BLUE BOX: Oberheim Matrix 6, 6R, 1000 & Marion Prosynth

Der MATRIX-6 sowie der MATRIX-1000 verfügen je über sechs Stimmen. Und hier enden die Gemeinsamkeiten. Denn im Gegensatz zum MATRIX-1000 kann der MATRIX-6 diese Stimmen splitten, „layern“ und über einen Stereoausgang ausführen, wo beim MATRIX-1000 nur ein Monoausgang zur Verfügung steht. Die Nase vorn hat der MATRIX-1000 mit einer Speicherkapazität von 1000 Sounds, davon 200 im RAM-Bereich und damit überschreibbar. Der MATRIX-6 verfügt dagegen nur über 100 überschreibbare Soundprogramme und über 50 Kombiprogramme (Split und Layer-Sounds), die im 1000er natürlich fehlen.

Oberheim_Xpander_01

Oberheim Xpander – quasi der Ur-Matrix

Der Sound der Matrix 6-Serie

Sowohl Matrix-6 als auch Matrix-1000 klingen trotz digital gesteuerter Oszillatoren (deren Schwingungsformen trotz allem analog sind), durch die echten Analogfilter ausgesprochen warm und druckvoll. Tom Oberheim selbst sagte kürzlich sogar in einem Interview mit der Zeitschrift Keyboard (USA), dass für ihn persönlich der MATRIX-6 druckvoller klang als seine Kollegen aus der Kult-Ecke Xpander und MATRIX-12.

Tatsächlich klingen die jungen Matrixe bissiger und direkter, aber ganz sicher nicht wärmer! Oberheim Xpander und Oberheim Matrix-12 klingen deutlich lebendiger, ungenauer … anders kann ich es nicht besser beschreiben. Da sich in beiden Matrix-Generationen dieselben Werksklänge befinden, lässt sich hier auch entsprechend einfach ein A/B-Vergleich durchführen.

Nach meinem Geschmack haben Matrix-12 und Xpander den eher unverwechselbaren, vollen Analogsound, der die Oberheims einst so berühmt gemacht hat, während Matrix-6 und Matrix-1000 deutlich spürbar an die Leine gelegt wurden. In Sachen Hüllkurvengeschwindigkeit sind die MATRIXe nicht die schnellsten, aber erlauben immer noch einen mächtigen Punch. Perkussive Klänge sind absolut machbar, auch wenn es da sicher noch einige Synthesizer am Markt gibt, die deutlich schneller sind.

Modulation/Bender des Matrix 6

Bis auf den Matrix-1000 erlauben übrigens alle MATRIXe ein Layern oder Splitten der Sounds. Beim Matrix.12 geht das sogar 12-fach, beim Xpander 6-fach und beim Oberheim Matrix-6 und 6R noch 2-fach. Für Layers mit dem Matrix-1000 benötigt man einen zweiten Matrix-1000. Übrigens eine Variante, die in der Praxis oft durchgeführt wird.

Zurück in die Gegenwart

Es stellt sich die Frage, ob der neuere PROSYNTH gar nur ein moderner MATRIX-1000 ist.

Zunächst verfügt der PRO-SYNTH über eine 8- statt 6-stimmige Klangerzeugung und nutzt bei Bedarf den MIDI-Multimode. Mal eben schnell eine Sequencerlinie plus Basslauf und Flächendeckung simultan auf verschiedenen MIDI-Kanälen anspielen, stellt für den PROSYNTH die leichteste Übung dar. Das Ganze verläßt schließlich einen „echten“ Stereoausgang.

Konnte man beim Oberheim MATRIX-6 nur zwischen links, rechts oder beidem wählen, gestattet der PROSYNTH, seine Klänge frei im Stereopanorama anzuordnen und diese Einstellung in Echtzeit zu beeinflussen. Ein Filtersweep von links nach rechts wandernd ist spielend möglich.
An Speicherkapazität kommt der PROSYNTH nicht ganz mit dem MATRIX-1000 mit, erreicht aber immerhin noch die Hälfte, sprich 500 Single- oder Layer-Sounds, davon 200 im ROM-Bereich auf alle Ewigkeit fest eingebrannt und der Rest für eigene Klangkreationen.
Vergleicht man diesen Wert mit dem vieler Mitbewerber, steht der PROSYNTH ganz klar im oberen Spitzenfeld.

Ein Wermutstropfen folgt bei Fuß: Nur ein einziges Multi-Setup wurde vom Hersteller implementiert und sorgt für Frust! Allen Gegenargumentationen zum Trotz, man könne schließlich die wichtigsten Parameter per MIDI-Befehl durchjagen und sich so bei Bedarf im Sequencer seine speziellen Multi-Setups zurechtlegen, behaupte ich, dass bei exzessiver Nutzung des MIDI-Multi-Modes ein echter Multi-Mode-Speicher absolut notwendig ist. Hier wurde am falschen Platz gespart … und das wird groß und rot angestrichen, sorry!

Marion Systems MSR-2

Marion Systems MSR-2

Kommen wir nun zur Klangerzeugung des

Marion PRO-SYNTH

Wie erwartet liegt der Klangerzeugung des PROSYNTH ein klassischer, analoger Synthesizer zu Grunde. Zwei Oszillatoren plus Rauschgenerator erzeugen die Ausgangsschwingungsformen, die durch einen Mixer geleitet, ein Filter, einen Verstärker und schließlich noch ein Panoramamodul durchwandern.

Die Ausgangsschwingungsformen werden auch beim PROSYNTH, ebenso wie beim MATRIX-1000, digital gesteuert, um eine höhere Stimmstabilität zu gewährleisten und sollten demnach DCO heißen, tun sie aber nicht. Bei MARION SYSTEMS gab man ihnen den Namen HRO (Hals – Rachen – Oberarzt?). Was soviel bedeutet wie HIGH RESOLUTION OSCILLATOR, dazu später mehr. Trotzdem dürfen wir sowohl beim Matrix-1000 als auch beim PROSYNTH von einem analogen Synthesizer sprechen dank analoger Filter und Oszillatoren. Obwohl inzwischen relativ überzeugende digitale Analogfilter-Imitationen, beispielsweise von EMU oder ROLAND, auf dem Markt sind, geht eben doch nichts über die Klangeigenschaften eines echten analogen 24 dB Tiefpassfilters mit Resonanz, wie wir sie sowohl beim MATRIX-1000 als auch beim PROSYNTH antreffen.

Die Matrix zur Verknüpfung von unterschiedlichsten Modulatoren und Modulationszielen existiert auch hier. Leider erkannten die Entwickler aber nicht die Zeichen der Zeit, um auch die MIDI-Clock als Modulationsquelle einzufügen. So hätte ein MIDI-Clock-gesteuerter Random-LFO z.B. den Filterverlauf zerhacken können und das im richtigen Timing. Pech gehabt, das kann weder der MATRIX-1000 noch der PROSYNTH. Trotzdem, auch der PROSYNTH erlaubt die Ansteuerung von 33 verschiedenen Modulationszielen bei einer Auswahl von 25 Modulationsquellen und übertrifft damit sogar noch seinen „Konkurrenten“ um einige sehr interessante Möglichkeiten wie Panorama oder gar verschiedene Parameter der HROs, wobei wir gleich beim entscheidenden Kernpunkt der Unterschiede angelangt sind. Bis hierher drängt sich ganz klar der Gedanke auf, der PROSYNTH sei nichts weiter als eine moderne Kopie des MATRIX-1000/MATRIX-6R mit Multi-Mode – weit gefehlt, denn jetzt kommt’s – die HROs sollen der eigentliche Knüller des Pro-Synths sein.

Analoge Synthesizer der MATRIX-6R Generation verfügten hauptsächlich über die Grundschwingungsformen SÄGEZAHN, DREIECK und PULS. Über den Parameter Waveshape lasst sich ein fliesender Übergang zwischen Dreieck und Sägezahn modulieren. Der PRO SYNTH erlaubt ebenfalls einen fließenden Übergang zwischen Sägezahn und Dreieck. Auf Wunsch natürlich auch in Echtzeit durch Zuweisung einer Modulationsquelle zu diesem Parameter innerhalb der Modulationsmatrix. MARION-SYSTEMS bezeichnet dieses Verfahren auch als MORPHING OSCILLATORS.
Ganz nebenbei sollen im PRO SYNTH aber die HROs noch um einiges getreuer in der Auflösung sein und somit den ultimativen Analogsound erst ermöglichen. Warten wir’s ab.

Der Sound und nichts als der Sound

Egal was uns pfiffige Marketingexperten für tolle Bezeichnungen und Konzepte in die Ohren lullen wollen, entscheidend ist, was kommt dabei heraus. Aus diesem Grund habe ich mir die Mühe gemacht und quasi die Parameter eines MATRIX-1000 Streichers, eines soliden, knackigen Bassklanges, eines Brass-Sounds und eines bissigen Solo-Klanges (soweit möglich) in den PROSYNTH übertragen.

Natürlich war dies ein fast auswegloses Unterfangen. Da es aber nicht darum ging, die Klänge identisch nachzubauen, sondern nur – soweit irgendwie möglich – anzunähern, reichten die Ergebnisse zumindest aus, um die beiden Probanten zu vergleichen.

Also Sounds ganz ohne Layer und „PiPaPo“. Nun im einzelnen zu den Klängen.

Display der Marion-Synths

Display der Marion-Synths

STRINGS
Die Streicher des ProSynths klangen weicher und breiter. Ich würde das auch mit „edler“ oder „seidiger“ umschreiben. Den Matrix Geräten fehlten hier (subjektiv – ich habe das nicht gemessen) irgendwie die Luft in den Mitten. (klingt blöd, ich weiß). Aber offensichtlich sind die HROs des Pro-Synths dafür verantwortlich.

BASS
Bässe kommen im ProSynth immer rund, tief und breit, aber nie wuchtig, schnell und knackig. Da hat der Matrix klar die Nase vorn. Besonders die Envelopes des Matrix sind deutlich schneller als die des ProSynths.

BRASS
Der Matrix-1000 setzt sich durch und greift zu. Weiche Bläsersounds à la TOTO (Africa), wie man sie z.B. hervorragend mit einem Roland MKS70 erzeugen kann, sind auch hier die Stärken des ProSynths.

LEAD
Hier zeigen sich am deutlichsten die Vorteile und Nachteile beider Produkte. Knackiger kann einfach nun mal der MATRIX-1000, der auch hier die bessere Durchsetzungskraft hatte. Für softe Leads in ruhigen Songs macht sich der ProSynth aber besser.

Der MSR-2 von hinten mit seinen zwei Einschüben

Der MSR-2 von hinten mit seinen zwei Einschüben

Allgemeines zur Oberheim Matrix-6 Serie

Man hat im ProSynth nicht mehr die analoge Wucht eines Matrix. Er klingt eher hybrid – eben wie eine Mischung aus analog und digital. Damit ist er nicht weit entfernt von einigen guten virtuell analogen Plug-ins. Der ProSynth ist nie aufdringlich und bettet sich fast ohne Equalizing in die Mischung ein. Wer aber den echten analogen Touch sucht, wird mit dem Matrix mehr Freude haben.

Auf der anderen Seite konnte ich mit dem ProSynth einige sehr Vangelis-artige Sounds erzeugen, die am Matrix-1000 unmöglich wären. Softe Bells, zupfartige Sequencer-Sounds und sehr weiche Leads.

Zu guter Letzt forstete ich noch die Effektklänge beider Geräte durch und muss sagen, dass beide auf ihre Art zu 100% überzeugen konnten. Was hier geboten wurde, kommt einfach nur aus der Analog-Fraktion. Besonders deutlich sind hier dann auch die Morphing-Qualitäten des PRO-SYNTH zum Tragen gekommen, wo sich der Klangverlauf abrupt durch einen Dreh am Modulationsrad verändern lässt. Der MATRIX-1000 dagegen knallt einem die Helikopter, Herztöne und Kraftwerk-Zips nur so um die Ohren.

Zu guter Letzt eine Vergleichsübersicht aller wichtigen Parameter:

6_Bild 1.png

Nachtrag

Da AMAZONA.de im Jahr 2000 noch nicht die Möglichkeit bot, Klangbeispiele hochzuladen oder abzuspielen, haben wir den Artikel nun mit einigen aussagekräftigen YT-Videos ergänzt.

An dieser Stelle auch wieder ein dickes Dankeschön an unseren Freund „tokyowax“, der uns erneut die tollen Bilder zur Verfügung gestellt hat.

Marion ProSynth:

Oberheim Matrix-1000

Oberheim Matrix-6

Und zum Schluss noch ein Skizze zum Marion Prosynth und MSR-2

Skizze Prosynth

Forum
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    AMAZONA Archiv

    Die kleinen Oberheimis – relativ günstig zu bekommen, aber großartig im Klang. Ich bin der Meinung ein Matrix gehört in jeden Haushalt. Die analoge Herkunft läßt sich nicht verleugnen, ein Matrix klingt auch ohne Weichspüleffekte großartig voll und kräftig, während die meisten virtuell-analogen Synths mit abgeschalteten Effekten wie ein billiges Plug-In klingen.

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    AMAZONA Archiv

    Ich fand den MSR-2 richtig schlecht. Gutes Konzept dahinter, aber lausig ausgeführt. Langsame Hüllkurven sind m.E. das absolute Killerargument für einen analogen. Zudem ist MSR-2 ein typischer Kandidat für: man nehme einen Synth eines bekannten Herstellers der nur sieben mal verkauft wurde und lobe diesen in den Himmel. Dito und noch besser: Chroma Polaris, die beschissenste Gurke, die ich je spielte, kommt aber bei einigen Foren immer wieder ganz oben an. Matrix 1000 find ich Klasse, will man Stereo oder Layer, kuft man zwei davon, der knallt und ist jeden Penny wert. Ich hatte mal die Gelegenheit mit Tom ein längeres Gespräch zu führen und bin so gut wie sicher, dass er sagte, der 1000er ist nicht mehr sein Ding gewesen, er war noch in der Firma mehr nicht.

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    AMAZONA Archiv

    Mir standen mal eine geraume Zeit der Prosynth und der OB-X für einen Direktvergleich zur Verfügung. Interessant, dass der Grundsound des modernen Prosynth exakt mit dem des alten Schlachtschiffs OB-X übereinstimmt. Das klingt erstmal positiv. Selbst die Hüllkurvengeschwindigkeiten beider Oberheims stimmen überein, wie immer man das werten mag. Kann der Prosynth also einen OB-X ersetzen? Leider nein, denn jetzt kommt der Haken:

    Der Prosynth bietet pro Stimme zwar einen 12db- u. 24dB-Filter (der OB-X „nur“ einen 12dB-Filter, wobei man hier ein 24dB-Filter nicht wirklich vermisst), doch klingen diese im Vergleich mit dem OB-X-Filter saft- und kraftlos. Ich störe mich außerdem an Synthesizern, deren Lautstärke bei erhöhter Filter-Resonanz hörbar abnimmt, wie es beim Prosynth leider der Fall ist. Das 12dB-Filter im OB-X klingt ungleich edler, bei erhöhter Resonanz wird hier der Klang reicher und nicht ärmer.

    Auch im Vergleich mit anderen Synthesizern, wie z.B. dem Roland Juno 60, machen die Prosynth-Filter keine gute Figur. Keine Ahnung, warum Tom Oberheim es nicht geschafft hat, die Filter-Qualität des OB-X in den Prosynth zu übertragen. Mich würde interessieren, wie die Prosynth-Filter im Vergleich mit anderen Oberheims abschneiden.
    Wer den OB-X Sound will, kommt scheinbar nicht umhin, sich einen OB-X zu kaufen. Den OB-X Sound aus RUSHs „Tom Sawyer“ (nur als Beispiel) bekommt man mit dem Prosynth jedenfalls nicht hin.

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    AMAZONA Archiv

    Nochwas zum Matrix 6 bzw 6R: Es gibt da ein sehr unschönes Problem welches schon manchen Besitzer zur Weißglut getrieben hat: nach einer Weile haben manche Stimmen plötzlich unterschiedliche Timbres. Die Ursache sind die von Oberheim verbauten Billichfassungen für die CEM3396. Die verdrecken regelrecht und die Beine der Pins werden schwarz und haben dann Übergangswiderstände statt Kontakt. Lösung: die Chips vorsichtig aus der Fassung hebeln und die Beinchen ebenso vorsichtig mit einem Radiergummi säubern. Nachdem ich das aber alle 3 Monate machen mußte entschloß ich mich zu einem radikalen Eingriff: Die Billigfassungen aus der Platine ausgelötet und durch Präzisionsfassungen ersetzt – Ruhe war.
    Besitzern von Atari MegaSTs ist dieses Problem (TOS-ROM-Chips) nicht unbekannt und hat da exakt die gleiche Ursache. Da gabs dann aufmal Streifen aufm Schirm und die Kiste fror ein.

    Der Matrix 6R hat an der Frontseite eine Remotebuchse. Dabei handelt es sich wahrscheinlich um einen Anschluß für einen Programmer, der aber nie erschien. Das Ganze ist eine serielle Schnittstelle die über einen der VIAs 6522 (iirc PB6, serieller Port) angeschlossen ist. Ob die Firmware da irgendwas mit anstellt hab ich dann nimmer rausgefunden. Platz im ROM wäre jedenfalls gewesen um da nochwas dazuzubauen, man müßte letztlich ja nur Steuercode und Werte abfragen und diese dann an die interne MIDI-Verarbeitung leiten (Sysex Controlchanges). Wollt ich mal machen, aber dann hatte ich keine Lust mehr und das Ding verkauft:)

    Gruß, Dietmar

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    AMAZONA Archiv

    Ich habe mir den ProSynth damals neu gekauft, und bin immer noch sehr zufrieden damit. Die Anleitung ist leider sehr dürftig und die Werksounds zeigen nicht annähernd das Potenzial des Synths auf. Auch die Hüllkürven sind nicht superschnell. Aber das macht alles nix, denn der Synth ist vor allem eines: gnadenlos komfortabel zu editieren (für einen 1HE Synth). Sehr durchdachte Menüstruktur, zwei hochwertige Alpha Dials, Quick-Access Menüstruktur, da macht das Soundbasteln wirklich Spaß.

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      YC45D  

      Ja gut,die Presets zeigen nicht annähernd das des Prosynth,aber bitte wo hört man denn einmal wirklich das Potential des Synth?
      Nirgendwo eigentlich,bei youtube nicht,in den Foren existieren auch keine Beispiele.Vielleicht könntest du ja mal hier im Forum etwas vom Prosynth hören lassen,bin sehr gespannt darauf…

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      division  

      Ich habe meinen ProSynth damals auch neu gekauft und bereue es bis heute in keinster Weise. Bei dem Vergleich mit einem VA mußte ich fast lachen! Der 24db ProSynth Filter ist sowas von fett und schmatzig! Die Hüllkurven sind beim Matrix 1000 genauso lahm, das einzige was den 1000er schneller erscheinen läßt ist, ist der Note-On Klick (Dirac-Impuls), den man hinzuschalten kann. Einen über die Bucht erworbenen Matrix 1K habe ich nach einigen Jahren wieder verkauft. Bei dem kann man ja noch nicht einmal (auch nicht mit Programmer) den Filter Cutoff während des Sustains verändern. Dies ist nur über die Mod-Matrix möglich! Völlig panne…

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    mjon

    Also ich bin der Meinung das der 1000er anders klingt als der 6er hatte mal einen 1000er und hab jetzt einen 6er und bin der Meinung das ein 1000er räumlicher klingt. würde gern mal einen Test machen. den gleichen sound auf verschiedenen matrix synths programmieren und vergleichen.

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    Was mir an den „Matrixen“ sehr gefällt, ist die Tatsache, daß bei zunehmender Cutoff der Klang in den Tiefen nichts an Fülle und Druck verliert.

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    iggy_pop  AHU

    Tom Oberheim arbeitet seit 1961 an Synthesizern? Das würde ihn ja auf dem Zeitstrahl noch vor Donald Buchla und Bob Moog einordnen. Halte ich für ein Gerücht.
    Laut eigenem Bekunden begann Oberheim in den späten 1960ern, Effektpedale für Gitarristenfreunde zu entwickeln, die einen Leslie-Sound haben wollten, ohne jedes Mal einen 147 zum Gig schleppen zu müssen. Angeregt durch ein paar Schaltungen, die er in Elektronikmagazinen fand, baute Oberheim etwas, das irgendwie Leslie-artig klang, aber de facto ein Phase Shifter war — der auch prompt eines der ersten Produkte in Oberheims Sortiment wurde, neben dem Ringmodulator, der ursprünglich für Freunde in der Filmindustrie entwickelt worden war. So verwundert es nicht, daß Oberheims Ringmodulator-Prototyp im Soundtrack zu Planet der Affen zu hören ist. Die Sache mit den Effektpedalen entwickelte sich zum Selbstläufer, Oberheim baute fortan seine Produkte für Maestro/Norlin — bis Norlin in finanzielle Schwierigkeiten geriet und den Stöpsel ziehen mußte.

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      Tyrell  RED 12

      Du hast Recht. Das war unsauber formuliert. Ich habe die Stelle geändert und ergänzt.

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    iggy_pop  AHU

    Aus der Not machte Oberheim eine Tugend, entwickelte ein kleines Zusatzmodul zu Mini Moog und ARP Odyssey, das mit Oberheims eigenen Digitalsequenzer DS-2 angesteuert werden konnte, und fertig war das SEM. Um weiterhin im Norlin-Vertrieb bleiben zu können, kombinierte Oberheim mehrere SEMs mit einer polyphonen Tastatur von Dave Rossum (E-Mu Systems), und fertig waren Two, Four und Eight Voice. Der Rest ist Geschichte.
    Bevor Oberheim selbst Synthesizer baute, war er als ARP-Händler tätig, entwickelte für den 2600 das LFO-Keyboard, wirkte an Konzerten mit als Synthesizerbediener, aber das war deutlich nach 1961.

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    Sodawasser

    @Peter Der fließende Übergang von Dreieck zu Sägezahn (sowie deren Modulation) ist entgegen deiner Behauptung auch im Matrix 6/6R/1000 möglich (Parameter = WAVESHAPE) Viele Grüße

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    AMAZONA Archiv

    zu den langsamen Hüllkurven, es gab eine andere Hauptplatine mit einem 2.0 OS, dort sind die Hüllkurven doppelt so schnell.

  12. Profilbild
    AMAZONA Archiv

    also genauer war es glaubs
    ASM 1.13 MSR2 1.09
    leider sind das ganz andere boards.. dh. Rom wechseln geht nicht..

  13. Profilbild
    8 Bit Fighter  

    Ich musste auch bei diesem Artikel die ganze Zeit lachen. Drin werden Klischee’s wie Vangelis und Toto – Sounds aus der Schublade geholt.Das Sahne-Häubschen sind natürlich solche Behauptungen wie: “ die fehlenden Höhen sind gerade mal im direkten AB-Vergleich hörbar. In der Mischung vor einem guten Exciter fällt auch dem Profi kein Unterschied mehr auf „.
    “ Insgesamt erinnert sein Klangcharakter eher an einen VA wie z.B. den JP8000 und weniger an einen klassischen“.
    Diesen Artikel kann überhaupt nicht ernst nehmen. Er ist einfach nur ein Witz. Bitte mehr davon ! denn Lachen ist gesund !

  14. Profilbild
    Ashatur  AHU

    Ich hab gerade mal auf E -bay geschaut und da ging ein Prosynth für 790 über den virtuellen Ladentisch…

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