Besser abhören mit ORIA Mini
Mit dem kleinen Desktop-Gerät Audient ORIA Mini stellt der britische Hersteller Audient in Zusammenarbeit mit Sonarworks einen Hardware-Prozessor zur Raumkorrektur vor. Setzte Sonarworks früher ausschließlich auf seine eigene Software, hat die Firma mittlerweile ihre Finger weit in Richtung direkter Hardware-Integration ausgestreckt. Mit Audient Oria Mini kommt nun die nächste Lösung dieser Art auf den Markt.
Audient Oria Mini
Mit ORIA Mini möchte Audient gezielt die Musiker und Produzenten ansprechen, die über kein eigenes, räumlich getrenntes Studio verfügen, sondern sich ihr Homestudio mit Schlaf-, Arbeits- oder Wohnzimmer teilen. Das die Akustik in solchen Umgebungen alles andere als ideal ist, versteht sich von selbst.
Eine Möglichkeit, die Akustik in solchen Umgebungen ohne große Umbauarbeiten anzupassen, sind Software-Lösungen wie Sonarworks oder ARC 4 von IK Multimedia – oder man verfügt über Lautsprecher und Hardware, die solch eine Raumkorrektur direkt integriert haben.
Ein solches System ist Audient ORIA Mini und es besteht aus dem eigentlichen Hardware-Prozessor und der zugehörigen Software. ORIA Mini wird zwischen Audiointerface und Studiomonitore geschaltet und beeinflusst den Klang auf Basis von Raummessungen, die zuvor mit einem entsprechenden Messmikrofon gemacht werden.
Mit Hilfe der SoundID Reference-Technologie wird der Nutzer zunächst durch die Messungen geführt und auf Basis dieser wird ein entsprechendes Klangprofil im ORIA Mini Prozessor gespeichert. Im Gegensatz zu einer reinen Software-Lösung, die als Plug-in im Master-Kanal der DAW platziert wird, und vor jedem Bouncen einer Audiodatei ausgeschaltet werden muss, wird der Computer nicht mit zusätzlicher Prozessorlast behelligt, und man muss nicht ständig auf das Ein- und Ausschalten des Plug-ins achten.
Laut Hersteller hat ORIA Mini selbst nur eine sehr niedrige Latenz und ist mit hochwertigen 24 Bit / 192 kHz Wandlern (32 Bit intern) ausgestattet, die einen Dynamikumfang von 127 dB bieten und den Klang so nur, wenn überhaupt, geringfügig beeinflusst.
Wie das ganze System funktioniert, erfahrt ihr im folgenden Video.
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Das aus Audient ORIA Mini und der Software Sonarworks SoundID bestehende Set ist ab sofort zum Preis von 429,- Euro erhältlich. Wer Sonarworks SoundID bereits besitzt, benötigt lediglich die Hardware sowie ein Software-Add-On, das die Nutzung auf ORIA Mini freischaltet.

































Ja, schade.
@Amadeus Paulussen Vor einigen Jahren hatte ich einen Trinnov, der war wirklich sehr beeindruckend, wenn auch archaisch zu bedienen. Aber ja, besser ist immer natürlich, sprich, mit entsprechender akustischer Optimierung im Raum selbst.
@Amadeus Paulussen @bluebell: Eine akustisch schlechte Abhörsituation kann man mit Sonarworks SoundID oder auch direkt einmessbaren Monitoren nicht retten. Aber eine vernünftige Abhörsituation lässt sich damit auf ein nochmal höheres Level heben. Meine Neumann KH120 mit KH750 Subwoofer (auf dessen DSP die die Raumkorrektur läuft) klingen in meiner akustisch schon ziemlich guten Regie wirklich nochmal deutlich transparenter.
@Amadeus Paulussen Man kann auch einen schlechten Raum deutlich verbessern, aber es bleibt eben limitiert. Ein guter Raum wird daraus dann nicht. Am Ende macht es die Kombination mit akustischen Maßnahmen am Raum selbst.
Als langjähriger SoundID Reference User muss ich sagen, ich habe wirklich lange genau auf diese Lösung gewartet, da ich mit SoundID Reference immer recht zufrieden war (tatsächlich als letzten „Feinschliff“ im optimierten Raum). Allerdings hat mich das mit dem Plugin-Gedöns immer sehr genervt. Daher hätte ich jetzt gerne zugeschlagen. Was mich hier bei den Angeboten allerdings nervt und vom Kauf abhält ist die Tatsache, dass man selbst bei der „Hardware-only“-Version das Messmikro abermals mitkaufen „muss“. Dieses war bei SoundID Reference ja ohnehin schon dabei. Was soll das bitte? Keiner, der SoundID Reference bereits besitzt braucht ein weiteres Mess-Mikrofon. Ich vermute, dass Sonarworks wohl bei der Hardware-only-Version (oder bei der Add-on-Version) sonst nichts mitverdienen würde. Nicht gut! Ich hoffe eine weitere Version ohne Mikro kommt zum Angebot noch dazu. Sonst bin ich raus und steige auf ARK X um, welches ganz nebenbei deutlich günstiger ist.
@aktivomat Es gibt die Box auch ohne Mikro. Ansonsten sieht das sehr nach „inspiriert“ von IK ARC Studio aus, welches ich uebrigens sehr gerne benutze. Mit der Sonarworks software habe ich leider immer wieder Probleme. Zuletzt habe ich das mit den Adam A7V versucht und die Einmessprozedur hat Stunden gedauert. Das Ergebnis war aber leider nicht sehr gut.
@steme @steme Da muss ich Dir leider widersprechen. Die Box gibt es bedauerlicherweise NICHT ohne Mikro, wie mir der Audient support soeben bestätigt hat. Falls doch wäre ich über einen Link von Dir sehr dankbar. Aber danke für die Info zum ARC. Dann werde ich das mal testen.
@aktivomat Hallo,
also hier in den USA wird das auf Sweetwater so angeboten:
https://www.sweetwater.com/store/detail/ORIAMini–audient-oria-mini-room-correction-system
Daher nahm ich an, das sei in Europa nicht anders, zumal Audient ja in England ansaessig ist. Wundert mich jetzt doch etwas…
@steme danke für den Link! Auch hier in der Subhead zu lesen (ich zitiere) “ 2.1-channel Room Correction System with Measurement Microphone” ;-)
Ganz ehrlich, ich halte da nicht sehr viel von.
Ein guter Mix sollte m.M.n. zumindest überall akzeptabel funktionieren.
Welcher Consumer hat denn heute noch gescheite Lautsprecher oder gar eine gute Abhörsituation?
Ich vergleiche i.d.R. diverse Kopfhörer (auch billigere Earpods) mit meiner Abhöre.
Gruß
SlapBummPop
@SlapBummPop Genau dafür ist das hilfreich.
Je genauer und „akustisch objektiver“ man selbst hört, was man mischt, desto besser klingt es auch auf einer Vielzahl an Endgeräten und Abhörsituationen.
@tenderboy Ist mir alles bekannt aber trotzdem danke!
Gruß
SlapBummPop
Ein sehr naheliegendes Produkt, wo ich mir nur Frage: Warum erst jetzt?
So wie ich es bislang gesehen habe, wurde auch fast alles (meiner bescheidenen Meinung nach) richtig gemacht. Besonderer Pluspunkt ist das integrierte Bassmanagement für Subwoofer (sehr wichtig) und auch die Steamdeck Integration finde ich super (ist aber eher ein nice to have). Auch die Anwählbarkeit von 4 unterschiedlichen Profilen direkt an der Hardware finde ich super.
Beim Bass Management konnte ich jetzt aber nicht sehen, wie viel davon bei der Einmessfunktion über Sonarworks automatisch erfolgt oder ob das alles manuell erfolgen muss. Bei den manuellen Einstellungen konnte ich für die EQ auch keine Information über die Einstellbarkeit der EQ Güte (pro Band natürlich) finden.
Außerdem fehlt eine konkrete Angabe über die Latenz. „Ultra Low Latency“ kann alles sein. Ist die vielleicht auch abhängig von der Anzahl verwendeter EQ Bänder, oder aktivem Bassmanagement?
@arnte Latenz ist laut Sonarworks website 2,2ms. Chatgpt meint die zusätzliche Wandlung wäre vernachlässigter. Ich habe mir das gerade bestellt weil ich mir mehr Definition im Sub erhoffe, und der Mini hat ja einen extra Ausgang für meinen Temblor T10. Ansonsten bin ich mit Sound ID seit etlichen Jahren zufrieden. Es hat meinem mixing und dem Sounddesign einfach nur gut getan. Aber die knapp 400€ müssen sich dann in der 4 wöchigen Probezeit erstmal rechnen.
@Sangeet Chat gpt macht viele Fehler. besser nicht drauf verlassen.