Special: Allen&Heath Qu-16, AR2412, ME-1, Digital Mixer

Drei weitere Buchsen sind rechts oben auf der Pultoberfläche zu finden. Da wäre zunächst der Eingang für Stereokanal 3 als Miniklinke. Ein weiterer USB-Anschluss, hier als QU-DRIVE bezeichnet, bietet die Möglichkeit, entweder den Main Out oder aber die ersten 18 Spuren des Pults auf eine dafür formatierte Festplatte aufzunehmen. Dies geschieht als 24 Bit, 48 kHz WAV-Files. Abspielen lassen sich die Spuren ebenso, für die Stereowiedergabe genügt auch ein USB-Stick mit WAV-Files.

Die letzte Buchse ist ein 6,3 mm Kopfhöreranschluss.

 

Die Pultoberfläche

Wer schon einmal mit einer A&H Digitalkonsole gearbeitet hat, wird sich hier sofort zurecht finden, klar strukturiert präsentiert sich das Arbeitsgerät. Oben links befindet sich der Channel Strip, hier SUPER STRIP genannt.

Der SuperStrip

Der SuperStrip

Los geht es in der Eingangssektion mit Preamp und seinem Gain-Regler. Hier sind vier Einstellungen verfügbar, LOCAL stellt das Gain für die internen Eingänge des Pults ein, dSNK wird benutzt, wenn eine AR2412 angeschlossen ist, die dritte Einstellung betrifft eine digitale Signalzuspielung und wird über einen entsprechenden Taster in der Preamp Sektion ausgewählt. Hier wird zwischen dem Qu-DRIVE USB Port auf der Geräteoberseite und dem USB-B-Port auf der Rückseite unterschieden. Eine rote Peak-LED vervollständigt diesen Bereich. Das Display stellt die übrigen Parameter zur Verfügung. Da wären die 48V Phantomspeisung, Pad, Phase, Delay, Insert und Linking. Nicht konforme Auswahlen, wie z.B. Phantomspeisung auf den Stereoklinken-Eingängen, werden auch nicht angeboten.

Darunter sitzt das HighPass Filter, das mit einer Flankensteilheit von 12 dB operiert und von 20 Hz bis 2 kHz durchstimmbar ist. Mit dem IN-Taster wird die Funktion in den Signalweg geschaltet, der dann von seiner Status LED grün illuminiert wird.

Daneben nun die 4-Band Klangregelung. Alle vier Bänder sind vollparametrisch, bieten einen Pegelbereich von -15 dB bis +15 dB, die beiden äußeren lassen sich auch als Low Shelf bzw. High Shelf umschalten. Eine rote LED zeigt Übersteuerung an, wenn das Signal zu sehr angehoben wurde. Natürlich auch hier wieder der IN-Button.

Der EQ mit HPF ist hervorragend zu bedienen, da für jeden Parameter ein Poti zur Verfügung steht, der Touchscreen wird nur zur Übersicht über die Werte und die EQ-Kurve gebraucht. Klanglich lehnt sich der EQ deutlich an größeren Digitalpulten von Allen&Heath an, im besten Sinne neutral und kräftig zupackend. Was mir nicht glückt, ist den EQ schnell auf Neutralposition zurück zu setzen. Auch die Bedienungsanleitung hilft mir da nicht weiter. Also mal schnell beim Vertrieb nach gefragt und siehe da, es geht natürlich: RESET + IN-Button, dann ist der EQ wieder in Neutralstellung, genau so funktioniert es bei HPF, Gate und Comp auch. Mit RESET + SELECT werden diese Prozessoren für den gesamten Kanal zurückgesetzt.

Die nächsten beiden Einheiten GATE und COMP verfügen jeweils über einen Threshold-Regler, den IN-Taster und eine gelbe LED zur Betriebsanzeige. Der Compressor besitzt zusätzlich noch eine Clip-LED, da die Signalstärke angehoben werden kann. Alle anderen Werte der Dynamik-Prozessoren werden über das Touchdisplay eingegeben.

Für das Gate sind das DEPTH, ATTACK, HOLD und RELEASE. Pegel, Threshold und Depth werden grafisch dargestellt, so lässt sich schnell und bequem eine passende Einstellung finden. Mit 50 Mikrosekunden lässt sich der Attack rasend schnell einstellen, so dass auch perkussive Signale gut in den Griff zu bekommen sind.

Forum
  1. Profilbild
    dr noetigenfallz  

    Auf der Homepage von A&H ist zu lesen, dass das Pult jetzt auch als Recording-Interface für Windows zu nutzen ist.
    Finde ich klasse – könntest du das für den zweiten Teil des Testes noch ausprobieren? (Treiberstabilität, Latenz)

    • Profilbild
      Armin Bauer  RED

      Hallo Naemi,

      der gesamte Test wurde natürlich am Stück durch geführt, war nur zuviel, es auf einmal zu veröffentlichen.

      Auf meinem Testpult war die Rev. 1.4 noch nicht drauf, der Vertrieb hat mir aber die Neuerungen kurz zusammen gefasst, ist am Ende des zweiten Teils angefügt.

      Da ich reiner Mac-User bin, wäre eine Windows-Beurteilung sowieso schwer für mich geworden.

    • Profilbild
      Armin Bauer  RED

      Hi Naemi,

      freut mich natürlich, dass du da so fieberhaft drauf wartest.

      Leider haben wir Autoren keinen Einfluss auf den VÖ-Termin, geplant war von der Redaktion wohl der letzte Freitag, scheint was Aktuelles dazwischen gekommen sein.

      Ich frage nochmals nach.

  2. Profilbild
    ukm  

    Bis auf die Beschränkung auf 48kHz Samplerate (96kHz konnte sogar schon mein dbx Quantum von 1999, wenn auch nur 2-kanalig) und die fehlenden Gruppen scheint das Qu-16 ja ein feines Gerät zu sein.
    wenn das alles reibungslos so funktioniert, wie in der sehr guten Bedienungsanleitung beschrieben, wäre das Teil nicht nur für live interessant.

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