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Black Box: Roland TR-707


Roland TR-707

Rechts vom Display finden sich die Schieberegler zum Einstellen der Lautstärke für jedes einzelne Instrument, der Accent-Fader sowie ein Regler für die Gesamtlautstärke. Wie so oft sind diese Fader echte Staubsammler, und ein Abdecken der TR-707 ist bei längerer Nicht-Benützung des Instruments sehr zu empfehlen.

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Unter den Fadern befinden sich der große Temporegler, die Taster für die Programmfunktionen sowie der Start/Stopp-Taster und der Shift-Button zum Umschalten der doppelt belegten Programmtaster.

Anschlußseitig ist die TR-707 sehr umfangreich ausgestattet. Neben dem Stereosummenausgang, bei dem alle Instrumente gleichzeitig anliegen, gibt es praktisch für jedes Instrument einen Ausgang. Das ist schön, denn so kann man jedem Instrument unter Zuhilfenahme von externen Effekten und Equalizern noch den richtigen Schliff geben. Hand-Clap und Tambourine, Rim-Shot und Cow-Bell sowie die Hi-Hats teilen sich zwar jeweils einen Ausgang, aber das ist in Ordnung. Letztlich wären noch der Kopfhörerausgang sowie der Anschluß für das externe Netzteil und der obligatorische Ein/Ausschalter zu nennen.

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Was die Besitzer analoger Synthesizer sicher besonders freut, ist der Trigger-Ausgang der TR-707. Hier liegt ein positiver 5-Volt Impuls an, der über das „Rim-Shot“ programmiert werden kann. Das heißt, jeder programmierte Rim-Shot-Step löst einen Trigger-Impuls aus, der einen externe Sequenzer oder Arpeggiator weiterschaltet. So lassen sich sehr interessante Rhythmusfiguren programmieren. Ich steuere damit häufig den internen Sequenzer meines SCI Pro-One oder den Arpeggiator des Juno-60 an.

Drei weitere Anschlüsse wären zu nennen: MIDI In/Out sowie die Roland-typische DIN-Sync Port. Letztgenannte Buchse dient zum Verbinden mit anderen Sync-Instrumenten (von TR-808 bis Jomox X-Base 09). Die Synchronisation über MIDI ist bei der TR-707 aber natürlich ebenso möglich. Das Instrument kann dabei sowohl als Master den Takt vorgeben, als auch als Slave mitlaufen, wenn zum Beispiel ein externer Taktgeber den Drummi steuert.

Die TR-707 verfügt über insgesamt 16 MIDI-Kanäle und kann sowohl im Poly-Modus (alle 16 Kanäle) als auch im Omni-Modus arbeiten, wobei jedem Instrument eine Taste eines extern angeschlossenen MIDI-Keyboards zugeordnet werden kann.

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Selbst eine Sync-to-Tape Funktion zur Synchronisierung zu einem Tonbandgerät ist bei der TR-707 vorgesehen. Besonders bei Mehrspuraufnahmen ist (bzw. war) diese Funktion sehr nützlich. Dennoch dürfte Sync-to-Tape heute für viele Anwender keine große Rolle mehr spielen. Trotzdem: Schaden tut’s ja nicht.

Alle Sync-Signale sind übrigens gleichzeitig zugänglich, d.h. man kann mit der TR-707 MIDI-Klangerzeuger, Geräte mit DIN-Sync Anschluss, als auch via Trigger-Out weiteres Vintage-Gear ansteuern. Oder anders herum: Wenn ein externer Taktgeber das Tempo der TR-707 vorgibt, dann können über diese Brücke weitere Geräte mit DIN-Sync, MIDI und Trigger-Out synchronisiert werden. Somit lässt sich schon mal eine zusätzliche Sync-Box einsparen.

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Klangbeispiele

  1. Avatar
    gaffer

    Deiner geschichtlichen Darstellung muss ich doch mal widersprechen. Ich nehme mal an Du hast die Zeit der 707 nicht selbst (als Musiker) nicht mitbekommen wg. Alter. Die Konkurrenten waren weniger Emu und Linn, das war ne ganz andere Liga, sondern die Yamahas RX-11 und 15, die mMn auch besser verkauften, sie hatten eine bessere Realtimeauflösung (überhaupt eine) und Lauflicht war damals überhaupt nicht angesagt, Heute redet keiner mehr von RX 11/15 (ausser den Grace Jones Fans). Die 909 verkaufte sich lausig, Restposten wurden mit arabischen Grooves in den Nahen Osten vertickt, wenn man den gewöhnlich gut unterrrichteten Kreisen glauben darf. Die Zeit der 909 kam erst lange nach deren Einstellung. Besser lief z.B. die 505 (wg. des Preises).

    • Profilbild
      Marko Ettlich RED

      Das hast du natürlich vollkommen recht. Ich meinte auch nicht dass die 707 mit Linn und Emu konkurierte, das konnte sich auch garnicht, sondern dass diese Drummaschinen damals „State of the Art“ und für die meisten garnicht erschwinglich waren. Die 707 schloss die Lücke nach unten hin ab und war vorallem bezahlbar.

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      Martin

      Hallo Gaffer,

      woher hast Du all die Insiderinformationen?

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    Dreitagebart

    Ich hatte in den 80ern für kurze Zeit die 707. Die Sounds waren meiner Meinung nach einfach nur schlecht, auch für damalige Verhältnisse. „Pappschachtel Bass-Drums“, matte Becken und Hats sowie schlappe Snares. Mit gutem Willen konnte man sich vielleicht an die Toms gewöhnen. Ich kann die TR-707 heute wirklich keinem mehr empfehlen!

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    Richard Ellis

    Also rein objektiv betrachtet klangen in den 80ern alle digitalen Drummachines beschissen. Sampling-Technik war halt noch nicht so weit..
    Hängt halt nur ab, womit man die Maschine verbindet. Ich denk mal, vielen ist die 7o7 noch aus der Acid-House-Zeit ein Begriff. Wer keine elektronische Musik mag, mag die 7o7 mit Sicherheit auch wahrscheinlich nicht.
    Ich find die Kiste aber suuuuuuuuuuper!! Würd sie nie hergeben..

  4. Avatar
    gaffer

    An Richard

    völlig richtig, dass die 707 mit Acid House hochkam, aber ohne jetzt jemandem zu nahe zu treten, ich beobachtete staunend in den Neunzigern wie alles auf dem „Roland“ mit einer Ziffernkombination „X0X“ stand blind zu affenartigen Preisen gekauft wurde, obwohl die Maschinen der Firma mit dieser Kobination von sehr gut bis mies die ganze Palette abdeckten. Habe übrigens auch immer wieder mit ihr gespielt, kann aber nicht sagen, dass ich sie heute vermisse, bin allerdings auch kein AcidHouser

    • Avatar
      Richard Ellis

      Hast natürlich recht, in den 90ern drehte sich in dem Bereich alles um X0X, heute sieht das anders aus. Ich würd glatt behaupten, die meisten haben die Kisten auch nur noch aus nostalgischen Gründen, mich eingeschlossen.
      Bei Leuten, die live spielen, sieht das natürlich anders aus, aber ich würde die Kisten dafür auch nicht mehr verhunzen wollen..

  5. Avatar
    babo

    die 707 wird bei mir als sequen-
    zer genutzt mit ihren einzelausgängen. für diese gibt es
    ja volumefader mit denen man live
    ausgezeichnet improvisieren kann.
    da gab es zu housezeiten natürlich
    wahre riesen, klar mit einem augenzwinkern für die sounds, aber
    im grunde genommen kaonnte man mit ihr ein komplettes midistu-
    dio übernehmen. hurra 707

  6. Avatar
    Alex_KIDD

    Vieles wurde hier schon beschrieben, was ich nicht nochmal sagen muss.

    Ich geb meine TR707/727 auch nicht mehr her.
    Ich benutze die 707 nur zum ansteuern von den Simmons SDS
    Geräten.

    Die Sounds von der 727 nehme ich allerdings noch, diese klingen meiner Meinung nach immer noch gut.

    Ansonsten ist die Bedienung ja kinderleicht, überschaubar und Programmieren macht einfach Spaß.

    Und der Spaß kommt meiner Meinung nach in den letzten Jahren zu kurz.

  7. Profilbild
    Dr.Funk

    DIE Original-Chicago-House-Drummachine!!!!
    …bis Derrick May seine 909 an Frankie Knuckles verkaufte, um seine Miete zahlen zu können…. :-)

    • Profilbild
      Stephan M. RED

      Ich war immer erstaunt, in wie vielen Pop-Stücken man die TR-707 und auch TR-505 hören konnte. Eine TR-505 besaß mein Cousin, ich konnte diese dann Jahre später übernehmen. Sie bot aufgrund dem Mischverhältnis an Klängen und ähnlicher Bedienung doch das bessere Preis/Leistungs-Verhältnis, zumal die Soundqualität ähnlich gut war. Wenn ich da an meine doch starr klingende KORG DDM-110 denke, diese war glaube sogar teurer und bot 9 knarzende Instrumente. Ich weiß auch nicht, ob man generell die Sounds als gut oder schlecht bezeichnen kann, irgendwie haben diese alten Schätzchen alle ihre Daseinsberechtigung und vor Allem ihren Wiedererkennungswert. Heute erkenne ich zumindest nicht, ob es eine TR-808, X-Base 09 oder die 809 der MPC Renaissance ist. Klingt alles gleich und irgendwie nach der Kopie einer Kopie deren Kopie vom Original. Unabhängig davon würde mich mal eine CR-78 reizen.

  8. Profilbild
    Piet66 RED

    Dieses Teil macht einfach nur Spaß und sieht schick aus. Klar, es gibt realistischere Drumsounds, aber wer auf genau DIESEN Sound abfährt und auf tightes Timing sowie einfache Bedienung Wert legt, ist mit der 707 sehr gut bedient. Auch die Gebrauchtmarktpreise sind noch relativ moderat.

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Roland TR-707

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