ANZEIGE
ANZEIGE

Backstage-Stories: Interview mit Sounddesigner Jens Hecht

Sounddesign für Film und Gaming mit Eurorack und Pulsar-23

27. April 2025
Sounddesigner Jens Hecht

Backstage-Stories: Interview mit Sounddesigner Jens Hecht (AMAZONA)

Sounddesigner Jens Hecht fing mit dem günstigsten DJ-Setup an und arbeitet heute als Dozent für Klangsynthese und Sounddesign für Film und Gaming. Er ist einer unserer Autoren im Bereich KEYS und BEATS und wird uns heute in den Backstage-Stories Rede und Antwort stehen.

ANZEIGE

Wir bei AMAZONA lieben es, Musik zu machen und uns darüber auszutauschen. Mit Testberichten, Workshops Features und Interviews versorgen wir alle Musikliebhaber mit Informationen zu ihrem Lieblingsthema. Doch wer sind eigentlich die Menschen hinter den Artikeln unseres Online-Musikermagazins? In unserer neuen Interview-Reihe möchten wir euch die Leute vorstellen, die als Redakteure und Autoren dafür sorgen, dass der AMAZONA-Community der Gesprächsstoff nicht ausgeht.

Sonja:
Wie und wann bist du ein Teil des AMAZONA-Teams geworden?

Jens:
Im Januar 2023 habe ich, nachdem ich einen Workshop zu einem semi-modularen Synthesizer gelesen hatte, total spontan die Redaktion angeschrieben und mich erkundigt, ob nicht eventuell noch Autoren für derartige Beiträge gesucht werden. Nach einem kurzen Telefonat mit Peter Grandl und einem anschließenden Beispielstext bekam ich dann den Autorenvertrag geschickt. Damit hatte ich gar nicht gerechnet und mich wahnsinnig gefreut.

Alles begann mit dem günstigsten DJ-Setup

Sonja:
Magst du uns etwas über deine musikalische Entwicklung erzählen?

Jens:
Ich würde behaupten, dass sie etwas ungewöhnlich verlief. Zu meinem 14. Geburtstag bekam ich das günstigste DJ-Setup, das es zu diesem Zeitpunkt auf dem Markt gab, geschenkt. Wenig später habe ich bereits versucht, mit zwei zusätzlichen Kassettendecks etwas mehr als nur zwei Vinyls zu mischen. Das waren dann in gewisser Weise Mixtapes mit Hörspielcharakter. Damals drehte sich bei mir alles noch um Hip-Hop, Breakbeats, Soul und Funk. Aber auch ein paar der alten Rock-Scheiben meines Vaters landeten immer wieder mal auf dem Plattenspieler.

So circa 2002/2003, mit 19 Jahren, habe ich einen alten PC von einem Freund abgekauft und alles von Vinyl, Kassette und DVD aufgenommen, was mir zwischen die Finger kam. Auch Samples aus alten Beat-Zeitschriften dienten als Futter. Das habe ich dann in WaveLab (!) geschnitten und zu einem neuen Loop zusammengefügt. Diese Loops habe ich dann zu ganzen „Songs“ arrangiert.

Affiliate Links
Sequential Trigon-6
Sequential Trigon-6
Kundenbewertung:
(4)

Hier gibt es wohlgemerkt keine typischen DAW-Funktionen wie Quantisierung oder ähnliches. Somit habe ich völlig unbewusst ein bisschen wie Burial gearbeitet, einer meiner größten Einflüsse, den ich aber erst Jahre später entdeckt habe. Auch das Internet war noch nicht ganz so verbreitet wie heute und ich wäre gar nicht erst auf die Idee gekommen, dort nach Tutorials zu suchen. Aber ich war so angefixt, dass ich jeden Tag vor dem PC saß und alles andere zur Nebensache wurde.

Erst zwei Jahre später fing ich an, mit Propellerheads Reason 3.0 und einem MIDI-Keyboard, „richtige“ Musik zu machen. Zwischenzeitlich bin ich, hauptsächlich durch Portishead, immer mehr ins elektronische Gefilde gerutscht und bei Drum’n’Bass und vor allem Dubstep gelandet.

ANZEIGE

Audhentik, Stella Phonic und Noir FX – ein Musiker mit vielen Gesichtern

2012 hatte ich mein erstes offizielles Solo-Release („Audhentik – Melancholia“), gefolgt von einigen Remixes. Ein Jahr später hatte es mich nach Berlin verschlagen und ich konnte direkt anknüpfen mit einem Release auf Shadowdub (Imprint von Shadowforces). Es war damals das Label des Inhabers des Sublands (heute Club „Void“). Dort hatte ich dann auch eine Weile relativ regelmäßig aufgelegt.

 Sounddesigner Jens Hecht Interview Jens Hecht live

Sounddesigner Jens Hecht Live (Subland)

2016, nach einer Deutschland-Tour als Opener für den Künstler „Tua“, habe ich mich zu einer Ausbildung zum Sounddesigner entschieden. Danach habe ich sehr viele unterschiedliche Bereiche kennenlernen dürfen, für die ich auch heute noch zu begeistern bin. Vom Tonassistenten am Filmset zur ersten Filmmusik, Musikproduktion für Image-Filme, Sounddesign für Gaming, Podcast Editing, Audio-Restauration und vieles mehr. Musikalisch liege ich mittlerweile irgendwo zwischen Ambient, Electronica und Dub.

Seit 2019 veröffentliche ich auch viel meiner Musik ohne ein Label. Die letzten Releases über ein Label kamen auf Greyscale („Hypno“ und „Dusk & Dawn“). Hier werde ich vermutlich auch mein nächstes Album veröffentlichen, das so gut wie fertig ist.

Jens Hecht Sounddesigner live DJ

Sounddesigner Jens Hecht Live (©JaroSuffner)

Dazu sind noch einige Nebenprojekte in den letzten Jahren entstanden. Der Name „Audhentik“ existiert nun schon seit 2010/2011 und als ich vor einigen Jahren Ambient für mich entdeckt hatte, sind wahnsinnig viele Stücke entstanden, die viel zu fröhlich und harmlos für mich klangen. So entstand das Alter Ego „Stella Phonic“ und gleichzeitig „Jens Anders“. Sie sind das komplette Gegenteil. Hier geht es hauptsächlich um Noise und Artefakte. Das ist für die meisten vermutlich viel zu nerdy.

Dazu arbeite ich seit zwei Jahren noch mit der Sängerin Johanna Pegelow (IOANA) an unserem Projekt namens „Noir FX“ und seit diesem Jahr haben wir auch unsere ersten Veröffentlichungen. Das ist auch wieder ganz andere Musik und ich würde sie als eine Mischung aus Electronica, Lo-Fi, Indie und diversen UK-Einflüssen bezeichnen.

Sonja:
Dementsprechend finden wir dich in welchem Bereich bei AMAZONA?

Jens:
Vorwiegend unter Keys und Beats, gelegentlich auch mal unter der Rubrik Studio.

Meine Musik findet auf drei Ebenen statt

Sonja:
Hobby, semi-professionell oder professionell – wie können wir uns deine Aktivitäten im Bereich Musik vorstellen?

Jens:
Meine Musik findet eigentlich, zumindest gefühlt, auf allen der drei Ebenen statt. Es gibt beispielsweise einen (sehr alten) Remix der über Universal erschien, ein Album mit einer Co-Produktion („Tua – Vater“) das es auf Platz 6 der deutschen Album-Charts schaffte. Dazu ein paar meiner eigenen Produktionen auf diversen Labels und die erwähnte Filmmusik. Auch Radio und TV kam schon vor. Obwohl ich mich nicht als Mixing-Engineer sehe, habe ich aber auch hier ein paar nennenswerte Referenzen, die beispielsweise auf Vinyl veröffentlicht oder im Kino ausgestrahlt wurden.

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Mehr Informationen

Das liest sich zwar ganz nett, reicht aber noch lange nicht, um einzig von meiner Musik leben zu können, was vermutlich der allgemeine Anspruch an Professionalität ist. So bin ich aber, was meine Kunst angeht, wiederum frei von irgendwelchem Erfolgsdruck, da der Großteil meiner Einnahmen aus anderen Tätigkeiten stammt.

Neben meiner Arbeit für AMAZONA bin ich auch seit einigen Jahren als freiberuflicher Dozent tätig. Hier unterrichte ich in zahlreichen unterschiedlichen Themenbereichen wie Klangsynthese und Sounddesign für Film und Gaming. Aber auch allgemeine Post-Produktion und Audio-Restauration oder Surround und Dolby Atmos. Wobei ich Letzteres mittlerweile viel lieber als 3D-Audio bezeichne, da ich hier auch immer auf binaurales Audio eingehe.

Affiliate Links
Tegeler Creme
Tegeler Creme
Kundenbewertung:
(32)

Die Arbeit macht mir großen Spaß, da ich zum einen einfach gerne mein Wissen teile und mich freue, wenn ich jemanden motivieren kann. Zum anderen habe ich auch selbst immer einen Lerneffekt dabei. Es macht einen enormen Unterschied, ob man sich Wissen selbst aneignet und nutzt oder versucht es zu vermitteln. Für die Praxis ist Halbwissen nicht unbedingt gefährlich, in der Theorie allerdings ein absolutes No-Go.

Auch der permanente Austausch mit so vielen unterschiedlichen Leuten kann einen voranbringen, eigene Denkweisen verändern und dafür sorgen, dass man nicht in seiner Bubble hängenbleibt.

Sonja:
Wie sieht dein Setup aus?

Jens:
Seit ich für AMAZONA arbeite, habe ich kein fixes Setup mehr. Spaß beiseite. Es ist fast immer Hybrid. Ich bin ja quasi im Software-Zeitalter dazu gekommen, Musik zu machen und habe erst recht spät die Hardware zu schätzen gelernt. Ich besitze eigentlich auch nur drei Synthesizer, ein Eurorack-System und ein paar Effektpedale. Über meine Patchbay kann ich aber alles frei verbinden, was mir sehr wichtig ist. So auch meinen Creme Compressor von Tegeler Audio, den ich nicht nur für das Mastering, sondern hauptsächlich für Gruppensignale nutze.

Heimstudio von Sounddesigner Jens Hecht

Sounddesigner Jens in seinem Heimstudio

Ich arbeite aber auch gerne mit eigenen Field-Recordings, nutze gelegentlich noch meine alte Bandmaschine von AKAI, Walkmans und Diktiergeräte und zweckentfremde gerne Software-Programme wie beispielsweise Izotope RX. Sampler und Granular-Prozessoren nutze ich generell gerne.

Es kann also auch mal vorkommen, dass ich ein paar Sequenzen mit der Hardware aufnehme, in der DAW bearbeite und das Ergebnis wieder durch die Hardware schicke. Auch wechsle ich gerne mal die Software. Eigentlich bin ich seit über 15 Jahren Nutzer von PreSonus Studio One. Hin und wieder greife ich aber auch zu Cubase oder Ableton (oder neuerdings eher Bitwig) und vor allem VCV Rack.

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Mehr Informationen

Außerdem bin ich seit einigen Jahren beinahe regelmäßig Gast in den Red Bull Studios in Berlin. Daher hört man mittlerweile auch recht häufig einen Sequential Prophet-6 und einen Roland Juno-60 in meinen Produktionen.

Desert-Island-Instrumente des Sounddesigners

Sonja:
Welche drei Instrumente/Geräte würdest du auf eine einsame Insel (mit Stromversorgung) mitnehmen?

Jens:
Das ist irgendwie eine schwierige Frage … Ich bin kein entscheidungsfreudiger Mensch und müsste in jedem Szenario auf mindestens eine Sache verzichten. Ein Laptop und ein Eurorack-System wäre wohl clever. Mit dem Laptop könnte ich aufnehmen und editieren und für das Eurorack-System bräuchte ich mindestens Arbhar von Instruo. Als Drittes würde ich dann ein Klavier wählen. Ich habe zwar nie richtig gelernt es zu spielen, hätte aber auf der Insel wahrscheinlich endlich mal Zeit dafür.

Sonja:
Welches Instrument/Gerät hättest du unheimlich gerne?

Jens:
Die Liste wäre vermutlich kürzer, wenn man die Frage umkehren würde. Bei meinen Testbeiträgen für AMAZONA sind mir vor allem der Erica Synths Perkons HD-01, der Sequential Trigon-6 und der Intellijel Cascadia im Gedächtnis geblieben. Der GRP A-1 hat mich auch echt umgehauen. Ein Roland RE-201 und einen Juno-60 zu besitzen, ist auch schon ein lang gehegter Traum, obwohl es mir mittlerweile beinahe schon klischeehaft vorkommt.

Red Bull Studios mit Sounddesigner Jens Hecht

Sounddesigner Jens Hecht in den Red Bull Studios in Berlin

An manchen Tagen ist mir aber selbst mein Setup schon zu viel und an anderen Tagen wiederum wünsche ich mir ein ganzes Museum an Synthesizern. Durch AMAZONA wird aber mein GAS auch gleichzeitig etwas gestillt, von daher ist alles fein für mich.

Sonja:
Erzählst du uns etwas über das Erlebnis, das dich in deinem Leben als Musiker am meisten beeindruckt hat?

Jens:
Das könnte ich kaum an einem einzigen Erlebnis ausmachen. Ich durfte definitiv bereits eine Menge an interessanten Persönlichkeiten kennenlernen, die mich inspiriert und motiviert haben. Ich durfte Städte, Studios und Clubs sehen, zu denen ich sonst nie gereist wäre. Etwas herausstechend waren aber natürlich Momente, bei denen man seine eigene Musik zum ersten Mal auf Vinyl, im Club, im Radio oder im Kino zu hören bekommt.

Sonja:
Wie hat deine Arbeit für AMAZONA dein Leben als Musiker beeinflusst?

Jens:
Eher gering, aber es gibt definitiv einen Einfluss. Ich habe gelernt, wie tief man wirklich gehen kann, wenn man sich ausschließlich mit einem Gerät für einen bestimmten Zeitraum beschäftigt. Auch ist meine ohnehin schon recht umfangreiche Sample-Library unfassbar gewachsen. Ich greife zum Beispiel immer wieder auf Drum-Sounds zurück, die ich beispielsweise mit dem Perkons HD-01, dem Pulsar-23 und dem Intellijel Cascadia gemacht habe. Mit dem Trigon-6 von Sequential konnte ich zwei schöne Tunes für mein kommendes Album machen. Gelegentlich kommt man so auch etwas enger in Kontakt mit den Herstellern, was ich auch sehr bereichernd finde.

Sonja:
Was würdest du den Lesern und Leserinnen von AMAZONA gerne sagen?

Jens:
Zunächst einmal danke. Ich finde es wirklich toll, wie einige sich hier beteiligen und kommentieren. Ich habe auch wirklich das Gefühl, dass wahnsinnig viele kompetente Menschen aus verschiedensten Bereichen hier aktiv sind. Ich bin kein Typ, der über Social-Media kommuniziert, aber hier macht es schon öfter mal Spaß, durch die Kommentare zu gehen und dann beteilige sogar ich mich hin und wieder.

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Mehr Informationen

Vielen Dank an Jens für dieses tolle Interview und die wunderbaren Einblicke in dein musikalisches Schaffen!

ANZEIGE
Affiliate Links
iZotope RX 11 Advanced Download
iZotope RX 11 Advanced Download
Kundenbewertung:
(1)
Sequential Prophet 6
Sequential Prophet 6
Kundenbewertung:
(78)
Erica Synths Perkons HD-01 Black
Erica Synths Perkons HD-01 Black
Kundenbewertung:
(8)
Sequential Trigon-6
Sequential Trigon-6
Kundenbewertung:
(4)
ANZEIGE
Affiliate Links
iZotope RX 11 Advanced Download
iZotope RX 11 Advanced Download
Kundenbewertung:
(1)
Sequential Prophet 6
Sequential Prophet 6
Kundenbewertung:
(78)
Erica Synths Perkons HD-01 Black
Erica Synths Perkons HD-01 Black
Kundenbewertung:
(8)
Sequential Trigon-6
Sequential Trigon-6
Kundenbewertung:
(4)
Über den Autor
Profilbild

Sonja (Team DelayDude) RED

Sonja ist seit ihrer Jugend dem Bass verfallen. Im Jahr 2018 machte sie gemeinsam mit ihrem Mann ihre Leidenschaft für Musik zum Beruf und betreibt seither mit DelayDude.de einen Blog und einen Shop für Gear-Reparaturen und Custom-Effektgeräte. Dementsprechend findet man sie auch bei AMAZONA vermutlich in der Guitar&Bass-Sparte. Als verantwortliche Redakteurin in der PEOPLE-Redaktion ist sie zudem immer auf der Suche nach spannenden Gesprächspartnern aus der Musikbranche.   

Forum
  1. Profilbild
    CDRowell AHU

    Hallo Sonja, wiedermal ein angenhm zu lesendes Interview. Danke für die Fülle an Hintergrund-Infos auch an Jens. Es freut mich immer wieder von anderen zu lesen, die mit Musik ganz neue Welten eröffnen.

    Weiter so!😀

    • Profilbild
      Sonja (Team DelayDude) RED

      @CDRowell 👍Immer wieder gerne!!!😁Es ist auch einfach toll, sich in den Interviews auf Menschen zu treffen, die einfach nur voller Leidenschaft für die Musik und so super positiv sind🎹

      • Profilbild
        Anjin Sun AHU

        @Sonja (Team DelayDude) Abgekoppelt von Jens ist „super positiv“ immer ein Parameter der Vorsicht! Das Pendel des Lebens ist nie nur einseitig – siehe als Symbol „Yin & Yang“.

        • Profilbild
          Sonja (Team DelayDude) RED

          @Anjin Sun Wie du vielleicht an meinen Artikeln und Beiträgen schon gemerkt hast, ist mir durchaus bewusst, dass das Pendel des Lebens nicht nur einseitig ist. Aber ich empfinde es gerade in den sozialen Medien oft so, dass bei einigen Menschen das Pendel ordentlich Schlagseite in Richtung „negativ“ hat.

          Wenn Musik von Herzen kommt und ich bei den Interviews die Freude der Menschen spüre, die sie gemacht haben, ist das für mich immer positiv. Die Musik muss mir dabei nicht einmal gefallen, aber solange man niemanden mit dem verletzt, was man tut, freue ich mich einfach, den Blick auch mal auf die positiven Seiten des Lebens lenken zu dürfen und mich von dem Feuer meines Gegenübers mitreißen zu lassen🤟

          Hass und Hetze erleben wir leider viel zu oft und man kann mich dann gerne als hoffnungslosen Romantiker bezeichnen, aber ich denke, dass ein Lächeln zumindest für einen winzigen Moment das Leben eines anderen Menschen ein kleines bisschen erhellen kann😇Klar, wir können damit leider keine Kriege beenden oder verhindern und den das Leid auf der ganzen Welt nicht heilen, aber wir können in unserem kleinen Umkreis einfach mal ein bisschen für gute Stimmung sorgen💪

  2. Profilbild
    Flowwater AHU

    Sodele, jetzt oute ich mich mal:

    Ich habe Ende 2022 über das littauische Bandcamp-Label Scale Limited (»Greyscale«) das Album »Hypno« von einem Künstler namens Audhentik gekauft … sogar physisch als CD … und das ging damals straight in meine »heavy rotation«; das habe ich hier wirklich tagelang laufen lasse … eher monatelang, ich übertreibe nicht, so geil finde ich die Musik. Ich wurde unmittelbar Fan dieses Künstlers. Ungefähr ein Jahr später habe ich hier auf Amazona mal auf das Profil vom Herrn Hecht geklickt … und was lese ich dort? Herr Hecht veröffentlicht unter dem Künstlernamen »Audhentik«. Und ich so: »Whaaaat?!? Das ist Audhentik?!?« Ich habe vorher immer schon sehr gerne die Beiträge vom Herrn Hecht gelesen. Ab da habe ich quasie jeden Klangschnippsel inhaliert, dem ich habhaft werden konnte (auch auf YouTube und Facebook).

    Ja, keine weiteren Fragen, großer großer Fan! 🧡😀👍👍

    Kleiner Nachtrag: Dass hier irgend etwas mit Film und Gaming abging das habe ich mir intuitiv schon gedacht. Da ich ja ein großer Videospiele-Fan bin (wer hätte es gedacht), habe ich 2022 das Spiel »Chernobylite« auf der PS4 gespielt. Als ich dann »Hypno« gehört habe, dachte ich mir, dass die Musik auch perfekt in dieses Spiel passen würde. Genauer gesagt würde Hypno noch viel viel besser in das Spiel passen, als die Originalmusik (die auch alles andere als schlecht ist). Womit ich »Hypno« aber nicht in irgend eine Ecke stellen möchte. Die Musik steht für sich alleine sehr gut da, was man vom Chernobylite-Soundtrack nicht sagen kann.

    • Profilbild
      Anjin Sun AHU

      @Flowwater Ich habe dem folgend eine Schale unter meinen Bildschirm stellen müssen. Echt jetzt, der Schleim tropfte raus.

      • Profilbild
        Flowwater AHU

        @Anjin Sun Ich würde genau so über Dich schreiben, wenn ich Deine Musik so geil finden würde. Außerdem sind wir Deutschen dafür bekannt, dass wir alles loben, nur nicht das, was bei uns selbst passiert. Da mache ich einfach nicht mit. Und hier ist ein Künstler, der direkt vor meiner Nase agiert. Also … ! 🙂

      • Profilbild
        Tai AHU

        @Anjin Sun Hey Anjin Sun, locker bleiben. Henrik ist einfach nur begeistert und sagt das auch noch. Schleimen wäre es, wenn er das macht, um was von Jens zu bekommen. Das Gegenteil scheint der Fall zu sein, er zahlt.

    • Profilbild
      Jens Hecht RED

      @Flowwater …also ich bin nur etwas rot geworden. Nein, ernsthaft – mir schmeichelt das natürlich ungemein und ich freu mich immer riesig über solche Kommentare! Danke für den Support!!

  3. Profilbild
    Filterpad AHU

    Zitat Jens: […] Ich finde es wirklich toll, wie einige sich hier beteiligen und kommentieren… […]

    Ich enthalte mich mal. 🙈

    Spaß beiseite: Ein sympathisches Interview und ich habe es gerne gelesen. Es war auch nicht sehr fachchbezogen, sondern es wurde einfach die Leidenschaft beschrieben. Fachgesimpel sind ja die Testberichte von dir und anderen und das darf auch gerne so bleiben. Seit dem Tod von Dave Smith hörte man leider kaum etwas von Sequential bis auf die Prophet SE. Wird Zeit das von denen wieder was neues auftaucht. Warum? Für deinen Bericht inklusive ausprobieren und für mich zum kaufen. Ein neuer Poly-Sequential mit Ribbon-Controller und ich kann vermutlich nicht ablehnen. Beim Prophet 12 war ich leider zu spät. Er wäre mir auch etwas zu groß. Pro2 oder 3 wäge ich noch ab. Mir fehlt bei denen lediglich die polyphonie, weil ein paraphoner Synthesizer (Moog) steht schon hier. So ein zwischending wäre geil, sprich: Größe etwa wie ein Pro2, polyphonie inkl. Ribbon-Controller. Vergleichbar etwa wie ein Polybrute, nur eben von Sequential Synthesizers by Dave Smith. So jedenfalls meine Wunschvorstellung. Andere Möglichkeit wäre noch ein TyrellN6 Hardware. Kannst ja mal in’s Leben rufen! :)

    • Profilbild
      Jens Hecht RED

      @Filterpad Haha, du darfst dich gerne angesprochen fühlen damit ;) Ich lese aber deine Kommentare ebenso gerne, wirklich! Und eine TyrellN6 Hardware wäre tatsächlich mal ein Knaller!

      • Profilbild
        Filterpad AHU

        @Jens Hecht Freut mich das zu hören weil die Zeiten sind besonders dieses Jahr sehr emotional und den meisten stört meine Anteilnahme, so jedenfalls mein inniges Gefühl. Derweil werde ich zu keinem Zeitpunkt persönlich oder herablassend zu anderen Leuten. Es geht immer nur um die jew. Thematik mit einer Prise Humor bzw. Wortspielereien oder leichter Ironie. Natürlich versuche ich auch die Kommentare so zu schreiben, dass es für andere iwi nützlich sein kann. Ist zumindest mein persönlicher Anspruch.

  4. Profilbild
    Viertelnote AHU

    wenn nur die Kleinigkeiten jeden Tag mehr sein würden.
    Wir sind sie alle, Mosaiksteinchen, die ein lebend Bild ergeben.

    freundlichst lieber Gruß🙂

  5. Mehr anzeigen
Kommentar erstellen

Die AMAZONA.de-Kommentarfunktion ist Ihr Forum, um sich persönlich zu den Inhalten der Artikel auszutauschen. Sich daraus ergebende Diskussionen sollten höflich und sachlich geführt werden. Es besteht kein Anspruch auf Veröffentlichung. Wir behalten uns die Löschung von Inhalten vor. Dies gilt insbesondere für Inhalte, die nach unserer Einschätzung gesetzliche Vorschriften oder Rechte Dritter verletzen oder Diffamierungen, Diskriminierungen, Beleidigungen, Hass, Bedrohungen, politische Inhalte oder Werbung enthalten.

Haben Sie eigene Erfahrungen mit einem Produkt gemacht, stellen Sie diese bitte über die Funktion Leser-Story erstellen ein. Für persönliche Nachrichten verwenden Sie bitte die Nachrichtenfunktion im Profil.

ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
X
ANZEIGE X
ANZEIGE X