Apple 13″ MacBook Pro 2020 für Musiker

5. Mai 2020

Was leistet der 13"-Generationswechsel für Musiker

Nach den doch sehr lauen Mid-2019er  13″ MacBook Pros legt nun Apple mit dem neuen 13″ Macbook Pro 2020 endlich ein ordentliches Update nach, das dem großen 16″ Zoll Macbook Pro 2019 – das viele als „das erste brauchbare MBP seit 2011″ bezeichnen – zumindest dicht auf den Fersen ist.
Das neue 13″ MBP hat inhaltlich so gut wie gar nichts mehr mit seinen aktuell erhältlichen, kleineren Brüdern vom Sommer 2019 gemeinsam. Man muss hier also aufpassen, denn mit den günstigeren Modellen erhält man hier keineswegs nur ein abgespecktes Modell. Nein, das 13“ MBP-2020 ist eine völlig neue Generation!

CPU

Am auffälligsten ist hier natürlich die neue CPU der 10. Ice-Lake-Generation, mit der das neue MBP ausgestattet ist. Die i5-CPU mit vier Kernen kommt mit einem Basistakt von 2,0 GHz daher und kann bis 3,8 GHz geboostet werden.

Als Build-To-Order-Option gibt es eine Ice-Lake i7 (i7-1068NG7) CPU mit einem Basistakt von 2,3 GHz und ebenfalls vier Kernen. Der Boost liegt hier bei 4,1 GHz. Diese i7-Version gibt es nur für das 2020-13″-MBP für 250,- Euro Aufpreis.
Das ist schon eine deutlich andere Liga als die verhaltenen 1,4 GHz i5-CPU der Coffee-Lake-Serie (8.Generation). Zumindest mit dem damaligen 1,7 GHz i7-Upgrade waren sie einigermaßen ernst zu nehmen.
Der i7-8557U aus dem Mid-2019 13″ MBP bringt laut Geekbench im Single-Core Score 891 Punkte und im Multi-Core Score 2758 Punkte.

Geekbench-Werte zu den neuen 1068-CPUs liegen bisher nicht vor.

Was Rechenleistung angeht, liefert das neue 13-Zöller nun ordentlich ab und bietet offensichtlich genug Leistung für DAW-Projekte.

RAM

Auch der Arbeitsspeicher hat ein fulminantes Update erfahren. Statt den 8 GB 2133 MHz LP-DDR3-RAM aus den Mid-2019-Modell, bekommen die Käufer nun 16 GB 3733 MHz LPDDR4X in der Basiskonfiguration. Das wirkt sich auch sehr positiv auf die Grafikleistung aus.

Außerdem kann das neue MBP nun doppelt soviel Speicher haben wie die kleinen Modelle, nämlich 32 GB statt 16 GB.

Leider ist auch hier wieder das RAM von Apple fest verbaut und nicht austauschbar. So kostet die zweite Hälfte zu den 32 GB satte 500,- Euro mehr. Wer viel mit Sample-Librarys  arbeitet, wird hier wohl die Zähne zusammenbeißen müssen.

SSD

Auch was die SSD-Festplattengröße angeht, wurde hier ordentlich aufgebohrt. 512 GB gibt es in der Basiskonfiguration. Die maximale Ausbaustufe sind fette 4 TB für nicht weniger fette 1.500,- Euro.
Da trösten selbst die erstklassigen Schreib-/Lesewerte von 3,0 GB/s nur schwer darüber hinweg.

Apple MacBook Pro 13 Zoll 2020

Doch wie auch beim RAM- lässt sich heutzutage mit externen NVME-SSDs, die über Thunderbolt 3 angeschlossen werden können, und ebenfalls bis zu 3Gb/s Lesen/ Schreiben hinbringen doch einiges abfedern. Auch wenn das doch etwas dem „Mobilen Gedanken“ entgegensteht, „noch mehr Zeugs“ mit sich zu schleppen und verlieren zu können. Große Datenmengen schnell nachzuladen ist damit kein Problem mehr.

Wobei hier TB3- den USB-Gehäusen eindeutig vorzuziehen ist. Selbst eine TB1-SATA Gehäuse schafft immer noch eine deutlich bessere Performance, vor allem bei vielen parallelen Datenzugriffen, als ein USB 3- Gen2 Gehäuse.

So erreicht man z.B. mit einer Samsung X5 TB3-NVME-SSD nahezu die Performance der internen Apple SSD und die SSD der X5 ist austauschbar und wird nur über den TB3-Anschluss mit Strom versorgt.

Ob die Stromprobleme der TB3-Ancshlüsse der Mid-2019er Serie, wie sie von Non-Eric dargestellt wurden (MusoTalk-Video), im neuen Modell behoben wurden, muss sich noch zeigen.

Grafik

Da auch das neue 13″ MBP auf die interne Grafikeinheit der i-Core-Familie setzt, ist die Grafikleistung natürlich direkt von der Taktgeschwindigkeit von CPU und RAM abhängig. Der Zuwachs vom den Intel Iris Plus Graphics 645 / 655 der Coffee-Lake Generation zum neuen Intel Iris Plus Graphics G7 der Ice-Lake Generation, wie sie im i7-1068G7 zu finden ist, dürfte deswegen deutlich sein, zumal hier ein echter 3MB L3-Cache zu Einsatz kommt. Auf das eDRAM der Vorgänger wurde verzichtet. Die Grafikeinheit ist dabei endlich auf Augenhöhe mit den integrierten Einheiten der Konkurrenz, namentlich der AMD Radeon RX Vega 10, die bisher die Rangliste anführte.

Laut Datenblatt unterstützt die Iris Plus-G7-Einheit maximal bis zu drei 5K-Display-Ports bei 60 Hz und bietet damit vor allem die wichtigste Grafikeigenschaft beim Musikmachen: Platz!

Tatsächlich sind das beim neuen 13″-MBP:

  • Ein externes 6K Display mit  6016 x 3384 Pixel bei 60 Hz + internes Display
  • Ein externes 5K Display mit 5120 x 2880 Pixel bei 60 Hz + internes Display
  • Zwei externe 4K Displays mit 4096 x 2304 Pixel bei 60 Hz + internes Display

Sollte man so ein Mulit-Monitor-Setup ins Auge fassen, sollte ein ebensolches auch auf die RAM-Größe geworfen werden, denn der Grafikspeicher wird direkt vom RAM abgezweigt. Aber auch mit der 16 GB Einstiegsgröße sollte man noch gut hinkommen.

Dennoch kommt die Grafikeinheit nicht über das Einsteigerniveau von dedizierten Grafikkarten hinaus. Wir sprechen hier von weniger als der Hälfte der Leistung einer nVidia GTX 1050 Ti.

Wie gesagt zum Musikmachen kein Problem und für die gängigsten Videoschnitt-Anwendungen auch nicht. Anspruchsvolle Multimedia-Künstler und VJs mit Live-Anwendungen werden damit aber wohl nicht glücklich werden.

Das interne Retina-Display bietet eine maximale Auflösung bis 2560 x 1600 Pixel und einen großen P3-Farbraum mit True-Tone-Technologie, wie die Vorgänger.

Apple MacBook Pro 13 Zoll 2020

Anschlüsse & Eingabe

Die wichtigste Neuerung ist hier die Verdoppelung der Anzahl der Thunderbolt 3-Anschlüsse von zwei auf vier!

Die TB3-Anschlüsse liefern bis zu 40 GB/s und sind USB-komaptibel bis USB 3 Gen2 also 10 Gb/s.

Da die TB3-Anschlüsse auch zum Laden der neueren MacBook Pros dienen, ist diese Erweiterung durchaus ein Game-Changer bei den 13-Zöllern.

Ansonsten sind das Magic Keyboard, die Touch-Bar mit Finger-ID-Sensor, das Force-Touch-Trackpad und der 3,5 mm Kopfhöreranschluss geblieben.

An drahtlosen Verbindungen gibt es 802.11ac WLAN kompatibel mit IEEE 802.11a/b/g/n und Bluetooth 5.0.

Über Adapter können auch Native DisplayPort über USB‑C-, VGA-, HDMI-, DVI- und Thunderbolt 2-Displays und -Geräte angeschlossen werden.

Der Akku ist mit 58,0 Wattstunden deutlich kleiner angegeben als bei den kleinen Mid-2019 Modellen, die mit 83,6 Wattstunden angegeben werden. Trotzdem soll die Leistung reichen, um das 2020er 13″-MBP bis zu 10 Stunde am Laufen zu halten.

Apple MacBook Pro 13 Zoll 2020 Touchbar

Sonstiges

Los geht es bei den neuen 2020 13″-MacBook Pros bei 2.129,- Euro mit i5-CPU, 512 GB-SSD und 16 GB Speicher. Zum Direktkauf gibt es noch eine Version mit einer 1 TB SSD für 2.379,- Euro.

In der höchsten Ausbaustufe mit 4 TB SSD und 32 GB-Speicher und i7-CPU kostet der 13-Zöller 4.379,- Euro. Ein durchaus leistungsfähiges Paket, aber alles andere als ein Schnäppchen.
Ganz besonders nicht im Hinblick auf das Late-2019er 16″-MBP, das  in vergleichbarer Konfiguration mit i9-CPU (Coffee-Lake) und AMD Radeon Pro 5500M „nur“ 4.949,- Euro kostet.

Für was man sich auch entscheidet, von den Mid-2019er 13″-MPB sollte man sich eher fernhalten und wenn man unter 2.000,- Euro bleiben will, sich vielleicht doch lieber einen Mac Mini 2018 holen.

Als minimales Betriebsystem gibt es MacOS 10.15 Catalina.

Preis

  • Apple MacBook Pro 13" 2020 2,0 GHz i5-Quad‑Core Prozessor 512 GB SSD, 16 GB RAM - 2.129,00 Euro
  • Apple MacBook Pro 13" 2020 2,0 GHz i5-Quad‑Core Prozessor 1TB SSD, 16 GB RAM - 2.379,00 Euro
Forum
  1. Profilbild
    Coin  AHU

    Ist ja schon geil. Aber auf 13 Zoll möchte ich nicht arbeiten.
    Warum bietet Apple keine 17 Zoller mehr an ?

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      AQ  AHU

      Na ja, es gibt jetzt das MBP mit 16 Zoll. Mit dem Retina Display wie ein 17 Zöller ;-)
      Das Ding ist ne echte Nummer.

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    amyristom  AHU

    Nettes Runterbeten der Specs, aber hinsichtlich der konkreten Beantwortung der in der Überschrift aufgeworfenen Frage „Was leistet der 13″-Generationswechsel für MUSIKER?“ werde ich in dem Artikel nicht so wirklich fündig.

    Da würden mir so einige Fragen speziell für Musiker im Kopf rumschwirren wie z.B. wie tauglich das Kühlsystem ist, auch im heißen Scheinwerferlicht die CPU Leistung ungedrosselt beim Einsatz von vielen VSTi’s rüberzubringen, usw. (was ja z.B. einige i9 Macbooks in der Vergangenheit nicht geschafft hatten).

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      Marco Korda  AHU

      Ich glaube, dass Markus uns eher einen groben Einblick geben wollte. Generell kann man sowieso keine Aussage treffen, ob das MB für diesen oder jenen Musiker geeignet ist. Da hat jeder ein unterschiedliches Profil. Wie hier in den Kommentaren auch zu lesen ist, können manche mit Uralt-Lappies ne Menge erreichen und andere brauchen 3TB SSD mit 32 GB RAM usf. Die Bühnentauglichkeit kann man nur unter extremen Bedingungen testen. Nur zu…. :-)

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        amyristom  AHU

        @Marco: Das ist mir schon klar. Aber mir persönlich fehlt da eben bei etwas, was ich so auch direkt auf der Apple-Seite selbst nachlesen könnte, ein wenig die „journalistische Tiefe / Eigenleistung“. An den Kommentaren sieht man ja sehr schön, welche Themen hier von Interesse sind:
        – Wie gut ist das Kühlsystem speziell bei musikalischen Anwendungen (also als DAW, mit Plugins, live)?
        – Wie schnell / Bei welchen Anwendungen muss die CPU ggf. aufgrund der Wärmeentwicklung herunterregeln?
        – Wie gut bringt dieses Macbook aufgrund des Kühlsystems / Throtteling bei Musikanwendungen die Leistungen „auf die Straße“?
        – Wie reagiert das neue Macbook, wenn man 4k-Displays anschließen will (siehe Kommentare bei Vorgängermodellen)?

        Das sind Fragen, die offensichtlich die Musiker tangieren, denen man nachgehen sollte, wenn man die aufgeworfene Frage „Was leistet der 13″-Generationswechsel für Musiker“ beantworten möchte. :-)

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          Marco Korda  AHU

          Da hast du absolut recht. Wenn ich das richtig verstanden habe, hatte Markus aber kein Exemplar da, konnte die von dir aufgeworfenen Fragen nicht testen. Aber deine Fragen sind berechtigt und ja, eine andere Überschrift wäre vielleicht besser gewesen.

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            amyristom  AHU

            Diesen Fragen kann man dann ja in einem wirklichen Test des Notebooks nachgehen. Der Artikel sollte ja allen Anschein nach auch kein Test sein, daher ist wie gesagt nur die Überschrift etwas unglücklich (da sie quasi etwas suggeriert, was nur ein wirklicher Test wirklich liefern könnte).

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    Asphyxer  

    Als rein mobile Arbeitsplatform bestimmt gut einsetzbar, durch die Beschränkung in der Flexibilität aber für zuhause eher ungeeignet (aus meiner Sicht).
    Für mich ein Konzeptgerät für die reine Mobilität (wenn vollgestopft gut brauchbar, aber teuer): man zahlt das Premium für das Konzept, ähnlich, wie beim smart.

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    Max Van Allen  

    Die Sache mit dem neuen 16 Zöller als dem ersten brauchbaren MBP seit 2011 ist schon eine gewagte Behauptung. Ich habe hier noch ein altes 2008er rumstehen. In Rente seit 2012. Die Generation ab 2012 war wesentlich besser als diese alte Silberklapperkiste. Und zwar in so ziemlich jeder Hinsicht.

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    Franz Walsch  AHU

    Mein MacBook Titanium (mit MacOS und X, keine Reparaturen!) & MacBook Pro (2008 vor Unibody) laufen beide noch.
    Das MacBook Pro allerdings war schon in der Garantiezeit mehrfach defekt.
    Da es auch keine matten Displays mehr gibt, haben sie mich als Kunden verloren.
    In der Windows-Welt gibt es schöne 17zöller mit mattem Display, vielen Anschlüssen und sogar Thunderbold für einen besseren Tarif.

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      TobyB  RED

      Hallo Franz,

      für „Profi-Geräte“ legst du z.B. bei HP mehr auf den Tisch. Ich habe mittlerweile ein HP EliteBook 850 G6 – Core i7 mit Dockingstation, TB Hub reden wir auch über 3k€ Sack Geld. Ich hab hier sowohl iMac, MacMini und MBPs. Das Argument mit dem Geld ist immer mit Vorsicht anzubringen, da die End-Kosten immer vom Anwendungsfall abhängen. Man stellt sich ja nicht nur einen Rechner sondern ein Teil eines Systems hin.

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        Franz Walsch  AHU

        Das sehe ich auch so. Noch schlimmer ist das »Altern durch Updates«. Die Soft- und Hardware, die bei mir bei einem neuen Mac fällig wäre ist im mittleren fünfstelligen Bereich. Abgesehen davon das es einige Programme gar nicht mehr gibt und oft auch kein Ersatz dafür zu bekommen ist. HP kommt auch nicht in Frage.

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          TobyB  RED

          Das HP habe ich mir hingestellt, weil ich mit der Austattung und Leistung anderer W10 Notebooks nicht zufrieden war. Ich benötige es nur zum Programmieren und testen. Der Preis war sekundär. Mein letztes MBP läuft noch, kann aber nicht mehr Catalina. Sondern nur noch Mojave. Das heisst irgendwann ist es komplett vintage und fällt aus dem Service. Ich benötige das Macbook nur für Mainstage, wenn ich schnell mal unterwegs was programmieren muss. Insofern wäre ein Air auch okay. Da sind wir dann verschieden. Systeme, auch W10 altern nur wenn man sie nicht pflegt. Permanentes Installieren und Deinstallieren sind die Ursachen. Korrekte Installationsroutinen zu schreiben, echt ein Thema für sich. Gilt bedingt auch für MacOS, wobei Anwender da noch mehr Unsinn machen.

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    Larifari  AHU

    Mein fast 10 Jahre altes MacBook Pro ( das letzte 17 Zoll ) läuft ohne Probleme.
    Ich hab die letzten 4-5 Jahren über eine Neuanschaffung nachgedacht – aber wozu !? Es läuft alles.

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    zm33  

    Erfahrungsbericht Teil 1:
    *16″ Zoll Macbook Pro 2019 – das viele als „das erste brauchbare MBP seit 2011″ bezeichnen –*
    Leider kann ich diese Aussage nicht annähernd bestätigen.
    Mein nagelneues MBP 16 hat massive Probleme mit Hitze,
    wenn zB ein externer Bildschirm angeschlossen ist. Bei einfachem abspielen von 3-4 Audiodateien in *Logic* jagen die Lüfter hoch, laut wie bei dem Leistungstest von Apple, der alle Komponenten auf Höchstleistung fährt, das Gerät wird extrem heiß. Dabei habe ich alle möglichen Adapter verwendet, auch die von Apple. Aktivitätsanzeige 97% **inaktiv** !!!! Aber auch, wenn kein externer Bildschirm angeschlossen ist, bei graphikintensiven Anwendung, zB SPL HawkEye (92% inaktiv, aber der Energiebedarf ist hoch (über der Hälfte der unkalibrierten Anzeige)), ähnliches Ergebnis.
    Dabei scheint es so zu sein, dass das nur bei intensiverer Verwendung der Grafikkarten passiert. Projekte mit vielen PlugIns scheinen den Rechner „kalt“ zu lassen.
    Im Netz kursieren alle möglich „workarounds“ für dieses Problem, zB das Netzteil nur auf den rechten Seite anzuschließen, Voodoo.

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    zm33  

    Erfahrungsbericht Teil 2:
    Apple-Shop hingegen spielt ein neues Betriebssystem auf, testet den Rechner mit ihrem Standardtest und sagt: „Alles in Ordnung“. Kaum im Studio, das gleiche Problem. Das erinnert mich an den Diesel-Skandal, die haben einen Test, der sagt „Alles in Ordnung“, auf der Straße funktionieren die Rechner aber nicht! Trotz meiner ausführlichen Fehlerbeschreibung und meinen Adaptern vor Ort, war Apple nicht fähig eine ordentliche Analyse durchzuführen, allerdings ist ein zweiter Reparaturtermin wegen Corona zZt. auf Eis. Hochglanzbilder mit zwei externen 4k Bildschirmen am MBP 16 und an einem Adapter aus dem Apple Shop, den ich auch im Einsatz habe, sind reine Utopie. Das ist die schlechteste Hardware von Apple die ich je im Einsatz hatte und ich habe einige, angeschafft für meine Arbeit, Projekte „on tour“ und Bildungseinrichtungen. Im nicht-nur-Musik-Pro-Bereich höre ich ebenfalls zunehmend Unzufriedenheiten.
    Wie gesagt, auf der Straße müssen die Sachen funktionieren !
    Auf meinem funktioniert Mail, Pages, Sibelius ganz gut, Safari ist buggy und muss ab und an neu gestartet werden. Catalina wirkt, als wäre es im beta Test beim „user“.
    3000 € Schrott ?

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      rocadaburn

      Hi,

      ich hatte ähnliche Unfähigkeiten mit meinem 2018 MacBook Pro Quad 2,3Ghz.

      Klar dass so ein Ding kein Desktop Äquivalent ist, aber ich hatte mit wenigen Spuren + externes 4K Display 99% CPU Last. Ohne ext. Display war alles ok.
      (Das 13“ hat keine diskrete GPU und shared RAM)

      Wann immer CPU Last höher geht, sind Thermalprobleme + Throtteling an der Tagesordnung.
      Auch schön: ein Lüfter hatte sehr kurz nach der 1Jährigen Garantie einen Lagerschaden und klackerte…

      Die Performance Probleme habe ich nur durch eine externe GPU in den Griff bekommen, nur damit kann das 13“ ein externes 4K Display ansteuern, ohne vollständig in die Knie zu gehen
      (Sonnet External Puck für 359€ Apple Store).

      Ob das bei deinem 16“ auch hilft? Keine Ahnung, das 16“ hat doch eigentlich eine diskrete GPU?

      Alles in allem reibt sich hier ein 10 Jahre langer Apple Fanboy verwundert die Augen: das o.g. 13“ Gerät ist das schwächste, unbrauchbarste Arbeitsgerät, was ich je von Apple besessen habe… ich hatte Budget bedingt immer „Entry Level“ Konfigurationen und war immer zufrieden, bis zu diesem Gerät…

      Auch alltägliche Aufgaben wie Teams Video Call enden in Lüfter RPM jenseits von 5K9 :-/
      Ich musste schon Video Calls abbrechen, weil mein Gegenüber nur rauschen der Lüfter gehört hat…

      Je dünner die Dinger werden, desto schlimmer.

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        zm33  

        „Je dünner die Dinger werden, desto schlimmer.“
        Dabei ist das neue 16er weder dünn, noch leicht, es versucht nur ein wenig danach auszusehen.
        Ich bin schon etwas länger als 10 Jahre „fanboy“. Die letzten Geräte, die ich für eine Show 2018/19 angeschafft habe, funktionierten aber eigentlich ohne Probleme, auch und gerade mit externen Bildschirmen und Beamern.
        Aber Danke für deinen Bericht, gut zu hören, dass es mehr Leute trifft, nicht nur mich. Eigentlich müsste man Apple mit einer Sammelklage herausfordern, dazu bräuchte man allerdings Unterstützung von namhafter technischer Seite. Im Diesel-Skandal standen die entsprechenden Expertisen ja schnell zur Verfügung.
        BTW „fanboy“ no more

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    TobyB  RED

    Bis auf den Punkt das es noch kein Logic für iOS gibt, stellt sich mir die Frage iPad Pro oder MB Pro. Nur bezogen auf Musik und das eine oder andere Video schneiden.

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    MonsDuvall

    Die Kühlung bei aktuelle Apple Laptops ist eine Katastrophe, die Prozessoren nicht mehr erste Wahl und man geht einfach zuviel Kompromisse ein bei dem Preis. Dann doch lieber einen Ryzen bei der Konkurrenz kaufen.

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      amyristom  AHU

      Ein Problem dabei sehe ich durchaus – natürlich je nach Anwendungsanforderung – bei der Softwareseite. Braucht man „nur“ eine DAW, dann tut es die Windows-Konkurrenz auch sehr gut / gleichwertig / teils besser (hinsichtlich Preis/Leistung) – kann mit meiner Windows-DAW jedenfalls in keinem Punkt klagen, läuft wie ne Eins.
      Anders sieht das aber schon bei den Anforderungen z.B. eines Live-Keyboarders aus. Hier gibt es unter Windows meines Wissens nach mittlerweile nach dem Ende von Brainspawns Forte keinen gleichwertigen Ersatz zu Apple’s Mainstage (um VSTi’s mit Setlistverwaltung, usw. für den Keyboarder live auf die Bühne zu bringen). Und schon kommste ggf. um nen Macbook nicht drumrum; weniger wegen der Hardware oder des OS sondern wegen der benötigten Software.

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        TobyB  RED

        Es gibt ja noch den Receptor von Muse Research in verschiedenen Geschmacksrichtungen. Mainststage mit einem VSTi Wrapper ist dann schon ne Schräge Lösung, weil der Wrapper Ressourcen für die Payload Plug In ablutscht. Dann doch lieber native AU. Falls einem die Mainstage Sounds nicht reichen. Ich nutze das eher für MIDI Events die im Kontext irgendwas umschalten sollen. Weil die internen Plugins dann doch recht viel Ressourcen Hunger haben.

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          amyristom  AHU

          @TobyB: Ahhhh um Verwirrungen zu vermeiden: Mit „VSTi“ meine ich ganz allgemein „virtuelle Instrumente“. Da ich bis dato ausschließlich in der Steinberg Welt (Cubase, Windows) zu Hause bin, ist das für mich quasi synonym mit „VSTi“.

          Daher um es nochmal klarzustellen: Ich spreche davon, dass wenn man virtuelle Instrumente & Plugins live inkl. Setlistverwaltung, Patchumschaltung, Midizonenverwaltung, usw. sowohl der virtuellen Instrumente als auch vorhandener externer Hardware einsetzen möchte, man derzeit meines Wissens nach auch hinsichtlich Komfort wohl kaum um das Apple Ökosystem herumkommt seit unter Windows Brainspawns Forte eingestellt wurde.

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            TobyB  RED

            Okay, ich dachte jetzt buchstäblich an VSTi. Also für Einsteiger ist Apple Mainstage eher weniger, es ist bei komplexen Setups schon aufwändig alles in ein Konzert zu packen. Aber man hat dann alles an einem Ort. Alternativen gibts nur in Form der Muse Research Receptor Kisten. Wobei das preislich keine Alternative ist.

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              amyristom  AHU

              Die Receptor Kisten verwalten aber nicht das eigene Rig (Patchumschaltung im Song, verwalten von Midi Routings, Keyboard-Splits usw.). Das ist ja auch etwas, was man als Keyboarder live benötigt. Mainstage, genauso wie es Brainspawns Forte war, ist ja viel mehr als nur ein Host für virtuelle Instrumente.

              • Profilbild
                TobyB  RED

                Hola,

                deswegen ist Receptor auch nur eingeschränkt eine Alternative. Ich hab noch mal in den Musikmesse News von 2018 die Software Camelot Pro gefunden. Das wäre zumindest eine Alternative für Mainstage. Läuft sowohl als auch unter MacOS,W10,iOS.

  11. Profilbild
    vssmnn  

    Heizplatten gibt es auch für weniger Kohle.
    Solange die nervigen Dauerprobleme mit thermischen Emissionen bei Notebooks nicht zufriedenstellend gelöst sind, gehöre ich zu den Verweigerern.
    Dann lieber Desktop und iPad, als „verbrannte“ Oberschenkel und Tinnitus vom Lüfter.

  12. Profilbild
    MrKatz

    Ich finde es gibt z.Z. sehr viel an Apple zu kritisieren. Man weiß gar nicht wo man anfangen soll :-)
    Als langjähriger Apple User hält mich nur noch MacOS und eine Handvoll Programme die es nur dafür gibt. Ich besitze selbst u.a. ein 2011er und ein 2016er und kann auch nicht nachvollziehen, warum das neue 13er jetzt das beste seit dem 2011er sein soll, da IMO das 2016er 15” das letzte gute MacBook war bevor der Design-Irrsinn überhand genommen hat.

    Beispiel: Der Lüfter meines 2018er 13” ist eigentlich ständig an. Ich quäl den zwar ziemlich (Code Compiler, VMs etc.), aber dass muss das Teil ab können… und könnte es vermutlich auch, wäre es nicht flach wie eine Flunder. Vom Keyboard und Kopfhörerausgang rechts ganz zu schweigen.

    Als Entwickler schau ich auch immer die keynotes und da wird auch immer das Thema “Jetzt noch dünner” hervorgehoben. Warum eigentlich? Von mir aus könnten die MBPs auch doppelt so dick sein, wenn dann die Kühlung funktioniert.

  13. Profilbild
    Noisetom

    Angesichts der Preislage liebäugele ich mit einer Alternative. Einem Schenker Slim 14″ Audio.
    Mit ähnlicher Konfiguration kostet der 1222.-€. Leider habe ich bisher noch keinen Erfahrungsbericht darüber gelesen. Es wäre mal schön, einen Testbericht darüber zu lesen….nur so als Anmerkung.

    Beste Grüße und bleibt gesund!

    • Profilbild
      Coin  AHU

      Hatte gerade ähnlichen Gedanken.
      Gut wäre es wenn Apple mehr Custom Möglichkeiten,
      eben wie Schenker bieten würde.
      Ein Musikschaffender braucht nicht die Grafik wie ein Grafikdesigner.
      Kleinere Grafikkarte würde ich wählen, Full HD reicht mir auch.
      Als Musiker. Darüber hinaus liefert Apple sicher eine bessere Verarbeitungsqualität als die von Schenker.

  14. Profilbild
    Basicnoise  

    Milchmädchenrechnung?
    Mein „sehr laues“ Mid-2019er 13″ MacBook Pro hat sowohl 4 Thunderbolt Anschlüsse als als auch eine 2,4 GHz i5 CPU. War nicht die Basisversion, OK, aber war etwa so teuer wie die jetzige Basisversion, sogar etwas günstiger :D

    • Profilbild
      Markus Schroeder  RED

      Das ist ein 13″ MBP vom Mai 2019 (MacBookPro15,2) – das hat vier TB3 und ~2,4GHz

      Das Mid-2019 13″ MBP (MacBookPro15,4) vom Juli hat das alles nicht.

      (laut MacTracker)

    • Profilbild
      TobyB  RED

      Das heisst andersrum der T2 funktioniert. Die Meldung sagt aber aber auch, dass der ursprüngliche Verwender etwas vergessen hat zu deaktivieren. Und das Dritte hier Refurber die Kiste nicht so ohne weiteres aufmachen können.

      • Profilbild
        TobyB  RED

        Die Ursprungsmeldung auf die Dilux verweist, war ein Twitter Rant eines Händlers, der nicht Apple zertifiziert ist oder war. In Tobys Worten, Schlampige Gebrauchthändler fordern weniger Sicherheit oder wie man an der falschen Stelle kritisiert. Denn der Händler der den Rant auf Twitter lostrat, hätte seinen Geschäftspartner ins Kreuz treten sollen, weil der die Apple Geräte nicht aus dem DEP und dem Apple Business Manager entfernt hat. Apple weisst auf diese Pflicht ausdrücklich hin. Und ich trete unseren Admins regelmäßig auf die Füsse, wenn ich wieder Anrufe bekomme oder in der Inventarliste verwaiste Geräte sehe. Das Feature des T2 Chips ist den Anwender zu schützen und das macht der auch Punkt.

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