Special: Allen&Heath Qu-16, AR2412, ME-1, Digital Mixer

Die Ein- und Ausgänge sind grundsätzlich über zwei Layers verteilt, so verwaltet Layer 1 die 16 Monoeingänge. Seine Anwahl wird durch eine grüne LED angezeigt. Die blaue LED steht für Layer 2, über ihn werden die Pegel der drei Stereoeingänge, der vier FX-Returns, die Sends für FX1+2 sowie die sieben Mix-Masters gesteuert.

Die Faderbank

Die Faderbank

Prinzipiell sind damit alle Kanäle abgedeckt, da der Master i.d.R. seinen eigenen siebzehnten Fader hat. Die großen A&H Konsolen haben hier aber die Möglichkeit des freien Kanalpatchings, dieses Feature wurde dem Qu-16 nicht mit gegeben. Wer aber dennoch eine eigene Zuordnung wählen möchte, hat im Setup die Möglichkeit, einen Custom Layer anzulegen. Das ist für manche Anwendungen ganz nützlich, schön, dass die Entwickler sich diese Möglichkeit ausgedacht haben.

Der MASTER STRIP besitzt erstmal dieselben Elemente wie die Kanäle, Fader, 3 LEDs und die drei Bedienbuttons. Dieser Kanal ist aber nicht nur für die Mastersumme verantwortlich, mit ihm werden auch die restlichen Ausspielwege bedient. Deshalb sitzt oberhalb des Faders der blaue LR-Button, daneben die Anwahlen für FX und die Mixe. So sind alle Ausgänge bequem über den Master Strip zu erreichen.

Was gibt es noch? Die vier SOFTKEYS wurden noch nicht erwähnt, sie lassen sich mit verschiedenen Funktionen, wie z.B. Aktivierung der Mute Gruppen, Tap Tempo des Delays, PAFL Clear und diverse Szenenverwaltungen belegen. Bei Aktivierung leuchten die Taster rot auf. Ausgesprochen gut gefallen mir der Druckpunkt und die Platzierung der Taster, hier dürfte niemand mal so aus Versehen dran kommen. Wer einmal an einem 01v versehentlich einen User Defined Key berührt hat und damit mitten in der Show die Szene wechselte, weiß von was ich rede…

Über den Softkeys sitzt der Lautstärkepoti des Alt Outs, daneben der Talkback-Taster. Dessen Ausgabe kann im Setup auf alle Mixe und den Master Out gegeben werden, vorhanden sind weiterhin ein HPF, Gain und 48V für Kondensatormikrofone.

Außer den schon beschriebenen Anschlüssen rechts oben finden sich hier noch die zwei 12-stelligen LED-Ketten zur Aussteuerung.

So, meine Lieben, das war zwar so nicht vor gesehen, aber die kleine Wunderkiste hat doch deutlich mehr auf der Pfanne, als es zuerst den Eindruck hatte, deshalb bin ich gezwungen, hier und an dieser Stelle einen typischen Cliffhanger zu produzieren und den zweiten Teil dieses Testberichts auf nächste Woche zu verschieben.

Schalten Sie also wieder ein, wenn es heißt: THE BRITISH INVASION STRIKES BACK oder so ähnlich …

Preis

  • Qu-16
  • UVP: 2378,81 Euro
  • Straßenpreis: 1990,00 Euro
  • AR2412
  • UVP: 1783,81 Euro
  • Straßenpreis: 1490,00 Euro
  • ME-1
  • UVP: 593,81 Euro
  • Straßenpreis: 499,00 Euro
Forum
  1. Profilbild
    dr noetigenfallz  

    Auf der Homepage von A&H ist zu lesen, dass das Pult jetzt auch als Recording-Interface für Windows zu nutzen ist.
    Finde ich klasse – könntest du das für den zweiten Teil des Testes noch ausprobieren? (Treiberstabilität, Latenz)

    • Profilbild
      Armin Bauer  RED

      Hallo Naemi,

      der gesamte Test wurde natürlich am Stück durch geführt, war nur zuviel, es auf einmal zu veröffentlichen.

      Auf meinem Testpult war die Rev. 1.4 noch nicht drauf, der Vertrieb hat mir aber die Neuerungen kurz zusammen gefasst, ist am Ende des zweiten Teils angefügt.

      Da ich reiner Mac-User bin, wäre eine Windows-Beurteilung sowieso schwer für mich geworden.

    • Profilbild
      Armin Bauer  RED

      Hi Naemi,

      freut mich natürlich, dass du da so fieberhaft drauf wartest.

      Leider haben wir Autoren keinen Einfluss auf den VÖ-Termin, geplant war von der Redaktion wohl der letzte Freitag, scheint was Aktuelles dazwischen gekommen sein.

      Ich frage nochmals nach.

  2. Profilbild
    ukm  

    Bis auf die Beschränkung auf 48kHz Samplerate (96kHz konnte sogar schon mein dbx Quantum von 1999, wenn auch nur 2-kanalig) und die fehlenden Gruppen scheint das Qu-16 ja ein feines Gerät zu sein.
    wenn das alles reibungslos so funktioniert, wie in der sehr guten Bedienungsanleitung beschrieben, wäre das Teil nicht nur für live interessant.

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