Blue Box: Oberheim OB-Xa Analogsynthesizer

18. Dezember 2010

Jump Legende

Oberheim OB-Xa die Synthesizer-Legende

Wir gehen zurück in die mittleren 70er Jahre. Synthesizer waren noch monophon und der Synthesizer Markt mit Minimoog, EMS und den zwei ARP Synthesizern (2600, Odyssey) mehr als überschaubar. Tom Oberheim erkannte das Potential dieser Geräte und entwickelte das Synthesizer Expander Modul (SEM), welches als eigentlich nur als zusätzliches Sound-Modul zum Minimoog gedacht war. Das SEM fand aufgrund seines warmen und vollen Klanges viele Käufer, und so sah sich Oberheim ermutigt, weiter zu experimentieren und auf Grundlage des SEM erste mehrstimmige Synthesizer zu entwickeln. Das Ergebnis waren der Two-Voice, Four-Voice und Eight-Voice. Die Geräte waren klanglich oberste Güte, hatten aber einen entscheidenden Nachteil: Sie waren recht umständlich zu handhaben. Nur eine Handvoll Parameter konnte zentral gesteuert werden, der Rest musste pro Modul separat eingestellt werden. Auf der Bühne war das mitunter ein Problem.

Als dann im Jahre 1978 der voll speicherbare Sequential Circuits Prophet-5 erschien, wurde die Fachwelt regelrecht überrumpelt. Der Prophet-5 schlug ein wie eine Bombe und verkaufe sich wie geschnittenes Brot. Oberheim musste schnell reagieren und stellte 1979 seinen ersten, ebenfalls komplett speicherbaren Synthesizer, den OB-X auf der NAMM in Chicago vor.

Der OB-X  basierte praktisch vollständig auf den diskreten Schaltungen des SEM, lediglich die Hüllkurven wurden bereits durch Curtis Chips (CEM 3310) generiert. Die Steuerung übernahm ein Mikroprozessor. Bis zu acht Voicekarten konnte der OB-X enthalten und war somit dem Prophet-5 (nur 5-stimmig) in Bezug auf die Stimmenanzahl weit überlegen. Leider hatte sich der Prophet-5 bereits am Markt sehr gut platziert, so dass der OB-X von Anfang an einen schweren Stand hatte.

Der Oberheim OB-X gehört meiner Meinung nach zu den Top 3 der bestklingenden Synthesizer überhaupt. Jede einzelne Stimme des OB-X klingt eine Nuance anders, was ein ungemein lebendiges und volles Klangbild zur Folge hat. Anspieltipps sind: Rush – Tom Sawyer und Subdivision, Ultravox – The Thin Wall, Tangerine Dream – Exit Album, Nena – 99 Luftballons Original). Der OB-X ist heute ein sehr gesuchtes Gerät und praktisch kaum noch zu bekommen. Ein Grund dafür ist sicherlich, dass er nur ein Jahr lang produziert wurde. Weniger als 800 Geräte sollen insgesamt nur gebaut worden sein.

Größenvergleich Oberheim OB-X (oben) zu OB-Xa (unten)

Aufgrund seiner Komplexität galt der OB-X als anfällig und damit nicht unbedingt livetauglich. Oberheim war schnell klar, dass der OB-X den Prophet-5 nicht vom Thron stoßen konnte.

Das sollte der Nachfolger OB-Xa schaffen.. Der OB-Xa wurde erstmals im Frühjahr 1981 der Fachwelt vorgestellt und kostete ca. 12.000 DM. Vom Design her etwas schlanker, moderner und mit dem für Oberheim typischen blauen Nadelstreifenmuster. Der Kürzel „Xa“ ließ nicht auf allzu große Veränderungen schließen, doch der OB-Xa war von Grund auf neu konzipiert worden. Im Inneren übernahmen fortan ausschließlich Curtis Chips die Aufgabe von VCOs, VCFs und VCAs. Es handelt sich praktisch mit CEM 3320, CEM 3340, CEM 3310, CEM 3360 um die gleichen Chips, die auch im Prophet-5 ab der Seriennummer 1301 ihren Dienst verrichten. Dass der Klang doch ziemlich stark vom Prophet-5 abweicht, liegt an der unterschiedlichen Beschaltung der Komponenten. Der vollständige Ersatz diskreter Schaltungen ging zwar mit einer größeren Zuverlässigkeit und Servicefreundlichkeit einher, jedoch änderte sich auch der Klangcharakter erheblich. Der extrem volle und warme Klang des OB-X wurde nicht mehr ganz erreicht.

Der OB-Xa klingt härter und direkter als sein Vorgänger. Die unglaubliche Weichheit der OB-X Sounds und das lebendige Klangbild blieben dem OB-Xa versagt. Aber es gab ein paar konzeptionelle Verbesserungen zum OB-X, die vor allem das Filter und die Modulationsmöglichkeiten betreffend. Doch dazu später mehr. Leider wurde die Crossmodulation eingespart. Ein echtes Manko.

Zum Aufbau des Oberheim OB-Xa.

Zwei kräftige VCOs erzeugen Sägezahn- und Rechteckschwingung. Die Pulsbreite (positiv/negativ) lässt sich soweit regeln, bis das Signal ganz verschwindet. Oszillator 2 kann bei Bedarf mit Oszillator 1 synchronisiert und mittels der Filterhüllkurve in der Tonhöhe beeinflusst werden. VCO1 ist in 4 Oktav-Schritten und VCO2 in 6 Halbtonschritten regelbar. Der Detune-Regler sorgt für die Verstimmung beider Oszillatoren untereinander.

Die VCO-Abteilung

Sehr hilfreich ist, dass der Grad der Verstimmung durch eine pulsierende LED angezeigt wird. Der Rohklang der VCOs gelangt dann in das Filter. Leider kann man die Pegel der Oszillatoren nicht stufenlos regeln. VCO1 lässt sich nur zu- oder abschalten und VCO2 zusätzlich mit halbem Pegel in das Filter führen. Ein Rauschgenerator mit Weißem Rauschen ergänzt die VCOs, um auch geräuschhafte Klänge zu programmieren. Das Keyboard-Tracking kann ebenfalls nur ein- oder ausgeschaltet werden.

Im Gegensatz zum Vorgänger OB-X kann das Tiefpassfilter wahlweise als 2 Pol Filter (12dB) oder 4 Pol Filter (24dB) betrieben werden kann. Das 12dB Filter hat einen sehr seidigen und weichen Klangcharakter und eignet sich hervorragend für sanfte Sweeps und Flächen. Es erlaubt eine sehr behutsame und präzise Klangformung und unterscheidet sich klanglich stark von den Filtern eines Prophet-5 oder Memorymoog. Es klingt weich und offen, und mit zunehmender Resonanz verstärkt sich das Klangbild sogar noch etwas. Rotzige Filterklänge sind aber nicht das Metier eines OB-Xa, denn zur Selbstoszillation ist das Filter nicht fähig. Sehr beachtenswert ist auch, dass es nicht wie bei vielen anderen Curtis Chip basierten Synthesizern, zu einer Ausdünnung des Audio Signals bei zunehmender Resonanz kommt. Der Sound bleibt auch bei extremen Einstellungen immer voll und voluminös. Etwas anders verhält sich das 24 dB Filter, es packt merklich kräftiger zu und dünnt bei hohen Resonanz-Werten doch etwas aus. Die 24dB Variante eignet sich für Bass- und Sequenzer-Sounds hervorragend, wenn ein schneller zupackendes Filter gewünscht ist.

Filter und Speichersektion

Sowohl für Filter als auch für VCA stehen je eine ADSR Hüllkurve zur Verfügung. Die Hüllkurven sind nicht die allerschnellsten, aber immer noch entschieden flinker als die eines Oberheim Xpanders oder der Matrix-Synthesizer. Der Prophet-5 klingt im Vergleich etwas knackiger, was aber nicht heißen soll, dass mit dem OB-Xa keinen perkussiven Sounds möglich sind. Gerade fette Bass-Sounds gehören zur Spezialität des Oberheims.

Für Modulationszwecke steht ein LFO zur Verfügung, der im Bereich von 0,1 bis zu 20 Hz regelbar ist. Als Schwingungsformen gibt es  Sinus, Rechteck und Sample/Hold. Modulationsziele können das Filter, die jeweiligen Tonhöhen der Oszillatoren und die Pulsbreite sein.

Der Sound jeder Stimme kann mittels der Panoramaregler im Stereobild verteilt werden. Das Resultat ist ein sehr lebendiger Klang, der im Panorama nach jedem neuen Tastenanschlag hin und her wandert. Um an die Regler zu kommen, muss nur das Bedienpanel gelöst und hochgeklappt werden.

Zum Vorgänger OB-X unterscheidet sich der OB-Xa auch durch seine zusätzlichen Split- und Layer-Funktionen. Wird Split oder Layer aktiviert, halbiert sich natürlich die Gesamtpolyphonie. Das verhält sich dann so, als hätte man zwei unabhängige, bis zu 4-stimmige Synthesizer.

Die Envelopes

Sämtliche den Klang beeinflussende Funktionen sind speicherbar. 32 Speicherplätze organisiert in 4 Bänken zu je 8 Adressen stehen in der Grundversion zur Verfügung. Nach dem werkseigenen Update erhöht sich die Zahl sogar auf 120 Speicherplätze. Zusätzlich zu den Klangprogrammen kann man jeweils 8 Layer- und Split-Konfigurationen, wie Split-Position, Programm für Upper und Lower Sound, Transposition und Balance der jeweiligen Lautstärke im Speicher ablegen.

Editing

Der OB-Xa befindet sich ständig im Edit-Modus, das heißt, dass sämtliche Klangveränderungen direkt aus den abgespeicherten Programmen heraus vorgenommen werden können. Es kommt zu keinen Reglersprüngen, denn die eingestellten Werte müssen erst überschrieben werden. Will man den exakten Parameter einstellen, sollte man den Regler erst einmal bis zum Anschlag hin und her drehen.

Der OB-Xa hat über den gesamten Produktionszeitraum mehrere Verbesserungen erfahren. Neben dem schon erwähnten Update der Programmplätze wurde die Auto-Tune Funktion sowie das Kassetten-Interface modifiziert. Das Gerät bekam zusätzlich noch eine 37-polige Sub D Buchse zum Anschluß des DSX Sequencers eingebaut. Zusammen mit der Drummachine DMX stellte es das legendäre Oberheim System dar. Das war Spitzetechnologie zu dieser Zeit, denn MIDI gab es ja noch nicht.

Tastatur & Spielhilfen

Neben der nicht anschlagsdynamisch spielbaren und nicht gewichteten 6 Oktaven Tastatur befindet das Performance Panel. Typisch für Oberheim sind die zwei Hebel (Lever) für Pitchbending und Modulation. Der Gesamtregelbereich des Pitchbenders kann wahlweise einen Halbton oder einen Oktave betragen. Der Bender wirkt normalerweise auf beide Oszillatoren, kann bei Bedarf aber auch nur auf VCO2 wirken. Das ist besonders effektiv bei Sync-Sounds. Der Modulationsbender steuert die Beeinflussung der Modulation des LFO2 auf VCO1 und /oder VCO1. LFO 2 ist völlig unabhängig vom dem LFO in der Modulationssektion und wartet mit den Schwingungsformen Sägezahn und Sinus auf. Frequenz und Modulationsintensität sind frei regelbar, allerdings sind die Einstellungen nicht speicherbar.

Unterhalb der Lever befinden sich die zwei Taster Up und Down, um den OB-Xa schnell um eine oder zwei Oktaven höher oder tiefer zu schalten. Das kennt man so auch vom Juno-60 und ist extrem nützlich, um z.B. im Bassbereich noch mal ordentlich nachzulegen. Weitere Besonderheiten des OB-Xa sind das polyphone Portamento, die Chord-Memory Funktion und die Hold Funktion.

Autotune

Damit immer alles schön in Stimmung bleibt, dafür sorgt die Auto-Tune Funktion. Auf Knopfdruck werden alle Voicecards innerhalb von 2-5 Sekunden in Gleichschritt gebracht. Das geht hier erheblich schneller als beim Prophet-5, und man kann sogar dabei zusehen, denn jedes Voiceboard quittiert das erfolgreiche Tuning mit jeweils einer aufblinkenden LED. Kann eine Stimme nicht getunt werden, dann blinkt die LED nicht, und die Tuning Routine deaktiviert das Voiceboard von selbst. Im Inneren lässt sich diese Routine mit DIP Schaltern für Servicezwecke außer Kraft setzen.

OB-Xa mit hochgeklappter Haube und den 8 freigelegten Voicecards

Anschlüsse

Zusätzlich zu den Audioausgängen RIGHT, LEFT and MONO bietet der OB-Xa noch fünf weitere Klinkenbuchsen zum Anschluss von Pedalen zur Steuerung der Modulationsintensität von LFO2 und der Filterfrequenz. Mit Fußschaltern lassen sich HOLD SUBSTAIN und Programmauswahl schalten. Die Anschlüsse komplettiert das Kassetten Interface zum Sichern der selbst erstellten Sounds auf Kassette. (Bitte Bild anklicken zum vergrößern)

MIDI

MIDI gab es beim Erscheinen des OB-Xa noch nicht. Von der Firma J.L.Cooper wurde später ein MIDI-Nachrüstsatz angeboten, der aber nur rudimentäre Funktionen bietet. So können nur Note On/Off Befehle und Programmwechsel verarbeitet werden.

Heute sieht die Sache wesentlich erfreulicher aus. Wer seinen OB-Xa auf MIDI umrüsten lassen möchte, hat die Qual der Wahl. Die Firmen Encore und Kenton bieten zwei im Funktionsumfang ziemlich unterschiedliche MIDI-Interface Lösungen an. Das Encore Kit zeichnet vor allem einen sehr einfachen Einbau aus. Dazu müssen nur ein paar ICs entfernt und das Verbindungskabel aufgesteckt werden.

Nachträglich eingebautes Midi-Interface für den OB-Xa

Lötarbeiten sind nur an den Anschlüssen zu den MIDI-Buchsen notwendig. Das Encore Kit ersetzt die originale Firmware des Xa. Somit werden auch frühere OB-Xa auf den letzten Versionsstand mit 120 Speicherplätzen gebracht. Das Kenton Kit ist ziemlich umfangreich und bequem über die Tastatur programmierbar. Es überträgt auch Controller Daten wie Pitchbend und Modulation. Es besitzt einen Prozessor mit eigener Spannungsversorgung. Der Einbau gestaltet sich aber schwieriger als bei dem Encore Kit und ist nichts für Ungeübte. Für welches Kit man sich letztendlich entscheidet, bleibt einem selbst überlassen, beide haben ihre Vor- und Nachteile. Die Links zu beiden Firmen finden sich im Anschluss des Textes.

Der Oberheim OB-Xa Sound

So und nun zum wichtigsten Argument einen OB-Xa Synthesizers, dem Sound. Dass der Name Oberheim in einem Atemzug mit Sequential Circuits, ARP und Moog genannt wird, kommt nicht von ungefähr. Oberheim Synthesizer galten lange Zeit auf Grund ihres stolzen Preises als ungemein elitär. Dazu kam der gute Ruf des breiten und unglaublich warmen Oberheim Sounds. Ein Prophet-5 oder ein  Jupiter-8 klingen auch schön, aber der Klangcharakter ist ein anderer. Für extrem perkussive Sounds würde ich nicht zum Oberheim greifen. Das kann ein Moog oder Pro-One besser.

Was der OB-Xa wirklich mit Bravour meistert, sind fette Bläserriffs (van Halens Jump Sound ist ja berühmt dafür, OB-Xa Preset A1) und zuckerweiche Flächen mit einer unglaublichen Lebendigkeit im Klangbild. Aber auch durchsetzungsfähige Lead-Sounds sind eine Spezialität des OB-Xa. Aktiviert man den Unisono Modus, hat man bis zu 16 Oszillatoren auf einer Taste, und glauben Sie mir, das reicht völlig aus, um die Statik eines Hauses zu überprüfen. Brachiale Sync-Sounds in Kombination mit Unisono spielen jeden Gitarristen an die Wand. Zum betörenden Klang trägt vor allem das 12dB Filter bei, das einfach unglaublich musikalisch klingt und sich von den Filtern in heutigen Synthesizern extrem unterscheidet. Anspieltipps sind neben Van Halens berühmtem Jump und 1984 Intro-Sound , frühere Depeche Mode Tracks, Thompson Twins, Queen (Flash Gordon), New Order, Stevie Nicks, Gary Numan (nach eigenen Angaben sein Lieblingssynthesizer) und viele andere.

Bedienung

Die Bedienung des OB-Xa wurde hervorragend gelöst, alles ist sehr übersichtlich, es gibt keine Untermenüs. Wenn man vor dem OB-Xa steht, fühlt man sich ein bisschen wie Captain Kirk an seinem Steuerstand. Es ist schon nicht einfach, schlecht klingende Sounds dem Gerät zu entlocken. Der OB-Xa ist kein Modulationsmonster mit unzähligen Funktionen. Er spielt seine Stärken ganz woanders aus: im Klang. Und da können ihm nicht viele das Wasser reichen. Der Vorgänger OB-X klingt auf Grund seines diskreten Aufbaus noch etwas wärmer, voller und lebendiger. Der Klangcharakter ist schon ziemlich unterschiedlich. Ich habe beide Geräte hier nebeneinander stehen, und im A-B Vergleich fallen die Differenzen auf. Es gibt eine gemeinsame Schnittmenge ohne Frage, aber einige Sounds sind auf dem jeweils anderen Gerät nur schwer zu reproduzieren.

Nachfolger & Gegenwart

Der Nachfolger OB-8 bietet einen größeren Funktionsumfang. Er hat einen Arpeggiator und den Page 2 Modus mit zusätzlichen Einstellungen für LFO, Key-Tracking und Portamento. Was dem OB-8 aber etwas fehlt, ist der gewisse Biss im Klang. Der OB-8 klingt immer etwas zahmer und zurückhaltender als der OB-Xa. Einige sagen, er lässt sich im Mix leichter unterbringen als der OB-Xa. Tom Oberheim sagte einmal in einem Interview, dass die früheren OB Modelle OB-Xa und OB-X für ihn besser klingen würden als der OB-8, weil die OB-8 Oszillatoren sehr sauber gestimmt werden, zu sauber. Fakt ist aber auch, dass der OB-8 auf Grund seines vereinfachten Aufbaus weitaus weniger anfällig für Defekte ist.

Wer sich heute einen OB Synthesizer nach Hause holen möchte, sollte bedenken, dass die Geräte bereits über 30 Jahre auf dem Buckel haben. Eventuell wurde das Gerät jahrelang Nikotin, Staub und anderen Umwelteinflüssen ausgesetzt. Das hinterlässt immer Spuren. Oberheim Synthesizer gelten generell nicht als die Zuverlässigsten, wobei ich sagen muss, dass mein OB-X und OB-Xa bis jetzt keine ernsthaften technischen Probleme hatte. Eine regelmäßige Wartung sollte aber obligatorisch sein, um noch lange Freude an dem Gerät zu haben. Die meisten Defekte treten nach Rücksprache mit einem Techniker vor allem bei der Tuning Routine und der Stimmenzuordnung auf. Einem eventuellen Kauf sollte also immer ein ausgiebiger Test voran gehen, um spätere Bauchschmerzen zu vermeiden. 100%ige Sorgenfreiheit sollte man nie erwarten, aber wer das Risiko eingeht, wird mit einem echten Stück Musikgeschichte und einem unglaublichem Klangerlebnis belohnt.

Der Oberheim OB-Xa on YouTube

Hier ein Demo aus meinem YouTube-Channel „RetroSound“

Und hier ein „History & Sound“ durch die AMAZONA.de-Redaktion:

Klangbeispiele
Forum
  1. Profilbild
    AMAZONA Archiv

    Hallo,
    um den Unzulänglichkeiten der Hardware zu entgehen kann man auch zu dem neuen OP-X Pro II von Sonic Projects greifen. Der wird gerade für knapp 90 Euronen angeboten und ist für mich das z.Z. am besten klingende Plugin.
    OK. Ist natürlich keine Hardware, dafür aber unkaputtbar, stimmstabil und soundtechnisch nicht vom Original zu unterscheiden.

    • Profilbild
      Marko Ettlich  AHU

      manch einer will und braucht aber den Kick… ;)

      Es gibt schon noch klangliche Unterschiede im Detail, aber ich stimme dir 100%ig zu, das OP-X ProII ist eines der besten Plug Ins die es momentan auf dem Markt gibt.

      • Profilbild
        AMAZONA Archiv

        Ist zwar OT jetzt aber im Nachhinein wäre es schön gewesen wenn sich die Programmierer der „Analogemulationen“ (nein, Namen nenne ich jetzt nicht) so viel Mühe beim Programmieren gegeben hätten wie das Peter gemacht hat. Ich bin zwar kein Programmierer aber ich könnte mir vorstellen das mit dem Know How von Peter bessere Ergebnisse zustande gekommen wären.

  2. Profilbild
    homers

    Kannst du noch kurz was zu den Beispielsound sagen, welche Effekte wurden eingesetzt?

    • Profilbild
      Marko Ettlich  AHU

      an externen FX wurde nur etwas Delay hinzugefügt.

      Sound1: Unisono Mode und Glide Effekt
      Sound2: Sample/Hold Modulation auf VCF
      Sound3: Typischer Oberheim Flächensound
      Sound4: High Strings
      Sound5: Filter Sweeps ala V.H. 1984 Album
      Sound6: Oszillator Syncronisation
      Sound7: Pulsweitenmodulation extrem
      Sound8: Sample/Hold auf VCF
      Sound9: Unisono, Sync, Glide, VCF Modulation

      • Profilbild
        volcarock  

        Nur nochmal kurz gehört wo die Messlatte für B. liegt.
        Nr.1 und 9. sind der Oberhammer!
        Und bei Nr.5 werden Teenieträume reanimiert ;-)

        • Profilbild
          costello  RED

          Da lass ich mich auch gerne überraschen. Ich gebe zu, dass ich gewisse Zweifel hege, dass Behringer diese ungezähmte Wildheit des OB-Xa angemessen einfängt. Wenn ja, kann man sich das als Desktop ja gerne hinstellen. Was mir übrigens unbegreiflich ist, wie dieser königliche Synthesizer nur zwei Sterne in der Leserbewertung bekommen konnte. War wohl der beste Synthesizer, den ich jemals besessen habe.

Kommentar erstellen

Die AMAZONA.de-Kommentarfunktion ist Ihr Forum um sich persönlich zu den Inhalten der Artikel auszutauschen. Sich daraus ergebende Diskussionen sollten höflich und sachlich geführt werden. Haben Sie eigene Erfahrungen mit einem Produkt gemacht, stellen Sie diese bitte über die Funktion Leser-Story erstellen ein. Für persönliche Nachrichten verwenden Sie bitte die Nachrichtenfunktion im Profil.