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Blue Box: Roland Juno-6/Juno-60


Sounds like a Jupiter

Nachdem der Roland Juno-60 in Amazonas neuer Chart-Liste die „Nummer 1“ der polyphonen Synthesizer ist, scheint der Zeitpunkt für ein Update rund um Informationen zu diesem Synthesizer nahezu ideal. Zugegeben, es handelt sich um die „redaktionelle“ Chart Liste … Leser können die Reihung der „Besten der Besten“ natürlich ihrerseits frei bestimmen und dürften hierbei größeren Boliden wie Yamaha CS-80, Roland Jupiter-8, Moog Memorymoog oder Oberheim Matrix-12 den Vorzug geben bzw. eines dieser Instrumente an erster Stelle setzen.

Juno 60

Juno 60

Juno-60 – dream synthesizer?

Nun, auch der Juno-60 ist nicht die eierlegende Wollmilch… – na, wie man eben so sagt. Dennoch erscheint der Synthesizer in vielerlei Hinsicht ein „ideales“ Instrument zu sein. Klang: Analoge Kraft und Wärme vom Feinsten; Polyphonie: 6 Stimmen (nicht sehr viel, aber zumindest „ausreichend“); Bedienung: übersichtlich und einfach; Zuverlässigkeit: sehr gut; MIDI Verbindung: über MIDI-DCB Interface problemlos herzustellen; Transportfreundlichkeit: perfekt; Preis/Leistungsverhältnis: ausgezeichnet.

Der Roland Juno-60 hat in meiner persönlichen Synthesizer-Geschichte ein etwas ungewöhnliches Kapitel eingenommen. Immerhin war dessen großer Bruder Jupiter-8 von jeher (neben dem ARP-2600) das Traumobjekt vieler schlafloser Nächte. Genau einen solchen „sagenhaften“ Jupiter-8 hatte ich dann auch günstig bekommen, als ein guter Freund mir (unerwartet) den Juno-60 lieh, welcher – so neben dem Jupiter stehend (der Juno, nicht der Freund) – doch eher zum Lächeln verleitete. David gegen Goliath, könnte man meinen. Ein Sound-Vergleich zwischen Jupiter-8 und Juno-60 sollte entscheiden …

Und schon wich es, das Lächeln, gefolgt von Staunen, Sprachlosigkeit und Faszination. Woher hatte der Juno-60 nur diese Streicher??? Und dieser spezielle Charme der „musikalischen“ Arpeggio-Bässe … kaum zu glauben! Schnell war die „Sicherheit“ punkto Jupiter-8 dahin – oder besser gesagt: einer neuen Gewissheit gewichen – nämlich jener, dass der Jupiter-8 nicht unbedingt das Maß aller Dinge darstellt. Wenngleich selbiges Instrument optisch zu den schönsten Synthesizern aller Zeiten zählt, klanglich hervorragende Möglichkeiten bietet, und – vor allem im Dual-/Unisono-Modus – extreme Klangkraft hat: Was der Jupiter-8 interessanterweise nicht erreicht, ist der unwiderstehliche Charme eines Juno-60.

Die Tipptaster des Farbtyps Marshmallow sind (optische) Geschmacksache

Die Tipptaster des Farbtyps Marshmallow sind (optische) Geschmacksache

Julian Colbeck schwärmt von dessen „earthy richness“ (Keyfax Omnibus Edition, 1990) und vom „charme that is unlikely to be seen again“ (Keyfax1, 1985). Peter Forrest (The A-Z of Analogue Synthesisers) billigt dem Juno immerhin noch das Prädikat „a cheap classic polysynth“ zu. Und ein Klassiker ist der Juno-60 auf alle Fälle.

Im Frühjahr 1982

erblickte das erste Mitglied der Familie mit Namen Juno-6 das Licht der Welt. Doch das Instrument hatte – für einen polyphonen Synthesizer dieser Zeit – ein gravierendes Manko: Er war NICHT programmierbar! Roland erkannt schnell, dass mit einem quasi „6 stimmigen Monophonen“ die Herzen der Musiker nicht unbedingt zu gewinnen waren und brachte schon wenige Monate später – im Oktober 1982 – den programmierbaren Juno-60 auf den Markt. Zum selben Preis übrigens, was all jene sehr verärgert haben dürfte, die kurz zuvor einen Juno-6 erwarben, der nun mit Erscheinen des programmierbaren Bruders plötzlich deutlich an Wert verloren hatte.

Juno-6 und -60 sind technisch betrachtet – mit Ausnahme der Programmspeicher und des DCB-Interfaces – so gut wie identisch.

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Klangbeispiele

  1. Avatar
    RetroSound

    Ich habe meinen Juno-60 damals für wenig Geld gekauft. Heute wird für Roland`s Klassiker wieder einiges mehr gezahlt. Das hat natürlich seinen guten Grund, denn der Juno Sound ist einfach umwerfend, immer warm und enorm voll. Entscheidend zum guten Klang trägt natürlich der legendäre und etwas rauschige Roland Chorus bei. Kurz und gut, der Juno-60 reiht sich als Klassiker in die Reihe der großen Synthesizer aus dem Hause Roland.

  2. Avatar
    Jens

    Günstige Alternative zum Roland Juno 60 biete der Juno 6. Er klingt genauso gut und die fehlende Speicherbarkeit kann für manchen ein Anreiz sein, sich intensiv mit der Klangverarbeitung zu beschäftigen und Sounds im "Handumdrehen" zu erzeugen.
    Die Firma RED Robatum biete übrigens für den Juno 6 ein preiswertes Midi-Interface an.

  3. Avatar
    rich

    hatte einen jupiter 6 und juno 60, der juno klang, nicht zuletzt aufgrund seines hervorragenden chorus, immer druckvoller und mächtiger, das rauschen ist zu vernachlässigen… darum hab ich auch den juno behalten (sieht auch optisch besser aus)!

    • Avatar
      Peter

      Wer will?
      Ich habe so ein Gerät mit Standort bei Darmstadt noch zu verkaufen!!!

      Gruß
      Peter

      • Avatar
        • Avatar
          Peter

          Ohne MIDI, mit Flightcase.
          Erste Hand
          Eine weisse Taste ist geklebt.
          Speicher Akku dürfte leer sein. War damals mit mir On the Road, daher gibt es auch einige Gebrauchtspuren.
          BItte geben Sie ein Gebot ab was ihnen dieses Teil (an dem mein Herz hängt) wert ist…
          Unverbindliche Vorbesichtigung möglich.
          Danke und Gruß

          • Avatar
            Langer

            Irgendeine Ahnung, wie man das problem mit dem Akku lösen kann?
            akkus sind fast gar nicht erhältlich

            • Profilbild
              DietmarB

              Lademimik rausschmeißen (ist meist nur eine Diode/Widerstand) bzw rumdrehen und eine Lithium-Batterie stattdessen dranklemmen, also diese flachen 2032-tellerminen wie sie in PC-Rechnern auf dem Mainbord sitzen. Die Batterie darf durch Netzstrom nicht geladen werden. Dazu gibts Standardschaltungen im Netz.

              Gruß, Dietmar

  4. Avatar
    Rlch

    ich brauche keinen akku, aber könnten sie mir ein bild an meine email adresse schicken?

    ( falls der synth noch zu haben ist )

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      Pflosi

      Sehr schlechte Idee, der Akku ist nicht nur da, um die Patches zu speichern. Ein leerer Akku wird die einzelnen Komponenten im Signalfluss schön langsam töten! Zudem ist er nicht unmassgeblich für die digitale Steuerung zuständig, der Juno könnte also (solange noch nicht komplett kaputt) durchaus sehr komische Sachen machen. Mein Polysix z.B. hat gerade angefangen, die Oszillatoren zu pitchen, wenn man den Resonanz Regler betätigt. Ich muss unbedingt mal die Batterie im P6 und meinem JU60 auswechseln… würde ich jedem Besitzer empfehlen!

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    Alex_KIDD

    sehr schöner Test, kann ich alles als
    Juno-6 user bestätigen.

    Der Roland Chorus hat einen sehr eigenen Charme. Voll, breit und nicht
    emulierbar.
    Wobei ich nach einiger Zeit den Chorus
    ganz abgeschaltet habe, klingt er doch
    immer „gleich“ breit, weil er nicht veränderbar ist in der Lautstärke oder Modulation.
    Der „unison“ Trick funktioniert zwar, aber
    die eine Stimme klingt dann irgendwie
    „phasenausgelöscht“ für mich unbrauchbar, das gleiche gilt für den 106er.
    Ansonsten ist der Juno 6/60 eine Wucht.
    Er wird mich bestimmt nicht mehr verlassen.

    gruß:-))

  6. Profilbild
    DietmarB

    Schön zu hören ist der Juno-60 bei „It’s a mistake“ von Men at Work, gleich zu Anfang.

    Ich selbst hab mir später einen Polysix gekauft, ich mag den Rolandschen Bender einfach nicht.

    Gruß, Dietmar

  7. Profilbild
    Eylhardt

    Ich habe einen Juno-6. Gekauft einen Monat nach Erscheinen, 3 Jahre lang intensiv genutzt (und den Kredit abbezahlt…) und dann auf Grund Platzmangel und anderer Interessen bis zu meinem Umzug vor 3 Monaten im Keller verwahrt.
    Jetzt ist er wieder in Aktion und zusammen mit dem SH-101 die Zentrale meines kleinen „Studios“.
    Der wird nicht mehr verkauft – höchstens vererbt…

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    TROjAX

    Der Juno 60 hat die Seele der achtziger Jahre ! Es ist wie in einer Zeitmaschine diesen genialen Synthesizer zu spielen . Das Design, der Sound voll achtziger Jahre. Ich verehre meinen Juno 60, hatte einige Synthesizer schon gehabt (Pro-One,Mks-80,Jupiter 4 usw.) aber keiner hat mich so wie der Juno 60 begeistern können.

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    Gul Dukat

    Schöner Bericht über eine klasse Synth. Ich habe ihn auch in meiner Sammlung mit dem Kenton Pro DCB Interface, eine empfehlenswerte Kombination. Über den Sound muss man ja keine Worte mehr verlieren, ich setze den Juno am liebsten für breite Pads, fette Bässe oder interessante Arpeggios ein. Würde ich nimmer hergeben.

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    Cord2

    Ein schoener Synth mit ein paar schoenen Sounds. Aber ich muss gestehen, dass ein Oscillator, so fett er auch klingen mag, kombiniert mit nur einer Huellkurve nicht den Gipfel der Klanggenuesse fuer mich darstellt. Zudem gibt ein Chorus dem Synth immer eine gewisse Klangfaerbung, die sich durch die ganzen Presets zieht. Aber jeder hat andere Ansprueche an seinem Instrument…

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      Bloderer RED

      … ja, das stimmt absolut! Punkto „Features“ hat der Juno-60 wenig zu bieten. Und klangtechnisch erreicht er seine Grenzen sehr rasch. Umso mehr erstaunt dann der musikalische Nutzen, den man aus seinen „Brot-und-Butter“ Sounds erhält. So wäre wohl die Betitelung „Simple Featured Classic“ oder „Low Budget Classic“ für den Juno-60 am ehesten zutreffend. Mit „Low Budget“ geht aber vor allem auch „Low Risc“ einher, was ich sehr, sehr angenehm finde. Auf den Juno-60 kann man sich technisch verlassen … im Gegensatz zu (sehr vielen) polyphonen Boliden, die die Synthesizer-Geschichte geprägt und geformt haben. (Sofern sie nicht regelmäßig gewartet bzw. aufwendig überholt oder modifiziert werden).

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      k.rausch

      Manche Instrumente bestechen durch simples Konzept und bei überzeugendem Sound samt Handling. Genau das trifft auf den Juno 60 zu und macht ihn so beliebt. Es gibt wenige andere, die so unspektakulär an sich ranlassen wie der Juno 60 und es belohnen mit reinem Spielspaß, der auch noch auf Anhieb immer gut klingt. Als unprätentiöses Instrument drängelt er sich nicht in den Mittelpunkt des Geschehens, sondern verrichtet brav seinen Job auch in der zweiten Reihe. Ein klassenloser Synth, der das für jedermann tut, und man muss nicht Vinca Clarke, Men at Work oder Michael Nyman heißen, um den wertzuschätzen. Obwohl die das auch tun :-)

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    Gul Dukat

    Wie, „Jump“ mit dem Oberheim?
    http://www.....re=related
    Ist aber ein schwaches Argument, dass nur die Synths in die Riege aufgenommen werden, die mit bekannten Produktionen verbunden werden können? Dann ist also der Casio VL-1 auch so ein genialer Synth (Trio mit „Da,Da,Da“) ? Das ist eine Schrottkiste, es kommt immer drauf an, was man draus macht und daher hat jeder Synth seine Berechtigung. The Human League, Vince Clarke, Howard Jones, Men at Work uvm. haben bspw. den Juno-60 eingesetzt.

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    Gul Dukat

    Definiere „respektabel“ ?! Was für den einen ‚respektabel‘ erscheint, ist für den anderen eventuell genau das Gegenteil. Lassen wir die Diskussion um subjektive Geschmacksempfinden, das bringt hier leider nichts.

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    Marko Ettlich RED

    Egal ob der Juno-60 als Billig-Synth auf den Markt kam, so ist er doch heute ein echter Klassiker. Der Klang ist jenseits von experimentellen Klängen immer irgendwie schön, die Wärme und der Bass-Druck legendär.
    Für mich ist der JU-60 einer der schönsten und musikalischten Synths überhaupt.

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    Bloderer RED

    Warum sollte „experimentell“ musikalisch abwertend gemeint sein? Nur aus Interesse, vielleicht kannst du das näher erklären …

  17. Profilbild
    Marko Ettlich RED

    Das sollte keineswegs abwertend gemeit sein. Selbst „harte“ Sync- und Ringmodulator Klänge können extrem wohlklingend sein, wenn sie richtig programmiert sind. Man denke nur an die wunderbaren Sync-Klänge eines ARP Odyssey oder Prodigy. Ich meinte nur, es fällt sehr schwer dem Ju-60 wirklich unschöne Sounds zu entlocken. Er klingt irgendwie immer gut (wenn man den Klangcharakter denn mag) und läßt sich im Mix hervorragend unterbringen. Das ist ein Arbeitstier an dessen Klang ich mich einfach nicht satt hören kann.

    • Profilbild
      Cord2

      Das hat mich schon am JP-8 gestoert, dass das Ding ueberhaupt nicht schlecht klingen kann. Roland hat zu dieser Zeit seine Synthesizer an die kurze Leine gehalten und wenig in der Modulationstiefe investiert. Rausgekommen ist ein Preset Synthesizer mit ein paar zusaetzlichen Einstellungsmoeglichkeiten. Beim JP-6 haben sie dafuer tief in die Kiste gegriffen und alles ist ueber etliche Oktaven modulierbar. Wunderbar, aber leider nich von jedem geschaetzt, wie man sieht.

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    Marko Ettlich RED

    Natürlich ist das eine Frage des persönlichen Geschmacks. Der Juno-Klang zielt eher auf die breite Masse und ist nichts für egozentrische Individualisten ;)

  19. Profilbild
    Bloderer RED

    … siehst du, gut, dass wir darüber sprechen – denn das kann man sehr unterschiedlich aufnehmen. Ich hätte das gleich anders verstanden, sprich: Jenseits der nicht vorhandenen Möglichkeiten des Juno-60 (der „experimentellen“ Klänge) klingt er schön, oder anders gesagt: Das, was der Juno kann macht er gut.

    Aber Marko hat es jetzt auch schon klar gestellt.

  20. Profilbild
    Bloderer RED

    Experimenteller Klang? Das ist eine gelungene Frage …

    … gefolgt vom Versuch einer Stellungnahme: Der im Volksmund geäußerte „experimentelle Klang“ kann keinem bestimmten Instrument bzw. keinem spezifisch nennbaren Geräusch zugeordnet werden. Man sagt eben z.B das ist ein „Bass“ oder das sind „Streicher“ oder das klingt wie eine E-Gitarre oder wie ein eingerostetes Motorrad (wobei die nichts miteinander zu tun haben). Wenn es aber – wir sprechen vom Volksmund, von dem sich artikulierenden kleinen Mann von der Straße, jemand wie ich z.B. – also wenn es keine Assoziation zu dem akustisch offensichtlich vorhandenen Klanggebilde (Geräusch oder Ton) gibt, dann kommt dieses kleine Meisterwerk der Akustik in die „experimentelle“ Schublade.

    Wenn nun aber ein Künstler die besondere Idee hat, ein Cello durch die laufende Kreissäge zu schieben, so kann man es klar als „Kreissägen-Und-Holzschneide-Geräusch“ bzw. gar als „letzer Ton des Cello“ definieren. Andere würden es vielleicht als „experimentellen“ Klang bezeichnen mit dem Hinweis, dass das akustische Hörerlebnis in dieser Art einmalig und nicht wiederholbar ist. Ein anderes Cello schneidet sich anders, und nimm eine große Tisch-Kreissäge statt der kleinen, handlichen Mini-Kreissäge, also das klingt sicher auch ganz verschieden. So oder so, von Kreissägen bekommt man Tinnitus, also schützen wir unsere Ohren und schalten sie nicht ein.

    Wie definierst du „Klang“? Als Fragesteller hat man ja eventuell schon eine Vorstellung von der Antwort … Gibt es allgemeingültige Erkenntnisse dazu? (Gute Literatur wäre auch interessant.)

    Spannend.

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  22. Profilbild
    Theo M

    Der Juno 60 scheint so zeitlos wie die Postings hier – die geh’n ja schon über 3 Jahre. ;-)

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    Neven Dayvid

    Vielleicht solltet ihr mal statt „experimentelle Klänge“ probieren: komplexe Klänge, oder mehrfach modulierte Klänge… weil so „richtig“ experimentell gabs halt eh schon lange bevor Synthesizer überhaupt erfunden wurden. (vor allem bevor polyphone DCO-Synthesizer erfunden wurden) …
    Das Schlimme ist ja, das Synthesizer eigentlich entwickelt wurden, um NEUE Klänge zu ermöglichen, jenseits herkömmlicher Orchesterklänge, daß da aber immer eine gemeine Hörfaulheit dagegenstand, warum wir jetzt diese hundsgemeinen Flötenbrassstringsocarinadrumandbassworkstations haben.

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    emma

    hallo zusammen. kann mir wer info´s zu den
    dcb interfaces geben ? sollte man lieber auf
    ein kenton interface zurückgreifen ? habe gelesen das das kenton einen internen lfo hat der sehr von vorteil sein soll. meine frage rührt daher das ich auf ebay eine alternative gefunden habe. leider nicht von kenton sondern von CHD Elektroservis MDCB-2v2 MIDI / Juno-60 Interface.

    wäre super wenn mir wer ein feedback geben könnte. infos zum setup: will den guten juno versklaven und über meine emx1 + er1 steuern. bisher hab ich den juno über meinen er1 headphone out über die vcf angetriggert,
    dies sollte sich aber mit dem interface erledigt haben.

    weitere info´s zum batteriewechsel fänd ich ebenfalls super. sowie ne möglichkeit die stimmen aus-zu-checken* da ich „clone“chips
    für den juno6 gefunden habe (chips im juno6 und juno60 = indentisch?) fragen über fragen. vielen dank und gruß aus nrw !

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      Son of MooG AHU

      Soviel ich weiß, geht das so: Beim Einschalten die Transpose-Taste gedrückt halten. Hab’s selber erst nach Verkauf meines Juno-6 erfahren, konnte es also nicht nachprüfen…

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    Chris

    Der Juno-60 ist ein solider analoger Synthesizer. Seine Qualitäten habe ich schon als Neuling sofort erkannt, als ich damit spielen durfte.

    Satter Grundsound, gute Filter und schnelle Hüllkurven. Ideal für Bässe und Sequencer-Sounds. Die Flächen sind warm und profitieren vom exzellenten Filter. Aber wirklich breit sind die Flächen nicht, weil alle Stimmen/Oszillatoren irgendwie in der Phase sehr genau sind. Deshalb klingt Unisono auch nicht wirklich überzeugend, wie bei einem Korg Polysix. Es sind eben DCOs… dafür ist der Juno mega-zuverlässig…

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      Bloderer RED

      …. der JSQ ist nur sehr „bedingt“ nützlich. Haupt-Manko ist, dass er sich nicht (!) extern synchronisieren lässt, sondern ausschließlich nach eigener Clock läuft. Zwar hat er DCB und 2x Sync-Out, aber letztlich müßte er zur Steuerzentrale im Studio werden, so sind eben die Voraussetzungen. Doch als Haupt-Sequenzer oder Steuerzentrale kann er eindeutig zu wenig. Persönliches Fazit (als ehemaliger JSQ Besitzer): Er sieht schön aus, ist aber aus heutiger Sicht nicht weiter von großem Nutzen.

      Für die für den JSQ am Gebrauchtmarkt geforderten 200+ Euro bekommt man – inklusive Versand – ein schönes MIDI-DCB Interface. Das würde ich jedem Juno-60 Besitzer dringender empfehlen als den JSQ.

      Viele Grüße …

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      Tastronaut

      Ich habe mich an die Bedienung gewöhnt und benutze ihn immer noch. Man kann damit schnell mal am Gerät etwas eingeben, was ich deutlich besser finde, als ständig zwischen PC und Juno/Jupiter hin und her zu hopsen. Und weil meine beiden Roland Synths Midi haben, bekommt der Rechner auch die JSQ-Noten, sobald ich was brauchbares habe. Von dort aus kann ich dann alles steuern und synchronisieren. Als Haupt-Sync-Schaltzentrale macht der JSQ keinen Sinn. Da hat Theo Recht.

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    spinatze

    Hallo, bin seit 2 Wochen auch Besitzer eines Juno 60. Habe „nur“ die Werkspresets. Ich würde mich mich freuen wenn jemand Presets mit Pdas und Strings (als Wav File) für mich hätte.

    MfG … spinatze

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    Son of MooG AHU

    Der Juno-6 ist allen anderen Junos vorzuziehen, nicht nur wegen dem stufenlosen HPF. Sounds sind teilweise schneller eingestellt als bei anderen ein Patch aufgerufen werden kann. Noch ein kleiner Tip zum LFO-Trigger: wem die Modulation zu abrupt kommt, kann sich mit etwas LFO Delay behelfen. Noch ein Tip: beide Chorus-Tasten gleichzeitig drücken ergibt einen wilden Rotary-ähnlichen Swirl. Ein Feature, das ich beim SH-201 schmerzlich vermisse, ist die PWM-Modulation durch die Hüllkurve. Damit habe ich wunderschöne Space-Pianos gemacht…

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      Bloderer RED

      … nur der Juno-60, kein externer VCF. Aber die Modulation der Filterfrequenz wurde zeitweise mit einem externen LFO bewerkstelligt. Daher die „besonderen“ Sounds, die der Juno-60 (mit seinem sehr moderaten – um nicht zu sagen etwas langweiligen – LFO) für sich nicht erzeugen könnte.

      Wie gesagt, der Klang selbst ist 100% Juno-60. Es lohnt sich allerdings sehr, die VCF (CV) IN Buchse mit interessanten externen Modulationssignalen zu verbinden. Das kann die Klangästhetik und das Potenzial des Juno-60 nochmals um ein Vielfaches steigern.

      Ein gewöhnliches (selbst kleines) Modularsystem à la Doepfer sei „jedem“ Besitzer analoger Synthesizer (mit Eingangbuchsen für VCF Kontrolle wie z.B. beim Juno-60) absolut empfohlen. Solche Investitionen werten die analogen Schätze meist nochmals ungeheuer auf und ermöglichen unerwartete, experimentelle und äußerst inspirierende Klangmöglichkeiten der besagten Instrumente.

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        TROjAX

        die Beispiele klingen sehr schön, gerade auch die modulierten Sachen, wüßtest du aus dem Stegreif jetzt eventuell eine andere Alternative diese Klänge zu erstellen, ohne jetzt sich gleich ein Modularsystem zuzulegen ?

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          Bloderer RED

          Nun ja, wie du sagst: Gerade die modulierten Sachen klingen sehr interessant. Dazu braucht es – anders geht es nicht – einen (hochfrequenten) LFO, zumeist in Modulform. Nur so lässt sich die benötige Modulationsspannung abgreifen und dem Juno zuführen.

          Es gibt übrigens von Doepfer kleine, handtellergroße Cases für Mini-Modularsysteme. Da können 4 schlanke Module mit Strom versorgt werden. Äußerst kompakt und absolut ausreichend – gerade für diesen Zweck. Die Kosten schätze ich hier – abhängig von den gewählten Modulen – auf ca. 300 Euro. DAS ist die klangliche Aufwertung des Roland Juno-60 (und noch weiterer Analogsynthesizer) in jedem Fall wert. Ich denke dies wäre eine günstige (und sinnvolle, da immer noch flexible) Lösung.

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            TROjAX

            Danke erstmal für die Infos, ich dachte da zb an den Moogfooger MF-102 der ja auch einen LFO hat. Das Problem mit den Doepfer Modulen ist halt, wenn ich erstmal damit anfange, habe ich innerhalb eines Jahres wahrscheinlich einen ganzen Schrank hier stehen ;)

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              Bloderer RED

              … der Gedanke wäre gut, doch der Moogerfooger wird nicht den gewünschten Effekt bringen: Das Gerät hat eine LFO Frequenz von 0.1Hz bis 25Hz. Deutlich zu wenig, um auch nur annähernd in das interessante Feld der experimentellen Klänge vorzustoßen.

              Mit einem Doepfer Mini Case bist du der Gefahr, „Module ins Unermessliche“ einzukaufen, sehr begrenzt ausgesetzt. Es haben höchstens 4 Module (mit Anschluß Stromversorgung) Platz.

              Nachdem ein solches System preislich in etwa dem MF-102 entspricht, würde ich i-m-m-e-r dem Modulsystem den Vortritt geben. Aus musikalischer Sicht bringt es nun mal ein Vielfaches an Möglichkeiten.

              Vorschlag Bestückung Mini Case:

              A-145 LFO (hochfrequent bis 4 kHz!)
              A-147 VC LFO (Koppelung mit A-145!)
              A-181 Multiples 2 (kleine auf große Klinke), A-183-1 Dual Attenuator (Abschwächer für „feine“ Modulationsstärken)
              1x Blindplatte (8TE) oder zweiter A-145 LFO, falls mehrere Analogsynthesizer (mit VCF CV Eingang) zur Verfügung stehen.

              Das war’s. Es ist einfach als Vorschlag zu sehen.

              Viele Grüße …

  31. Profilbild
    axel

    Zeitlos schönes gerät. Ich hab ihn schließlich geheiratet, ;-)

    Tip. testmodus: Vore Einschalten Key Transpose gedrückt halten:

    -Arpeggiator eröffnet diverse Feinheiten

    Klinke in Patch Shift:

    Programmtaste 5 drücken + halten + 3 drücken = Programme 80-89

  32. Profilbild
    Anonymusus

    Bei so viel Lobhudelei muss ich doch etwas Essig in den Wein schütten. Ich besaß einen Juno 60 und habe ihn nach einigen Jahren ohne Reuegefühle verkauft.

    Ein DCO und eine Hüllkurve – das ist sehr rudimentär und läßt nur Basic-Sounds zu.
    Falls man es fetter und schwebender haben möchte, muss man den Chorus aktivieren, aber der rauscht derartig heftig, dass ich das heute, da alles deutlich rauschärmer geworden ist, nicht mehr tolerieren würde.
    Das passende Midi-Interface von Roland wird zu unverschämten Preisen angeboten. Wenn man das mit dem Preis für den Synthie addiert, kommt man in eine Preisklasse, in der man schon ausgewachsene Synthies mit weit überlegenen Soundmöglichkeiten bekommt.
    Die Tastatur ist nicht anschlagsdynamisch.
    Und letztlich empfinde ich den sogenannten „Grundsound“ des Juno als topfig mit muffigen Beilagen – man entschuldige diese schwammige Aussage.

    In dem Test werden seine String- und Baßsounds hervorgehoben. IMHO klingen seine Strings in etwa so „eierig“ wie die eines Solinas und sind z.B. den Strings eines D-50 oder JD-800 weit unterlegen. Seine Bässe sind zwar recht gut, aber bleiben doch hinter jedem Oberheim oder Moog deutlich zurück.

    Ich wüßte angesichts der heutigen Gebrauchtmarktpreise keinen Grund, sich noch so ein Teil zulegen zu wollen.

  33. Profilbild
    Digilog

    Ich mag meinen Juno 60 sehr. Meine Lieblingstasten sind „Hold“ und „Arpeggio“ :-)

    Da er bald 30 Jahre auf dem Buckel haben wird, frage ich mich schon, welcher Synth heute ihn ersetzen könnte. Wie sind die Meinungen?

    • Profilbild
      Digilog

      Mir scheint, in der Preisklasse des Juno 60 kommt der Roland GAIA noch als Ersatz am nächsten. Er hat einen Arpeggiator und scheint sehr flexibel in der Soundsynthese zu sein.

  34. Profilbild
    andre1000

    Der Preis in diesem Artikel müsste auch mal geändert werden ;) Für 550 bekommt man mittlerweile grade mal nen halben Juno. Bin kurz davor mir einen zuzulegen, aber der hohe Preis ist echt zur Hürde geworden. Wahrscheinlich wird es im Laufe der Zeit eher noch teurer als billiger werden

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      Tyrell RED

      Soeben den aktuellen Marktpreisen (siege unsere Syntacheles-Liste) angepasst worden. Danke für den Hinweis.

  35. Profilbild
    balpirol

    besser als mein erster polyph.Synth (J-106), da fetterer Sound, Arpeggiator. Ich verkaufte ihn für den wesentlich besseren Elka Synthex (kein Arpeggiator, aber 8-stimmig, 2 Osc. usw.)
    Der Elka Synthex bekommt gerade ein Upgrade in 3 Stufen, Detailles auf Anfrage.

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    calvato

    ….das der juno60 bei markteinführung genau so teuer war wie der juno6 stimmt leider nicht.
    mein juno6, im august 1982 beim synthesizerstudio bonn gekauft, kostete knapp 2.200DM (viel geld für einen 14-jährigen, der 3 jahre lang dafür zeitungen austragen musste), der juno60 um die 2.800DM wenn ich mich recht erinnere…..

    dass mein synth nicht programmierbar war, erwies sich im nachhinein als vorteilhaft, weil ich mich wirklich mit dem gerät beschäftigen musste, ich weiß bis heute anhand der reglerstellung, was für einen sound erklingt. bei den live-gigs war das zwar auch lästig, aber ich konnte innerhalb von sekunden den passenden sound erstellen.
    leider wurde er mir ende der 80er aus dem proberaum geklaut…. :-/

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    Countrymetalman

    Warum ist nicht Korg Polysix zwischen der ersten 10 Top-Synths?? Meiner Meinung nach Polysix ist mindestens so gut wie Juno 60!!! Sogar glaube, dass Polysix noch mehr Klang-Charakter als Juno 6/60 hat. In ’80 habe ich ein Paar Tage beide neben sich getestet und erst dann habe ich mich fur den Polysix entschieden und gekauft.

  38. Profilbild
    Son of MooG AHU

    Ist denn noch niemandem aufgefallen, dass das HPF des Juno-6 stufenlos ist, im Gegensatz zu denen aller anderen Junos incl. JU-06? Mein Juno-6 war einen knappen Tausender günstiger als der 60 (bei Musikhaus Wondra, Nürtingen). Die fehlende Speichermöglichkeit war mir angesichts der überschaubaren Parameter ziemlich egal, da ich auch selten einen Sound mehrmals verwende. Den Arpeggiator halte ich, eben weil er so beschränkt ist, für den besten seiner Art. Ein Kippschalter für Mode, einer für Range, ein Speed-Fader, ein On/Off-Taster und der Hold-Taster direkt daneben: so zugänglich muss das sein. Und als Zugabe der Arp-Clock-In. Kleiner Tipp: das Youtube-Video von Nils Frahm beim letzten Montreux-Festival: so können Arp-Sessions abgehen…

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    Obie69

    Was ich sehr erstaunlich finde ist die Tatsache, dass die Juno 60 eine breite Streuung haben. Ich habe mittlerweile meinen dritten, wobei ich einen verkauft habe. Sie klingen alle sehr unterschiedlich. Vor allem der chorus rauscht unterschiedlich. In meinem ersten hörte ich gar kein Rauschen. In meinem zweiten ist er sehr ausgeprägt und eiert recht stark, dafür erzeugt er irrsinnig warme Schwebungen. Meinen zuletzt erworbenen Juno 60 entlocke ich extrem knackige Bässe, während die Flächen bei meinem anderen viel schöner klingen. Ich werde daher wohl beide behalten. Es wäre interessant, ob andere ähnliche Erfahrungen gemacht haben. Die klangunterschiede habe ich übrigens auch in zwei SoundCloud files dokumentiert.

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