Ein weiterer Software-Juno
Audiothing June ist ein Synthesizer Plug-in, das den Klassiker Roland Juno-60 emuliert. Bei der Entwicklung hat man besonders auf eine authentische Reproduktion des DCO-Verhaltens und des Filters Wert gelegt. Und auch der Einführungspreis von 39,- Euro macht das Plug-in interessant.
Audiothing June – eine Juno-Emulation
Die Entwickler haben die Schaltungen des Juno-60 bis in die letzten Details analysiert und diese Erkenntnisse in das Plug-in einfließen lassen.
Das Plug-in, dessen Optik sich an das Original anlehnt, besitzt zunächst einmal die gleiche Struktur mit einem DCO (Pulse, Saw) und einen Suboszillator, ein modulierbares Tiefpassfilter und ein einstellbares Hochpassfilter, einen LFO, VCA, ADSR, den berühmten Chorus mit zwei Stufen und einen Arpeggiator.
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Audiothing hat ein paar Elemente hinzugefügt bzw. erweitert. Es gibt eine zweite Hüllkurve, der Arpeggiator und der LFO wurden um ein paar Optionen ergänzt und die Klangerzeugung reagiert auf Velocity.
Der Chorus lässt sich zwischen den leicht unterschiedlichen Varianten von Juno-6 und Juno-60 umschalten und hat zusätzlich Regler für Rate und Noise. Die maximale Polyphonie liegt bei 24 Stimmen und es gibt einen Unison-Modus.
Es gibt eine Effektkette mit den vier Einheiten Tape Echo, Spring Reverb, Overdrive und Phaser, die in Reihenfolge frei angeordnet werden können.
Audiothing June ist in den Formaten AU, VST2, VST3, AAX, CLAP sowie als Standalone-Version für macOS, Windows und Linux verfügbar. Außerdem gibt es eine AUv3-Version für iOS-Geräte.
Das Plug-in kostet zur Einführung 39,- Euro, der reguläre Preis liegt bei 69,- Euro.

































Also 39€ (Einführungspreis) für solch eine Juno-60 Emulation ist schon der absolute Hammer! Wenn man bedenkt was sonst diverse Softwaresynthesizer kosten. 170€? 250€? Dazu noch die Arbeit, den Klang möglichst authentisch zu reproduzieren inklusive den berühmten Chorus. Leider kenne ich die Firma nicht geschweige habe ich was von denen. Ich bin dbzgl. eher unflexibel und schaue erstmal was meine (registrierten) Accounts so besitzen. Schade das niemand meiner Marken Roland-Geräte Softwaresynthesizer im Repertoire hat. Die Roland-Cloud kommt mir erstmal nicht ins Haus. Bleibt noch diese Firma namens Audiothing, Arturia oder Cherry Audio was mir jetzt spontan einfällt. Der Preis ist derart lukrativ das ich definitiv eine Nacht darüber schlafe. Allein schon wegen der Tatsache, dass der Juno-60 eine absolute Legende ist. Im Synthesizermuseum Berlin von Schneidersladen übrigens täglich bespielbar. Ich war noch nicht dort aber weiß es von einem Besucher. Keine 50€ für diesen Klassiker – nicht schlecht!
@Filterpad TAL-U-NO-LX ist eigentlich DER Standard fuer Juno Emulationen und zwar auch schon seit sehr langer Zeit.
@steme Juno 60 versus Juno 106 eben.
@steme Ok interessant und danke der Aufklärung. Ich kenne die Firma, aber denen ihr Plugin bislang noch nicht, zugegeben.
@Filterpad Ich hatte mir ein paar Demos auf Youtube angehört zum Juno 106 von Softube (Model 84).
Dann habe ich das mal installiert zum Ausprobieren und war beim ersten Drehen am Filter echt baff. Da der gerade im Sale war, habe ich das Ding auch sofort gekauft.
Audiothing machen einige interessante Plugins. Ein Nutzerkonto ist ja schnell angelegt. Die Frage wird in den meisten Fällen sein, ob man den 50. Softsynth braucht. Im Einzelfall wird die Antwort ‚ja‘ lauten, denn manchmal gibt es einen qualitativen Schritt vorwärts. Es gab mal eine Zeit, da war Sylenth 1 weit vorne. Aber die Zeit bleibt eben nicht stehen.
@Apfelstern Absolut! Der Sylenth war lange Zeit das Nonplusultra für Danciege und Tranceige Gefilde. Ich hatte den tatsächlich nie, ohne speziellen Grund. Gleiches gillt für den Serum: Ich denke nachdem Florian alias „Bad Gear“ den mehrere Male auf’s Korn genommen hat, war es vorbei damit. Xfer reagierte sehr schlau und benannte das Teil einfach in Serum 2 um. Ähnliches gilt für den Massive X, nur das dieser dem „alten“ klanglich nicht das Wasser reichen kann. Native Instruments darf nicht den Fehler begehen und immer schlechtere Plugins herstellen. Aktuell scheint es aber leider so.
@Filterpad Ich denke nicht, daß Bad Gear videos die Popularität von Serum irgendwie beschädigt hätten. Der kostenlose Vital ist durchaus ein Konkurrent, wenn er auch nicht auf dem gleichen Level wie Serum ist, ist kostenlos halt doch deutlich günstiger.
Bei Massive X war es vor allem so, daß das Bedienkonzept als kompliziert wahrgenommen wurde. Daraufhin hat sich schnell die Meinung durchgesetzt, daß sich der Synth nicht lohnt. Ich finde, daß Massive X bei einigen Sounds hervorragend ist (Strings vor allem).
Native Instruments hat wohl viele Mitarbeiter entlassen, nachdem der Besitzer gewechselt hat. Im Software-Bereicht sehe ich da meist einfach zu bedienende Sound-Packs. Mein Ding ist das nicht.
@Filterpad Auf der Suche nach einem Roland Space Echo bin ich damals bei Audiothing gelandet. Ich hatte zwar schon den Arturia aber der klingt mir zu aufdringlich und wie Brei. Ich nutze nur jetzt nur noch den Outer Space und es liegen Welten dazwischen. Das Registrierungsverfahren ist sehr einfach.
3 Aktivierungen, kein iLok, kein Internet, dazu IOS und Linux-Unterstützung. Die Sachen sind sehr effizient und leicht zu installieren und auch wieder zu entfernen, ohne tiefe Eingriffe ins System und versteckte Ordner.
Ich schau mir den später an.
Hui.
wieder Juno.
was neues 😜
Audiothing kann ich grundätzlich auch empfehlen. Outer Space und Springs sind bei mir in beinahe jedem Projekt im Einsatz. Ich mag auch deren etwas exotischischere Produkte wie Noises oder Wires sehr. Ausserdem betreiben die auch sehr gute Produktpflege. Regelmäßig gibt es Updates (kostenlos) für neuere OS oder auch mal ein paar neue IRs zb für Springs.
Ob ich wirklich nocht einen 60er brauche weiß ich nicht. Da kommt bei mir so viel FX drauf, dass es sich eher nicht lohnt. Der Softube 106er ist hier mein Goto. Oder eben Diva :)
Dennoch höre ich mal rein! Man kann ja nie wissen…