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Blue Box: Korg MonoPoly


Korg

BLUE BOX KORG MonoPoly

Welcher Synthi-Freak wünscht sich nicht einen Minimoog? Dieser Inbegriff des Synthesizers schlechthin hatte schon immer zwei markante Eigenschaften: außergewöhnlichen Klang und außergewöhnlichen Preis. Daher gab es auch immer wieder Firmen, die versuchten, mit mehr oder weniger eigenen Konzepten einen ähnlichen Erfolg zu landen. Sei es nun ARP mit dem „Odyssey“, SCI mit dem „Pro ONE“, Crumar mit dem „Spirit“ oder eben Korg mit dem hier vorgestellten MONOPOLY.

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A new star is born

Der KORG MONOPOLY erblickte im Jahre 1982 zusammen mit seinem Bruder POLYSIX das Licht der Musikwelt. Die beiden ungleichen Geschwister bedienten sich im Prinzip sehr ähnlicher Hardware-Komponenten, die Konzepte dahinter führten jedoch zu sehr unterschiedlichen Instrumenten, die sich eigentlich hervorragend ergänzten. Während der Polysix ein recht einfacher 6-fach polyphoner Single-VCO-Synthi mit 32 Speicherplätzen war, wurde der MONOPOLY ein monophoner Synthi mit 4 VCOs(!), vergleichsweise umfangreichen Modulationsmöglichkeiten, aber leider ohne Speicherplätze. Hier hat man nun das Beispiel „par excellence“, wie sich der Markt über Synthesizer-Features damals entschieden hat: Der POLYSIX wurde ein MEGA-Erfolg mit über 50.000 verkauften Einheiten. Der MONOPOLY hingegen fand jedoch „nur“ etwa 10.000 Fans.

Immerhin waren auch unter diesen solch prominente Namen wie Keith Emerson, Rick Wakeman oder Geoffrey Downes!

Konzept

Man wollte hier einen MINIMOOG-Nachfolger kreieren, der dessen Möglichkeiten aber um einiges übertreffen sollte. Dazu bediente man sich der besten zu dieser Zeit verfügbaren Bausteine: VCO-, VCF- und VCA-ICs des US-Amerikanischen Herstellers SSM. Denn eben solche integrierten Schaltkreise fanden auch im legendären PROPHET-5 Verwendung. Sie hatten also eine hervorragende Reputation, wurden dort aber aufgrund hoher Ausfallraten später durch CURTIS-Chips ersetzt!

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Klangbeispiele

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    Markus Schroeder RED

    Ich will jetzt hier keine Vergleiche anstellen, nur anmerken, dass das MonoPoly Korg Legacy Plug-In nach Jahren noch immer zu meinen meist benutzten zählt! :)

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    BroSco

    Toller Bericht! Und sehr geniale Klangbeispiele!

    Eine kleine Frage: Stept der Monopoly im Polymodus mit aktivem Arpeggiator durch die Oszillatoren?
    Dann würde er plötzlich doch auf meine Wunschliste kommen. Dann hätte man ja die Möglichkeit die einzelnen Noten des Arpeggios mit verschiedenen Oszillatorsettings zu belegen.
    Beispiel: Wenn ich einen C Moll Akkord mit aktivem Arpeggiator halte, läuft das dann so: C (Osz1), Eb (Osz2), G (Osz3), C (Osz4), Eb (Osz1), G (Osz2)….
    Da können ja wunderbare polyrhythmen entstehen.
    Will hoffen meine Frage ist verständlich.

    MFG
    Dennis

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        BroSco

        Danke für die Antwort! Außerdem kann man ja auch noch die einzelnen Oszillatoren auf verschiedene Oktaven einstellen. Meine Güte das ist ja genial. Ich Sehe mich gerade vor dem Monopoly wei ich eine Sequenz im Latch Modus mit aktivem Arpeggiator laufen lasse und ewig an den Knöpfen drehe.

        MFG
        Dennis

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          c.hatvani AHU

          Ja, der Arpeggiator im Polymode ist beim Monopoly das beste Feature! Dann noch Sync, Ringmod einschalten, vielleicht Noise…

          Erreicht zwar nicht die Soundqualität eines Minimoog oder SCI Pro One, aber ein Synth, der durch seine Vielseitigkeit, gute Handhabung und Inspiration
          überzeugt. Und der auch ohne Sequenzer für gute „Sequenzen“ sorgt.

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    Pflosi

    Netter Bericht!

    Ich hätte mir noch das eine oder andere polyphon gespielte Klangbeispiel gewünscht… Wie schlimm ist die Einschränkung dank Paraphonie?

    Wenn das Teil auch noch vier einzeln programmierbare Filter und VCAs hätte, das wär was… Das ginge dann etwas in Richtung DSI Tetra. Knobs oder 4 volle Stimmen, die Qual der Wahl… :)

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    mira

    schöner Bericht.

    Polyphone Klangbeispiele würde ich mir grundsätzlich bei polyphonen Instrumenten wünschen.

    Allerdings überzeugen mich auch die Soundbeispiele nicht ganz. Entweder es geht „noch mehr“ oder das Gerät entspricht einfach nicht meinen Klangvorstellungen.

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    Camel

    Hatte mir den MonoPoly 1983 zu meiner Korg CX3 zugelegt, War ne super Kombination! 4 OSC waren einfach nur genial! hab leider nur noch den MFB Sequencer aus jener Zeit :-)

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    monopuls ••

    hab meinen 1995 verkauft (ich Blödmann) – noch heute nutze ich ein Drumset, welches ich mir mit dem MoPo zusammengesampled habe. Bei uns hiess er damals der MöPö – weil er alles im Mix niedergemöööpt hat, denn die Kiste ist sehr durchsetzungsstark.
    Aber bei Ebay bin ich immer noch auf der Jagd, und wenn ein schönes Exemplar vor die Flinte kommt – Peng!
    Ein Lieblingssynth.

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    MidiDino AHU

    Der Bericht gefällt mir auch. Weshalb jedoch ‚bloß‘ (vor langer Zeit) mit gut bewertet wurde, ist nicht ersichtlich. Ich halte den Monopoly für einen der besten Analogen, die je gebaut wurden, gerade wegen des eigenständigen Klanges und der gestalterischen Möglichkeiten. Und weil er nicht allzuweit verbreitet ist, hört man ihn nicht an jeder Ecke. Mir gefällt die ‚Härte‘ und ‚Brutalität‘ zudem sehr gut, aus ästhetischer Sicht. Robert Wittek bietet übrigens weitere Sound-Beispiele per MP3 und Infos: http://www.....opoly.html
    Für mich ist Korgs Monopoly quasi ein Geheimtipp ;-)

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    Full Bucket

    Mein allererster Synthi! Zum ersten Mal gesehen hab ich ihn 1982 bei einem lokalen Orgelhändler, aber erst zwei Jahre später beim Synthesizerstudio Bonn als Sonderangebot gekauft (1300DM? Weiß nicht mehr so genau).
    Diese Unzahl an Knöppen, dieses Blau *seufz*… ich hab ihn immer noch, nach Jahren des Live-Einsatzes zwar etwas ramponiert, aber intakt.
    2010 entschloss ich mich dann, den MP4 als „Mono/Fury“ VSTi zu digitalisieren. ;-)

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Blue Box: Korg MonoPoly

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