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Black Box: Yamaha RX5, RX7, RX8, RX11, RX15, RX21


All-Time-Klassiker, die Yamaha RX-Familie

SOUNDS:
Durch die mitgelieferte ROM-Cartridge brachte es die RX5 immerhin auf sagenhafte 52 verschiedene Samples. Über die nachfolgend beschriebenen Edit-Features ließen sich diese Samples umfangreich editieren und diese Eigenkreationen in 12 Speicherplätzen ablegen. Macht zusammen also 64 Klänge, auf die direkt zugegriffen werden konnte. Für damalige Zeit ein Novum!!!

Zu den internen Werksklängen gehörten nicht nur die typischen Drum- und Percussionsounds, sondern vor allem auch kurze Vocals wie „Hey“ und „Wao“ (inzwischen richtig kultig) sowie authentische FM-Sounds (Bass, Marimba, Orchestra-Hit und Clavi).

Da sich jeder beliebige Sound auch chromatisch gestimmt auf die 24 Triggertasten legen ließ, war es durchaus möglich, mit der RX5 den kompletten Rhythm-Track mit Instrumenten einzuspielen. Der eingebaute Demo-Song brachte mit diesem Feature die damaligen User immer andächtig zum Staunen.

RX5 Detail rechts

Jeder Sound ließ sich wie folgt editieren: Tonhöhe ( +/- 36 Halbtöne), DCA Hüllkurve (mit 5 Parametern plus Gate, um den Lautstärkeverlauf an jeder beliebigen Stelle abrupt stoppen zu können), Bend (einfache Hüllkurve für die zeitliche Änderung der Tonhöhe, um die typischen Simmons Sounds erzeugen zu können), Lautstärke und Loop (fast jeder Sound war geloopt. In der Grundeinstellung waren diese Loops aber ausgeschalten. Auf Wunsch konnte man diesen Loop aber einschalten und beliebig lange ausklingen lassen. Gerade für Effektklänge in Verbindung mit extremen Pitchwerten konnte man so abgefahrene Sounds erzeugen). Eine Panorama-Funktion war über die Zuordnung der 24 Kanäle möglich. Außerdem ließen sich die Klänge auch rückwärts (Reverse) abspielen.

Aber das Beste: Pitch, Lautstärke, DCA Attack und Decay sowie die Reverse Funktion lassen sich pro Note innerhalb eines Loops verändern. Glauben Sie mir, da kommt Freude beim Programmieren auf!!!

Im Hinblick auf heutige Plug-ins mögen diese Features lächerlich erscheinen, ich empfehle aber dringend den Respekt zu wahren, denn mit der RX5 lassen sich auch heute noch sehr kultige und überzeugende Drumloops erstellen.

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Klangbeispiele

  1. Profilbild
    Martin Tauchen

    Durchdacht,flexibel,multitimbral…unheimlich gut !
    Was auch immer sich die Ingineure bei Yamaha dabei
    gedacht haben,sie haben ihren Job gut gemacht !!!
    Einige Funktionen sind zeitlos,einige zeitgebunden wie zum
    Beispiel die Tapesynchronisation und nebenbei hat er
    auch noch Drumsounds…

    Gab es jemals einen opulenteren Rhythmusknecht ?
    Ich bin mir sicher !!! Nein…

  2. Profilbild
  3. Profilbild
    emulator2hd

    Von den Sounds her klingen die RX Maschinen alle als hätten sie die gleichen Samples und zwar die der RX11

  4. Profilbild
    DietmarB ••

    Den stichhaltigen Beweis für die 12Bit Auflösung der RX11 liefert deren Schaltplan, denn da sieht man den DAC mit Namen YM3010 (wahrscheinlich wieder so ein Standardteil mit Yamaha-Label), welcher auch entsprechend angeschlossen ist.

    Gruß, Dietmar

  5. Profilbild
    Sepia

    Zitat zum RX7: „Die Sounderweiterung über Cartridges ist ebenfalls nicht mehr möglich.“

    Soweit ich erkennen kann, hat der RX7 hat ebenfalls einen Slot für Ram Cartridges.

    • Profilbild
      Tyrell RED

      Korrekt, aber eben nur RAM. Neue Sample-Sounds (ROM) wie bei der RX5 möglich, liesen sich damit nicht füttern.

  6. Profilbild
    Marko Ettlich RED

    ach ja die RX-5, :) einer meiner ersten Drumcomputer überhaupt. Die Kiste war echt nicht schlecht und wurde nicht zu Unrecht von einigen namhaften Größen verwendet. Erst als die Roland R-8 auf den Markt kam wurde es langsam wieder stiller um die gute alte RX-5.

  7. Profilbild
    Armin Bauer RED

    Hi Peter,

    schick, eine Würdigung an die alte RX 5, ist hier auch eingemottet, sollte ich vielleicht mal wieder auspacken?

    Ganz irre ist an dem Ding, natürlich neben den Einzelausgängen und den Editiermöglichkeiten, ist die freie Taktwahl. So ist es möglich, z,B, einen 8/6tel Takt zu programmieren. Braucht man´s? Naja, in meiner Experimentierphase habe ich das schon mal benutzt, um Drummer in den Wahnsinn zu treiben :-)

  8. Profilbild
    Andreaz Vogel

    Zwei von den RX5 hab ich hier bei mir, und ich hole sie immer wieder gerne hervor und bastel stundenlang mit Ihnen rum. Es ist wirklich unglaublich, wie unterbewertet diese Kiste ist.
    Ich finde, jeder sollte eine haben, und zum Glück sind ja auch noch genug am Markt :)

  9. Profilbild
    falconi RED

    Der RX5 funktioniert offenbar so, wie es Gregor Scherer auf der Seite 3 seines lesenswerten Beitrages zum Akai S900/950 beschrieben hat:

    http://www.....sampler/3/

    Siehe auch:
    http://www.....f/rx5.html

    Es gibt im RX5 also ganze zwölf 12bit D/A-Umsetzer mit variabler Taktrate. Das Summensignal entsteht durch analoge Mischung und ist – wie die Einzelausgänge – taktratenunabhängig immer vergleichsweise arm an digitalen Artefakten.

    Der RX7 summiert die Stimmen bereits digital und hat daher nur einen Summenausgang. Das entspricht prinzipiell dem Stand der heutigen Digitaltechnik. Die Samples und der Pitchbereich sind identisch (bei deutlich mehr Samples), allerdings ist anzunehmen, dass bei extremen Tonhöhenvariationen digitale Artefakte zu hören sind, die durch die Rechenoperation des Resampling entstehen.
    Bei der Wiedergabe mit der nominellen bzw. „originalen“ Samplerate (die ich nicht kenne…ich vermute, sie liegt zwischen 22 und 32kHz) klingt er vermutlich etwas sauberer.

    Es gibt im Netz diverse Posts von Circuit Bendern, die den RX7 bevorzugen; dem RX5 sind keine interessanten digitalen Artefakte zu entlocken.
    Aus technik-historischer Sicht ist der RX5 mit seiner hybriden, digital-analog Bridge- (oder Krücken-) Technologie aber sicher der spannendere Sampleplayer…

  10. Profilbild
    gaffer AHU

    Aber Armin! Kann man doch kürzen: 4/3 :)

    Was immer mal wieder vergessen wird ist die Tatsache, dass erstens die Yamahas damals höher angesehen waren als die Rolands und auch eine bessere rhythmische Auflösung hatten. Ich leistete mir eine RX 15 für schlappe 1500. Die Sounds erkenne ich heute noch bei Grace Jones

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