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Blue Box: Kawai SX-240, Analog Synthesizer

5. April 2014

Vintage-Perle für Kenner

1984

… sollte sich, laut einem gewissen G. Orwell unsere Welt bereits im totalen BigBrother-Modus befinden, da schickte sich die japanische Firma TEISCO an, ihren KAWAI SX-240 der Öffentlichkeit vorzustellen. Wie viele Exemplare letzten Endes verkauft wurden, kann ich nicht explizit nachvollziehen.

KAWAI_SX240_TOP_01

Meine Seriennummer lautet zumindest K-7430 (könnte aber auch eine Flugticketnummer sein). Fakt ist aber – der KAWAI SX-240 wurde kein Renner, anders als seine asiatischen Mitbewerber aus den Jahren davor. Herr Blair hatte sich zwar im Datum geirrt, dennoch die digitale Überwachung ist heute bittere und abartige Realität geworden. Fluch und Segen, wie so oft nah beieinander – in diesem Sinne …

Revolte (Rising of the DACs)

Yamaha war mit dem DX7 bereits sehr erfolgreich am Markt, Roland hatte den JP-8 Nachfolger MKS-80 am Start und die Kreativen dürstete es nach neuen Möglichkeiten in puncto Ausdruck und Sounddesign. Die digitale Revolution nahm also ihren Lauf und Sampler wurden zu den neuen Hi-Tech Waffen der Hitfabriken, und so wundert es nicht sonderlich, dass dem KAWAI SX-240 keine große Aufmerksamkeit geschenkt wurde. Zu Unrecht, aber dazu im Folgenden mehr.

Klangbeispiele
Forum
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    Marko Ettlich  AHU

    Der SX240 ist ganz hervorragender Analog Synthesizer mit wunderschönem Sound. Die SSM Filter klingen in meinen Ohren viel schöner als die CEM Chips. Leider ist der Synth relativ selten zu bekommen.

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    changeling  AHU

    Hat der jetzt Dreieck oder Sägezahn? Seite 2 widerspricht sich da: Erst ist von den „Schwingungsformen“ Dreieck und Rechteck die Rede, weiter unten heißt es aber „DCO1 (SAW&PULSE)“.

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    AMAZONA Archiv

    Wenn Du mit den Klangbeispielen so weiter machst wie bisher, muss ich dich wohl früher oder später in meine „Musikalische Einflüsse“ Liste eintragen :-D Super! Andererseits befürchte ich, dass dies bei mir auch zu G.A.S. führen wird…

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      ONEPOLYMER  

      Danke, danke !!!

      Probier doch mal den K3(m), ist günstiger und klingt very interessant. Sehr schöne Pads dank int. Chrous. Ebenfalls mit SSM2044 bestückt.

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        AMAZONA Archiv

        Ja, der K3 klingt auch sehr geil! Hatte ihn schon öfter in Augenschein genommen, aber meist waren die Preise einfach zu hoch. Mich schreckt auch ein bisschen die Bedienoberfläche ab, muss aber zugeben, dass ich bisher noch keinen K3 selbst unter den Fingern hatte.

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          AMAZONA Archiv

          Hi Marius,
          der K3 ist bedientechnisch nicht unbedingt „der Brüller“. Aber im Vergleich zu einem DW-8000 oder einem Matrix6 ist der K3/m wesentlich einfacher, vor allem schneller zu programmieren.
          Der Grund hierfür ist meines Erachtens der, das jeder Parameter beim K3 mit nur einem Knopfdruck zu erreichen ist, und auch die Funktion des Parameters direkt auf, bzw. beim K3m unter den Eingabeknöpfen steht.
          Ich habe den direkten Vergleich, weil ich sowohl einen DW-8000, einen Matrix6-R und einen K3 besitze.
          Was den Klang betrifft, da bin ich froh, daß der K3 die SSM2044 Filterchips drin hat. Klingt wirklich mal anders, feiner – manch einer würde auch „sahniger“ dazu sagen.
          Für mich ist der K3 eine absolute Bereicherung in meinem Setup und wird auch sehr oft eingesetzt.
          Ob es unbedingt ein SX-240 sein muß wage ich zu bezweifeln – zumindest nicht zu den momentanen Gebrauchtmarktpreisen!

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    Pieter van Adrichem

    I had this synth for a long time. Its really good at fat leads and strings sounds, although these arent as silky smooth as Rolands, Oberheims or the k3. There’s a certain rawness to the sound that compares to American synths like the Prophet 5 and it’s fine for techno and electro music. Modulation is quite limited though: I never had much use for the brass ring modulator and the white noise is a joke!

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    c.hatvani  AHU

    Ich hatte mal einen SX-240 – ich schätzte die recht fixen Hüllkurven, und eine sehr spezielle Funktion: Chord Memory. Nun, dies haben ja andere auch (Polysix, Alpha Juno, etc.), aber beim SX-240 kann man die Chords mit dem Sound zusammen abspeichern!
    Was mich dagegen gestört hat, war der fehlende Sägezahn bei einer der Oszillatoren. Der Sound der (etwas schwachbrüstigen) Oszis war es letztendlich, warum ich mich von dem SX getrennt habe.

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      Violator  

      Aber genau das ist es, was den speziellen Klang und den Eigencharakter des SX-240 ausmacht.
      Diesen Synth kannst eigentlich immer einsetzen, denn er tut jedem Arrangement richtig gut.
      Der SX-240 schafft es in meinen Arrangements nie im Mittelpunkt zu stehen, spielt hauptsächlich die Nebenrollen. Aber es fällt enorm auf, wenn er mal nicht dabei ist – schon beeindruckend.
      .
      Ein aufgemotzter SX-240 (mit Tauntek Betriebssystem) ist schon aller erste Sahne!
      Ist mir 1000x lieber als ein K3 oder gar ein DW-8000!

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