Zweite Version - was ist neu?
Vor rund drei Jahren stellte Neve auf der NAMM 2022 das USB-Audiointerface Neve 88M vor. Dieses wurde überarbeitet und ist ab sofort in einer neuer Version erhältlich. Was hat der Hersteller alles am AMS Neve 88M verändert?
AMS Neve 88M
Laut Hersteller hat man zum 88M einige User-Feedbacks erhalten und einige der Änderungswünsche sind nun in die zweite Version des Interfaces eingeflossen.
Zum einen bietet das AMS Neve 88M nun die Möglichkeit, DAW-Spuren durch die Preamps des Interfaces zu routen, so dass diese über die verbauten Marinair-Übertrager gehen und deren Klangcharakter erhalten. AMS Neve spricht hier u. a. von mehr Wärme für Vocals oder dem berühmten analogen Mojo für den Mix.
Darüber hinaus lassen sich die Insert-Wege des Neve 88M nun innerhalb der DAW nutzen. D. h. habt ihr externes Equipment hier angeschlossen, lässt sich dieser nun direkt in euren DAW-Workflow einbinden.
Neben diesen neuen Funktionen hat AMS Neve auch an der Hardware Änderungen vorgenommen. So verfügt der 88M nun über eine USB-C-Buchse und einen Power-on/off-Schalter. Überarbeitet wurde auch der Kopfhörerverstärker.
Alles in allem klingt das nach einem soliden Update. Alle weiteren Informationen findet ihr hier.
Ab sofort ist die neue Version des 88M zum Preis von 1.099,- Euro erhältlich.
Hier unsere Original-News vom 05.06.2022
AMS Neve stellt auf der NAMM 2022 eine Kombination aus Mikrofonvorverstärker und Audiointerface vor. Das kleine, kompakte Kästchen trägt dem Namen 88M.
AMS Neve 88M
Die Zahl 88 ist bei AMS Neve nicht neu und tatsächlich verfügt der 88M über die gleichen Marinair-Übertrager wie der 88RS. Auf den ersten Blick unterschätzt man die Preamp/Interface-Kombi wohlmöglich, aber neben der Tatsache, dass man mit dem AMS Neve 88M zwei Signale verstärken kann, gibt es die Möglichkeit, über rückseitige Send/Return-Anschlüsse externes Equipment einzuspeisen. Dazu bietet der 88M auch ADAT-Ein- und Ausgang. Gewandelt wird mit 24 Bit und 192 kHz.
Eingehende Signale lassen sich dem 88M über zwei Combo-Buchsen (XLR/Klinke) zuführen. Die Eingänge lassen sich zwischen Mic, Line und DI umschalten und besitzen jeweils einen Gain-Regler, schaltbare Phantomspeisung und eine Signal-LED.
Ein Monitor-Regler, ein individuell regelbarer Kopfhörerausgang sowie Umschaltmöglichkeiten samt LEDs für das abzuhörende Signal (Direct, Mix, DAW, Mono) komplettieren die Vorderseite des 182 x 203 x 76 mm messenden Geräts.
Der Main-Ausgang ist als symmetrisches Klinkenpärchen ausgelegt, auch die Send/Return-Buchsen (jeweils ein Send/Return pro Kanal) sind symmetrisch. Über USB 3.0 findet der AMS Neve 88M den Anschluss an den Computer und bezieht hierüber auch den zum Betrieb notwendigen Strom. Für eine Erweiterung dient der optische ADAT Ein- und Ausgang.
Noch im Juni sollen die ersten AMS Neve 88M Preamps/Interfaces ausgeliefert werden. Der Preis liegt bei 1.249,- Euro.
Um unserem Test schon vorzugreifen:
„Ein toller Preamp, ein sehr gutes Audiointerface und interessante Funktionen, wie die beiden Inserts und die ADAT Kompatibilität. Nicht günstig, aber dafür sein Geld wert. Klanglich ganz im Sinne des Meisters Rupert Neve (R.I.P.) und trotzdem oder gerade deshalb ein echtes Profitool für professionelle Produktionen. Echter Neve Konsolenklang in einem kompakten Gerät und dazu noch erschwinglich: Sehr gut!“







































So ein simples Audio-Interface für über 1000€? Das sollte mir mal jemand erklären, wenn es seinen Preis, wie im Test beschrieben, wert sein soll. Ich vergleiche es direkt mit so ziemlich allen Mitbewerbern wie Behringer, Focusrite, Steinberg, MOTU oder Native Instruments. Richtig herauslesen konnte ich dabei nicht, was den hohen Preis rechtfertigt. Mikrofonverstärker und Kopfhörerausgang sind heutzutage selbstverständlich, genauso wie, man glaubt es kaum, eine USB-Buchse, die Neve als neues Feature anpreist. Klingt alles ulkig, aber so entnehme ich es dem Bericht. Auch Features zur Verbesserung von Vocals gibt es schon länger: Zum Beispiel das Air-System von Focusrite, eine Art mehrstufige Sättigung. Allerdings hatte ich nie den Eindruck, dass dadurch etwas besser klang, deswegen habe ich es wieder ausgeschaltet. Besser ist es die Vocals völlig neutral aufzunehmen und sie anschließend in der DAW veredeln. So wie üblich!
@Filterpad Der Preis ist nicht hoch für das Gebotene.
– Dies, und was deine zum Vergleich herangezogenen „billigeren“ Mitbewerber nicht haben und/oder nicht können, entnimmt man dem obigen Text.
– Den Text richtig interpretieren zu können, natürlich vorausgesetzt.
@masterBlasterFX Ich habe nichts gefunden.
@Filterpad Marinair-Übertrager, z.B.
@masterBlasterFX Für grob geschätzt 800€ mehr im Vergleich?
@Filterpad Nicht alles was hinkt ist ein Vergleich.
Es ist aber selbstverständlich erlaubt, Birnen und Äpfel miteinander zu vergleichen.
@masterBlasterFX Wie hat Loriot das einmal bei der Vorstellung der DVD auf der IFA so schön gesagt, nachdem er sich zuvor darauf beschränkt hatte, die technischen Parameter vorzulesen:
„Also wen das nicht überzeugt, dem ist nicht mehr zu helfen!“
😇
@gs06 👍
@Filterpad Welches Interface ist mit dem 88M deiner Meinung vergleichbar?
Hier Behringer zu erwähnen, ist eigentlich fast schon kriminell. lol (ohne Behringer schlechtreden zu wollen!)
Focusrite hat da eigentlich keines, das abgesehen von der Air Funktion, die laut deiner Meinung kein positives Feature ist, auch symmetrische Inserts hat.
Weiters darf man imho auch nicht außer Acht lassen, dass Hersteller wie Neve bei einem Wiederverkauf deutlich weniger Wertverlust hat als z.B. Focusrite.