Blue Box: Farfisa, Polychrome, Synthesizer

MODULATION

In dieser Sektion kann bestimmt werden, ob die Modulation (die meistens von der String-Sektion genutzt wird) normal (Stellung FAST) oder langsamer arbeiten soll (SLOW klingt dann wie Chorus) und welchen Sektionen sie zugeordnet werden soll (PERCUSSION, STRINGS oder ENSEMBLE). Nach dem Einschalten sind die Standardzuordnungen aktiviert – der kreative Anwender kann die Modulationen jedoch nach Belieben umprogrammieren.

An dem externen Eingang angeschlossene Soundquellen können übrigens mit dieser „fetten“ Modulation bearbeitet werden, was auch ein tolles Feature ist. in den ersten zwei Klangbeispielen ist zusätzlich ein Stylophone 350-S zu hören, der über den externen Signaleingang gespielt wurde.

Farfisa Polychrome Panel 5

GENERAL CONTROLS

Hier gibt es einige interessante Funktionen:

DOUBLE OCTAVE verdoppelt die gesamte Klangerzeugung und spielt sie zusätzlich eine Oktave tiefer – da der Polychrome ja vollpolyphon ist, gibt es bezüglich Stimmenanzahl natürlich keinerlei Probleme. Ein KEYBOARD SPLIT lässt sich programmieren und auf Wunsch auch invertieren. Ein NOISE GENERATOR lässt sich per Kippschalter den Sektionen ENSEMBLE, PERCUSSION oder PHASER zuordnen – genauso ungewöhnlich wie interessant, kann man da nur sagen. Habe ich schon erwähnt, dass die Tastatur des Polychrome mit TOUCH BRILLIANCE ein Aftertouch auf die Filter besitzt? Hier lässt sich die Wirkung per Kippschalter in drei Stufen einstellen – Minimum, Medium oder Maximum. Per Kippschalter lässt sich hier das Routing des externen Signals ebenfalls bestimmen – ob das Signal dem Phaser oder der Modulation (FAST oder SLOW) zugeführt werden soll.

Farfisa Polychrome Panel 5

Klangbeispiele
Forum
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    exitLaub

    Moin. Hoffentlich trete ich jetzt keine Diskussion über Analog vs. Digital o.Ä. los, aber ich kann nur jedem mal einen Blick auf die Kontakt Instrumente von Synthmagic empfehlen. Da gibts neben dem Polychrome auch Samples von ARP Quadra, Korg Delta, Logan Vocalist (!) und BigBand und vom ehrwürdigen Polymoog 280.
    Für alle, die sich die Originale nicht leisten können/wollen. Eine 100%ige Kopie via Sampling ist natürlich unmöglich (Phaselock, Modulationen, Effekte, …). Allerdings wurde der Charakter der Instrumente recht gut eingefangen.

    Peace,
    Gerald

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      c.hatvani  AHU

      Eine Sample-Collection als „Alternative“ zum Polychrome? :-)
      Nicht zuletzt die Kreativität und die Freude, eigene Sounds zu gestalten, bzw. nach Wunsch zu beeinflussen, macht doch so ein Instrument aus.

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        exitLaub

        Nö nö, das sehe ich schon genauso. Ein 100% Ersatz kanns gar nicht sein, allein schon wegen der Haptik. Allerdings handelt es sich dabei nicht um starre Presetsamples. Die Bedienoberflächen wurden liebevoll den Originalen nachempfunden und man kann durchaus seine eigenen Sounds basteln: http://www.....chrome.htm
        Funktioniert bei „einfacheren“ Sounds erstaunlich gut, wenn man mehrere Sektionen layert klingts halt leider sehr schnell ein bisschen „mulmig“ oder „matschig“.
        Hatte in den frühen 1980ern selbst eine Zeit lang u.a. einen Korg Delta (DX7 und Jupiter konnte ich mir damals nicht leisten), weiß also durchaus wie es ist, mit „richtigen“ Instrumenten zu spielen.
        Heute besitze ich zwar keine Vollanalogen mehr, ziehe aber nach wie vor das Bedienfeld eines MicrowaveXT jeder Softwarelösung vor. Und wenn jetzt jemand wie ich keinen Platz für eine weitere Tastatur mehr hat, dann kann so ein Kontaktinstrument schon eine durchaus befriedigende Alternative sein.

        Sehr schöner und detaillierter Bericht übrigens.

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          c.hatvani  AHU

          Eine Alternative? :-) soll jeder nach seinem Fasson glücklich werden. Ich halte jedenfalls nichts von Samples analoger Synthesizer.

          Zumal es bei der genannten Software nach einer Entwicklung von jemandem aussieht, der das Original nur von YouTube Videos kennt. Es ist nicht nur die Haptik, die Sounds klingen auch „dünner“, glaube eher daß die Sounds nachempfunden sind, womit auch immer. Solche „Polychrome-ähnlichen“ Sounds kann man mit vielen Geräten erstellen.

          Zu Deiner Aussage, ob der Charakter der Instrumente „gut eingefangen“ wurde, wie Du oben erwähnst, dazu müsstest Du mit den Originalen gearbeitet haben. Erst dann könntest Du das beurteilen. Und guter Sound heißt nicht automatisch authentischer Sound. Alles andere klingt für mich nach Schleichwerbung.

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    falconi  RED

    Geiler Look. Klingt sehr spezifisch und wirklich toll, „groß und teuer“, auch in mono.
    Noch schöner wäre natürlich stereo, vielleicht tut’s auch ein Stereo-Chorus/Flanger. Oder Du kaufst Dir noch einen Zweiten…

    Vielleicht wird der Farfisa Polychrome die TB303 der Zweitausendwanziger Jahre?

  3. Profilbild
    studiodragon  

    Ja, diese Vintage Kisten, jede hat immer irgendwas besonderes zu bieten.
    Die Klangbeispiele finde ich sehr gelungen, ausser vielleicht die vom Piano, aufjedenfall mehr als Weihnachtslieder kann der, merci für den Bericht !

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