein sehr glückliches.

    Euch Allen wünsche ich noch einen schönen Sonntag und sende ein Extraküsschen an meinen Lieblingshater. :-)

    Bernie

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      Marko Ettlich  AHU

      Hater haben nur Leute die etwas sind, was andere gern sein wollen.
      Man könnte auch sagen, je mehr Hater man hat umso cooler ist man.
      Da geht noch was. :D

          • Profilbild
            Marko Ettlich  AHU

            Wenn das eigene Leben öde ist, dann wird das Leben von anderen interessant. Bei YT habe ich auch meine Stammhater. Meine treuesten Fans. Verpassen kein Video. :D

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              Bernd-Michael Land  

              Das sind ja auch immer die gleichen Typen, die meist selber nix auf die Kette bekommen.
              Über die Dislikes ärgere ich mich schon lange nicht mehr, da habe ich mittlerweile ein ziemlich dickes Fell bekommen.
              Das unter den Hatern allerdings auch Leute sind, die mich persönlich kennen müssen und die mir vielleicht morgen wieder freundlich ins Gesicht lächeln, das wurmt mich da schon eher.
              Aber die Leute machen auch mal Fehler und einen davon konnte ich sogar mal enttarnen, seit dem gibt er Ruhe.

              • Profilbild
                Marko Ettlich  AHU

                Naja, Mißgunst gibt es auch unter „Freunden“ und „guten Kollegen“. So bekloppt das auch klingt, aber letztendlich ist Neid und Mißgunst die höchste Form der Anerkennung. Ist so.
                Mach einfach deinen Stiefel so weiter. Wer keine Feinde hat, der hat auch keine Freunde.

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                GioGio   1

                War auch mein erster Gedanke, dass es sich mit Sicherheit auch um Leute handelt, die dich kennen. Denn ansonsten ist so ne Anzahl selten. Du provozierst oder polarisierst hier ja nicht. Ich habe Dich nett in Erinnerung (wir hatten ma telefoniert und das Angebot zu telefonieren kam echt nice rüber). Du schenktest mir Deine Zeit – und das war cool. Vielleicht sind es Neider, oder Du hast eine Art die ich nicht kennen lernen konnte und Menschen aufregt (sowas muss keine schlechte Eigenschaft sein!). Der ein oder andere hat das ja schon als Mobbing erlebt und manchmal braucht es lange, herauszufinden wo die Angriffsflächen sind, obwohl man sich bemüht korrekt zu sein. Leg Dir am besten n „Boxhandschuh“ zu. Viele solcher Hater schauen nur auf Menschen hinauf, vor denen sie Angst haben (Machiavelli u. Co. lassen grüßen) XD

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                  Bernd-Michael Land  

                  ich würde mich selbst als recht netten und umgänglichen Menschen einschätzen, aber ich kenne natürlich meine Fehler.

                  Wer mich nicht näher kennt, hält mich manchmal für arrogant, angeberisch, großkotzig, was ich nicht ganz leugnen kann.
                  Da knabbert eben der innere Stolz an mir, weil ich nur durch harte Arbeit so weit gekommen bin, denn ich stamme ja aus sehr einfachen Verhältnissen und mir hat nie Einer irgend etwas geschenkt.

                  Und ich habe eine sehr direkte und ehrliche Art, womit manche Menschen ein Problemchen haben.
                  Wenn ich auf etwas keinen Bock habe, dann kommuniziere ich das genau so und komme nicht mit doofen Ausreden. Anscheinend darf man aber als erwachsener Mensch in unserer Gesellschaft nicht: „Ich habe gerade keinen Bock auf dich“ sagen, ohne das mein Gegenüber tief beleidigt ist.

                  Nun denn, ich bin eben so und werde mich jetzt auch nicht mehr ändern.

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                    GioGio   1

                    Danke für die Offenheit :) Ich finde Du erzählst halt auch gerne was von Dir – aber Du hörst auch zu und fragst nach. Mir gefällt das, wenn man sich nicht verkriecht und auch was zeigt von sich und auch mal stolz sein darf (ich bin das z.B. viel zu wenig – also stolz).
                    Ich denke es ist diese Offenheit die so angreifbar macht. Ich bin häufig sehr offen mit meinen Gefühlen und meinem Denken. Viele Menschen haben in unserer Kultur (vor allem westliche) Angst davor. Alles muss immer berechnend und cool sein. Aufs kleinste abgewogen. Klar bietet man mit dieser Offenheit auch Raum für Feinde (umso netter man durch die Straßen zieht, umso öfter gibts Stress – je nach Gegend XD ).
                    Aber wie sagte Willem Dafoe mal: Man kann zwar dazulernen aber ein Risiko bleibt immer wieder durch seine Offenheit verletzt zu werden. Doch geht man sie nicht ein, verpasst man auch die guten Begegnungen und mutiert zu dem wovor man Schutz suchte (frei zitiert).
                    Bleib so :) Ich bewundere Dich neben der Musik auch für das was ich nicht bin :)

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                      Bernd-Michael Land  

                      Ich gebe ja recht viel von mir preis und bin auch privat oft wie ein offenes Buch -frag Zuckerberg, der weiß fast alles über mich, kennt sogar die Füllung meiner Lieblingskreppel.
                      Aber es gibt eben auch Dinge, die ich niemals öffentlich machen würde, wie beispielsweise alles, was mit meinen musikalischen Arbeiten und mit meinen Kunden zu tun hat. Da veröffentliche ich weder Namen, noch gebe ich Referenzen an.

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    Marko Ettlich  AHU

    Bernie ist ein Bunter Vogel und das meine ich absolut positiv. Bleib gesund und munter und bring weiterhin Farbe in die Synthesizerwelt. Schönes Interview.

  8. Profilbild
    TimeActor  AHU

    Man spürt die Liebe zur Elektronischen Musik und zu den Synthesizern ganz deutlich. Bernie hat offenbar was geschafft, was nicht so vielen unter uns Synth Bekloppten gelingt. Seine Träume Wirklichkeit werden zu lassen. Er kommt sehr sympathisch rüber und steht mit beiden Beinen auf der Erde – damit ist er auch nicht abgehoben. Seine kritische Äußerung zur Berliner Schule – hat mich auch etwas zum nachdenken angeregt da ich mich doch mit meiner eigenen Musik diesem Style zugehörig fühle.
    Vielleicht sollte ich mich auch mal etwas aus diesem Zusammenhang lösen – wenn´s mir gelingt.
    Hat mir sehr viel Spaß gemacht das Portrait anzuschauen und nach wie vor über die großen Synth Burgen von Bernie zu staunen. Schönes Interview/Portrait – Vielen Dank und natürlich Viel Erfolg!

  9. Profilbild
    Bernd-Michael Land  

    WOW -36 Kommentare und 196 Dislikes -das dürfte ja ein einmaliger Rekord sein.
    Ich fühle mich geehrt.
    :-)
    Alles Liebe und Gute im neuen Jahr!
    Bernie

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      lightman  AHU

      Wie heißts doch so schön, viel Feind, viel Ehr‘.

      Schule ist gut, aber „Schulen“ sind schlecht. Wer in anderer Leute Fußstapfen tritt, hinterläßt selbst keine Spuren.

      In diesem Sinne auch von mir ein interessantes neues Jahr.

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      Tyrell  RED

      Wir schalten die negativ-Daumen-Funktion am Wochenende ab, dann hat sich das zum Glück erledigt.

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    tonvibration  

    Hallo Bernie, schönes Interview und tolle Musik!
    Du scheinst ja oft vorher schon ein Konzept zu haben. Sitzt Du dann im Studio und denkst z.B.“orange, orange, orange, wie klingt orange?“ Machst Du Dir oranges Licht an und meditierst über einer Orange? Ich hab das jetzt mal lustig formuliert, meine das aber ernst, da ich mich mit solchen Konzepten oft schwer tue. Zwar habe ich auch schon Konzeptgeleitet Musik gemacht – ich nehme dann Landschaften, schaue mir parallel Bilder an und probiere den dazu passenden Sound zu finden (z.B. „Canadas“ auf meinem youtube Kanal). Aber bei 95% meiner Songs kommt erst die Musik – frei geboren ohne Konzept. Bei ca. 20% davon entsteht beim Machen etwas, was wenigstens für einen sinnvollen Namen herhalten kann (Konzept würde ich das aber nicht nennen) und bei den restlichen 3/4 meiner Songs gelingt mir noch nicht mal das, so dass die Namensgebung eigentlich willkürlich ist. Könnte mir vorstellen, dass das einigen Leuten so geht.
    Wie also gehts Du an Deine Konzepte ran? Und stehen die immer schon am Anfang? Oder sagst Du auch manchmal, „hm, für das Album Farben brauche ich noch gelb und lila, da nehm ich mal die Songs (die bereits vorher konzeptlos entstanden waren), dat passt schon…“
    Viele Grüße (von einem (Ex-)Offenbacher)

  11. Profilbild
    Bernd-Michael Land  

    Danke fürs Lob.
    Das Thema und Konzept für ein neues Projekt stehen zwar weitgehend vor dem Beginn der Aufnahmen schon fest, aber die Namen der Tracks kommen erst ziemlich am Ende einer Produktion.
    Kurz zu meiner Arbeitsweise:
    Wenn ich neue Sachen aufnehme, dann tragen die Stücke noch Arbeitstitel, beginnend mit einer fortlaufenden provisorischen Nummer.
    Heute habe ich beispielsweise an diesem Track weitergearbeitet:
    ##023 18-11-04 modulseq-c-dis-g-c-f-c-a.

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      Bernd-Michael Land  

      Dabei steht die Raute immer für den jeweiligen Bearbeitungsschritt.
      Das hat den Vorteil, das die fertigsten Stücke immer im jeweiligen Ordner ganz oben stehen, gefolgt vom Datum, hier der 4. November 2018. Der Track basiert auf einer Sequenz vom Modularsystem und danach folgen die Grundtöne. Eine dazugehörige Fläche hätte die identische fortlaufende Anfangsnummer.

      Der Track wandert dann nach jedem weiteren abgeschlossenen Bearbeitungsschritt immer in den nächsten Ordner, die Premaster haben dann 5 Rauten vorangestellt und erst danach werden die endgültigen Namen vergeben.
      Da stecken so um die 25 bis 30 fertige Stücke drin und erst dann wird das Album aus diesem Fundus zusammengestellt, so das alles klanglich optimal zusammen passt.
      Es gibt dann noch kleine Korrekturen, beispielsweise werden Tracks gekürzt.
      Wenn das alles soweit fertig ist, werden die Songpositionen festgelegt und die endgültigen Namen vergeben und danach erfolgt der letzte Bearbeitungsschritt, das Mastering.

      Die Namensgebung erfolgt dabei ganz intuitiv beim Hören.
      Nur für mich persönlich klingt das also nach „Orange“, aber wahrscheinlich wird ein Hörer mit dem jeweiligen Track eine andere Farbe assoziieren.
      Die restlichen Stücke oder Teile davon, werden später eventuell anderweitig wieder verwendet oder landet in der Tonne.

      Grüße aus dem schönen Rodgau
      Bernie

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        tonvibration  

        Hallo Bernie, vielen lieben Dank für Deine Antwort. Ich finde das echt spannend… und irgendwie erleichternd, denn für mich heißt das: „Obwohl das Konzept von Dir voll rüberkommt, kochst Du auch nur mit Wasser“ – die Namensgebung findet während dem Prozess statt.
        Bei mir heißen die Songs zunächst meist nach dem Datum „190222“, falls mir spontan ein Name einfällt – etwas, das ich damit assoziiere, dann vielleicht „190222_grün“. Jetzt brauche ich also „nur noch“ ein übergeordnetes Konzept. War mir echt nicht sicher, ob es für ein tragendes, glaubwürdiges Konzept notwendig ist, den Namen des Songs schon vorher zu wissen (gibt Leute die arbeiten so). Aber wie es scheint sind meine Probleme der Konzept/Namensfindung dann normal…das beruhigt. Danke nochmal!

        • Profilbild
          Bernd-Michael Land  

          Ja, wir kochen doch alle nur mit Wasser und die Arbeitsweisen ähneln sich oft sehr.
          Es ist eben praktischer, wenn man mit provisorischen Arbeitstiteln arbeitet, man findet alles schneller wieder und weiß dann auch, was später alles zusammengehört. Bei Musik ohne Text wird das wohl bei den meisten Produktionen so sein, oft kommt ja auch der Albumtitel selbst erst ganz zum Schluss.
          Anders bei dem Konzept, denn das steht immer schon vorher fest.
          Lange bevor der erste Ton erklingt, sind schon Vorbereitungen getroffen worden. Da werden Bilder fürs Booklet fotografiert und im Projektordner gesammelt, Texte geschrieben und es wird eine Word-Datei erstellt, in der alle Ideen dazu gesammelt werden. Vieles läuft hier auch parallel.

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