Blue Box: Fairlight CMI IIx, Computer Musical Instrument

27. Februar 2016

1983 pure Magie: F A I R L I G H T IIx

Fairlight Aufmacher

Was haben Thomas Dolby, Trevor Horn, Stevie Wonder und Peter Gabriel gemeinsam? Richtig! Einen Fairlight CMI IIx.

Der war DAS revolutionäre digitale Instrument der ganz frühen 80er Jahre. Aber eigentlich ist es kein richtiges Instrument, denn es handelt sich in erster Linie um einen raffinierten Audio Recorder, konzipiert als Sampler und universelles Produktionswerkzeug. Er hatte damals einen erheblichen Einfluss auf die professionelle Studioszene, und heute kann man ihn getrost als Legende bezeichnen, mit dessen Hilfe Musikgeschichte geschrieben wurde.

Mancher Song und auch Filmmusik entstand allein mit dem Fairlight. Wer einen hatte, musste vor allem viel Geld haben, denn der Spaß war alles andere als billig. Folgen Sie mir auf eine kleine Zeitreise, um diesem grau-weißen Blechkasten seine Geheimnisse zu entlocken.
Die ganze Sache begann schon in den Siebzigern, als die Computertechnik Möglichkeiten anbot, die sich für Musikzwecke verwenden ließ. Speicherbausteine mit aus damaliger Sicht ordentlichen Platzverhältnissen, für solche Zwecke taugliche Mikroprozessoren, grafikfähige Monitore, Datensicherung auf Floppy Disketten.

Es waren die beiden Australier Peter Vogel und Kim Ryrie, die das offenbar als Einladung fürs Erfinderische auffassten und denen damals nichts Besseres einfiel, als mit solchen Mitteln in der Musikinstrumentenbrache Fuß zu fassen. Kurzerhand gründeten sie in Sydney eine Firma namens Fairlight Instruments. Ausgestattet mit Basiswissen über Synthesizer seitens Ryrie und Electronic Design seines alten Schulfreundes Peter Vogel, machten sich die beiden ans Werk. Nach vielen Experimenten und einigen Vorläufern, was sich über mehrere Jahre hinzog, kam es 1979 zum ersten Fairlight CMI, der es insgesamt auf vier Versionen brachte. Details zu den Unterschieden finden Sie am Ende des Artikels, wir greifen uns hier das besonders populäre Modell CMI IIx heraus.

Fairlight

Die oben gezeigte Original-Anzeige von 1983 (zum Vergrößern bitte anklicken) hatte einen Vorgänger der im „Fachblatt“ mit folgendem Text warb, den wir Ihnen hier im Auszug kurz vorstellen möchten:

„In Deutschland gibt es kaum einen namhaften Künstler der elektronischen Musik, der heute noch ohne CMI auskommt …  Herbert von Karajan benützte ihn mit seinen Berliner Philharmonikern in Wagners Parzifal und die Disney Productios setzten ihn für die Film-Musik von TRON ein …  Wie auch immer die Fähigkeiten des CMI in 10 Jahren aussehen werden, über eines sind wir uns sicher: Man wird ihn immer noch benützen, den FAIRLIGHT CMI.“

 

Forum
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    AMAZONA Archiv

    Sehr feiner Artikel mit schönem ergänzenden Interview.

    Genau von dem kantigen Sound hätte ich mir hier aber ein paar Beispiele gewünscht. Vielleicht einige der Klassiker, damit man einmal hört wie sie klingen so ganz ohne, dass ein guter Tontechniker zeigt was er kann. Und dann vielleicht noch ein zwei eigene Beispiele anhand derer man die Möglichkeiten die dieses Modell bietet, hören kann.

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      k.rausch  RED

      Diese Überlegungen hatte ich für diesen Artikel auch angestellt, und das war nicht das erste Mal. Schon bei meinem Workshop Modern Sampling (Teil 5) wurde das mit Audio Tracks angesprochen, hier: https://www.amazona.de/workshop-modern-sampling-teil-5/ . So kann ich mir gut vorstellen, das in einem speziellen Rahmen mit der Lupe zu demonstrieren, wozu unbedingt Gegenüberstellungen notwendig sind, damit man Unterschiede feststellt. Allerdings muss dann noch eine Idee her, wie spezielle Dinge wie die Power im Bassbereich per mp3 rüberkommen soll, denn die hört man definitiv nur am Instrument selber. Mal schauen also, ob es zu einem Teil 6 Modern Sampling kommt :)

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        AMAZONA Archiv

        Hallo Klaus,

        Das ist aus meiner Sicht eine sehr gute Idee. Wobei im Falle des Fairlights der „trockene“ Klang zeigt wie gut die Leute waren, die dann „downstream“ gearbeitet haben. Irgendwo hier habe ich die Originalspuren von Peter Gabriels „Shock the Monkey“. Als ich mir die einzelnen durchgehört habe, habe ich in Gedanken meinen Hut, natürlich vor Tony Levin :-), aber vor allem den Tontechnikern, bzw. dem Produzenten gezogen. Der Fairlight hat die Stellung, die er innehat, verdient. Aber „Moments in Love“ lebt halt auch davon, dass die Leute, die damit gearbeitet haben einfach gut waren.

        Ich drücke die Daumen, dass es da von Dir noch etwas geben wird. Nicht ganz uneigennützig von mir, ich weiss. ;-)

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          TobyB  RED

          Moin Peter,

          wobei Ann Dudley und JJ Ausnahmekomponisten und Musiker sind. Moments in Love lebt von seiner Komposition, den Tempiwechseln und die Konzentration auf wenige die Komposition unterstreichende Instrumente. Wo man dies auch gut merkt, ist Paranoia. Hier allerdings mit massiver Fairlight Power.

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            AMAZONA Archiv

            Hallo Toby,

            Das wollte ich keine Sekunde in Abrede stellen. :) Au contraire, vor allem was Ann Dudley betrifft, die nicht nur als Komponistin (Scores) sehr gut ist, sondern auch als Keyboarderin. Hat sie nicht auch auf der erfolgreichen ABC Scheibe mitgespielt? Die Lektion, dass Sound und Musiker eine Einheit bilden müssen, damit es fetzt, die hat mir unbewusst George Kochbeck „erteilt“ [DX Bass bei „Help the man“]. Mir ging es in meinem Posting darum die Leistung der Tontechniker hervorzuheben, die oft untergeht. Und wenn man einmal die Sounds so direkt aus der Maschine hört, oder eben die trockenen Spuren…. da ist „Respekt“ das Wort, das mir als erster einfällt. Das schliesst die kompositorischen oder musikalisch handwerklichen Fähigkeiten nicht aus. „Paranoia“ ist natürlich ein super Beispiel!

            Ciao,
            Peter

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              TobyB  RED

              Hallo Peter,

              der Tontechniker dürfte der meistunterschätze Musiker bei einer Produktion sein. Trevor Horn und seine „Techniker“ waren ja bekannt dafür hier ganz vorne dabei zu sein. Ich hab Ann Dudley bei „Lexicon of love“ in den Credits gefunden. Georg Kochbeck ist auch ein guter. Dem kann ich nur zustimmen. Ich denke, so ein Maschinchen wie der Fairlight ist wichtig für die Musik gewesen, da es Anfang bis Ende der 80er viele heute klassische Produktionen erst möglich gemacht hat. Respekt muss man schon haben, sonst geht sich das Ergebnis nicht aus ;-)

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    Marko Ettlich  RED

    Ja super und längst überfälliger Bericht üder das Sample- und Synthesemonster der frühen 80er Jahre. Da fallen mir gleich Art Of Noise, Kate Bush und Tears For Fears ein. Die hauchigen und kratzigen Sounds sind legendär. Der Sound Fairlight Voice Sound ARR und SARARR gehört wohl zu den bekanntesten synthestischen Sounds überhaupt.

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      AMAZONA Archiv

      Oder was wäre Yes‘ „Owner of a lonely heart“ ohne Fairlight? Kennst Du das Interview in dem Trevor Horn die Entstehungsgeschichte zum Besten gibt? Sehr interessant und amüsant. Im Laufe der Jahre habe ich auch so einige Geschichten gehört. Da ist dann manches Mal sekundär, ob es Seemannsgarn ist, oder ob sie tatsächlich stimmen. In diesem Kontext fällt mir gerade „The Police“ ein… Aber Halt! Hier soll es ja nicht um Tratsch gehen. Andererseits zeigt es eben welche Stellung der Fairlight damals eingenommen hat und Peter Vogels Interview in dem er genau darauf eingeht ist auch sehenswert. Und vor allem first hand.

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        Marko Ettlich  RED

        Ja genau „Owner of a lonely heart“. Das Sample Set für den Song hatte ich mal für den KORG DSS-1 Sampler. Das hat gefetzt ist aber schon lange her. Das Interview kenn ich natürlich. :) Das Fairlight hat definitiv Musikgeschichte mitgeschrieben und den Weg bereitet für alles was noch kommen sollte. Ich konnte selbst mal an einem IIx rumprobieren. Unglaublich wie weit die damals schon waren, als gerade mal die ersten Computer auf den Markt kamen.

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          AMAZONA Archiv

          Oder, schau Dir mal den Technos Acxel Resynthesizer an. Der konnte Dinge, die ein Jahrzehnt später auf der Wunschliste vieler stand und die, die Grossen nicht umsetzen konnten oder wollten. Hatte unlängst Gelegenheit einen anzuspielen (gibt dazu einen kurzen Eintrag bei mir im Blog)… Klar, ist heute natürlich überholt. Aber wir sprechen hier von Ende der 80er Jahre. Und beim Fairlight sind wir noch viel weiter vorne auf der Zeitachse. Fairlight war ein lässiges Instrument. PUNKT. :)

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            Marko Ettlich  RED

            Klar kann heute jedes Ipad viel mehr aber der Charme fehlt hier natürlich. Aber eh wir wir wieder in die Synthesizer Romatik abdriften, erstmal Kaffee. :D Schönes WE!

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              AMAZONA Archiv

              Jeder wie er es mag. Ich würde mir heute auch keinen Fairlight ins Studio stellen, selbst wenn Platz und Geld vorhanden wären. Damals war er ein unerfüllbarer Traum, heute ist es eine nette Erinnerung.
              Auf zum Espresso :), Schönes Wochenende

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        AMAZONA Archiv

        Addendum Tratsch „Owner of a lonely heart“
        Tipp, auf die Passage achten „eagle in the sky“ und welcher Sound dann etwa einen Takt später folgt. Die Stimmung dürfte damals nicht ganz…. friktionsfrei gewesen sein.

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    TobyB  RED

    Morsche Klaus,

    Klasse Arbeit! Ich hab zwar Frankie goes to Hollywood und Grace Jones in der Aufzählung vermisst. Aber das ist persönliche Nostalgie, da mehr oder minder alle Vinyls des ZTT Labels habe. Im Vergleich zum originalen Fairlight, klingt die iPad Version grade zu steril.

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      k.rausch  RED

      Frankie habe ich im Zusammenhang mit Trevor Horn auf Seite 4 erwähnt, denn als alter FGTH Fan war das für mich ein Muss :) Da er unter anderem auch den Grace Jones Titel Slave to the Rhythm produziert hat, habe ich das im gleichen Aufwasch erledigt, um im Artikel nicht allzu viele Namen zu listen. Hier noch ein paar weitere: Stewart Copeland, Heaven 17, Jefferson Starship, Mike Oldfield, Brian Wilson, Hall & Oates, Mr. Mister, Foreigner, David Foster und auch die BBC hatten einen.

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        TobyB  RED

        Hallo Klaus,

        stimmt, die BBC hatte auch einen, der Soundtrack der TV Serie „Tripods“ und die 80er Jahre Inkarnation des „Doctor Who“ wurden damit gemacht, wobei bei den Tripodscore hört man es und beim Doctor muss man sehr acht geben. Wenn ich mich recht erinnere hatte Eberhard Schöner doch auch einen und hatte „Why dont you answer“ damit gemacht. Ich weiss es aber nicht genau. Da gabs doch irgendeine SchulFernsehsendung in den Dritten wo das gezeigt wurde…

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        steme  

        nicht zu vergessen: Yello, Jean-Michel Jarre sowie Hubert Bognermayr & Harald Zuschrader !

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        psv-ddv  AHU

        Cooler Artikel! Grad nochmal gelesen. Auf die Gefahr hin hier ein totes Pferd zu reiten: Die Grace Jones Alben haben Trevor Horn und Stuart Lipton mit dem Synclavier produziert. Insbesondere „Slave to the Rhythm“ da ist auch ganz deutlich das Timing des Synclavier Sequencers zu hören. Weswegen der Titel ja so heist.
        in der Aufzählung tauchen auch noch ein paar andere Synclavier user auf (Jackson, Depeche Mode) aber ich will nicht kleinlich sein :)
        Wie sieht es denn eigentlich mit der Chance auf Klangbeispiele vom Fairlight IIx aus? Das fehlt leider wirklich.

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          k.rausch  RED

          Im SOS Interview März 2005 äußert sich Trevor Horn etwas vage, und dass das Synclavier bei „Slave to the Rhythm“ seine große Stunde hatte. Und er danach nicht mehr viel davon wissen wollte. Rechnen wir mal mit weitgehend Synclavier bei dieser Produktion, und vielleicht ein bisschen Fairlight und andere Instrumente. Wg. Audio Tracks: Ich hatte Stephan Schällmanns Fairlight für die Clavia Sample Library abgesampelt, mit der Autorisierung von Peter Vogel himself. Erst etwas später ergab es sich, dass für Amazona ein Fairlight Artikel fällig war und ich mit einer Menge Material dafür aufwarten konnte. Ich aber nicht mehr extra nochmal in die Schweiz zu Stephan fahren konnte für Audio Tracks. Sonst mache ich ja immer ziemlich viele bei meinen Artikeln. Wenn man mir aber ein Ticket bezahlt, mache ich das mal. Ok, und den Tagessatz noch :)

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            8 Bit Fighter   1

            Hallo,
            Roland JX -8p Preset ‚Soundtrack‘ ist auf slave to the rhythm deutlich zu hören.Horn hatte in einem Interview erzählt, daß er den Drum-Groove Takt für Takt mit Sony Multitrack Digital Recorder kopierte, um eine Song-Kette zu bilden, deswegen ist das Timing leicht ungenau.

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    Atomicosix  

    Wer einmal „echte“ Fairlight-Sounds in seine Musik einbauen möchte dem kann ich die Sample-CD „State Of The Art“ von Käng Kong Productiopns empfehlen. Sie sind von Gregor Zielinsky von seinem eigenem Fairlight IIx für E-mu Sampler aufgenommen worden. Sie klingen sehr authentisch, inklusive Alaising.

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    SeorehCinatas

    Sehr feiner überfälliger Artikel, Danke dafür :: Aus der Industrial Culture kommend ist „SPK – Zamia Lehmanni (Songs Of Byzantine Flowers)“ mein allerliebstes Fairlight Album :: Zeitloser Klassiker welcher Graeme Revell das Tor nach Hollywood geöffnet hat ::

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    Filterpad  AHU

    Zunächst einmal ein toller Bericht, der den musikalischen und technischen Charme dieser Zeit gelungen rüberbringt. Kennt jemand ein Plug-in, dass Samples recorden und in jeder beliebigen Tonhöhe abspielen kann? Das Sampling ist ja heutzutage Standard der guten DAW’s. Aber in jeder Tonhöhe abspielen? Also ich kann das meines Wissens nicht. Hierbei würde ich doch zu gerne mal ein Glas kaputtmachen. :)

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      Markus Schroeder  RED

      Da gibt es nicht viel. Morgana von 112db.com
      und der TAL Sampler wäre die einzigen, die mir spontant einfallen und „wie ein Hardware-Sampler“
      funktionieren.

      PS: sehr schöner Bericht, Klaus!

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      AMAZONA Archiv

      Seit Version 5 kann man in Reason, direkt im Sampler, vom Audio-In oder von einer anderen Spur aufnehmen und das im Sampler bearbeiten und abspielen. Die Filter sind zwar weit vom Fairlight und auch vom TAL entfernt, sind aber andererseits auch nicht soooo schlecht. Vor allem kann man in den neueren Reason-Versionen per RE ja noch beliebige andere hochwertigere Filter hinterher schalten… und dazu noch das modulare Konzept! Aber das ist nicht Jedermanns Sache :D

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    wjm

    Als deutsche User wären da noch Michael Rother (die Alben „Lust“, Süssherz und Tiefenschärfe“) und Eberhard Schoener („Events“, „Time Square“, „Spurensicherung“, „Sky Music/Mountain Music“ ) zu nennen.

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    Synclavier  

    Vielen Dank für den ausführlichen und interessanten Artikel. Weitere Musiker die das Fairlight seinerzeit verwendeten sind Peter Gabriel und Kate Bush. Besonders Gabriel nutzte das Fairlight extensiv auf seinem vierten Album „Security“. Interessanterweise nutze sein ehemaliger Kollege Tony Banks von Genesis das Synclavier anstelle des Fairlight Systems, weil er das Synclavier für einen besseren Synthesizer hielt. Für den sampling part nutzte er dann die Emulatoren (vor allem der E II+) der Firma E-MU.

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    wolftarkin  

    Kleine Korrektur für Seite 5:
    Für Rain Man war Zimmer nominiert, den Oscar hat er dafür aber nicht bekommen.
    Fun Fact:
    Im gleichen Jahr war Phil Collins für Two hearts(aus Buster) nominiert. Die restliche Musik für den Film stammt von der hier angesprochenen Anne Dudley. Vier Jahre vorher ist im Booklet von Collins No Jacket Required zu lesen:
    „There is no Fairlight on this Record“.
    Der Kreis schließt sich.

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      k.rausch  RED

      Stimmt, war eine Nominierung. Danke für den Hinweis. Die Sache mit Collins ist lustig :)

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    AMAZONA Archiv

    Was wären die 80er ohne die ganze Fairlight-Sounds gewesen? Da ich mir bald ein iPad zulege, wäre natürlich die App schon fast ein Pflichtkauf gewesen, aber nach allem was ich bisher an Klangbeispielen gehört habe, ist das doch eine ganz andere Klangästhetik. Schade! Interessant wäre jetzt natürlich noch, wie nah der neue Fairlight an der alten Klangästhetik dran ist. Leider findet man hier kaum Klangbeispiele. A propos: Eben diese vermiss‘ ich hier auch! Vor allem unprozessierte und nicht von Reverb zugekleisterte Demos wären sehr interessant!

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      k.rausch  RED

      Wg. Klangbeispiele: Siehe mein Kommentar zu pmm ganz oben. Einfache Samples und die unprocessed ist dabei die leichteste Übung. Meinst du mit dem neuen Fairlight die App oder den 30A? Würdest du bei Audio Tracks auch welche erwarten, bei denen originale Fairlight Samples, ausgegeben aus dessen Outputs und keine lediglich konvertierten WAVs, mit anderen Sampleplayern wiedergegeben werden?

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        AMAZONA Archiv

        Ich meinte den CMI 30 A :) und ja unprocessed direkt aus den Outputs des Fairlight. Resampelte oder per WAV in einem Samplerplayer reingeschobene Sachen wären ja schon nicht mehr 100 % authentisch.

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      TobyB  RED

      Mahlzeit Marius,

      die App CMI auf dem Ipad klingt insgesamt „steriler“. Ich habe aber schon schlechteres gehört. Ich würde das analoge Signal aufs Mischpult legen und noch ein bischen nachbessern. Oder wegen mir in der DAW. Ungeschlagen ist der Workflow, den hat man mit leichten Verbesserungen aufs IPad gehoben. In der App sind die Sounds der CMI II und III drinn. Müssten so an die 600 sein. Gudde

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        k.rausch  RED

        Die Samples klingen in jeder Fairlight engine zwangsläufig anders. Stephan bestätigt das im Interview ja auch hinsichtlich anderer Sampleplayer und er hat ja den direkten Vergleich vor Ort. Mit Beschreibungen kommt man nicht so richtig voran, denn es handelt sich im Wesentlichen um Subtiles. Das vorzuführen per mp3 ist etwas tricky. Einen Aspekt darf man nicht vergessen: Die Samples sind meist stiltypisch besetzt, das muss bei solchen Vergleichen mit berücksichtigt werden. Wird das unterlassen, klingts plötzlich überhaupt nicht nach Fairlight.

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          TobyB  RED

          Hallo Klaus,

          es würde mich wundern, wenn es nicht so wäre, das die unterschiedlich klingen. Worauf ich hinaus will, schnell mal den Sound der 80er reproduzieren ist nicht. Da muss man noch was in der Komposition, Mix und der Effektierung tun. Was aber sehr gut geht ist auf Grund der „musikalischen“ Bedienung schnell zu beeindruckenden Ergebnissen zu kommen. Ich finde es macht keinen Sinn hier MP3s einzustellen, wenn die Subitilität der Maschine weg enkodiert wird. Und Trevor Horn und Thomas Dolby haben den Fairlight gerade deswegen eingesetzt, weil sie damit ihre musikalischen Ideen umsetzen konnten. Man bekommt das immer sehr schön auf den diversen 12 “ Mixen erklärt, mal erklärt Trevor Horn Frau, wozu ein Sequencer gut ist. Oder Paul Morley erläutert einen Sampler/Fairlight. Oder Propaganda handeln erstmal 4 Minuten verbal aus, wer wie in den Song kommt, der dann 21 Minuten lang wird ;-)

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        k.rausch  RED

        Ergänzung: Stephan hatte mir einige seiner Samples gezeigt, die er neu mit dem Fairlight gemacht hat. DAS ist interessant, denn diese Sounds haben eine ganz eigene Färbung, und, weil sie eben nichts mit Trevor Horn oder Thomas Dolby zu tun haben, sehr viel eigenen Charakter.

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    Llisa  

    Schöner Artikel,

    aber was den Speicher anbelangt… es sind 128 kByte verteilt auf insgesamt 8 Voicecards. Zum ’sampeln‘ gab es lediglich 16 kByte (und 4 kByte für extra daten) pro Voicecard. Da es kein ’shared Memory‘ war, mußte für beispielsweise drei stimmen das Sample in jede voicecard geladen werden. Und halt in nur 16 kByte, was das ganze noch abenteuerlicher macht!

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    k.rausch  RED

    Deadmou5 hat einen und in Toronto war ich auch noch nie, und anschließend nochmal in die Schweiz zum Stephan, also ich bin dabei. Muss nur noch die Chefredaktion die Tickets rüberreichen, schon kanns losgehen. Peter Vogel meint ja, dass speziell sein 30AX Upgrade den alten sehr akkurat nachbildet.

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        iggy_pop  AHU 1

        Ich sehe keine Wendy Carlos in diesem Clip (sehr spannend übrigens), sondern nur die Leute vom Walla Works Sound FX Team. Das oben genannte Zitat (Wendy Carlos und TRON) dürfte eher auf den Anzeigentext von Elmulab (Klaus Netzle) zurückgehen, der damals den Fairlight (irgendwie) in Deutschland vertrieb (dito das Synclavier). Der übliche Reklameblah. Werbung halt. Carlos hat in diversen Interviews immer ihren Arbeitsprozeß auf Crumar GDS und Moog-System beschrieben und nie ein Wort über den CMI verloren.

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    dahlmanns

    Habe das Plugin lange mit dem Iix verglichen. Der Sound ist nicht zu unterscheiden, wer allerdings editieren will (Lichtgriffel) der hat NOCH die Nase beim Original vorn. Aber mal ehrlich. 8″ Disketten…

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    Sudad G  

    Der Fairlight ist einfach ein Klassiker unter den Samplern. Bereits 1985 gab es den CMI III mit MIDI, SMPTE, 100 kHz (mono) bzw. 50 kHz (stereo), bei 16 Bit und 14 MB, was damals eine echte Sensation war. Als Musiker konnte man davon nur träumen und sich allenfalls einen Sampler leisten dessen Speicher in KB statt in MB gemessen wurde – hehehe.
    Aber auch die älteren Modelle davor waren ein Knaller. Da die älteren Versionen nur mit 8 Bit und niedrigeren Abtastraten arbeiteten, enthielten diese frühen Fairlight Sampler sehr viele zusätzliche und teilweise für den Anwender versteckt arbeitende Bauteile (Filter, Limiter, VCAs, OPs etc. ) welche die technischen Unzulänglichkeiten der damaligen AD/DA-Wandlung ausgleichen sollten. Dadurch klingen die älteren Fairlights zwar etwas dumpfer, aber gleichzeitig auf eine angenehme Weise sehr warm und druckvoll – einfach unverwechselbar der Sound. Daher ist er auch durch entsprechende Plugins nicht so ohne weiteres kopierbar. Man kann zwar die entsprechenden Presets recht gut damit wiedergeben, aber wenn man selbst sampeln möchte, klingt es schon anders mit einem Hardware-Fairlight.
    Dieses Verhalten trifft auch auf ältere Emu-Sampler zu.

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    michael vorwachs

    Ich werd ERDENKLANG und die Bergpredigt nicht vergessen.
    So neu. .und Heute auch noch fremd.
    Bognermayer und Zuschrader habe echt gezaubert.
    Die Tüt die die Maschine geöffnet hat ist noch lange nicht wirklich offen.

  16. Profilbild
    sEIGu

    In der Benutzerliste fehlt Mike Oldfield. Skandal! :)

    Ne, mal im Ernst. Auf „Five Miles Out“, „Crises“ und „Discovery“ findet der CMI für mich seine musikalischsten Einsätze. Ich kenne wenig Alben, wo die Karre sinnvoller eingesetzt wurde. Zoolook vielleicht noch, da aber eher als Werkzeug, denn als Instrument.

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