Black Box: Roland TR-909, Analog Drummachine

23. Januar 2010

... auf Millionen von Dance-Tracks

Als 1984 in Deutschland die Roland TR-909 für rund 2000 DM auf den Markt kam, war sie wie in vielen anderen Ländern erst einmal ein großer Flop. Die Hybridtrommelmaschine, entworfen von dem Entwicklerteam um Tadao Kikumoto, war als Schlagzeugersatz für Pop- und Rockmusiker gedacht. Das Zielklientel war nicht sehr begeistert, schließlich klang das Gerät ja überhaupt nicht wie ein echtes Schlagzeug. Erst Jahre später, nachdem die Produktion längst eingestellt war, prägte der synthetische Klang der Roland TR-909 House und Techno wie keine zweite Drummachine.

Die Roland TR-909 im Überblick

Das Design des berühmten Techno-Klassikers spiegelt schön den Zeitgeist der ersten Hälfte der 1980er Jahre wider. Gerade das hellgraue Stahlblechgehäuse, die dunkelgrauen Kunststoffseitenteile und die dicken, kantigen Step-Taster erinnern an den guten alten Commodore 64.
Im Gegensatz zu dem Vorgängermodell TR-8 08 fällt die TR-909 ein bisschen kleiner und leichter aus, denn sie misst 48,6 Zentimeter in der Breite, 30 Zentimeter in der Tiefe, 10,6 Zentimeter in der Höhe und bringt dabei 4,5 Kilo auf die Waage.
Wie es sich für einen ordentlichen Schlagzeugersatz gehört, verfügt das Gerät über zehn gängige Instrumente: Bass- und Snaredrum, Low, Mid und High Tom, Clap, Rim, Hihat (geöffnet und geschlossen), sowie Ride und Crash Becken. Alle Instrumente verfügen über eine analoge Klangerzeugung, außer Hihat, Ride und Crash, die auf 6-Bit Samples basieren.
Zur Klanggestaltung ist die Bedieneroberfläche mit 29 Potis bestückt, wovon lediglich der Tempo- und Mastervolume-Regler groß und griffig ausfallen. Die restlichen Potis sind sehr klein und liegen zudem recht nah bei einander. Hieran lässt sich gut erkennen, dass das Gerät ursprünglich überhaupt nicht für wilde Klangschraubereien konzipiert wurde, sondern der Benutzer einfach nur senien Drumsound einstellen sollte, um anschließend einzelne Pattern oder Songs abfeuern zu können.
Zum Grooven werden die Instrumente schließlich durch den Stepsequenzer gebracht, dessen 16 Lauflichttasten, entweder zum Setzen von Noten per Step oder zum manuellen Triggern der einzelnen Instrumente dienen.

Roland TR-909

Rim, Clap, Hihat und Cymbals

Klangerzeugung der TR-909

Die Instrumente der Drummachine wurden mit unterschiedlichen Parametern ausgestattet, manche großzügiger, andere recht rudimentär, aber zumindest besitzt jedes Instrument einen eigenen Volume-Knopf.
Bass, Snare und die Toms verfügen über die Regler Tune und Decay, wobei bei der Snare das Decay als Tone durchgeht.
Bei der Bassdrum kann zusätzlich die Attack-Zeit eingestellt werden, während das Snappy-Poti der Snare den Rauschanteil bestimmt. Handclap und Rimshot lassen sich tatsächlich nur in der Lautstärke regeln, worauf zwangsläufig ihr unverwechselbarer Sound beruht. Leider können sie genau deswegen nicht immer zum Einsatz kommen, gerade wenn das Tuning der restlichen Instrumente völlig anders geartet ist.

Für die Hihat, das Ride- und Crashbecken werden wie bereits erwähnt Samples verwendet, die einst in den R&D-Studios London aufgezeichnet worden sind.
Auch die Hihat hat wie Clap und Rim ein festgelegtes Tuning, besitzt aber dafür zwei analoge Hüllkurven zur Bestimmung der Länge der geschlossenen und geöffneten Hihat.
Das Ride- und Crashbecken haben wiederum keinen Envelope-, dafür aber jeweils einen Tuning-Regler. Hierbei verändert sich natürlich in Abhängigkeit zu der Tonhöhe die Länge des Samples.

Roland TR-909

Anschlüsse


Anschlüsse

Auf der Rückseite der Roland TR-909 befindet sich eine Vielzahl an Anschlüssen. Zunächst einmal gibt es einen Stereo-Master-Ausgang, bei dessen Nutzung die Toms und Cymbals festgelegt im Stereobild verteilt werden. Dieser ist bei Bedarf aber auch mono verwendbar.
Jedes Instrument besitzt einen separaten Ausgang und wird beim Einstecken eines Kabels von der Summe getrennt. Bei allen Audioausgängen handelt es sich um 6,3 mm Klinkenbuchsen.
Als aller rste Drummachine verfügt die TR-909 über die damals neuartige MIDI-Schnittstelle. Sie ist mit zwei MIDI-Outputs und einem Input ausgestattet und kann synchronisiert, extern getriggert oder als Mastersequenzer verwendet werden. Um die Kompatibilität zu älteren Roland Geräten zu bewahren, wurde noch ein fünfpoliger Din-Sync-Port eingebaut, der Anschluss an den legendären musikalischen Partner der 909, die TB-303, bietet.
Ein analoges 14 Volt Triggersignal kann über den Rimshot programmiert und über einen zusätzlichen Ausgang ausgegeben werden, wenn zum Beispiel das CV-Gate eines analogen Synthesizers gesteuert werden soll.
Zusätzlich kann die Trommelmaschine via Fußschalter gestartet und gestoppt werden, auch eine Datensicherung ist auf gleich zwei Wegen möglich: einerseits über die damals übliche Backup-Funktion via Tape (eine äußerst zeitraubende und nervige Angelegenheit), andererseits über den zu dieser Zeit recht fortschrittlichen Steckplatz für ein Memory Cartridge.

Roland TR-909

Bassdrum, Snaredrum und Low Tom

Sequenzer

Der allseits beliebte Stepsequenzer der TR-909 lässt sich in unterschiedlichen Skalierungen und Längen programmieren und verfügt dabei über insgesamt 96 Pattern. Im Gegensatz zur TR-808 wurde nicht nur die Anzahl der Pattern erhöht, sondern auch die Anzahl der Songs.
Insgesamt acht Songs lassen sich bei einer maximalen Länge von 896 Takten speichern. Das Tempo kann dabei zwischen 37 und 290 BPM eingestellt werden.
Zu den Besonderheiten des Stepsequenzers gehören auf jeden Fall die Shuffle- und Flame-Funktionen, die der TR-909 einen wunderbaren Groove verleihen und die Beats erst richtig zum Rollen bringen. Ebenso wichtig sind aber auch die zwei unterschiedlich setzbaren Accents. Zum einen lassen sich bis auf Clap, Rimshot und Cymbals alle Instrumente in zwei Anschlagsstärken editieren, zum anderen gibt es einen übergeordneten Accent, der per Step gesetzt wird und alle Instrumente betont. Wie stark diese Betonung ausfallen soll, kann über ein separates Poti geregelt werden. Gerade der globale Accent ist maßgeblich verantwortlich für das tatsächliche Soundpotential der TR-909. Erst mit ihm lässt sich das klanglich volle Pfund aus dem Gerät holen, was insbesondere für Bass, Snare und die Toms gilt.
Wie bei den meisten Steppsequenzer ist die Bedienung äußerst intuitiv, jedoch gibt es ein großes Mako im Gegensatz zur TR-808. Zwischen dem Modus, in dem ein Pattern editiert wird und dem, der zum wechseln der Sequenzen dient, kann nicht hin und her gesprungen werden, ohne den Sequenzer zu stoppen. Das ist störend, schränkt ein und ist vor allen Dingen in Hinblick auf eine Live-Performance höchst unflexibel. Auch auf die sehr musikalischen Fill-in-Buttons der 808 wurde leider verzichtet.
Dafür kann aber ein externes MIDI-Gerät mit dem Stepsequenzer programmiert werden. Hierfür stehen 1 1/3 Oktaven zur Verfügung.

Roland TR-909

Stepsequenzer


Sound

Den Klang der Roland TR-909 kennt einfach jeder – ob gewollt oder nicht! Selbst der größte Musikfeind wird in den 1990er Jahren nicht daran vorbei gekommen sein. Viele werden den Sound wahrscheinlich auch einfach Dank Scooter, Blümchen und Co. zu hassen gelernt haben – aber auch diejenigen kennen ihn, egal ob wissend oder unwissend!
Jedes der Instrumente hat einen durch und durch charakteristischen Sound, der in den letzten 25 Jahren unzählige Male verwendet wurde.
Allen voran natürlich die äußerst harte und fette Bassdrum, die, egal in welcher Einstellung, nie wirklich smooth ertönt, aber dadurch auch perfekt für Techno geeignet ist. Gerade in der unteren Hälfte des Tuning-Bereiches erzielt man sehr gute Ergebnisse, während bei einer hohen Stimmung die Klangästhetik immer fragwürdiger wird.
Die Snare hat einen schönen forschen Sound, kann tief gestimmt und ohne Noise auch als Tom- oder Percussion-Ersatz durchgehen oder eben ganz klassische Noise-Teppiche erzeugen.
Ebenfalls sehr hart sind die Toms, mit denen ein schönes Bassfundament geschaffen werden kann, die aber auch ohne Probleme bei erhöhtem Tuning in gepflegter Flippermanie ertönen können. Rimshot und Clap haben wie bereits erwähnt ihren einen festen Sound, der aber auch eine markante analoge Färbung besitzt.
Zu guter letzt sind es natürlich noch die Hihat und die Cymbals, die durch ihre 6-Bit Beschaffenheit den Sound der TR-909 prägen. Sie ertönen roh, crunchig und punchig und ergänzen wunderbar die analogen Instrumente.

Roland TR-909

Fazit

Die Roland TR-909 ist eine der berühmtesten Vintage Drummachines aller Zeiten, die mit der folgenden Gleichung wohl am besten beschrieben werden kann: 909 = Techno.
Der Klang ist schnell sehr oldschool-artig, kann aber auch völlig modern verwendet werden. Selten ist der 909-Sound zurückhaltend, meistens mit ordentlich Power am Stampfen und bei Bedarf auch mal richtig „asi“ – das steht und fällt mit dem Geschmack des Anwenders.
Der Gebrauchtpreis ist nach wie vor sehr hoch und der Zustand leider nicht immer der beste, trotzdem sind von den ursprünglich 10000 Exemplaren noch genügend im Umlauf. Natürlich gibt es hierzu auch modernere Alternativen, beispielsweise die Geräte von Jomox oder Novation, zu denen Sie ausführliche Informationen im AMAZONA.de Archiv finden.

Plus

  • die Techno-Trommelmaschine schlechthin
  • Sound
  • Stepsequenzer
  • MIDI
  • äußerst intuitive Bedienung
  • Verarbeitung

Minus

  • Sequenzer muss gestoppt werden, um Modi zuwechseln
  • sehr kleine, eng beieinander liegende Potis
Klangbeispiele
Forum
  1. Profilbild
    olduser  

    Ja die gute alte Tr909 hatte sie mal für 1200 DM gekauft, damals waren echte Drums gefragt oder halt Simmons Linn Oberheim, mag den Sound bis heute nicht, hätte mir für 1000 DM ne gebrauchte 808 holen sollen, dann irgendwann gegen ne Gitarre für 500 DM eingetauscht(schön blöd) war Ende der 80iger so 88 rum, dann kam der Hype :-) und im MusicStore stand eine für 2500.- DM, ich glaube ich hab mir gerade einen K2000 gekauft, Musikelektronik damals noch ein teures Hobby ;-)

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    Tokzid

    Joah die 909, Leute die wenig Geld zur Verfügung haben können auch super gute VSTs von D16-Group benutzen, die haben auch ne 909 namens Drumazon, klanglich auch ziemlich fett vorne

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    Pflosi  

    Hmmm ich dachte bei der 808 kann man auch nicht Patterns editieren und wechseln, ohne den Sequencer zu stoppen…? Soviel ich weiss ist die 606 die einzige Roland TR Maschine, die das kann…?

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    aerosone

    Ich wollte die Frage eigentlich im 303-Artikel stellen, aber hier passt’s natürlich besser. Ich habe meine 303 fast 15 Jahre und nutze sie intensiv, will heißen, ich bin mit dem Sound sehr vertraut. Allerdings habe ich immer aus Interesse alle möglichen Nachbauten ausprobiert und hab da nie was wirklich gutes gefunden, also insofern, das man den Unterschied zum Original sofort raushört. Wobei es nicht nur um den Sound, sondern auch um das spezielle Sequencerverhalten geht.

    Meine Frage nun an Leute, die sich mit der 909 auskennen, sprich eine haben oder lange hatten; wie ist das bei der 909 im Vergleich zu deren Clones? Ich kenne Drumazon ganz gut und finde den Sound auch recht nahe.

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      network-909  

      Also der Drumazon ist auf jeden Fall authentisch. Da gibts nix zu meckern. Das Teil fühlt sich echt nach 909 an. Zumindest, was den Sound angeht. Kompliment an die D16-Crew!
      Ich dreh gern bei laufendem Pattern am Tune-Regler der Ride Cymbal und das bringt der Drumazon absolut identisch rüber. Bei den anderen Instrumenten siehts ähnlich gut aus. Vom Sound her gibts wie gesagt absolut nix zu beanstanden, da kommt auf jeden Fall 909 raus, das müssen sich auch 909-Besitzer eingestehen. Man könnte jetzt wieder mit Druck etc. anfangen, aber der richtige Druck kommt sowieso erst nachher mittels EQ und Kompressor aus der Bass Drum. Kein Mensch verwendet die Sounds roh..
      Die Haptik ist allerdings wieder eine andere Geschichte. Wenn man sich mal bei youtube anguckt wie beispielsweise Jeff Mills live mit der 909 abgeht, dann ist es schon zweifelhaft, ob man das so gut mit Notebook und Midicontroller hinbekommt. Live Act mit Notebook ist halt nicht so spektakulär wie mit richtiger Hardware und Hardwaresequencern. Dass Leute ihre echte 909 wegen dem Drumazon verkaufen, kann ich allerdings nicht verstehen.

      Zum Play/Write-Wechsel der 808 kann ich auch bestätigen, dass die 808 das nicht kann, wohl aber die 606. Die anderen TRs können das auch nicht. Bei den Jomox-Kisten geht das aber, zumindest bei der Xbase-09

      Viele Grüße

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      livingsounds

      Kurz gesagt können die Clones eine 909 nicht ersetzen. Die Software-Clones haben schon nicht annähernd die kraftvolle Lebendigkeit und den Druck des Originals. Bei den Hardware-Kopien, zB Jomox, kriegt keiner die Kickdrum genauso hin, die gesampleten Instrumente klingen scharf und unangenehm im Vergleich, es fehlt an der Erdigkeit und Natürlichkeit die die 909 rüberbringt.
      Nach langem Ausprobieren mit all den günstigeren Clones habe ich am Ende doch das Geld für das Original lockergemacht. Dann stellt sich allerdings das Problem der Synchronisation zum externen Sequenzer, denn über Midi macht die 909 wegen der systemimmanenten langsamen sequenziellen Schnittstelle (dh. die Instrumente spielen nicht wirklich gleichzeitig) weit weniger Spaß.

      Wer bereit ist sich mit dem Preis und dem Synchronisationsproblem zu arrangieren wird aber mit dem besten Sound für alle schnelleren Dance-Musikstile belohnt.

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        aerosone

        So in der Art hab ich mir das schon gedacht aufgrund meiner Erfahrungen mit der 303 und deren Clones. Mir ist das vor allem in Clubs oder auf Festivals aufgefallen, dass die 909-Sounds einfach PERFEKT sind für fette Anlagen. Zuhause klingt sie manchmal lascher als andere, aber auf großen PA’s ist die 909 ganz weit vorne. Kompression und EQing ist dann halt dafür da, das ganze an den eigenen Geschmack anzupassen.

        Mit dem Timing bringst du einen für mich GANZ wichtigen Punkt an. In meinem Setup ist derzeit die MPC 2000 der Masterclock-Geber und das würde ich gern auch mit der 909 so beibehalten. Es gibt ja dieses v4-ROM-Update für die 909, womit genau das Problem behoben werden soll. Hast du davon schonmal gehört? Oder vll jmd anders hier?

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          livingsounds

          Meine hat nicht das ROM V4, verliert aber trotzdem den Sync nicht. Das Problem liegt eher beim START/Continue-Befehl, der Unfähigkeit Patterns via Midi umzuschalten usw. Mit einer MPC könnte zumindest ersteres noch klappen, dann ist man eben nur noch gezwungen, den Song komplett parallel in der 909 aufzuziehen. Wenn man jemand ein ROM programmieren würde, dass diese Mankos ausräumt könnte er sich eine goldene Nase damit verdienen.

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        aszent  

        Synchronisationsprobleme kenne ich nicht. Meine ‚9‘ marschiert immer brav mit. Ist vielleicht bauartbeding..

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        AMAZONA Archiv

        haha. ich hab die 909 und die Jomox Airbase. Druckprobleme hat man mit der Airbase absolut nicht. Scharf klingt die auch nicht. Die Snare hat viel mehr Druck als die 909 in Grundstellung ohne EQ. Die BD ist ja wohl bei weitem hart genug :D.

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      AMAZONA Archiv

      nun…
      ich hab sie alle, 606, 808,909, 303…..

      ausser der TR 606, kann keine andere TR ohne Stop in Write/Play Modus umschalten. Ich habe sehr viele unterschiedliche Clone gehört und benutzt. Die TR 909 läßst sich gut absampeln, daher sind die VST uva. sehr nah am Orginal, was aber die VST von der TR 909 unterscheidet ist die Sauberkeit der VSt, ja fast steril kling eine TR Kopie aus dem PC, die Sounds sind bereinigt und etwas überarbeitet, eine echte TR 909 hat ordentlich Schmutz im Klang und den hört man sehr deutlich, besonders die Snare rauscht mächtig, bei den HH wenn der Decay voll aufgedreht sind, hört man ein sehr kurzes störgeräusch, nichts was stört …aber das sind halt echte analoge Geräte mit viel Eigenleben, VST kann das nicht…dann sind die TR Maschinen super tight und verlieren nie den takt, eine TR 808, 606 kannst du tagelang ohne pause spielen und die klingen immer exakt taktgenau und das groovt unglaublich und genauso ist es bei der TR 909, aber nur solange die 909 master clock sendet, im slave modus verliert die TR 909 sehr schnell die synchronisation..leider…trotzdem kann kein VST so perfekt grooven wie TR Maschinen und das ist im Punkto Live unersetzlich und nicht mit VST zu schaffen

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    Filterpad  AHU

    Ich kenne die Sounds von meiner MC-909 Groovebox. Mir fällt immer wieder auf, das ich für die Beats sehr oft die Sounds der TR-909 verwende, weil sie am meisten Druck bieten und am fettesten klingen. Gerne würde ich mal eine (echte) TR-909 in der Hand halten…

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    aszent  

    Es ist schon ein Unterschied ob man mit Drumazon spielt oder eine echte 909 vor sich hat. Wenn man wie ich die 909 richtig bearbeiten will (wie J. Mills z.B.), kommt man einfach nicht drum rum das Original zu besitzen. Will man nur die Sounds ohne großes Gefrickel verwenden, reichen Drumazon oder Samples völlig aus.
    Die 909 ist definitiv ihr Geld wert da sie super verarbeitet ist, leicht zu bedienen ist, präzise funktioniert und topaktuelle Sounds bietet ;-). Sie bietet zwar nur 11 Sounds, aber man lernt damit zurecht zu kommen und die Vielfalt der Maschine kennen zu lernen. Mit den Toms Basslines bauen oder eben aus der Snare kleine Percussionsounds basteln macht irre Spaß. Jomox & Co. können sicherlich mehr, aber an den Charme einer 909 kommen sie nicht ran, daher sehe ich sie auch nicht als Clones der 909, und das sind sie auch nicht. Die Sounds und auch das Bedienungskonzept was die 909 ausmacht dieten die anderen Maschinen nicht!

    Denn nur wo 909 draufsteht, ist auch 909 drin!

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    livingsounds

    „Gerade in der unteren Hälfte des Tuning-Bereiches erzielt man sehr gute Ergebnisse, während bei einer hohen Stimmung die Klangästhetik immer fragwürdiger wird.“

    Das Gegenteil ist der Fall. Die hohen Tuningbereiche sind es nämlich, die der 909 den einzigartigen Druck und die Durchsetzungsähigkeit in jedem Arrangement ermöglichen. Kein anderes Gerät (abgesehen von einem Modularsystem) kriegt das in dieser Form hin.
    Vielleicht entspricht dieser Sound nicht der aktuellen Ästhetik, aber was nicht ist kann ja wieder werden. ;-)

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    pete303

    Toller Bericht und tolle Klangbeispiele !!

    Mit welchem EQ/Comp. wurden die Loops denn bearbeitet?
    Ich hatte selbst mal eine 909, aber so druckvoll kam die ohne Bearbeitung nicht rüber…

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    AMAZONA Archiv

    nichts klingt abgelutschter und langweiliger als die 909. Ich hab auch eine. So what? Wo ist denn der Druck in den Beispielen, nicht vorhanden! So wie beim Original. Dieses Gerät interessiert höchstens ein paar Gestrige. mit modernen Groove hat das nichts zu tun.

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      AMAZONA Archiv

      alles eine Frage der Kreativität, die Gitarristen spielen seit über 50 jahren eine Fender E-Gitarre und die sind bis heute Top.

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      DanielT  

      Man sollte auch wissen wie man eine 909 zu benutzen hat. Bei der Nachbearbeitung mit EQ und Compressor spielt hier die Musik.

      Kann man sich bei den guten US-Produzenten der 80er und frühen 90er Jahre sehr gut anhören.

      Die deutschen haben dies leider nie wirklich verstanden…

  10. Profilbild
    AMAZONA Archiv

    das soundbeispiel tr909 pur2 ist ja mal gewagt. klingt ziemlich schräg. naja, zurück zum thema:
    ich find die 808 viel besser. die 909 hat zwar midi, klingt aber flacher wie die 808. die hat wenigstens noch diesen druck

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