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Black Box: Yamaha RX5, RX7, RX8, RX11, RX15, RX21


All-Time-Klassiker, die Yamaha RX-Familie

1989: YAMAHA RX8

Nach sechs Jahren ging die Ära der Yamaha RX-Drumcomputer zu Ende.

Mit der RX8 versuchte Yamaha sich den veränderten Marktgegebenheiten anzupassen, hatte die Zeichen der Zeit aber verschlafen. Im Prinzip war die RX8 eine Alesis HR16 Kopie, nur eben ein Jahr zu spät.

Yamaha

43 Klänge in 16 Bit Auflösung konnten über 4 Audioausgänge abgenommen werden. Alesis hatte diese Idee mit der HR16 bereits verwirklicht. Die Frage Stereoausgang oder 8 Einzelausgänge wurde über den Kompromiss Stereoausgang und zwei Einzelausgänge beantwortet, und schon waren die Homerecordingbesitzer weltweit zufrieden.

Vermutlich hätte die RX8 noch eine Chance gehabt, hätte man sich zusätzlich mehr auf umfangreiche Soundparameter konzentriert, aber auch hier konnte die RX8 kaum etwas bieten außer Tonhöhe und Lautstärke.

Zur selben Zeit wie die RX8 brachte Roland seinen 16 Bit Drumcomputer R8 auf den Markt. Während die RX8 schnell in der Versenkung verschwand, blieb die R8 für lange Zeit der Profi-Standard und hatte damit die legendäre RX5 endgültig aus den Studios verbannt.

… und danach

Erst zwei Jahre später versuchte Yamaha mit der RY30 zu kontern. Durch ihre resonanzfähigen Filter gilt die RY30 auch heute noch als Geheimtipp, doch die erfolgreiche Ära der digitalen Drumcomputer neigte sich bereits dem Ende zu und wurde durch Software-Sequencer und Sampler ersetzt.

In einer späteren Ausgabe von Blue Box werden ich den RY30 ausführlich vorstellen.

Die derzeitig aktuellen eBay-Preise entnehmen Sie bitte der Syn-Tacheles Liste (siehe Navigation).

Fazit

Mit der RX5 hat Yamaha damals die Meßlatte für digitale Drumcomputer ziemlich hoch gehängt. Auch heute noch überzeugt sie durch einen sehr eigenständigen Sound. Da in der RX7 die selben Sounds stecken und sogar einige Features hinzu gekommen sind, wenn auch an der Hardware wiederum gespart wurde (z.B. fehlende Einzelausgänge) würdigt die AMAZONA.de Redaktion diese beiden Black Boxen mit 3 STERNEN, erhebt aber die RX5 dank der umfangreichen Hardware und Sound-Erweiterungsmöglichkeiten zum BEST BUY seiner Klasse.

Für Loop-Bastler, die kultige 80er Sounds authentisch in aktuelle Produktionen verwenden wollen – und dabei auf den Groove der RX-Generation setzen möchten, denen empfehle ich unbedingt den kompakteren Yamaha RX7, der mit seinen 100 Sounds und den Nachbearbeitungsmöglichkeiten, mehr bietet als all seine Kollegen aus jener Zeit.

 

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Klangbeispiele

  1. Profilbild
    Martin Tauchen

    Durchdacht,flexibel,multitimbral…unheimlich gut !
    Was auch immer sich die Ingineure bei Yamaha dabei
    gedacht haben,sie haben ihren Job gut gemacht !!!
    Einige Funktionen sind zeitlos,einige zeitgebunden wie zum
    Beispiel die Tapesynchronisation und nebenbei hat er
    auch noch Drumsounds…

    Gab es jemals einen opulenteren Rhythmusknecht ?
    Ich bin mir sicher !!! Nein…

  2. Profilbild
  3. Profilbild
    emulator2hd

    Von den Sounds her klingen die RX Maschinen alle als hätten sie die gleichen Samples und zwar die der RX11

  4. Profilbild
    DietmarB ••

    Den stichhaltigen Beweis für die 12Bit Auflösung der RX11 liefert deren Schaltplan, denn da sieht man den DAC mit Namen YM3010 (wahrscheinlich wieder so ein Standardteil mit Yamaha-Label), welcher auch entsprechend angeschlossen ist.

    Gruß, Dietmar

  5. Profilbild
    Sepia

    Zitat zum RX7: „Die Sounderweiterung über Cartridges ist ebenfalls nicht mehr möglich.“

    Soweit ich erkennen kann, hat der RX7 hat ebenfalls einen Slot für Ram Cartridges.

    • Profilbild
      Tyrell RED

      Korrekt, aber eben nur RAM. Neue Sample-Sounds (ROM) wie bei der RX5 möglich, liesen sich damit nicht füttern.

  6. Profilbild
    Marko Ettlich RED

    ach ja die RX-5, :) einer meiner ersten Drumcomputer überhaupt. Die Kiste war echt nicht schlecht und wurde nicht zu Unrecht von einigen namhaften Größen verwendet. Erst als die Roland R-8 auf den Markt kam wurde es langsam wieder stiller um die gute alte RX-5.

  7. Profilbild
    Armin Bauer RED

    Hi Peter,

    schick, eine Würdigung an die alte RX 5, ist hier auch eingemottet, sollte ich vielleicht mal wieder auspacken?

    Ganz irre ist an dem Ding, natürlich neben den Einzelausgängen und den Editiermöglichkeiten, ist die freie Taktwahl. So ist es möglich, z,B, einen 8/6tel Takt zu programmieren. Braucht man´s? Naja, in meiner Experimentierphase habe ich das schon mal benutzt, um Drummer in den Wahnsinn zu treiben :-)

  8. Profilbild
    Andreaz Vogel

    Zwei von den RX5 hab ich hier bei mir, und ich hole sie immer wieder gerne hervor und bastel stundenlang mit Ihnen rum. Es ist wirklich unglaublich, wie unterbewertet diese Kiste ist.
    Ich finde, jeder sollte eine haben, und zum Glück sind ja auch noch genug am Markt :)

  9. Profilbild
    falconi RED

    Der RX5 funktioniert offenbar so, wie es Gregor Scherer auf der Seite 3 seines lesenswerten Beitrages zum Akai S900/950 beschrieben hat:

    http://www.....sampler/3/

    Siehe auch:
    http://www.....f/rx5.html

    Es gibt im RX5 also ganze zwölf 12bit D/A-Umsetzer mit variabler Taktrate. Das Summensignal entsteht durch analoge Mischung und ist – wie die Einzelausgänge – taktratenunabhängig immer vergleichsweise arm an digitalen Artefakten.

    Der RX7 summiert die Stimmen bereits digital und hat daher nur einen Summenausgang. Das entspricht prinzipiell dem Stand der heutigen Digitaltechnik. Die Samples und der Pitchbereich sind identisch (bei deutlich mehr Samples), allerdings ist anzunehmen, dass bei extremen Tonhöhenvariationen digitale Artefakte zu hören sind, die durch die Rechenoperation des Resampling entstehen.
    Bei der Wiedergabe mit der nominellen bzw. „originalen“ Samplerate (die ich nicht kenne…ich vermute, sie liegt zwischen 22 und 32kHz) klingt er vermutlich etwas sauberer.

    Es gibt im Netz diverse Posts von Circuit Bendern, die den RX7 bevorzugen; dem RX5 sind keine interessanten digitalen Artefakte zu entlocken.
    Aus technik-historischer Sicht ist der RX5 mit seiner hybriden, digital-analog Bridge- (oder Krücken-) Technologie aber sicher der spannendere Sampleplayer…

  10. Profilbild
    gaffer AHU

    Aber Armin! Kann man doch kürzen: 4/3 :)

    Was immer mal wieder vergessen wird ist die Tatsache, dass erstens die Yamahas damals höher angesehen waren als die Rolands und auch eine bessere rhythmische Auflösung hatten. Ich leistete mir eine RX 15 für schlappe 1500. Die Sounds erkenne ich heute noch bei Grace Jones

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