Artificial Noise Key Control, MIDI-Mapper für Synthesizer und MIDI-Hardware

28. November 2020

Helfer für Skalen und Töne

artificial noise key control

Artificial Noise Key Control, MIDI-Mapper für Synthesizer und MIDI-Hardware

Im März 2018 berichteten wir erstmals über den Key Control von Artificial Noise. Der kleine kompakte Helfer sorgt dafür, dass ihr stets die passenden Töne spielt, mappt eure über MIDI kommenden Töne also stets auf die gewünschten Skalen. Nun hat der kanadische Hersteller ein Update vorgestellt, was das Einsatzgebiet des Key Control verändert bzw. verbessert. Dazu wurde der Preis gesenkt.

Neue Features des Key Control

Bei der ersten Version des Key Control wurden die weißen Tasten eines Keyboards zum Spielen einzelner Noten in der passenden Skala, die schwarzen Tasten für komplette Akkorde genutzt. Nach einiger Zeit stellte der Entwickler jedoch fest, dass er die Akkordfunktion kaum nutzte. Stattdessen sollte im Hinblick auf Sequenzen und Arpeggios lieber frei transponiert werden. Doch mit dem ersten Key Control war das nicht ohne Weiteres möglich, denn beim Transponieren wurden beispielsweise einige Noten auf die schwarzen Tasten, einige auf die Weißen transponiert, was dazu führte, dass sowohl Einzelnoten als auch Akkorde ausgegeben wurden.

artificial noise key control

Dementsprechend änderte der Entwickler das System des Key Control, so dass nun nur noch Noten-Infos ausgegeben werden und eingehende, nicht zur gewählten Skala passende, MIDI-Noten stets nach links auf die passende Skala gemappt werden.

Die Bedienung ist kinderleicht und basiert auf zwei Drehreglern, die für Grundton und Skala zuständig sind. Dank MIDI-DIN-Ein- und Ausgang kann der Key Control in jede MIDI-Kette eingebunden werden. Betrieben wird er mit einem externen Netzteil.

artificial noise key control 2

Die folgenden Skalen bietet der Key Control:

  • Major
  • Minor
  • Harmonic Minor
  • Melodic Minor
  • Dorian
  • Locrian
  • Lydian
  • Blues
  • Major Pentatonic
  • Minor Pentatonic
  • Augmented
  • Chromatic / Thru Mode

Der Preis beträgt ab sofort 179,- US-Dollar plus Versandkosten (aus Kanada). Weitere Informationen bekommt ihr auf der Website von Artificial Noise.

Original News vom 12.03.2018

Artificial Noise Key Control heißt ein neuer kleiner Helfer für alle, die hinsichtlich Skalen und zugehörigen Tönen zumindest keine Vollprofis sind. Der Key Control kann aber auch einfach nur als Ideengeber dienen. Das kleine schwarz-silberne Kästchen des in Kanada beheimateten Unternehmens besteht aus Aluminium und weist einen gewissen Retro-Charme auf und passt optisch sicherlich gut zu einem Rhodes, kann aber dank MIDI-Ein- und Ausgang mit jedem MIDI-Hardware-Gerät genutzt werden. Vornehmlich soll bzw. kann der Artificial Noise Key Control für Live-Setups zum Einsatz kommen, macht aber natürlich auch im Studio eine gute Figur. Wobei es im Studio genug Tools (Stichwort DAW) gibt, die das können, was der Key Control kann.

Die Nutzung ist dank zweier Potis und einem Kippschalter denkbar einfach. Mit dem ersten Poti wählt man die gewünschte Skala – vom klassischen Dur und Moll bis hin zu persisch oder mixolydisch ist alles dabei, das zweite Poti legt die Tonart fest, in der man sich befindet. Hat man sich entschieden, liegen auf den weißen Tasten eines angeschlossenen Keyboards oder Synthesizers die entsprechenden Töne auf den weißen Tasten auf, über die schwarzen Tasten lassen sich sogar Akkorde abfeuern. Einfacher kann man sich im Bereich der Skalen wohl nicht bewegen.

Das folgende Video gibt einen guten Überblick, wie man den Artificial Noise Key Control einsetzen kann:

Der Key Control ist über den Webshop von Artificial Noise bereits erhältlich, der Preis liegt bei 199,- US-Dollar. Der Versand kommt da noch oben drauf.

Preis

  • 179,- US-Dollar
Forum
  1. Profilbild
    Son of MooG  AHU

    Als Computer-freien Elektroniker fehlt es mir an solchen kleinen Helferleins; mein Kawai Q-80 bietet auch keine Scaling-Funktion. Da ich ebenfalls zu den o.g. Nicht-Voll-Profis gehöre, würde mir dieses kleine Kästchen bisher unbekannte Töne ermöglichen, welche z.B. durch meinen KeyStep ganz neue Stimmungen aus dem DeepMind12 oder JX-03 holen würden. Zudem könnte ich mir vorstellen, damit eine Menge über Harmonie-Lehre zu lernen, auch wenn ich dadurch nicht zu Klaus Schulze werde. Allein das Preisschild lässt mich vor der Frage verharren: Brauche ich das wirklich?

  2. Profilbild
    Ralph Schloter  

    Schöne Idee – dass da bis jetzt niemand drauf gekommen ist….
    Ich kann mir die 200 Bucks aber sparen; mein NI Komplete Kontrol MK2 kann das auch :)

  3. Profilbild
    lightman  AHU

    Ich bin jetzt auch nicht so super bewandert bezüglich Harmonielehre, habe aber immer großen Spaß daran, schräge Akkorde zu entdecken, zu variieren und damit zu spielen, bis ich eine schöne Folge gefunden habe. Da sind dann auch „falsche“ Noten mit drin, aber gerade das mag ich.

    So ’nen Kasten würde ich mir daher eher nicht kaufen, obwohl ich ihn schon mal ausprobieren würde, damit kann man ja vielleicht noch was lernen.

  4. Profilbild
    WOK  

    So richtig erschließt sich mir der Sinn eines solchen Gerätes nicht (gibt ja auch ähnliches als Software).
    Wer spielt denn einen ganzen Song nur mit einer Tonleiter? Und wenn in der Bridge in Moll soliert wird wird und danach geht’s wieder in Dur weiter, kann ich doch nicht ständig an den Knöpfen rumdrehen….

  5. Profilbild
    glain  

    Ich finde den Kasten eher interessant, wenn man mal mit jmd zusammen jammt, der spielen kann. Des Weiteren können Lieder auch aus mehr als einer Harmonie bestehen, wie ich letztens gelernt habe, selbst das Kinderlied „Hänschen Klein“, was so eine ox verhindert. Trotzdem top Idee und die Frage, warum sowas nicht vorher entwickelt wurde.

  6. Profilbild
    BurtBurtson  

    Chord und Scale Modi finden sich zum Beispiel auch in den Geräten der Korg -logue Serie oder vielen Elektron Geräten, das Konzept der Midi-Notenkorrektur ist nichts neues.

    Blind zu spielen und das Keyboard daraus Musik machen zu lassen finde ich befremdlich, vielleicht hilft es einem in einer Band wenn man eigentlich gar nicht wirklich spielen kann, der Schlagzeuger als undercover Keyboarder etwa oder Milli Vanilli unplugged.

    Hilfreich kann ein Chord Modus aber sein, um zu spicken wie ein Akkord noch einmal gegangen ist, dafür braucht es aber dann eine Anzeige.

    Sehr brauchbar finde ich das Konzept im relativ neuen Arturia Keystep 37 umgesetzt:
    Über jeder Taste sitzt eine LED, die den gespielten Ton markiert. Spielt man nun eine Taste, sieht man welche anderen dazu den gewählten Akkord ergeben oder welche alternativ zur gewählten Tonleiter passt und gespielt wird. Das hilft immens dabei komplexere Melodien zu finden.

    Richtig gut funktioniert der Chord Modus auch in Verbindung mit einem Arpreggiator, der dann Akkord-Appreggios spielt, auch in Geschwindigkeiten die Man selbst nicht hin bekommen würde.

    Ausserdem kann man mittels Chrod Modus Akkorde mit allen verfügbaren Stimmen spielen, auch mehr als man Finger zum halten hat.

Kommentar erstellen

Die AMAZONA.de-Kommentarfunktion ist Ihr Forum um sich persönlich zu den Inhalten der Artikel auszutauschen. Sich daraus ergebende Diskussionen sollten höflich und sachlich geführt werden. Haben Sie eigene Erfahrungen mit einem Produkt gemacht, stellen Sie diese bitte über die Funktion Leser-Story erstellen ein. Für persönliche Nachrichten verwenden Sie bitte die Nachrichtenfunktion im Profil.