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Black Box: E-Mu MP-7, XL-7, PX-7 Grooveboxe

 Die Anschlüsse

Neben dem obligatorischen MIDI-Trio bietet die MP-7 sechs analoge Audio- sowie einen digitalen S/PDIF-Ausgang und somit genügend Flexibilität für den professionellen Studio- und Performance-Einsatz. Es können zwei Fußschalter angeschlossen werden. Auch der Kopfhörerausgang – gut zugänglich auf der Gehäuseoberseite – soll nicht unterschlagen werden.

Gerade für den Livebetrieb hat E-mu an ein wirklich interessantes Feature gedacht: auf der Vorderseite des Geräts befindet sich ein 12 Volt Anschluss für eine Schwanenhalsleuchte. Darüber hinaus hat E-mu noch einen USB Anschluss spendiert, mit dem die MP-7 an einen Computer angeschlossen werden kann, um bspw. Betriebssystem-Updates oder MIDI-Files zu überspielen.

Die inneren Werte

Das zweifelsfrei wichtigste Charakteristikum nach der purpurnen Farbe ist das Soundherz, das im MP-7 schlägt. Hier hat E-mu das ROM des bekannten und weit verbreiteten Mo-Phatt-Expanders implementiert. Das Klangsortiment bietet eine Zusammenstellung von Hip-Hop Sounds, die den geschmack der Szene treffen sollte. Nichts ist zu „clean“ und die Drumsounds erinnern schwer an Samples aus der kultigen SP-1200.

1024 Presets sind ein guter Grundstock an Sounds für authentische Grooves (512 Factory, 512 User). Jeder Sound kann dabei aus bis zu vier Wellenformen bestehen und beliebig zusammengestellt und gespeichert werden .

Die Modulationsmatrix erlaubt es, 64 synchronisierbare Modulationsquellen mit bis zu zwei LFOs und drei Hüllkurven auf ebenfalls 64 Ziele zu leiten.

Die 128-stimmige Polyphonie sorgt für unbesorgtes Klangbasteln komplexer Natur, ohne Gedanken an die noch verfügbaren Stimmen verschwenden zu müssen.

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Damit die musikalischen Ideen wirklich nie ausgehen, sind in der MP-7 noch drei ROM-Slots unbelegt, die nach Herzenslust mit den von E-mu erhältlichen Proteus-kompatiblen Erweiterungsmodulen bestückt werden können. So lässt sich beispielsweise ein Klang des X-Tream Lead mit einem Orgel-Sound aus dem B3 Boarrd kombinieren. Mehr Flexibilität geht kaum, erst recht nicht zu einem günstigeren Preis.

Wenn erst mal ein Preset zusammengebastelt wurde, kann dieses mit umfangreichen 24-bit-Effekten bearbeitet werden. Insgesamt stehen 60 verschiedene Algorhitmen zur Verfügung, die über zwei separate 24-bit Stereo-Effektprozessoren erzeugt werden.

E-mu’s legendäre Filter (vor allem der 12-Pole…) sind wieder mit von der Partie. Cut Off und authentisch klingende Resonanz lassen auf Wunsch die Bässe richtig schmatzen.

Die sehr seltene Drum-Variante PX-7

DER MIDI CONTROLLER

Die MP-7 ist gleichzeitig ein dynamischer MIDI-Controller und bietet so die Möglichkeit, auch externe Geräte mit dem internen Sequencer, den Arpeggiatoren, Reglern, den Trigger-Knöpfen oder den Pads zu steuern. Gerade in diesem Bereich setzt die MP-7 Maßstäbe und bietet eine bisher nicht gekannte Flexibilität bei sehr einfacher Bedienung.

DER SEQUENZER

Das Herz des MP-7 ist ein 16 Spur-Sequencer, der sowohl im Pattern-Modus betrieben werden kann, als auch einen Song-Modus zur Zusammenstellung der erstgenannten bietet. Im Pattern-Modus werden in den drei zur Verfügung stehenden Modi Realtime, Grid und StepRecord die Patterns in den Speicher eingegeben. Die MP-7 wird mit 128, teilweise ausgezeichneten Preset-Patterns, ausgeliefert. Bevor man anfängt sich seine eigenen Patterns zusammenzubasteln, sollte man unbedingt die mitgelieferten Preset-Patterns ausprobieren. Diese sind von hervorragender Qualität und liefern gutes Ausgangsmaterial für eigene Kreationen.

E-Mu Original-Werbeanzeige

Fazit

Die MP-7 ist ein Gerät mit bemerkenswerten klanglichen Fähigkeiten, toller Erweiterbarkeit und einer durchdachten Benutzerführung zu einem nun ausgezeichneten Preis. Das einfache Handling der MIDI-Fähigkeiten und die hochwertige Verarbeitung prädestinieren das Gerät geradezu zum Live-Einsatz.

Druckvoller Hip-Hop Sound und eine Vielzahl an Syntheseparametern, heben die MP7 deutlich von den Wettewerbern in dieser Preisklasse ab.

Für 633,– Euro i st die MP7 selbst für jene uneingeschränkt empfehlenswert, die keine HIP-HOP Musik produzieren, da die vorprogrammierten Sounds auch vielen anderen, modernen Stilrichtungen gerecht werden.

Plus

  • 13 anschlagsdynamische Pads mit Aftertouch
  • 32 MB ROM erweiterbar auf bis zu 128 MB mit E-mu's ROM Boards
  • 128-stimmige Polyphonie
  • 40 frei belegbare Regler und Knöpfe
  • mehr als 100 BPM-orientierte Synthesizer-Parameter pro Preset
  • umfangreiche und einfache MIDI-Unterstützung
  • Realtime/Grid/Step-Sequencer
  • 16 synchronisierbare Arpeggiatoren
  • Anschluss für Schwanenhals-Lampe
  • Anständiger Stromanschluss OHNE Wandwarze!!!
Forum
  1. Avatar
    AMAZONA Archiv

    Wer was "exklusives" will kann als Variante 3 sich nach der nur kurze Zeit von Emu gebauten PX-7 umsehen. Diese Comandstation hat das Protein Drums-Board an Bord und ist damit eine ziemlich geile Drummachine. Ein zusätzliches Synthboard wäre da natürlich sinnvoll.

    • Profilbild
      acidnoid  

      kann nur recht geben in punkt

      A: display zu klein

      und

      B: scroll rad leiert aus…

      achja USB hat nie richtig funktioniert…

      ABER!!!!!
      es gibt neuerdings eine freewar software editor via MIDI und damit rockt die kiste richtig.. sound design macht richtig spass und amnn kann einfach nicht genug bekommen!

      ich finde dadurch sind sie in dem preissegment aktueller denn je!!! und das fast in 2011.

      http://sou...../prodatum/

      was mich noch interessiert:
      es gab mal das gerücht das man die ROMs mit einem Emu sampler selber Burnen kann… ist das je realität geworden?

  2. Avatar
    AMAZONA Archiv

    geiles teil, habe lange mit gerockz… ein paar sachen sind aber dann doch zu bemängeln:
    habe das usb interface samt e-loader und neuster os nie richtig stabil zum laufen gebracht

    ein software editor für patterns habe ich bis heut vergebens gesucht, das display ist sinnig, aber oft dann doch zu klein

    nach öfterem gebrauch leiert das scroll rad aus und wird unbrauchbar, aber evtl. habe ich die maschine dann doch zu oft im gebrauch

    die farbkombi der maschinen ist bist heute horror ;-)

    aber ansonsten für das geil ein muss an groovebox

  3. Profilbild
    Despistado  

    Ich habe einen XL-1 (also die 1HE-Variante des XL-7 mit nur vier Reglern zur Klangformung) und bei dem finde ich die Bedienung am Gerät wirklich ziemlich nervig. Das macht absolut keinen Spaß.
    Pro Layer gibt es 53 (!) Display-Seiten die man durchscrollen darf und keine Möglichkeit mehrere Layers (insgesamt sind’s 4) gleichzeitig zu bearbeiten.
    Ist für mich einfach nicht nachvollziehbar, wieso das nicht besser gelöst wurde.
    Auch bei zweizeiligen, nicht grafikfähigen Displays ist eine angenehmere Bedienung durchaus machbar!
    Beim XL-7 sind immerhin ein paar Regler mehr vorhanden, das ist sicher ein Pluspunkt aber um einen Klang von Grund auf neu zu erstellen reicht’s wohl auch nicht.
    Wer keine Berührungsängste mit Software-Editoren hat, dem würde ich zu folgendem raten:
    http://pro.....forge.net/
    Ich finde der wertet das Gerät ungemein auf und das sogar völlig kostenlos!

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