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Blue Box: Crumar BIT ONE, Bit 99, Bit 01, Analogsynthesizer


A little BIT crazy.

In Zeiten wie diesen muss man sich schon sehr nach der Decke strecken, um “gute” Analoge zu leistbaren Preisen am Gebrauchtmarkt ausfindig zu machen. Manche Kandidaten, wie etwa der ARP-2600, scheinen im Moment gänzlich von der Bildfläche verschwunden, und auch einen Memorymoog oder Jupiter-8 trifft man zunehmend seltener an. Das klingt nach dem idealen Zeitpunkt, um sich den kleinen, unscheinbaren – aber klanglich erstaunlich guten – Instrumenten zu widmen. Crumar alias BIT ONE bzw. BIT 99/01 gehören in diese Kategorie.

Crumar Bit-99 Synthesizer

Crumar Bit-99 Synthesizer

Vielleicht erhellt sich das Gemüt mancher “Ach ne, nicht C-r-u-m-a-r !!!”-Denker etwas auf, wenn der Name Mario Maggi fällt. Allen wohl bekannt als hoch geachteter “Vater” des Elka Synthex, hat Maggi auch die Crumar BIT-Serie entworfen. So wundert es auch nicht, wenn einige geniale Features wie der (Zufalls-) Stereo-Modus bei den BITs zu finden sind. Andere Dinge – wie z.B. den hohen qualitativen Standard der Synthex-Hardware – sucht man rund um die BITs hingegen vergeblich, auch das ist richtig.

Crumar Bit-99

Crumar Bit-99

Crumar alias BIT…

wollte das MIDI-Zeitalter in neuem Gewand beginnen. Zwar hatte der Crumar Spirit aus dem Jahre 1983 schon eine MIDI-Bohrung samt Beschriftung vorzuweisen, doch für MIDI selbst hat es dabei nicht gereicht. So gibt es auch keinen Crumar-Synth, der (werksmäßig) über besagte Schnittstelle verfügt. Mit Einführung der ersten MIDI-Keyboards änderte Crumar seinen (offiziellen) Namen in BIT (wohl, um im professionellen Musiker-Lager vom Orgel-/Multikeyboard-Image loszukommen). Daher auch BIT ONE, BIT 99 und BIT 01. Zuweilen können diese Instrumente auch andere Bezeichnungen tragen, wie etwa “Unique”, oder LEM, aber alles, was “klar und einfach” wäre, wäre ja nicht italienisch. Die Unique-Instrumente wurden unter besagter Bezeichnung in den USA verkauft… z.B. Unique DBE (E für Expander) = BIT 01. Und nachdem Crumar in den späten 80er Jahren zunächst von LEM aufgekauft (und dasselbige später von GEM alias GeneralMusic übernommen) wurde, produzierte man noch für einige Monate die BIT-Instrumente unter LEM-Namen weiter. So finden sich also eine Vielzahl von Namens-Bezeichnungen für ein- und dieselben Instrumente. Angefangen hat die Geschichte mit dem…

Unique DBE = Crumar Bit-01

Unique DBE = Crumar Bit-01

BIT ONE

Dieses erste Gerät der Serie entspricht grundsätzlich in Punkto Klangarchitektur allen weiteren BIT-Variationen. In Folge hat sich – neben wichtigen MIDI-Erweiterungen und ein paar anderen Details – klanglich nicht viel geändert. Der BIT ONE ist ein 6-stimmiger analoger Synthesizer auf DCO-Basis. Das 1984 auf den Markt gebrachte Instrument hat pro Stimme 2 DCOs, 2 LFOs, 1 VCF, 1 VCA sowie 2 ENVs vorzuweisen. Damit ist der BIT ONE (und, da wie gesagt kaum strukturelle Änderungen, auch die gesamte BIT-Familie) in etwa mit einem Roland Juno-60/-106, Roland JX-8P, Matrix-6, Siel Opera-6 / Kiwi, Korg DW-6000/-8000 gleichzusetzen. Natürlich nur “in etwa”. Von den umfassenden Modulationsmöglichkeiten eines Oberheim Matrix ausgehend wollen wir erst gar keinen Vergleich wagen, und auch die 16 Wellenformen eines DW-8000 können hier nicht “in ein Paket geworfen” werden. Doch die Richtung stimmt so ungefähr, und das ist nun jenes Umfeld, in dem Crumar alias BIT sich zur Mitte der 80er Jahre hin am Markt gegen ähnliche “hybride” oder “spät-analoge” Synthesizer durchsetzen musste.

Mit dem BIT ONE war zunächst kein Rennen zu gewinnen. Der Hasenfuß hieß “MIDI” und stellte den ersten BIT auf eine harte Probe. Das Instrument arbeitete ausschließich im Omni-On Mode (es wurden alle eingehenden Note-Daten empfangen – MIDI-Kanäle gab es, so weit mein Gedächtnis noch reicht, nicht…) und umfassende MIDI-Hänger sowie andere Kinderkrankheiten waren keine Seltenheit. Schon ein Jahr später – 1985 – kam der…

BIT 99

auf den Markt. Das Instrument verfügte über bessere MIDI-Möglichkeiten (und generell: zuverlässigeres MIDI), bot eine Sound-Chain Funktion und andere kleine Neuerungen. ZWEI schöne Sachen des BIT ONE wurden jedoch weggelassen: Der an der Frontplatte platzierte Fader zum Verstimmen (De-Tuning) von DCO 2 sowie der Noise-Fader mussten dem Drehregler zum Einstellen der Velocity-Empfindlichkeit weichen.

Velocity Sensitivity

Velocity Sensitivity

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Klangbeispiele

  1. Avatar
    RetroSound

    Die BIT Serie von Crumar ist reichlich unterschätzt, zu Unrecht wie ich finde. Es sind keine Schönheiten aber der Klang läßt so manchen VA blaß aussehen.

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    Dreitagebart

    @RetroSound … da hast Du absolut Recht. Genau wie viele andere Synthesizer dieser Zeit bläst der BIT so manchen VA vom Podium (oder aus dem Studio) .. Grüße

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    Xpander

    Der Bit one hat zwar zwei LFO`s pro Stimme, die laufen aber leider immer im Gleichschritt. Beim Sound Beispiel 3 hört man das deutlich heraus. Es kann aber auch sein dass er nicht zwei LFO für jede Stimme(also insgesamt 12 LFO) sondern insgesamt nur zwei LFO für alle 6 Stimmen hat.Wie auch immer, das nervt.

    Jörg

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    gaffer

    Theo, Du hast es auf den Punkt gebracht, lausige Hardware, guter Sound, nettes Aussehen, damals kam der nicht gut weg, zu unrecht, finde ich auch, genauso wie die Kiwi/Siel Kisten, bei denen man froh war, wenn sie 2 Velocitystufen erkannten, die Potis bei Bedienung am Gehäuse blieben, die aber ganz gut klangen.

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    Rob Fisher

    Nun, dass jetzt auf einmal ausgerechnet der Bit One gefeiert wird verstehe ich nicht. Offenbar kommen mittlerweile -nach den ganzen echten analogen Top Synts wie Mini D, 2600, M Modular, etc- die absoluten, analogen Nieten zum Zuge. Motto: Hauptsache Retro Feeling ;-)

    Sorry guys, der BIT One ist und bleibt ein wirklich bescheiden klingender Synth , der zudem einen Spaßfaktor von "Below Zero" hatte

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      Bloderer RED

      Wie in der Einleitung des Tests zu lesen geht es darum, abseits der "Klassiker" (die du auch genannt hast), günstige – und doch musikalisch wertvolle – Instrumente aufzuzeigen. Wenn der Bit One nach deinen Ohren bescheiden klingt, ist das ok. Ich stufe die DCO-Sounds des Bit jedenfalls als angenehm warm klingend, und vor allem im Dual-Modus, als sehr überzeugend ein. Spaßfaktor "Below Zero" würde ich punkto mittelmäßiger Hardware und wenig intuitiver Bedienung als "Towards Zero" sicher unterschreiben. Doch MIDI und Velocity machen wieder einiges wett…

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      bollich

      Hab ich anfänglich auch mal so gesehen – inzwischen sehe ich den Klang des Bit99 aber anders. Man muß sich eben ein wenig mit ihm beschäftigen. Besser als andere würde ich nicht sagen, auf jeden Fall aber lebendiger als andere Synths aus der Zeit (und zu dem Preis).

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    Theo Möbus

    Früher war alles besser – heute könnte locker alles noch besser sein! Die Zeit ist reif für neue Vintage-Synthesizer – also los!

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      Matrix6

      Es gibt doch Neuauflagen von Moog oder DSI…
      Oder der Solaris von J.B., der ist auch geil, wenn auch "nur" wieder ein VA, aber was für einer…
      Die echte analoge Technik ist halt erheblich teuer und hat nur an speziellen Stellen gewisse Vorteile. An anderen auch Nachteile, z.B. tendenziell mehr Rauschen… Die überwiegende Anzahl Sounds kann man auch mit digitalen Emulationen wie z.B. Minimax, div. VSTi's oder – pfui – auch mit Samples überzeugend produzieren und das reicht vielen offensichtlich völlig aus.
      So nebenbei, es hebe hier jeder die Hand, der in den letzten 14 Tagen einen eigenen neuen Analogsound "from scratch" programmiert hat…

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    rauschwerk

    Ich halte die BIT-serie ebenfalls für sehr unterschätzt und habe mich ebenfalls schon oft gefragt, warum die kisten so günstig (rel. zu so manch‘ anderen DCO-basierten synths) am gebrauchtmarkt anzufinden waren/sind. Obwohl der klang nicht ganz so rund wie etwa bei einem juno-106 oder polysix ausfällt, so klingen die BIT’s schon sehr ordentlich – vor allem für elegante bass-seq.s gut einzusetzen.

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    dave

    Sorry, aber die Bedienung ist sowas von schlecht, imho kann man auf diesen plus und minus Tastern nicht mal draufbleiben, nein man muss hundert mal draufdrücken um alle Parameter anzufahren oder es wahr so, dass man drauf bleiben konnte, aber dann etwa 3 sekunden hatte! Fazit: Katastrophe!!! So ein Rad wie beim Moog Source hätte hier wahre Wunder getan, aber das Gerät so alleine für sich, ist für mich uneditierbar. Und da stellt sich die Frage, gibt es gute Möglichkeiten die Teile vom Computer aus zu editieren?

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      swissdoc

      Ja, man kann den Bit01 und Bit99 mit SysEx steuern, den One noch nicht, soweit ich weiss. Es gibt aber keine Parameter-Changes, nur einen Bulk Dump des ganzen Sounds, für den PC gibt es auch einen Freeware Editor mit Sourcecode.

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      Bloderer RED

      Wie gesagt, punkto Taster & Druckpunkt (Werte-Eingabe) ist der Bit-01 Racksynthesizer deutlich besser in der Bedienung…

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    swissdoc

    Der BIT hat eine recht eigene Sound-Aesthetik und ein paar gute Sounds. Nicht mehr, nicht weniger. Da die DCOs von VCOs getrieben werden, ist er nicht so starr im Klang wie ein Matrix 1000, das Gebritzel im Bass hat Stil und Charakter, man muss es aber mögen, weg bekommt man es nicht immer. Die Envelopes sind eher steppy und die Bedienung ist eine Katastrophe, zum Schrauben ist das nichts. Einer der wenigen Synths mit einem CEM3328 Filter.

    Empfehlung des Tages ist die CD Music for Crumar BIT01 von Fabrizio Marzi
    http://www.....Bit01.html

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      FischerZ

      Die Musik ist toll. Auch die Soundbeispiele zu den Analogsynths wissen zu gefallen und zeigen sehr schön wie weit die Softwareprogrammierer noch von der Realtät entfernt sind.

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        Xpander

        Ha, mich würde mal interessieren ob Nichtsyntheisten wie Gitaristen und Schlagzeuger usw blind einen Unterschied zwischen guten Analog- Emulationen (die Virus und Nord-Sachen sind keine Emulationen sondern eigene Charakter-Schweine) wie es die Creamware/Soniccore und die Arturias sind von echten Analog-Synths heraushören.

        Ich glaube es nicht. Meine Erfahrung ist:
        Ein digitaler Minimax ist dichter am alten Minimoog dran als ein moderner analoger Little Phatty.

        Jörg

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        Matrix6

        Ich denke im direkten A/B Vergleich werden die Unterschiede – so es welche gibt – schon deutlich.
        Die Synthfreaks erkennen die Geräte meist an spezielleren Patches, z.B. klingt extreme Filter-FM bei einer VA Simulation i.d.R. anders.
        Viele einfachere "Brot und Butter" Patches dürften dagegen ohne A/B Vergleich kaum zu unterscheiden sein und im finalen Mix noch schwerer. Ich denke wesentlicher als die Frage ob man den Analogen direkt heraushört ist die Frage ob man auf die speziellen 5% von Sounds Wert legt, die wirklich nur ein Analoger auf seine spezielle Art von sich geben kann.

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        Matrix6

        Naja, ich finde die Beispiele hier rein von Sound her gesehen ziemlich gewöhnlich. Der Filter scheint mir auch eher schwachbrüstig und uninteressant.
        Ich sage es nur sehr ungern und mit Widerwillen, aber das ist wirklcih ein HW Synth auf den ich bedenkenlos verzichten kann. Da würde ich mir wirklich eher ein VSTi kaufen obwohl ich die Dinger wirklich auch nicht besonders mag…

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    babo

    swissdoc schreibt der matrix 1000
    wäre starr, gibt es da einen unter-
    schied zum matrix 6r? der 6r startet mit unterschidlicher phasen-lage, und klingt so auch
    ohne modulation nicht starr.
    der matrix 6r von oberheim ist mit
    sehr guter hardware gesegnet und
    meistens nur 50 euro teurer als der matrix 1000. sehr schöne und
    hilfreiche seite, klasse

    • Avatar
      Matrix6

      Soweit ich mich erinnere, gibt es 2 Versionen des Matrix 1000 die sich geringfügig unterscheiden… eine mit schwarzen und eine mit hellem Frontpanel… zusätzlich mit dem Baujahr kann man dann gewisse Rückschlüsse ziehen… Empfehle eine Recherche im Netz, obiger Kommentar gilt meines Wissens nur für eine Variante…
      Ansonsten viel Glück, wenn Du einen Matrix 6R suchst… der steht zwar relativ billig in den Listen nur wird er selten angeboten… Der 1000er erscheint eher mal bei eBay…

    • Avatar
      swissdoc

      Matrix 1000 und Matrix 6/6r sind mit den gleichen CEM Chips aufgebaut (gut, das Gehäuse um das Die herum ist wohl anders). Der Unterschied liegt aber darin, dass beim M1000 die CPU die DCOs clockt und beim 6er kommen 3 analoge HROs zur Anwendung, die heruntergeteilt werden. Das ist beim 6er damit Ähnlich wie beim Bit. Ich habe zwar den M1000 vs. M6 Test selber noch nicht machen können, aber beim Bit klingt es voller als beim M1000.

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        micromoog

        Ja, der M6(R) klingt gegenüber dem M1000 bei gleichen Patches subjektiv im positiven Sinne "schwammiger & schwebender", was evtl. auf die genannten technischen Unterschiede zurückzuführen ist

  11. Avatar
    babo

    zu dem thema crumar und günstige
    nicht-klassiker gäbe es noch den
    trilogy anzuführen – er ist voll
    polyphon und jeweils 2 töne pro
    oktave werden – für alle 4 oktaven
    gemeinsam – auf je eine (gesammt 4)
    voicecards gerutet, die je einen
    vcf, vca, und 1 envelope chip besitzen.(übrigens dieselben wie prophet 5) mit diesem synth lassen sich teppiche der oberheimschen art für deutlich
    wenniger geld legen.

  12. Avatar
    bollich

    Ich habe seit ein paar Tagen einen zweiten Bit99, da ich den Sound doch sehr vermisst habe. Mein Erstgerät schwächelt ja nun schon über ein Jahr, d.h. nur noch 2 von 6 Stimmen sind zu hören.
    Ich habe mir noch einen gekauft, weil kein anderer Synth in meinem Fuhrpark (alle aus 1983-1987) ähnlich klingt. Poly61m, JX-8P, DW-6000 und Juno-2 haben zwar jeweils ihre Eigenheiten, aber nur den Bit99 kann ich zielsicher raushören. Der lebt einfach, Statik im Klang ist ihm fremd.

  13. Profilbild
    gabkog

    ich weiß, ich bin spät dran; aber das wollte ich auf jeden fall hier lassen, falls noch ein bit-owner oder -interessierter hier vorbeikommt:

    also ich habe einen bit01 und der klingt einfach super; es wurde hier schon auf den punkt gebracht: der sound des bit01 „lebt – null statik“ und er klingt einfach fett. ich habe ua einen juno 106 und finde der bit klingt vieles besser. außerdem sind die soundmöglichkeiten um vieles weiter: vor allem deshalb, weil der bit 2 lfo hat …

    und ganz wichtig, weil hier oft zu lesen/hören ist, dass der bit mühsam zu bedienen ist: also zunächst mal ist das geschmacksache … mich zb stört das nicht so, wenn man eine nummer eingeben und den parameter einstellen muss/kann. mit der zeit kennt man die nummern auswendig und da geht das „von selbst“ … AUSSERDEM: es gibt im netz sogar ein AU-plugin (soweit ich weiß auch vst)!!!! das funktioniert super. sowas gibt es nicht einmal für so manche aktuellen/neuen synths … zb habe ich für meinen nordrack2 noch kein AU-plugin gefunden. wenn man mit dem AU-plugin arbeitet, dann hat man einen echten, analogen und superfetten synthesizer, mit der selben (raschen) mausbedienbarkeit wie ein „normaler virtueller“ plugin synth, aber wahrscheinlich noch um einiges billiger (ich habe meinen bit01 um eur150 excl versand gekauft). und das mit dem preis muss auch berücksichtigt werden. ich finde es „unfair“ einen synth, den man um eur 150-250 bekommt mit synths zu vergleichen, die das 3 bis 10 fache kosten …

    jedenfalls für das geld, der beste analoge den ich kenne; und: für den gibt es sogar noch ein AU-plugin.

  14. Profilbild
    bitbit

    ich habe ebenfalls einen bit one, der eigentlich immer gute dienste geleistet hat. nur seit einiger zeit rauscht er wie verrückt. manchmal geht das rauschen weg, nachdem es einige mal geknackt hat.

    kann mir zufällig jemand bitte einen tip geben, woher dieses rauschen kommt und wie ich es abstellen kann? liegt es eventuell an der batterie?

  15. Profilbild
    schammi

    Habe einen bit01 geschenkt bekommen. Der Vorbesitzer hatte das Ding hinter einem Schrank schlicht vergessen. Die „meterdicke“ Staubschicht entfernt. Und siehe da das Maschinchen funktionierte wie am ersten Tag. Der Klang ist wirklich nicht schlecht. So manches, labbrige VST-Plugin kann da nicht mithalten. In einer Beschreibung des bit01 las ich einmal folgendes:

    User interface

    What? Press ADDRESS button, type in the two digit parameter number, use
    +/- keys to change value. That’s the harsh charme of the mid ’80s.

    Ich mag Ihn.

  16. Profilbild
    Fabster

    PROBLEM: Rauschen

    Hallo zusammen!

    Ich hätte mal eine Frage. Ich bin seit heute stolzer Bit 99 Besitzer. Das Gerät ist in einem Top Zustand vom Erstbesitzer. Es gibt aber ein Problem. Der Synth gibt ein kostantes und sehr lautes Grundrauschen von sich!

    Woran kann das liegen und wie kann ich das beseitigen? überholen lassen?

    Ich bin dankbar für jede Anregung!

  17. Profilbild
    DietmarB ••

    bei so alten Kisten die übliche Prozedur: Elkos tauschen und gucken, was ist an OpAmps drin, obs da rauschärmere gibt. Kann auch lohnen, die Widerstände im Signalweg gegen Metallfilm 1% Toleranz zu tauschen. Ist aber alles was für jemanden, der sich mit sowas auskennt.

  18. Profilbild
    sletman

    Moin,
    ich hab ein kleines Problem mit meinem Bit 99: manchmal passiert es, dass ich das Teil anschmeiße und ein konstantes Dröhnen ist im Hintergrund, es scheint, als ob eine Note hängt, aber schräg. Hat irgendjemand hier eine Idee, woran das liegen könnte?!? Ich mag die Kiste, und es wäre schade, wenn ich sie nicht retten könnte, also hoffe ich auf sachdienliche Hinweise zur (Selbst-)Reparatur.
    Gruß,
    Micha

  19. Profilbild
    lowcust

    nur als kleine info zum bit one also nicht 01 oder 99, der bit one hat ssm2044 filter verbaut.

  20. Profilbild
    Moogfeld

    Ich kann die Kritik einzelner Vorkommentatoren bezüglich der Bedienung des Bit99/01 hier nicht ganz nachvollziehen. Diese ist in der Praxis jedenfalls nicht besser oder schlechter als alle anderen „nach DX7 Synths“ wie z.B. Poly 800, DW 6-8000, Roland JX usw. usw. Mit den Augen der 80er betrachtet, war der Bit auf alle Fälle eine super Kiste: Split und Double Sounds, viele Speicherplätze, wertige Verarbeitung, prima analog Sound…. und ein damals ziemlich akkurater Preis. Das einzige was ich der Serie wirklich als Manko ankreide, ist der fehlende Chorus, der bei vielen Roland und Korg Synths ja bekannter weise wesentlich zum charaktervollen Sound beiträgt. Hier hätten die Entwickler ihrem Baby noch den letzten (wesentlichen) Feinschliff verpassen können — schade. Wer also den Bit wirklich fair beurteilen möchte, sollte einfach mal am Ausgang einen wertigen Chorus anschließen oder an den so hoch gepriesenen Geräten (Juno´s oder DW´s – die ich alle natürlich auch gerne mag) den selbigen mal ausschalten und einen qualitativen A-B Vergleich starten. Erst dann werdet ihr die wahren Qualitäten der Bit´s erkennen. Tipp: via Midi CC kann fleißig geschraubt werden (wenn auch in nicht so hoher Auflösung). Kurzum, eine absolut unterbewertete Spaßkiste mit dickem Sound !

  21. Profilbild
    Piet66 RED

    Ein erstaunlich gut klingender und einfach zu bedienender Synthesizer, der zudem recht pflegeleicht ist. Der Kopfhörer-Amp rauscht leider stark.
    Wer eine gut erhaltene *weiße* Variante besitzt und sie käuflich veräußern möchte melde sich bitte direkt bei mir.

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Crumar Bit One

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