Blue Box: Korg PS-3200, PS-3300, Analogsynthesizer

2. Januar 2016

48 VCOs, 48 VCFs & 48 VCAs

Korg PS-3200 Synthesizer (Photo by RLmusic)

Anlässlich des neuen Jean Michel Jarre Albums 2015 ist es angebracht, einen seiner treuen Wegbegleiter vorzustellen, der auch heute noch im Bühnen-Setup von JMJ zu finden ist: den Korg PS-3200. Dieses semi-modulare Instrument kam 1978 ein Jahr nach Start der Serie in Form von PS-3100 bzw. PS-3300 auf den Markt. Den Korg PS-3100 hatten wir ja bereits einmal HIER ausführlich vorgestellt.

Technisch gesehen hat sich in diesem einen Jahr viel getan. Der PS-3200 verfügt als Einziger der Serie über einen Programmspeicher, stufenlosen Chorus und andere Besonderheiten, auf die ich später noch eingehen werde.

Mehr Features: Das Panel des Korg PS-3300 (Photo by Peter Mahr)

Als kleine Übersicht darf man kurz anmerken, der Korg PS-3200 ist faktisch ein doppelter Korg PS-3100, während der Korg PS-3300 den kleinsten Bruder bereits dreimal beherbergt. Der Korg PS-3100 gilt allgemein als einer der ersten vollpolyphonen Synthesizer seiner Zeit und war mit nicht weniger als 48 Filtern, 48 Oszillatoren und 48 Verstärkern ausgestattet.

Doch zurück zu Jean Michel Jarre. In Anbetracht dessen, dass er auch den PS-3300 sein Eigen nennen durfte, erstaunt es zu hören, dass sich der Meister letztlich auf den kleineren PS-3200 beschränkt. Dabei geht es nicht um die Größe an sich, sondern um den sehr unterschiedlichen Klangcharakter bzw. die unterschiedlichen Möglichkeiten. Musikalisch gesehen ist der PS-3200 bei weitem nicht so ergiebig wie seine beiden Brüder (dies sei als sehr persönliche Einschätzung verstanden!). Zwar ist er immer noch interessant und bietet ein paar echte Besonderheiten, doch fehlen ihm ganz wesentliche Elemente der ursprünglichen PS-3100/-3300 Linie. Dazu aber später …

VOLLpolyphonie

DasAlleinstellungsmerkmal der Korg PS-Serie liegt schon im Namen derselbigen begründet: Polyphonic Synthesizer. Dabei hat Korg eigentlich noch wirklich untertrieben, denn VOLLpolyphonie ist der Kern des ganzen Spektakels und eine Erklärung für die enorm aufwendige Konstruktion bzw. für den nicht sehr bescheidenen Anschaffungspreis der PS-Instrumente. Ein Blick ins Innenleben des PS-3200 zeigt dann auch gleich mehrere Dinge: Ähnlich des Towers eines Computers/Rechners sind hier die einzelnen Elektronik-Karten als quasi große Soundkarten eingeschoben. Puncto Servicefreundlichkeit eigentlich eine exzellente Lösung.

Die eingefächerten Soundkarten sind auch der einfache Grund, warum die PS-Instrumente so tief gebaut und klobig konstruiert sind. Dabei drängen sich die einzelnen Platinen selbst in dieser effizienten Bauweise noch dicht aneinander und es wundert mich (als absolut technischer Laie) doch sehr, dass Korgs Polyphonic Synthesizersdennoch so zuverlässige und solide Instrumente waren bzw. es vor allem bis heute geblieben sind! Bei genauerer Betrachtung der Eingeweide des PS-3200 sind interessanterweise auch Elemente des Klassikers PS-3300 zu erkennen: Das Netzteil im 3200er etwa wurde direkt vom großen Bruder übernommen.

VOLLpolyphonie war das Thema und es lässt jeden PS auch heute noch sehr gut aussehen. Mit 4 Oktaven (48 Tasten) und 2 Oszillatoren pro Stimme würde man sich beim PS-3200 theoretisch 96 Oszillatoren erwarten. Nun, ganz so umfangreich ist es denn doch nicht. Korg arbeitete – wie auch andere Hersteller – mit Oktave Divider, dem Prinzip der Frequenzteilung. Von den 24 Masteroszillatoren ausgehend (12 Töne chromatisch von C bis H, jeder Ton mit 2 VCOs) werden die restlichen Oktaven mit Frequenzteiler erzeugt. So erhält man (genau genommen) eine Pseudo-Vollpolyphonie, die letztlich auf nur 12 wirklich unabhängige Stimmen/Töne zurückgeht. Doch das tut der Mächtigkeit der PS-Serie keinen Abbruch. Ganz im Gegenteil. Ein durch und durch vollpolyphoner Synthesizer wäre in strikt analoger Bauweise 1.) zu aufwendig und zu groß, 2.) nicht leistbar und 3.) langfristig wohl auch zu anfällig gewesen.

Korg PS-3200 (Photo by RLmusic)

Aufbau – der PS-3200 Synthesizer im Vergleich

Der Korg PS-3200 bietet eine klassische analoge Stimmenarchitektur mit VCOs, VCF, VCA, Hüllkurven, LFOs. Obwohl das Instrument bei 48-stimmiger Polyphonie und Programmierbarkeit nach Dream Machineklingt, bin ich etwas skeptisch und wundere mich persönlich, warum JMJ ausgerechnet dem PS-3200 den Vorzug gab.

PS-3200 Analogsynthesizer … das Gute

Pro Stimme bietet der PS-3200 ZWEI VCOs. Das ist ein entscheidender Fortschritt gegenüber dem PS-3100. Damit lassen sich nuanciertere, abwechlsungsreichere und sensiblere Timbres erstellen als es der kleine PS erlaubt. Zudem kann das SCALING – also die Fußlage der Oszillatoren – CV-gesteuert werden (dies ist ein bemerkenswert gelungenes Feature)!

CV-Scaling der beiden VCOs

Der (beim PS-3100 leider auf einem hohen Wert konstant eingestellte) Chorus ist beim PS-3200 stufenlos, was wiederum eine feinere Klangformung erlaubt. Die Tastatur – PS-3010 – ist schließlich noch ein echtes Highlight.

Genialer Controller – Korg Joystick

Hier ist der Joystick dem einfachen Wheel des kleinen PS natürlich klar überlegen und auch insgesamt ist die Qualität der Tastatur deutlich besser. Der PS-3200 lässt sich softer und angenehmer spielen als das etwas klapprige (und fest integrierte) Keyboard des PS-3100.

Die Speicherbarkeit ist noch – last but not least – eine doch sehr angenehme Sache. Einmal Knopfdruck und schon sind die Einstellungen (fast) aller Potis/Schalter gespeichert. Optisch einfach zu erkennen sind jene speicherbaren Bereiche, die über eine gelbe Schrift verfügen (also der „zentrale“ Klangerzeugungs-Block). Patchverbindungen bleiben davon natürlich ausgenommen, doch bei den überschaubaren Patchoptionen stellt das ohnehin kein echtes Problem dar.

Nun ja, fast hätte ich den Aspekt Hardware vergessen: Der Korg PS-3200 ist um ein (deutlich) gutes Stück besser verarbeitet als der PS-3100. Da betrifft nicht nur die (qualitativ hochwertigere) Tastatur, sondern vor allem das wesentlich robustere und aus besserem Holz gefertigte Chassis des Instruments.

Korg PS-3200 Tastaturanschluss

PS-3200 Analogsynthesizer … das weniger Gute

Die wunderbaren RESONATOREN der Vorgänger PS-3100/PS-3300 hat der PS-3200 NICHT bekommen. Das ist ein deutlicher klanglicher Verlust. Gerade dieses Dreifach-Filter sorgt für erstaunliche Lebendigkeit bzw. Tiefe und ist zu einem wesentlichen Teil für den markanten PS-Klangcharakter verantwortlich. Nun, beim PS-3200 kann man davon höchstens träumen und muss sich stattdessen mit einem keineswegs vollwertigen Ersatz zufrieden geben: einem 7-stufigen Equalizer.

Die schönen Hüllkurven-Presets des PS-3100 sind leider auch nicht zu finden. Das knackige, erfrischende “Schnappen” bei kurzem Attack/Release kommt beim PS-3200 nicht so stark zur Geltung (und auch das legendär lange, bei Maximum über 2 Minuten dauernde Attack des PS-3100 ist verschwunden). Wohl als Fortschritt verstanden, hat Korg statt der ursprünglichen (und zugegeben etwas unüblichen) Preset-Envelope-Schalter nun standardisierte Hüllkurven mit Regler für ADSR eingebaut. Auch damit hat der PS-3200 ein wichtiges Stück an eigenständigem – bzw. vor allem eigenwilligem – Klangcharakter verloren. (Doch immerhin sind die CV-Eingänge für Attack und Release geblieben, was nach wie vor ein geniales Feature darstellt).

Klang des Korg PS-3200 und Korg PS-3300

Der Korg PS-3200 und PS-3300 bieten auch ohne Resonatoren des PS-3100 und mit veränderter Hüllkurven-Architektur ein nicht zu leugnendes gewaltiges klangliches Potential. Vollpolyphone Flächen haben grundsätzlich einen ganz eigenen Charme. Nun ist es von unschätzbarem Wert, dass der PS-3200 zwei VCOs pro Stimme hat. Dies erlaubt sehr subtile, zuweilen beinahe sakrale Flächen. Die zwei LFOs sind zudem natürlich echte Modulationswaffen (sie sind bei PS-3100 und PS-3200 übrigens praktisch identisch). MG1 (= Modulations Generator 1) bietet viele unterschiedliche Schwingungsformen – inklusive Rauschmodulation – und geht bis weit in den Audiobereich zwecks Erzeugung von Ringmodulator-ähnlichen Effekten / metallischer- und FX-Sounds feinster Art. MG2 bietet nur eine Dreieckschwingung für reguläre Vibrato-/WahWah-/Standard-Effekte. Mit den beiden LFOs lassen sich Flächen oder auch gewöhnliche Sequenzen äußerst lebendig modulieren. Beim PS-3200 kommt noch der geniale Joystick der exzellenten PS-3010 Tastatur ins Rennen, denn nachdem die Geschwindigkeit von LFO1 CV-steuerbar ist, kann man (zum Beispiel) eine Richtung des X/Y-Controllers mit diesem Speed-Eingang verbinden (und besagten LFO z.B. den VCA modulieren lassen), während man die noch freie Ebene des Controllers der Filter-Frequenz zuordnet. Durch kreishafte Bewegung des Joyticks ändern sich nun Klangfarbe und Lautstärke (bei ständig wechselnder Modulationsgeschwindigkeit) in nicht enden wollenden Variationen zueinander. So etwas lässt sich mit praktisch keinem anderen polyphonen Synthesizer außerhalb der PS-Serie erzeugen (polyphon aufgebaute Modularsysteme ausgenommen).

Die CV-Steuerung der VCO-Fußlagen ist ein weiteres Highlight des PS-3200 (so auch zu hören in den angefügten Audiobeispielen). Erweitern wir kurz das zuvor erdachte Beispiel und lassen die Filter-Frequenz nun (direkt) von LFO2 modulieren (langsame Filtersweeps), während Ebene X des Joysticks wie gehabt die Geschwindigkeit von LFO1 (der den VCA moduliert) verändert. Ebene Y wird hingegen mit SCALE von VCO1 verbunden, und schon ist das Wunderwerk geschaffen: Bei sich kontinuierlich verändernder Filterfrequenz (Wah-Wah Effekt gemäß LFO1) kann man mittels Joystick die Geschwindigkeit der Amplitudenmodulation (VCA) und gleichzeitig die Oktavräume von VCO1 durchfahren. Klangliche Resultate sind dramatische, organische und äußerst dynamisch wirkende Klangverläufe – wobei in diesem Beispiel viele interessante Features wie VC Attack/Release, KeyFollow Funktionen von VCF/VCA oder die separate S/H-Einheit noch gar nicht eingebaut wurden.

Korg PS-3200 Tastaturanschluss

Verbreitung der Korg PS-Synthesizer

Obvowhl der Korg PS-3200 bis weit in die 80er Jahre in Produktion bzw. im Angebot war, wurden nur 500 Stück davon hergestellt. Das entspricht jedoch in etwa der PS-Tradition, denn auch vom kleinen PS-3100 wurden nicht mehr als 600 Stück verkauft. Der große PS-3300 (von dem Jean Michel Jarre seinerzeit übrigens zwei Stück im Studio hatte) fällt bekanntlich noch deutlicher aus dem Rahmen, brachte er es doch nur auf ca. 50 gebaute Exemplare.

Der Korg PS-3200 blieb jedenfalls – wie eben angedeutet – wesentlich länger in Produktion bzw. im Angebot als seine beiden Brüder. In Korgs Preisliste von 1984 (!) wurde er beispielweise noch angeführt. Die Synthesizer-Einheit kostete dabei immerhin noch 15.500 DM, das dazugehörige (optionale!) PS-3010 Keyboard weitere 2.350 DM. Damit war der komplette PS-3200 mit Abstand das teuerste aller Korg-Synthesizer-Objekte der 80er Jahre … und das zu einem Zeitpunkt, als Sampling, digitale Synthese und MIDI bereits den Globus eroberten. An zweiter Stelle rangierte der (auch nicht mehr ganz frische) „Star der analogen Manege“ – der Trident MKII – mit bescheidenen 11.100 DM Anschaffungspreis. Aus heutiger Sicht kann man angesichts solch exorbitanter Zahlen nur staunend den Kopf schütteln und sich wundern, wie Musiker bzw. Studios überhaupt genug Bares aufbringen und sich solch teure Instrumente anschaffen konnten.

Empfehlung: Der Korg PS-3100

Abschließend noch eine sehr persönliche Einschätzung und Bemerkung: Wer auf der Suche nach einem Instrument der PS-Familie ist, sollte – meine Empfehlung – den Korg PS-3100 ins Auge fassen. Durch die integrierten Resonatoren und seine deutlich interessanteren Hüllkurven ist er – meiner Erfahrung im direkten Vergleich zum PS-3200 – klanglich wesentlich attraktiver. Gemäß dem Motto „small is beautiful“ schätze ich ihn als heimlichen Star der PS-Serie ein. Ähnlich dem Roland Juno-60, dessen erdiges Charisma manchmal sogar einen Roland Jupiter-8 in die Tasche stecken kann.

Nachbau des Korg PS-3200 Synthesizers

Last but not leastdarf man keinen Artikel über den Korg PS-3200 schreiben, ohne dabei eine DER Legenden deutscher Synthesizer-Elektronik zu nennen: Jürgen Haible. Als exzellenter Techniker und aktiver Musiker hat er es sich vor einigen Jahren nicht nehmen lassen, den Korg PS-3200 komplett nachzubauen. Dabei hat Haible seinem Instrument sogar die (beim Original nicht mehr integrierten) Resonatoren wieder hinzugefügt und ich muss zugegeben: Diesen PS-3200 hätte ich sehr gerne.

Der Korg PS-3200 on YouTube

Und hier noch ein YT-Video, auf dem der Klangcharakter des Korg PS-3200 gut zu hören ist:

Fazit

Der semi-modulare, vollpolyphone PS-3200 heute:

Grundsätzlich finde ich das Leben ohne zumindest EINEN Polyphonic Synthesizer im Studio schwer vorstellbar. Die klanglichen Nuancen, die klanglichen Welten eines (mit etwas Geduld und durchdacht programmierten) PS-3100/3200/-3300 sind eine musikalische Sprache für sich. Nicht wenige „PS-(Schnell)-Tester“ stimmen hier keinesfalls zu (vor allem, was die klangliche Qualität und Ausdrucksstärke des PS-3100 betrifft), das ist mir bekannt. Dennoch habe ich enorm viele außergewöhnliche musikalische Erlebnisse und ungehörte Klangeindrücke der PS-Serie (vorwiegend am PS-3100, weniger am PS-3200) kennen gelernt, um jemals wieder darauf verzichten zu wollen. Heute gibt es – aus meiner Sicht – drei Aspekte, die FÜR Korgs Polyphonic Synthesizer sprechen: Erstens der zuvor erwähnte spezielle (vollpolyphone) Klangcharakter bei modularen Eingriffsmöglichkeiten zusammen mit diversen ungewöhnlichen Klangbausteinen. Zweitens die Zuverlässigkeit der Instrumente (ein gut gepflegtes PS-Instrument hat erstaunlicherweise selten technische Probleme) und drittens die Möglichkeit, via Kenton MIDI die PS-Serie ins MIDI-Setup zu integrieren (was – zugegeben – nicht günstig, aber zwecks musikalischen Möglichkeiten – Vollpolyphonie und MIDI !!! – sehr lohnend ist).

Preis

  • Stand Syntacheles Liste November 2015:
  • Korg PS-3100 ca. 5.000 Euro
  • Korg PS-3200 ca. 6.000 Euro
  • Korg PS-3300 ca. 12.000 Euro
Klangbeispiele
Forum
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    AMAZONA Archiv

    Wow ist das ein Brummer. Also ich bin mir sicher dass ich damit überfordert wäre. Und da liegt auch das Problem, so viel Tamtam für einen einzigen zwitschersound? Wer macht denn mit sowas MUSIK? Also der otti normal Verbraucher kann sich ja gar nicht vorstellen dass man damit etwas zustande bringen könnte. Es gibt natürlich auch keine presets!
    Schön zu lesen, aber einfach nicht praktisch anwendbar.

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      Beim PS-3200 lassen sich die Parameter, die gelb/orange beschriftet sind abspeichern.

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      Viele wären auch mit einer Sitar, einer Geige, einem Theremin oder sonstigen Instrumenten überfordert. Das spricht jedoch nicht gegen diese Instrumente…..

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      AMAZONA Archiv

      „so viel Tamtam für einen einzigen zwitschersound?“ Dieser Synth kann viel mehr, als die Klangbeispiele vermuten lassen. Es ist also nicht nur so ein Zwitschersound machbar ;) „Wer macht denn mit sowas MUSIK?“ Leute, die wissen, wie man Synthesizer bedient. Unter anderem die Band Camouflage – Guckst Du hier: http://www.....nmZGq2eGyI „Also der otti normal Verbraucher kann sich ja gar nicht vorstellen dass man damit etwas zustande bringen könnte.“ – Möglicherweise ist Dir schon aufgefallen, dass neben Otto-Normal-Verbrauchern auch diejenigen die Artikel auf Amazona lesen, die wissen wie man eigene Klänge an einem Synth erstellt. Diejenigen, die wissen, dass eine „Hüllkurve“ keine Schweinerei ist und das der Resonanzregler keinen Einfluss darauf hat, wie viele Leute deine Tracks liken und kommentieren. Für alle die damit noch Probleme haben, gibt es wunderbare Bücher, mit denen man Klangprogrammierung erlernen kann. Mir selbst halfen vor etlichen Jahren „Synthesizer Programming“ von Peter Gorges, sowie „Synthesizer“ von Florian Anwander, der hier letztens auch interviewt wurde.

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    MidiDino  AHU

    Danke für die Story über die PS-Serie von Korg. Da mich solche Vintage-Geräte nicht ernsthaft interessieren – ich bin kein Sammler von Geräten, war allenfalls einer von Multisamples für meinen E 4 Sampler – hätte ich anders gar nicht die Chance, etwas über die alten Geräte zu erfahren, als in Form einer Story hier bei amazona.de. In diesem Zusammenhang ein großes Dankeschön an die Amazona-Redaktion, die solche Vintage-Stories möglich macht, und ebenso ein nicht minder großes Dankeschön an Theo, der meinem Eindruck nach stets mit viel Sachkenntnis schreibt. Ich bin ja so pervers ;-) es entweder gar nicht mehr zu wissen, von welchem Gerät meine Library-Sounds kamen, oder es absichtlich für völlig unrelevant halte, weil ich ohnehin die Synthesizer-Funktionen des Samplers nutze. Mehr Vintage gönne ich mir normalerweise nicht ;-)

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    AMAZONA Archiv

    @ Theo, super Bericht, wie immer! Man sollte vielleicht das nächste mal so einen Hinweis posten wie: Achtung! Das lesen dieses Artikels kann G.A.S. fördern :D Frohes neues!

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    der jim  RED

    Ein Tipp für Sci-Fi-Fans: in dem 80er Jahre-Film „Jupiter Inferno“ (org. Sayonara Jupiter) wurde das Panel des PS-3300 als Steuereinheits-Dekoration für ein Shuttle sowie in der Mission-Control verwendet. Mit deutlich sichtbarem Korg-Logo und fehlenden Knöpfen!
    Der Soundtrack-Komponist Kentaro Haneda war wohl ein Freund von Korg-Chef Kato und hat den PS-3300 öfter für SFX-Klänge eingesetzt.

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    Jaguar

    Sehr schöner und – wichtig – persönlicher Beitrag, danke!
    Als ich mir 1978(?) den MS20 kaufte, dachte ich, die PS Serie wäre einfach die polyphone Version davon. Ist offensichtlich sehr viel mehr ?
    Ich finde das Design sehr gelungen, richtig einladend zum Schrauben. Leider sehr schwer zu bekommen. Sollte mir mal einer über den Weg laufen …..

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    iggy_pop  AHU

    Der 3200 ist ein schönes Gerät, das klanglich nicht sehr flexibel ist, sich durch die Vollpolyphonie aber vollgriffig spielen läßt und einen sehr musikalischen Eindruck hinterläßt: Ransetzen, schrauben und losspielen. Das ist der positive Aspekt. Der negative ist, daß die scheinbaren Verbesserungen wie zwei Oszillatoren pro Stimme und richtige Hüllkurven zusammen mit den Patchpunkten Flexibilität vorgaukeln, wo keine vorhanden ist. Die Verknüpfungsmöglichkeiten sind ein netter Bonus, aber nicht immer so hilfreich, wie man es gerne hätte. Die LFO-Frequenz ist begrenzt (manchmal wünscht man sich eben mehr) und der EQ ist eher unnütz — das Fehlen des Triple Resonators ist ein echtes Manko. Der 3200 hat viel Charakter, aber im Gegensatz zu einem CS50 oder CS80 war er mir nach einer halben Stunde eher langweilig. Die Marktpreise reflektieren allenfalls die Seltenheit des Gerätes sowie seinen ästhetischen Reiz, aber nicht seinen klanglichen Nutzen.

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    WOK  

    48 Oszillatoren hat man damals allerdings noch nicht in so einen Kasten gequetscht bekommen.
    Die PS-Serie arbeitete mit Octav-Dividern, so wie Transistor-Orgeln oder auch der Polymoog.

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