Special: Allen&Heath Qu-16, AR2412, ME-1, Digital Mixer

18. April 2014

Die Wunderkiste, Folge 1

TEIL 1

Schon im November sollte ich das Allen&Heath Qu-16 zum Testen erhalten. Anscheinend gehen die Dinger aber weg wie warme Semmeln, so war es schwierig, ein Testexemplar loszueisen. Nun hat es geklappt und neben dem Pult kommt auch noch die GLD AR2412 Stagebox und das ME-1 Monitor System mit angereist.

Zuerst möchte ich die drei Komponenten kurz vorstellen.

Qu-16

Das Qu-16

Das Qu-16

Das Allen&Heath Qu-16 ist zurzeit das kleinste von Allen&Heath erhältliche Digitalpult. Es positioniert sich unterhalb der Serien iLive und GLD. Mit einer Breite von 44 cm ist es 19″ rackkompatibel. Die entsprechenden Einbauschienen sind optional zu erwerben. Die Tiefe beträgt 47,1 cm, hoch ist das gute Stück 18,6 cm. Recht futuristisch ist die Gehäuseform von der Seite betrachtet, hier hat Allen&Heath eine offene Struktur gewählt.

Seitenansicht

Seitenansicht

Der ganze Pultrahmen ist aus stabilem Stahlblech, die Seitendeckel auf widerstandsfähigem Plastik. Taster, Fader und Potis lassen sich sehr gut bedienen, das Ganze macht den Allen&Heath-typischen gut verarbeiteten Eindruck.

Ganz so klein, wie uns britisches Understatement glauben machen will, ist das Pult übrigens nicht, neben den 16 Monokanälen sind noch drei Stereokanäle vorhanden, andere Hersteller würden hier also eher von einem Qu-22 reden. Neben den Main-Ausgängen gibt es 10 Mix-Ausgänge, zusätzlich sind noch AES-, 2Track- und Alt-Ausgang zu zählen.

Die Eingänge sind mit 4-Band Klangregelung, HighPass Filter, Compressor, Gate und Delay gut ausgestattet, die Ausgänge besitzen neben dem parametrischen EQ noch einen 28-bändigen Graphic-EQ, der Compressor ist auch vorhanden und jeder Ausspielweg kann bis zu 170 ms verzögert werden. Vier Effektblöcke vervollständigen die Ausstattung. Zu bedienen ist der Mixer, neben den real vorliegenden Bedienelementen über einen gut reagierenden 800×480 Pixel großen Touchscreen, auch eine iPad App wird kostenfrei angeboten. Soweit die erste Übersicht, mehr im ausführlichen Testlauf.

 

GLD AR2412

AR2412 AudioRack

AR2412 AudioRack

Wie der Name schon impliziert, gehört das AR2412 eigentlich zur GLD-Serie. Nichts desto trotz kann es aber auch mit dem Qu-16 verwendet werden.

Das Audio Rack kommt in einem 3HE hohen 19″ Stahlblechgehäuse in der Trendfarbe Aubergine. Auf der Vorderseite sind 24 XLR-Eingänge und 12-XLR Ausgänge vorhanden, lobenswerter Weise gute Neutrik Buchsen. Die Digitalverbindung zum Pult erfolgt über dSNAKE, an die MONITOR-Buchse kann das ME-1 angeschlossen werden, EXPANDER erweitert zusätzlich noch Ein- und Ausgänge mit dem kleinen Audio Rack AR84.

Rückseitig finden sich der Netzschalter, Kaltgerätebuchse, Sicherungshalter und ein angenehm ruhig laufender Lüfter.

Die Eingänge werden 1 zu 1 an das Qu-16 durchgegeben, die Ausgänge doppeln die 12 Pultausgänge. Nicht möglich ist es, mit dem AR2412 die maximale Anzahl der Kanäle zu erhöhen. Was das Ganze dann soll? Während das Qu-16 für sich alleine auf ein analoges Multicore angewiesen ist oder aber direkt auf der Bühne steht, ist es mit der Verbindung Qu-16/AR2412 nun möglich, ein digitales Core im dSNAKE-Format zu benutzen. Da ein ordentliches analoges Multicore schon richtig ins Geld gehen kann, wird die Digital-Kombination auch finanziell durchaus interessant, vom bequemeren Handling mal ganz zu schweigen.

 

Forum
  1. Profilbild
    dr noetigenfallz  

    Auf der Homepage von A&H ist zu lesen, dass das Pult jetzt auch als Recording-Interface für Windows zu nutzen ist.
    Finde ich klasse – könntest du das für den zweiten Teil des Testes noch ausprobieren? (Treiberstabilität, Latenz)

    • Profilbild
      Armin Bauer  RED

      Hallo Naemi,

      der gesamte Test wurde natürlich am Stück durch geführt, war nur zuviel, es auf einmal zu veröffentlichen.

      Auf meinem Testpult war die Rev. 1.4 noch nicht drauf, der Vertrieb hat mir aber die Neuerungen kurz zusammen gefasst, ist am Ende des zweiten Teils angefügt.

      Da ich reiner Mac-User bin, wäre eine Windows-Beurteilung sowieso schwer für mich geworden.

    • Profilbild
      Armin Bauer  RED

      Hi Naemi,

      freut mich natürlich, dass du da so fieberhaft drauf wartest.

      Leider haben wir Autoren keinen Einfluss auf den VÖ-Termin, geplant war von der Redaktion wohl der letzte Freitag, scheint was Aktuelles dazwischen gekommen sein.

      Ich frage nochmals nach.

  2. Profilbild
    ukm  

    Bis auf die Beschränkung auf 48kHz Samplerate (96kHz konnte sogar schon mein dbx Quantum von 1999, wenn auch nur 2-kanalig) und die fehlenden Gruppen scheint das Qu-16 ja ein feines Gerät zu sein.
    wenn das alles reibungslos so funktioniert, wie in der sehr guten Bedienungsanleitung beschrieben, wäre das Teil nicht nur für live interessant.

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