Der Standard für Reverbs & Delays
Die amerikanische Software-Schmiede Valhalla DSP hat sich in den letzten 16 Jahren einen außerordentlich guten Ruf in der Musikszene erarbeitet. Hier hat man sich auf Zeit- und Raumeffekte spezialisiert und so ist der Name durchaus treffend gewählt. Nachdem vor Kurzem mit dem Valhalla FutureVerb das zehnte Plug-in-Release gefeiert wurde, wollten wir Valhalla DSP einen längst überfälligen Beitrag widmen.
Inhaltsverzeichnis
Valhalla – Der neue Standard
„Der neue Standard“ – so lautet der Werbeslogan von Valhalla DSP und das trifft es auch exakt. Ich kenne niemanden, der nicht wenigstens ein Valhalla-Plug-in besitzt. Der Gründer und Entwickler Sean Costello entwickelt bereits seit den 2000er-Jahren eigene Prototypen und 2009 gab er mit dem FreqEcho quasi den Startschuss für Valhalla DSP, die Firma, die er im Folgejahr gründete.
Neben der hervorragenden Klangqualität macht sich Valhalla DSP auch durch günstige Preise, eine niedrige CPU-Belastung, einfache Bedienoberflächen und stetige Weiterentwicklung in Form von kostenlosen Updates beliebt. Das zurückhaltende Design der GUIs stammt übrigens von seiner Frau Kristin Costello.
Ein sehr nützliches Hilfsmittel sind die implementierten Tooltips, die immer in der untersten Zeile eines Plug-ins angezeigt werden. So ist das Handbuch quasi auch schon integriert. Es lohnt sich aber, mal einen Blick auf die Blog-Einträge von Sean Costello zu werfen, um etwas mehr über die Plug-ins zu erfahren.
Im Folgenden findet ihr nun eine Auflistung aller aktuellen Valhalla Plug-ins, chronologisch nach Veröffentlichungsjahr sortiert.
Valhalla FreqEcho
Wie bereits erwähnt, war das Valhalla FreqEcho der offizielle Startschuss im Jahr 2009. Als Inspirationsquelle diente der legendäre Bode Frequency Shifter. Sean Costello belegte einen einjährigen Kurs für Computermusik und wollte unbedingt eine digitale Version des Klassikers erschaffen. Zuvor hat er wohlgemerkt schon für einige bekannte Plattformen Frequenzschieber implementiert, so zum Beispiel für Reaktor, SuperCollider und sogar für die Audio-DSP der Xbox.
Im Prinzip ist das Valhalla FreqEcho, wie der Name bereits erahnen lässt, eine Mischung aus Delay und Frequenzschieber. Von subtilen Chorus-Effekten, über Barberpole-Phasing und -Flanging, bis hin zu Delays mit wilden Pitch-Effekten lässt sich das Valhalla FreqEcho sehr flexibel einsetzen.
- Aktuelle Version: 1.2.8
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Valhalla Shimmer
Das erste kommerzielle Plug-in von Valhalla DSP kam 2010 auf den Markt und war der Valhalla Shimmer. Doch wie für Valhalla-Plug-ins üblich, lassen sich weit mehr als nur Shimmer-Effekte erzeugen. Ausgestattet mit vier Reverb-Modi, fünf Pitch-Modi und zwei Color-Modi, kann der Valhalla Shimmer auch in Richtung Spring-Reverb gehen und bietet auch eine Reverse-Funktion.
Wer zum Beispiel den typischen Shimmer-Effekt à la Brian Eno oder Daniel Lanois reproduzieren möchte, kann dies mit dem Valhalla Shimmer im Handumdrehen nachahmen.
- Reverb-Modi: Mono / Big Stereo / Medium Stereo / Small Stereo
- Pitch-Modi: Single / Dual / Single Reverse / Dual Reverse / Bypass
- Color-Modi: Bright / Dark
- Aktuelle Version: 1.2.2 (Windows) / 1.3.0 (Mac)
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Valhalla Room
2011 folgte der Valhalla Room, ein vermeintlich natürliches und klassisches Reverb-Plug-in. Doch auch hier sind die klanglichen Möglichkeiten breit gefächert. Valhalla Room ist ein True-Stereo-Reverb mit 12 Algorithmen und separaten Fenstern für Early Reverb und Late Reverb.
Der Valhalla Room soll keine real existierenden Räume erzeugen, sondern aus psychoakustischer Sicht eher „ideale“ Räume, so der Entwickler. Über den Parameter „Early Cross“ wird die Energie auf beiden Kanälen unterschiedlich verteilt, um das ursprüngliche Stereobild des Eingangssignals beizubehalten. Somit eignet er sich vor allem sehr gut zum Mixing.
- Reverb-Modi: Large Room / Medium Room / Bright Room / Large Room / Dark Room / Dark Chamber / Dark Space / Nostromo / Narcissus / Sulaco / LV-426 / Dense Room
- Aktuelle Version: 2.0.5
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Valhalla ÜberMod
Noch im selben Jahr gab es das Valhalla ÜberMod gleich hinterher. ÜberMod ist ein Multitap-Delay und Modulations-Plug-in. Ursprünglich sollte es den Namen Valhalla Chorus tragen und nur durch einen kleinen Fehler in der Entwicklungsphase kam es zu weiteren Modi, die so nicht geplant waren.
Es sind bis zu 32 Taps möglich, je nachdem, welchen der neun Modi man auswählt. Für die Funktionen Modulation, Taps, Diffusion, EQ, Drive und Warp gibt es eigene Fenster. Es gibt kaum etwas, das mit dem Valhalla ÜberMod nicht möglich ist. Beeindruckende Chorus- und Ensemble-Effekte und Delays im BBD-Style sind die Spezialitäten, doch auch als Nonlinear- oder Reverse-Reverb macht es sich nützlich.
- Modi: 2TapChorus / 4TapEnsemble / Super Six / 6TapRandom / Dual Ensemble / 8Tap / 16Phase / 16Tap / 32Tap
- Aktuelle Version: 1.1.6 (Windows) / 1.2.8 (Mac)
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Valhalla VintageVerb
Der Lieblings-Reverb deines Lieblings-Produzenten. Seit 2012 hat sich der Valhalla VintageVerb diesen Ruf redlich verdient. Mittlerweile gibt es ganze 22 Reverb-Modi und drei Color-Modi. Mit dem VintageVerb lassen sich allerlei Klassiker von den 1970ern bis heute nachbilden.
Egal ob für Vocals oder Instrumente, subtile Räume oder breite Hallfahnen, mit oder ohne den schönen ‚Schmutz‘ der Vintage-Modi – der Valhalla Vintage Verb sollte in keiner Sammlung fehlen.
- Reverb-Modi: Concert Hall / Bright Hall / Plate / Room / Chamber / Random Space / Chorus Space / Ambience / Sanctuary / Dirty Hall / Dirty Plate / Smooth Plate / Smooth Room / Smooth Random / Nonlin / Chaotic Hall / Chaotic Chamber / Chaotic Neutral / Cathedral / Palace / Chamber1979 / Hall1984
- Color-Modi: 1970s / 1980s / now
- Aktuelle Version: 4.0.5
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Valhalla Plate
Nach einer kurzen Pause präsentierte man 2015 den Valhalla Plate. Der Name ist Programm und so gibt es 12 Algorithmen, die die bekannten Hallplatten aus der realen Welt emulieren sollen.
Mit dem Valhalla Plate zogen auch einige Phantasienamen für die verschiedenen Modi mit ein, die sich in späteren Plug-ins fortsetzten. Was den Valhalla Plate jedoch generell ausmacht, ist der sofortige Nachhallbeginn und die Art und Weise, wie der Nachhall ausklingt. Tiefe Frequenzen klingen länger oder auch kürzer ab als mittlere Frequenzen und die hohen Frequenzen immer relativ kurz.
Valhalla Plate liefert dichte Hallfahnen, die sich vor allem für Solo-Instrumente oder Vocals gut eignen.
- Reverb-Modi: Chrome / Steel / Brass / Cobalt / Adamantium / Titanium / Osmium / Aluminum / Copper / Unobtanium / Radium / Lithium
- Aktuelle Version: 1.6.3 (Windows) / 1.6.8 (Mac)
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Valhalla SpaceModulator
Ebenfalls 2015 beschenkte man uns mit dem zweiten kostenlosen Valhalla-Plug-in, dem Valhalla SpaceModulator. Lediglich fünf Drehregler und eine Schaltfläche für die elf Modi zieren die Bedienoberfläche. Im Kern zwar ein Flanger, lässt sich auch der SpaceModulator wieder vielfältig als Delay oder Doppler-Effekt einsetzen. Vor allem die Option, ihn als Through-Zero-Flanger nutzen zu können, macht ihn zu einem gern genutzten Freebie.
- Modi: Up / UpDown / TZF+ / TZF- / Tri / VariUp / VariUpDown / Ocho / Doubler / Ensemble360 / Symphonic
- Aktuelle Version: 1.1.6 (Windows), 1.2.8 (Mac)
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Valhalla Delay
2019 folgte das Valhalla Delay. Auch hier ist der Name wieder sehr bescheiden gewählt, denn mit 17 Algorithmen zur Betriebsart, 5 verschiedenen Algorithmen zur Panoramaverteilung und verschiedenen weiteren Optionen, ist auch hier wieder beinahe alles möglich. Sehr ungewöhnlich sind beispielsweise die Modi Ratio und Quad sowie der Ghost-Mode, der Frequenzverschiebung möglich macht.
Auf der Bedienoberfläche erscheinen nur die Parameter, die für den ausgewählten Stil erforderlich sind. Es gibt viele gute Delays auf dem Markt, aber das Valhalla Delay scheint sie alle vereint zu haben.
- Modi: Tape / HiFi / BBD / Digital / Ghost / Pitch / Reverse Pitch / BBD Duck / Clarity / Duck Tape / PitchDuck / LoFi / Quartz / Phaser DDL / RichPitch / Chrome Tape / Analog
- Styles: Single / Dual / Ratio / Ping Pong / Quad
- Aktuelle Version: 3.0.5
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Valhalla Supermassive
Das Valhalla Supermassive wird nicht umsonst als das beste kostenlose Reverb- und Delay-Plug-in bezeichnet. Denn in beiden Disziplinen liefert Supermassive wunderschöne Ergebnisse. Seit 2020 erst erhältlich, ist es mittlerweile schon bei Version 5.0.0 angelangt und verfügt nun über sage und schreibe 22 Algorithmen.
Supermassive klingt angenehm unnatürlich und wurde im Zuge der Corona-Pandemie als Freeware veröffentlicht. Die bereits erwähnten Phantasienamen haben hier ihren Höhepunkt erreicht, wodurch ein Blick auf die Website immer wieder mal nötig ist. Vermutlich ist das beim Supermassive aber auch gar nicht so wichtig, denn es macht einfach Spaß, damit zu experimentieren.
- Modi: Gemini / Hydra / Centaurus / Sagittarius / Great Annihilator / Andromeda / Lyra / Capricorn / Large Magellanic Cloud / Triangulum / Cirrus Major / Cirrus Minor / Cassiopeia / Orion / Aquarius / Pisces / Scorpio / Libra / Leo / Virgo / Pleiades / Sirius
- Aktuelle Version: 5.0.0
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Valhalla FutureVerb
In diesem Jahr meldete sich Valhalla DSP mit dem Valhalla FutureVerb zurück. Hier muss man sich nicht zwischen Delay und Reverb entscheiden, sondern hat für beides in Kombination eine separate Einheit. Ausgestattet mit aktuell acht Reverb-Modi und zwölf Delay-Modi, ist der Valhalla FutureVerb mindestens so flexibel wie die zuvor genannten.
Die serielle Schaltung lässt sich frei wählen und die Färbung entspricht dem Valhalla VintageVerb. Laut Hersteller hat man acht Jahre an dem Plug-in gearbeitet, bevor es veröffentlicht wurde. Der Reverb klingt kristallklar und ohne jegliche Artefakte, die bei digitalen Algorithmen auftreten können. Um dann doch deutlich mehr Textur ins Spiel zu bringen, steht das Delay zur Verfügung.
- Delay-Modi: Modern / Tape / Digital / Analog / Deuten / Reverse / ReverseOctUp / ReverseOctDown / Reverse OctUpDown / Sparkle / Swarm / LoFi
- Reverb Modi: Room / Chamber / Plate / Hall / Cathedral / Space / Frozen / Nonlin
- Color-Modi: Bright / Neutral / Dark / Studio
- Aktuelle Version: 1.0.2
Valhalla DSP: Formate & Preise
Alle Valhalla-Plug-ins liegen in den Formaten VST2.4, VST3, AU und AAX, jeweils als 64-Bit-Version, vor. Ebenfalls die Mindestanforderung an Windows 7 und macOS 10.9 ist überall identisch.
Demo-Versionen gibt es ebenfalls, sind schnell installiert und pausieren jeweils nach 45 Sekunden für eine kurze Zeit.
Der Preis ist bei allen kostenpflichtigen Varianten gleich und liegt seit jeher bei stabilen 50,- US-Dollar.













































VintageVerb
Als ich 2020 so richtig mit Musik los gelegt habe – mit strammen Blick auf »ich will auch was veröffentlichen« – hatte ich noch kein Reverb im Arsenal. Ok, stimmt nicht ganz, ich hatte vor ewigen Zeiten auch mal das »TrueVerb« von Waves gekauft … bis mich Waves dann maßlos enttäuschte und ich alles von Waves von meiner Festplatte tilgte.
Mein Wunschkandidat wäre ein Lexicon »PCM 80/90« gewesen … inspiriert durch die Equipment-Liste meines Lieblings-Musikers monolake/Robert Henke. Aber ich habe mich damals nicht getraut, das Geld zu investieren (wären in 2020 auch immer noch so EUR 1.000 gewesen). Spoiler: Inzwischen besitze ich übrigens ein »PCM 80«.
Angeregt durch diverse Kommentare hier im Forum habe ich mir dann das »VintageVerb« gekauft … und gleich mal zwei Alben damit gemacht. Das dritte Album entsteht mit dem »LX-24« von Arturia (Nachbau vom Lexicon »224«) … aber das »VintageVerb« ist einfach sooo geil. Und zwar so sehr, dass man damit auch ungewöhnliche Effekte hin bekommt.
Valhalle Delay / Valhalle FutureVerb
Stehen beide auf dem Einlkaufszettel. Bei den Preisen kann man eigentlich nix falsch machen.
Ja, die klingen unverschämt gut, sind aber unverständlich hässlich…
@cher Fehlen dir Holzseiten und Fotorealismus? 😬
@colibri. Geschmack. Kreativität. Von mir aus Fotorealismus, alles wäre besser…
@cher Jahrelang sind User genervt von Software, die versucht auszusehen wie Hardware. Dann macht es jemand anders und schon wird darüber gemotzt. Man kann es eben nicht Allen rechtmachen. Ist eben alles Geschmackssache (oder auch Sache der Bedienbarkeit).
@Mac Abre Kannst Du sie nennen?… 🙂
@cher Was nennen? Etwas spezifischer bitte.
@cher Sind halt in einem ähnlichen Design wie auch die Ableton Live Effekte und Instrumente. Mit persönlich ist eine aufwändige Grafik nicht so wichtig. Das Plug-in muss performant sein und gut klingen. Fotorealistische Grafiken nerven auf die Dauer ganz schön.
@Markus Galla Guter Vergleich, mit Ableton, Markus mehr weg vom visuellen, mehr hin zum hören… Mehr ist da nicht zu sagen.
Schönes Wochenende allen
`cuda
@cher So unterschiedlich sind die Geschmäcker. Ich finde das Design ausgesprochen schön. Und praktisch noch dazu.
@Everpure ich auch!
das „realistische“ ist schon sehr oldschool.
bei Android schon ewig umgeändert..
Ich habe zwar fast alle Valhalla Plugins bis auf Shimmer und das neue, stelle aber fest, dass ich die in der Praxis doch gar nicht so viel verwende. Das liegt glaub ich hauptsächlich daran, dass mir diese ein Dutzend oder mehr Modi pro plugin einfach zu viel sind. Zuviel Auswahl, ich kann mir nicht merken, was die unterschiedlichen Algorithmen alle so genau tun, und wenn die dann auch noch so kreativ benannt sind (“Sirius”, “Osmium”), schon gar nicht. Für mich nimmt das einiges von der postulierten Einfachheit der Bedienung weg, das ist eher option paralysis.
Nur das Delay nutze ich öfter, entweder im Tape oder Digital Modus, sowie VintageVerb, und auch da meist nur das default preset mit Modifikationen.
Sind dennoch alles Top plugins, klanglich, und das ganze Konzept von ValhallaDP ist extrem kundenfreundlich. Und Sean Costello ist ein Supertyp, gibt einen schönen Vortrag von ihm auf YouTube über Reverb design: https://youtu.be/aJLhqfHrwsw
@janschneider +1 Ich habe VintageVerb und Room (und Delay), nutze sie, aber nicht als Standard, weil sie nicht alles können (wie immer behauptet wird). Sie sind gut, aber wofür? Für meinen Einsatz (elektronische Tanzmusik) benötige ich keine verschwommenen, ewigen Hall. Zudem fehlen mir bei Valhalla features, die andere haben. Meine Vermutung, aber ich bin „Laie“, es liegt daran, dass man immer nur dry und wet mischen kann, aber ich will wet zum dry dazugeben.
@teofilo D.h., du möchtest separate Regler für wet/dry, mit denen du die jeweiligen Pegel dediziert bestimmen kannst, anstatt einem Knopf, der ein crossfade zwischen beiden macht?
Kann ich durchaus nachvollziehen, zumindest, wenn man den reverb auch mal als insert benutzen will, und nicht als send. Wobei die allermeisten Reverbs, die ich kenne, tatsächlich nur einen mix-Kopf haben. Liquidsonics ist da zB eine der wenigen Ausnahmen.
(Aber ich kenne natürlich nicht alle reverb plugins 😁)
@teofilo Mich stören zwei separate Regler. Brauch ich 50:50, weiss ich nie, ob beide auf 50, oder beide auf 100%. Ist es dann doppelt so laut? Es gibt mMn. nichts, was nicht einem Regler machbar wäre. Ausser der oben angesprochenen evtl. auftretenden Übersteuerung, die ich sowieso nicht haben will.
Design: bis auf Vintage Verb, da gefallen mir die Farben nicht, top Design. Das Lob dafür gebührt eindeutig Ableton. Das waren die ersten, die mit unsinnigen Details aufgeräumt haben. Ist auch schon ein Vierteljahrhundert her. Und einige begreifen es immer noch nicht.
Ich bin wohl einer der wenigen, die mit den Valhalla-Sachen nie so richtig warmgeworden sind. Ich komme speziell mit Vintage Verb einfach nicht gut klar. „Crystalline“ von Baby Audio ist für mich viel intuitiver und ich persönlich finde es auch klanglich schöner. Aber kommt wohl immer auf das Genre an, in dem man sich bewegt. Im Endeffekt „ende“ ich in 80% der Fälle eh bei irgendeinem Cubase Stock Reverb. 😄 Das Leben kann so schön einfach sein…
@UAP Bei den Stocks zu bleiben, ist nie ein Fehler. Ich sehe bei Vielen so grobe handwerkliche Fehler, dass die minimalen Unterschiede zwischen den einzelnen PlugIns (natürlich nur die in der qualitativ oberen Hälfte) ohnehin nicht ins Gewicht fallen.