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Behringer Avatar, Projektierung eines Synthesizers

Synthesizer mit Audio-to-CV

11. April 2022

behringer avatar synthesizer arp clone

Behringer projektiert ein weiteres Remake eines klassischen Synthesizers. Diesmal wil man sich den ARP Avatar vornehmen. Da es sich beim ARP Avatar im Grunde genommen um eine tastaturlose Version des ARP Odyssey handelt, verwundert das Projekt zunächst ein wenig, da man mit dem Behringer Odyssey bereits einen Nachbau im Programm und sogar schon in den Handel gebracht hat.

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Die Besonderheit des originalen Avatar war sein Guitar-Interface mit sechs String Gates, Hex Fuzz und Hex PreAmp. Diese Sektion lässt der Entwurf aus, stattdessen hat man einen „high-speed and super accurate audio to CV converter“ eingeplant, mit dem man nicht nur Gitarren, sondern auch andere Instrumente für die Ansteuerung des Synthesizers verwenden können soll. Es ist außerdem ein Mic-Eingang für Voice-to-Pitch vorgesehen. Da hat man sich technisch anspruchsvolle Schwierigkeiten vorgenommen, die man für einen Verkaufspreis von 499,- US-Dollar realisieren will.

behringer avatar synthesizer rear

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Der jetzige Entwurf lässt semi-modulare Erweiterungen vermissen, wie sie etwa die Modifikationen von CMS oder New England für den ARP Avatar bieten.

Ja, der Behringer Avatar ist wieder mal nur ein Entwurf, der noch eine lange Zeit auf seine Realisation warten lassen dürfte.
Für alle Interessierten haben wir unter diesen Links eine Vintage-Story mit der interessanten Entstehungsgeschichte zum ARP Avatar, einen Report zur New England Modifikation sowie einen Patching-Workshop für diese Erweiterung.

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Forum
    • Profilbild
      Sven Blau

      Der 2600 hat auch einen Envelope Follower, kann das also auch. Ob mit der hier angepriesenen Präzision, kann ich nicht beurteilen.

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        sibe

        Ja, der 2600 hat einen envelope follower aber der Avatar soll laut Ankündigung ja ein Pitch-to-CV Interface haben. Das ist schon was anderes. Der Envelope follower extrahiert aus dem Audio-Signal eine CV-Spannung, die dem Lautstärkeverlauf folgt, je lauter, desto höher die Spannung. Damit kann man nicht (musikalisch) die Tonhöhe der Oszillatoren steuern. Das Pitchtracking extrahiert die Tonhöhe, d.h. man spielt z.B. mit der Gitarre rein und raus kommt Synth-Sound in der Tonhöhe der Gitarren-Noten. Also ein „Guitar-Synthesizer“. Das kann ein Envelope follower nicht.
        Toll wäre beim „Bavatar“ natürlich, wenn man das generierte Pitch-Signal über den MIDI-Out auch an externe Geräte rausschicken könnte. Aber davon steht zumindest in der Ankündigung nichts. Einen Pitch CV-out scheint er aber lt. Bild zu haben, d.h. externe Eurorack-Oszillatoren könnte man immerhin ansteuern.

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      Garfield Modular AHU

      Hallo SynthNerd,

      Ja guter Punkt. Ich habe zum Beispiel schon der B.2600 Blue Marvin und dann soll jetzt noch der Avatar daneben kommen… mwah… auch wenn der eventuell etwas kann was der B.2600 nicht kann, bin ich auf dem Moment noch nicht so überzeugt. Aber schauen wir mal wenn das „Teil“ bei unsere Händler des Vertrauens da ist zum ausprobieren.

      Auf dem Moment bin ich aber neugieriger nach dem Kobol und dem Proton als der Avatar.

      Nur meine 2 Cents. Herzlichen Dank übrigens an der Jim für die Infos! Viele Grüße, Garfield.

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        SynthNerd AHU

        Oh ja, auf den Kobol bin ich auch gespannt. Endlich mal ein Klon mit Speicher.
        Und dann warte ich noch auf SH5, Prodigy, UB-XA, CS80….
        Und nein, ich bashe Behringer nicht für Ankündigungen und lange Zeit bis zur Realisierung und Verfügbarkeit. Ich danke Behringer für den großartigen Deepmind und hab auch Freude am 2600. Darüberhinaus übe ich mich in Geduld und Vorfreude. :-)

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          Garfield Modular AHU

          Hi SynthNerd,

          Ja Behringer hat so seine Vor- und Nachteile die wir ja mittlerweile alle kennen :-) Der 2600 mag ich auch enorm, was ein Ding! Damit kann man richtig abgefahrene Sounds machen.

          „Darüberhinaus übe ich mich in Geduld und Vorfreude.“

          Yep, geht mir genauso! Viele Grüße, Garfield.

  1. Profilbild
    Filterpad AHU

    So wie ich das verstanden habe ist beim Avatar das besondere, die analoge Einspeisung und klangliche Veränderung von externen Instrumenten bzw. die dafür vorgesehenen Eingänge und dieses Signal kann dann wieder ausgegeben werden. Produkttechnisch gibt es sozusagen den Odyssey (mit Tasten) und einen Avatar, eben ohne Tasten, aber dafür mit diversen Instrumenteneingängen wie vocalpitch. Und als drittes im Bunde, optisch ähnlich, der 2600 als vielseitiger Synthesizer. Alles vollanalog darf man nicht vergessen (den Hall beim B:2600 schwarz mal außen vorgelassen). Eine Spur zu pitchen ist ja heutzutage im digitalen Zeitalter ein völlig normaler Standard jeder DAW, war aber in den 70ern sicherlich noch etwas Besonderes. Ich hoffe mein Kommentar ist technisch soweit richtig, ansonsten darf es gerne jemand präzisieren. Was mich aber tierisch aufregt ist wieder das Wort „Ankündigung“. Hab ich bei Behringer so noch nie gehört! [Achtung Ironie].

    • Profilbild
      Monolith2063

      Das Wort „Ankündigung“ hast Du eingebracht, das kommt weder oben im Text noch im englischen Original vor. Denn sie sagen gar nicht, dass sie ihn bauen werden. Sie wollen erstmal nur von der Community hören, ob die ihn haben möchte,

      Zitat: Please remember that this is only a proposal for now and we have not decided to pursue this project.
      We’re looking forward for your wonderful feedback.

      Und nachfragen, ob die Kunden ihn haben wollen, darf man doch wohl noch. Oder ist das auch schon zu belastend?

  2. Profilbild
    swissdoc RED

    Der MS-20 bietet ja mit der ESP Sektion eine ähliche Ausstattung. Damit kann man jede Menge Spass haben. Man höre einfach mal in Goldfrapp – Lovely Head rein. Der Avatar sollte etwas in der Art hinbekommen.

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