Blue Box: Roland Jupiter-6, Polyphoner Analogsynthesizer

22. März 2008

Immer noch ein echter Jupiter

 

Der Nachzögling in Rolands Jupiter-(Keyboard)-Serie hatte es nie wirklich leicht. 1983 auf den Markt gekommen, stellte der Jupiter-6 zwar eines der ersten MIDI-Keyboards dar, doch weder war der angesagte Preis (6500 Deutsche Mark) ein Schnäppchen, noch stellte “analog” in besagtem Erscheinungsjahr ein (allgemein) lusterweckendes Schlagwort dar. Die Nachfolge des genialen Jupiter-8 anzutreten schien zudem eine wenig dankbare Aufgabe, zumal Roland mit einer klar abgespeckten Variante des Klassikers – Midi hin oder her – nun nicht wirklich punkten konnte. Warum bloß 6 Stimmen, wo wir doch schon im Jahre 1981 bei 8 waren? Und wo sind die Layer-Sounds des großen Jupiter geblieben? Warum hat der Arpeggiator keinen Random-Modus, und was passierte mit dem schönen Display?

Nun, von rein technischen Aspekten abgesehen ist dem Jupiter-6 auch ein gewisser Stilbruch der klassischen Roland-Designlinie anzumerken. Dies ist nun nicht unbedingt wertend gemeint, doch wird das zeitlose, ausgewogene Layout des Jupiter-8 eben auch nicht annähernd erreicht. Violett ist sicher nicht die eleganteste Farbe für Bedienelemente, und hellgraue Potis mit oranger (!) Positionsmarkierung sorgen keinesfalls für schnelle Übersichtlichkeit am Panel. Mit dem etwas “gewöhnungsbedürftigen” Layout des Jupiter-6 geht auch eine nur mittelmäßige Qualität der Bedienelemente einher. Mittelmäßig für Roland-Standard, um genau zu sein.

 

Die Fader sind zumindest “ok”, vermitteln aber nicht das exakte, schwergängig gleitende Feeling der Jupiter-4-Schieberegler (um hier auch mal den – qualitativ sehr hochwertig gebauten – “ersten” Jupiter aus dem Jahre 1978 zu nennen). Deutlich krasser als die (brauchbaren) Fader sind die Drehpotis des Jupiter-6. Diese sind unbedingt mit Vorsicht zu behandeln. Grundsätzlich wackeln sie etwas in ihrer Befestigung, was gerade beim Einstellen diverser Parameter nicht wirklich ein seriöses Gefühl vermittelt. Darüber hinaus ist beim Transport (und auch bei der Lagerung) des Jupiter-6 auf die Potis besonders zu achten.

Ein Case wäre zunächst die goldene Sicherheits-Regel Nummer 1. Schon beim unachtsamen Hantieren / Tragen des Instruments mit bloßen Händen können sich die Achsen “bedrängter” Potis gerne mal verbiegen. Weder beim Jupiter-4, noch beim Jupiter-8 wäre dies so leicht möglich (schon allein der deutlich größeren Potiköpfe – und des damit verbundenen Selbstschutzes der Achsen – wegen). Kurz gesagt: Der Jupiter-6 bedarf eines etwas sorgfältigeren Umganges als man es von anderen analogen Keyboards der Firma Roland gewöhnt ist.

Doch kommen wir zum Sonnenschein. Der Jupiter-6 verfügt über ein ganzes Feuerwerk an genial aussehenden (da von innen beleuchteten) Tastern. Dieser ansprechende optische Eindruck macht sich natürlich erst im aktiven Betriebszustand und bei abgesofteter Raumbeleuchtung bemerkbar. Nun muss man dem Jupiter-6 eine herrliche Aura zugestehen, das Instrument sieht im eingeschalteten Zustand extrem modern, kultig, und sehr inspirierend aus. Damit untermauert sich auch optisch, was klanglich auf Rolands Jupiter-Serie zutrifft: Ob Jupiter-4, Jupiter-8 oder Jupiter-6… jeder dieser Synthesizer ist ein völlig eigenständiges Instrument, mit eigenem (starken) Charakter sowie eigenwilligen Features bzw. Besonderheiten. Und damit nun endlich zum Aufbau des Jupiter-6…

Wie sein Name sagt…

ist dieser Jupiter sechsstimmig. Bei 2 VCOs pro Stimme ergibt das eine beachtliche Kraft von 12 VCOs im Unisono-Modus.

PWM

Die Oszillatoren sind klassisch aufgebaut, verfügen aber über eine Besonderheit, die wir z.B. auch vom Sequential Prophet-5 her kennen: Die einzelnen Wellenformen jedes Oszillators lassen sich beliebig miteinander kombinieren bzw. können gleichzeitig genutzt werden. Crossmodulation ist ebenso vorgesehen wie Osc Synchronisation. Letztere kann in beide Richtungen erfolgen, wobei entweder VCO1 oder VCO2 als “Masteroszillator” dient. Die beiden Synchronisationsmöglichkeiten lassen sich sogar gleichzeitig aktivieren, wobei ich mir über die Sinnhaftigkeit dessen aber noch nicht ganz im Klaren bin…

VCO2

Der Haupt-LFO bietet neben den üblichen Standard-Wellenformen auch Random, um so klassische S/H-Effekte ins Geschehen einzubauen. Die Geschwindigkeit des LFO 1 reicht (laut Bedienerhandbuch) von 0,04 bis 100 Hz. Immerhin sind so im hochfrequenten Bereich schon diverse interessante FM-Sounds möglich. Doch zugegeben: Ein LFO kann nie schnell genug sein. Aus heutiger Sicht sollte ein wirklich guter LFO im hochfrequenten Bereich 1 kHz (oder mehr) erreichen, das wäre musikalisch absolut wünschenswert.

Neben dem Haupt-LFO gibt es noch einen LFO 2 in der Controller-Abteilung. Dieser ist – sehr klassisch – für die Modulation von VCO (Vibrato) und des Filters (WahWah) zuständig. Eine Rise-Funktion erhöht die LFO-Frequenz mit zunehmender Tastenhöhe des Keyboards, womit Klänge also auf eine etwas “natürlichere” Art (je nach ihrem Frequenzbereich unterschiedlich schnell) moduliert werden.

LFO2

Klangbeispiele
Forum
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    AMAZONA Archiv

    Wer braucht heute noch so ein Hardwaremonster. Mal ehrlich: macht so eine Anschaffung im Jahre 2008 noch Sinn? Wenn ich Sammler bin wohl schon aber wer stellt sich so einen Kasten ins Studio, zumal für den Preis,wo es doch unmengen von Plugins gibt. Von der Einbindung ins heimische System mal ganz zu schweigen. Ja, die analoge Wärme muß es sein. Eric Persing hat mal in einem Interview gesagt, das digitale Medium gibt genau das wieder was gesamplet wird und wird eine analoge Fläche gesampelt gibt das Sample auch genau das wieder.
    Wie gesagt, das war damals schon toll aber die Zeiten sind endgültig vorbei.

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    AMAZONA Archiv

    Genauso, wie es immer Leute geben wird, die den Sinn hinter der Hardware nicht verstehen, wird es immer Leute geben, die sich den Mund fusselig reden können über Haptik, Sound und Funfaktor. Ich habe den Arturia JP-8 ausgiebig testen können: nette Software, toller Sound für wenig Geld. Ich hab aber auch das Original hier stehen und stelle fest: es ist ein Ding der Unmöglichkeit die Summe des Gerätes in Software umzusetzen. Ergo habe ich den Arturia nicht gekauft und bleibe beim Original. Noch konsequenter: ich fahre den Anteil an PlugIns wieder herunter und stelle mir in letzter Zeit immer mehr Hardware ins Studio… und bin glücklicher. Das kann man Schreibtischtätern einfach nicht erklären, das müsst ihr im wahrsten Sinne des Wortes am eigenen Leibe erfahren. Bis dahin wundert euch weiter…

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      AMAZONA Archiv

      Wenn Du glücklicher als die anderen bist freuts mich für Dich. All die anderen "Schreibtischtäter" die in tiefster Depression mit ihren Plugins daheim rumdudeln haben mein tiefstes Mitgefühl. Auch ich werde mich mit Euch weiter wundern.

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    Da bin ich deutlich anderer Meinung. Obwohl es heute durchaus möglich ist, den Sound mit digitalen Mitteln zu emulieren, ermöglicht so ein Gerät einfach schon rein duch die Physis einen ganz anderen, haptisch gesteuerten Zugang der auch zu ganz anderen Ideen und Resultaten führt. Ein echtes Gerät hat einfach eine eigene Aura und Ausstrahlung, weche Inspiration schafft.

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      Richtig. Dazu kommt dann auch noch der doch recht hohe Preisunterschied. Wer dir Kohle hat und sein Studio mit Hardware zustellen kann soll er es tun. Für mich persönlich ist es aber ein Ding der Unmöglichkeit wegen fast nicht hörbaren Klangnuancen so viel Geld auszugeben. Ich bin froh das die Natur Individuen hervorgebracht hat die so geniale Software schreiben.

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        Das stimmt schon. Wenn ich ehrlich bin muss ich sagen, dass ich, obwohl ich einige teure Klassiker besitze, am Ende für Aufnahme und Mix trotzdem Plugins benutze. Warum? Ist einfach soo viel handlicher, praktischer und flexibler. Die "echten" Kisten die rumstehen sind dann noch für die richtige Atmospäre da, und zum zwischendurch spasseshalber ein bisschen dran runzuschrauben ;-) Trotzdem ist es gut, sich mit echter Hardware auszukennen: man weiss dann, wie man mit den Plugins umgehen muss, um den richtigen Sound herauszukitzeln (geht natürlich nicht mit allen)

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      pytrel  

      Aura? und Ausstrahlung? Reden wir immer noch von einen Gerät? Hat es Ausstrahlung nur wenn man es einschaltet? Kann es auch Yoga?

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    Gute Frage aber Plug Ins oder Software allgemein ist für mich kein Ersatz für echte Hardware. Ich hasse einfach dieses Mausgeschubse! Es gibt für mich keine Software, die mich reizen würde. Hardware ob alt oder neu hat also durchaus seine Berechtigung aber dass muß jeder mit sich selbst ausmachen.

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    piet:
    Nur mal so im Allgemeinen: du hattest danach gefragt! Ich habe weder behauptet Mausschubser wären depressiv, noch das mein ganz persönliches Glücksgefühl allgemiengültig ist. Das die Plörren einen Haufen Geld kosten und Software keine Wartung benötigt ist mir schon klar. Aber wenn es um Sinn und Unsinn von Hardware geht, dann kann ich dir nur wärmstens Empfehlen wirklich selber mal ein paar Stunden mit nem Modularn, Minimoog oder Jupi zu arbeiten und die Diskussion hat sich ganz schnell erledigt. Wenn dich beim Musizieren nur das Endergebnis interessiert. Klasse, dann passt´s doch. Für mich ist nicht zuletzt (!) der Weg das Ziel. Warum soll ich den Bus an der Ecke nehmen, wenn Ferrarifahren so geil ist?! Zumindest von der Warte wird Hardware IMMER seine Daseinsberechtigung haben. Es muss übrigens nicht immer Ferrari sein, ein schnittiger Asiate mit Knöppen tuts zur Not auch…

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      Das Endergebniss ist für mich das Ziel und da gehe ich den Weg des geringsten Widerstandes. My Way. Aber….. das Rumschrauben an der Hardware, und wenn dann auch noch Roland oder vielleicht sogar Moog draufsteht ist natürlich was ganz anders auch wenn dann doch das Ergebniss das gleiche ist. Ich würde es mal so ausdrücken. Wenn Klaus Schulze bei einem seiner Konzerte nur nen Laptop und ein Masterkeyboard auf der Bühne hätte war der ganze Gig natürlich nicht so sehenswert als wenn die ganzen Modularsysteme wie ein Weihnachtsbaum blinken. Aber Hardware nur um des Harwareswillen wäre für mich nicht rentabel.

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    Ich kann ja verstehen, dass der JP6 kein JP8 ist und einfach sauberer oder klinischer klingt. Aber einfach zu sagen, brauchen wir das heute noch, da muss man sich ja fragen, ob wir ueberhaupt noch ein Review von Theo brauchen? Es ist schon unheimlich, wenn Keyboards, wie der Polaris als besonders herausgestellt werden und dann die Frage nach dem Preis-Leistungsverhaeltnis bei dem naechsten Synth diskutiert wird anstatt die wunderschoene Synthese mit dem einmaligen Roland Multi-Mode Filter darzustellen. auf die Klangmoeglichkeiten und Vielfalt des 6er einzugehen. Vielleicht haette man auch erwaehnen koennen, dass die Modulationstiefe einmalig und vom anderen Jupiters unerreicht ist. Es gibt so viele schoene Dinge ueber den JP6 zu berichten. Am Ende muss man sich nicht wundern, wenn die Kommentare nicht mehr ueber den Jupiter laufen, sondern ueber eine Grunddiskussion von Plug-ins und Hardware.

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    Irgendwie diskutieren alle immer Plugins vs. Hardware. Was mir bei der Diskussion immer fehlt, ist das Ignorieren der Tatsache, das wir es hier mit Musikinstrumenten zu tun haben, die schon von natur aus als Original einmalig klingen und auch nur im Original so wie das Original gespielt werden können. Klar…es gibt immer mehr Midi-Controller Büchsen um den Mangel an Hardwarehaptik bei Softsynths auszugleichen, trotzdem stellt sich, zumindestens mir geht es so, erst eine persönliche Verbindung mit dem Instrument ein, wenn ich es "begreifen" kann. Egal welcher Art der Klangerzeugung…Monomachine oder Moog. Zu einem Plugin läßt sich keine Musiker/Instrument Symbiose eingehen. Echtes Autofahren ist schlußendlich auch nicht durch einen Fahrsimulator am Computer zu ersetzen. Das Erlebnis ist trotz des Lenkrad Controllers ein gefiltertes in 1024 x 1280.

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    stimme ich voll und ganz zu. Allein dass ein Gerät Hardware ist schafft schon seine Lebensberechtigung als Instrument.

    was ich überhaupt nicht verstehe: in Bezug auf Plug-ins heisst es immer, die kommen klanglich recht nahe an die Originale ran. Da kann ich überhaupt nicht zustimmen. Ich finde es liegen riesige Welten zwischen analoger Hardware und Softsynths.

    Wer das nicht hört, der sollte sich fragen ob er im richtigen Segment arbeitet oder nen Ohrenschaden hat.
    Analoge klingen um einen gewaltigen Faktor weicher und tiefer als jedes Plug-in.
    Das ist Fakt, man kann den Unterschied nicht wegdiskutieren.

    Vor einigen Jahren war VST nur Spielzeug für Arme. Mittlerweile sind die VST Sachen schon etwas Erwachsener geworden, aber es sind noch lange keine professionellen Tools, zumindest nicht für das anspruchsvolle Ohr.

    Höchsten für das semiprofessionelle Homestudios.

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    Neben der Klangerzeugung ist das UserInterface mit einer der wichtigsten Faktoren fuer die Soundsynthese. Man kommt einfach auf andere Sachen, wenn man einen Regler greifen kann. Aber um beim Jp6 zu bleiben, er hat einiges, was der beruehmte Jp8 nicht zu bieten hat. Sync und XMod kann von einem OSC kommen, was ganz neue und dynamische Wellenformen entstehen laesst Dabei kann die XMod durch die ENV in der Intensitaet gesteuert werden. Der LFO ist zwar mit 100kHz limitiert, die S/H Einheit kann aber bis 400kHz!! Zu erwaehnen ist auch die Modulationstiefe der verschiedenen Parametern. Wo beim Jp8 zum Beispiel die ENV mal gerade den halben Cutoff Bereich abzudecken scheint, geht es beim Jp6 richtig zur Sache. Im Ganzen sollte man vorsichtig sein und mit der Modulationsintensitaet vorsichtig umgehen, wenn man sanfte Toene haben moechte. Und wer den JP-6 mit HP Filter mal richtig hoeren moechte, dem empfehle ich die Human League "Octopus" mal anzuhoeren.

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    Ich glaub wer so denkt wie Piet braucht keine Hardware.Irgendein Softsynth mit 2000 Patches tuts in solchen Fällen auch.Ich selber hab auch beides durch und bin wieder zur Hardware zurück weil es für mich persöhnlich einfach mehr Spass auch vom arbeiten her macht und die Software in der jetztigen Form wird das auch nicht ändern.

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    Schade, dass immer nur die Frage "Hardware oder Software" diskutiert wird – das ist für mich der gleiche unsinnige Glaubenskrieg wie der Unterschied zwischen LP und CD. Was ich persönlich extrem schade finde, ist die Tatsache, dass immer weniger gute Synthesizer auf den Markt kommen – Namm Show und die Frankfurter Musikbörse sind traurige Beispiele. Und wenn die Softwareindustrie immer nur alte Saurier kopiert, ist das nicht wirklich eine Innovation.

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      Mal ehrlich.. was soll denn noch neues kommen?? Lediglich ist alles irgendwie schon da gewesen, nur wird immer mal wieder eine neue Verpackung gebaut. Klar, es kommt auch immer darauf an was man wirklich verwendet und machen will. Aber wie oft haben Synths Funktionen die nur wenige benutzen bzw. eine solche Funktion und dessen klangliches Ergebnis einfach nicht zu gebrauchen ist weil es einfach "zu speziell" ist. Auch ich komme wieder zurück zur Hardware, da mir ein PlugIn einfach nicht greifbar genug ist, obwohl ich schöne Controller besitze. Eine Mischung aus beidem ist optimal!

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    Wer so denkt wie ich braucht auch keine Hardware.Stimmt genau. Das habe ich wohl deutlich genug weiter oben erwähnt und weil die Plugins auch so schlecht klingen verkaufen sie sich auch wie geschnitten Brot und haben in den großen Studios ihr Plätzchen. Wer möchte sollte sich mal die Keys zulegen. Da findet man jeden Monat neue Berichte über profesionelle Studios und schau an, man ließt da über Produkte von Spectrasonics, NI, Arturia, Cakewalk, Waves… Die Liste ist mächtig lang.

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      Und weil Hardware so überflüssig ist, lebt eine ganze Industrie davon… Es ist schon sehr auffällig, wie verbissen du immer wieder auf die leidige Diskussion Hardware vs. PlugIn drängst. Es will dir doch keiner die Vorteile von Software wegreden. Genausowenig sollten Pro-Plugin-Vertreter auch bitteschön die offensichtlich Vorzüge von Hardware ignorieren. Das wäre doch mal fruchtbar. Stattdessen immer wieder dieses ermüdende und bei näherer Betrachtung völlig unsinnige "Meins-klingt-besser-als-deins".

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    Schönes JD-800 Pad im Sound-Beispiel Nr.6

    Jörg

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    Ich fände es spannend mal einen Test zu veröffentlichen mit unkomprimierten Aufnahmen von echten und virtuellen Synths, jeweils der gleiche Lick, kann ja kurz sein. Anschliessend wird von den vielen Experten, die wir ja zweifelsohne haben mit Namensangabe gesagt was Fisch und was Fleisch ist. Ich glaube auch, dass ein Unterschied existiert, weiss aber nicht, ob das auch alle hören (mich eingeschlossen). In den Siebzigern gab es den Hifi Wahnsinn, wo Leute über die x-te Stelle hinter dem Komma eines Messwerts diskutiert haben, aber bei zwei verstimmten Saiten nicht gehört haben welches die tiefere ist.

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    Glaubenskriege haben der Menschheit keinen Nutzen gebracht. Hard- oder Software? Würde sich diese Frage auch stellen, wenn wenig innovative Entwickler die Klassiker nicht in Software gegossen hätten? Es gibt verdammt gute Softsynths (z.B. Zebra), die es mit jeder Hardware aufnehmen können. Profis lassen sich schon lange nicht mehr Hardware vorschreiben. Die lesen nicht mal solche Diskussionen. Hardware und Software haben beide Vorteile. Wer die der Hardware nutzt, verzichtet auf die der Software, vice versa. Vorteile werden dann von Nutzen sein, wenn die individuellen Bedürfnisse befriedigt werden. Und über die zu diskutieren ist blöd.

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      Bloderer  AHU

      "Hardware und Software haben beide Vorteile" ist ein sehr guter Punkt. Ich denke zudem, dass es letztlich auch weniger um klangliche Unterschiede oder Hard/Software im Detail geht. Eher ist es eine Frage der unterschiedlichen Arbeitsweise, des individuellen Zugangs zur Musik, des persönlichen (kreativen) Schaffensprozesses. Den können manche Künstler eben leichter via 'spürbarer Hardware' meistern, während andere mit Maus & Plugin besser vorankommen. Das musikalische Ergebnis entscheidet letztlich ohnehin für sich, und bei guter Musik ist die Frage der 'passenden' Klangerzeugung obsolet bzw. bereits in sich (positiv) beantwortet…

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    "Das musikalische Ergebnis entscheidet letztlich ohnehin für sich, und bei guter Musik ist die Frage der 'passenden' Klangerzeugung obsolet bzw. bereits in sich (positiv) beantwortet…"

    Theo, es ist ebenfalls einfach nur blöd von "guter Musik" zu schreiben, wenn du mir im gleichen Atemzug bzgl. meiner Ausführungen zu Hard- und Software zustimmst. Nochmals: Individuelle Bedürfnisse sind subjektiv und daher kann es keine objektiv gute oder schlechte Musik geben. Es gibt im für den Musiker besten Fall lediglich Musik, die einen Marktwert hat und für die Menschen bereit sind, auf einen anderen Nutzen zu verzichten, indem sie Geld dafür zahlen.

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      Bloderer  AHU

      Nun, dann sagen wir so: Es gibt Musik von unterschiedlicher Qualität. Ich nenne es eben gut oder schlecht. Subjektiv, ist klar.

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    …wer braucht heute noch ein klavier (oder eine stradivari), wenn man es samplen kann? ;)

    zu hardware:
    befürworter von hardware sehen darin "ihr" instrument – dieses konzept musiker/instrument gibt es immerhin seit hunderten von jahren. abgesehen davon sind synthesizer eine sehr junge gattung von instrumenten (vor allem das virtuelle konzept…) und gibt es sehr, sehr wenige Musiker, die fähig sind/waren, den synthesizer als Instrument zu meistern (zB joe zawinul)

    dann noch der generationen-konflikt (digital will analog sein,…) – und fertig ist der salat. zündstoff für endlos lange diskussionen…

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    einfacher wäre da eine gegenüberstellung von virtueller hardware und virtueller software. kurze anregung: der nordlead 3 wäre als plug-in sicher nicht dasselbe konzept. das ist der vorteil eines optimal abgestimmten user-interfaces auf die klangerzeugung. da hält kein universal-midi-controller mit.
    … und das macht eben die riege der alten synths immer noch so beliebt. ihr konzept in sound und bedienung sind zu 100 % schlüssig!

    bei softsynths ist die frage wie gut die umsetzung auf den (passenden) controller durch den user gelingt – es gibt (noch) keine 100%-ige umsetzung in die "muskelwelt"… ein lustiger aspekt: eigene gestaltungsmöglichkeiten in der belegung von funktionen durch abstrahierung (ist auch was kreatives)…

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    grundsätzlich ist das konzept: alt = hardware, neu = software einfach falsch! wir haben immer noch denselben körper aus fleisch und blut, der
    das virtuelle gehirn bedienen möchte.

    ich glaube auch nicht, dass es die bestimmung von softsynths ist, jedes teil hardware, das es je gegeben hat nach zu modeln. aber so lange klingende namen den geldbeutel locker machen…

    nun, mein kommentar zum jupiter-6: i like it!

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    Hallo,

    leider werde ich mir im speziellen den JP6 nicht holen können .. 1. er wird nicht angeboten 2. Leider zu teuer

    Der JP6 gehört zu den absolut geilsten Synths die ich kenne ..

    Daher wäre mein letzte chance dem Gerät auch wenns nur virtuell ist; ihn per plugin zu bekommen .. nur leider finde ich da auch nichts .. weiß hier einer ein gutes Plugin was den JP6 simuliert ?? Ich wäre für ein ernst zunehmende Antwort sehr dankbar !!

    Viele Grüsse I.

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      Ich bin mir sehr sicher, dass es kein kommerzielles PlugIn gibt, dass explizit den JP6 emuliert. Da bleibt die allenfalls der JP-8 von Arturia als Alternative. Im PD/Shareware-Bereich gibt es auch einige Emulationsversuche, aber da bin ich bisher nur über eine Juno-Emulation gestolpert.

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    weg von der "sinnlosen" Diskussion, kommen wir wieder zum Jupiter6 ;)

    Ich habe den JP6 auch schon besessen & es vergeht kaum ein Tag, an dem
    ich diesem Synthie hinterher heule bzw. den Verkauf zutiefst bedaure.
    Durch Umstellung auf Software & Total Recall war ich einfach geblendet.

    Der JP6 ist in meinen Augen einer der geilsten AnalogSynthies ever.
    Sound ist typisch Roland, bei Bässen ein Ultrabrett, Leads kommen
    sehr durchsetzungsfähig & Filter packt enorm zu.
    Das Schrauben am Jupiter6 war tagtäglich eine Freude.

    Bin heute noch auf der Suche nach einem bezahlbaren JP6 in good shape.
    Als derzeitiger quasi Ersatz leistet mir der JP-8000 gute Dienste, klingt leicht
    anders, aber trotzdem wie ein typischer Roland.
    Das Filter im JP-80×0 ist sowie eine Klasse für sich ;)

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    mit einem virtuellen jupiter
    must du ja auch einen computer
    + souncarte besitzen. funktioniert
    dein virtueller jupiter dann auch mit den rechnern mit denen du zukünftig arbeitest? auch updates kosten. die abstimmung welcher
    sequenzer funktioniert mit welchem
    treiber für die soundkate auch dann tatsächlich noch mit allen
    meinen plugs?
    mehr mu?e bringt schon schon der
    olle alte jupiter in all seinen varianten – find ich

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    hallo alle zusammen, ich wollte nur sagen, dass ich einen jupiter 6 besitze und wenn ich einen zweiten in die finger bekomme kauf ich mir den, denn zwei sind besser als einer.
    ich besitze einige synth´s: juno106, jp8000, virus, clavia und dann noch ein paar softquatsch-dinger, aber ganz ehrlich ich würde von den anderen keinen weiteren kaufen. der jupiter ist kräft, besitzt eine tollen filter ist sehr present und so bald man ihn mit einem effekt veredelt gibt er sein könne preis!
    da gibt es dann nicht mehr viel zu sagen, nur noch staunen!
    ich stolper hier immer wider auf kommentare von leuten die nichts weiter als ihren computer kennen, das nervt!
    ich besitze auch eine und keine kleinen!!
    ich bezitze die powercore und uad karten mit allen möglichen plugs es gibt auch sehr gute vst´s…..denn noch, externe geräte haben ihre berechtigung!
    was ich sagen möchte es gibt leute die suchen was bestimmtes und wollen erfahrungenwert von kennern sammel zu diesem oder jenem gerät um eine evtl. kaufentscheidung zu treffen, da geht es um viel geld!
    ich kann den jupiter jedem empfehlen!
    *** von mir!

  24. Avatar
    AMAZONA Archiv

    Noch mal ein Wort zu Hardware vs. Plugins. Als Live-Keyboarder mit einem eigenen Trio und anspruchsvollem Programm wären Plugins so ziemlich das letzte, was ich auf die Bühne nehmen würde. Erster Punkt: kann ich es wagen, mich auf einen einzigen Laptop zu verlassen (natürlich nicht) und wieviele Laptops soll ich mitnehmen, um von Betriebssicherheit reden zu können? Zweiter und entscheidender Punkt: im Studio sieht die Sache ja noch etwas anders aus, aber live stellt die Nagelprobe dar, nämlich ein ein Synthie muss Klangvolumen haben und sich gegen die anderen Instrumente durchsetzen können. Und gerade in letzter Disziplin sind die allermeisten Plugins Schwächlinge (wie übrigens auch fast alle, neuen Workstations der üblichen, verdächtigen Firmen). Ich möchte es zum Schluss mit meiner Hammond vergleichen. Das neue Clavia-Teil klingt schon verblüffend echt, aber dieses Volumen, das ich schon mit einem einzigen Ton meiner C3 erzeugen kann, stellt eine völlig andere Dimension dar.

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      Alex_KIDD

      Nun möchte ich auch mal meine Meinung sagen.

      Erst mal zum Test: sehr gut geschrieben, sehr informativ.

      Ich denke Hardware vs. Software wird immer wieder in eine
      neue Runde gehen, von daher…

      der größte Vorteil der Software ist nun mal der Platzbedarf
      (in Form von daten) und klingen diese Softsynths dann auch
      noch gut, dann wird Software immer Vorteile haben.
      zb. kann man mehrere Instanzen öffnen, Updates, polyfon
      undundund

      Viele haben hier ihre Hardware schon genannt, alles sehr feine Teile…nur… solche Dinger wollen auch gewartet sein, gepflegt und gut behandelt werden. Blauäugig ist, wenn ich nur eine Anschaffung sehe, evt. Reparaturen aber nicht einkalkuliere. Was nützen mir unzählige Elektronikleichen
      im Studio? oder nur noch halbfunktionierende Synths?
      Nicht jeder kann mit dem Lötkolben umgehen (und sollte es auch nicht:-) Bauteile, Ersatzteile nicht mehr lieferbar,
      Welcher Frust kann größer sein, als vor einem defekten Synth zu sitzen
      und unbefriedigt nur noch 2stimmig spielen.
      Irgendwann kommen all die schönen Klassiker auf den
      Friedhof…deckel drauf, das wars dann.

      Ich bin auch ein Hardware-Fan, aber rein vom wirtschaftlichen Aspekt zu sprechen, macht für den
      „einfachen“ Privatmann ein Synth-Saurier-park kaum Sinn.
      Horrorsummen für Reparaturen würde ich nicht mehr ausgeben wollen.

      Würde ich heute nochmal anfangen musik zu machen, dann
      würde ich Software wählen, ganz bestimmt.

      • Profilbild
        Marko Ettlich  AHU

        Alles richtig, aber Kreativität entsteht nur mit Spass an der Sache. Ich spreche hier nur für mich, aber Mausgeschubse hemmt bei mir jeglichen Spass überhaupt Musik zu machen.
        Die Herangehensweise ist vollkommen unterschiedlich. Die einen lieben die Vielfältigkeit und Leichtigkeit der Software, die anderen brauchen etwas zu anfassen, zum fühlen, zum spielen.
        Und das ist auch völlig ok so.

  25. Profilbild
    AMAZONA Archiv

    Ich habe meinen DW 6000 gekauft als er damals rauskam. 1984 war das. Der Mac erblickte gerade das Licht der Welt und hatte schon digitale Audio-Hardware eingebaut. DOS war gerade in der Version 2 auf dem Markt. Hätte ich damals den DW 6000 als Plugin gekauft, ich könnte ihn heute aus Kompatibilitätsgründen nicht mehr verwenden. Der Hardware-Synthesizer aber steht bei mir und macht mir mit seiner hybriden Arbeitsweise jeden Tag Freude.

    Ein Extrembeispiel? Vielleicht. Nehmen wir meine Roland W-30. Ein LoFi-Sampler mit wunderbar charakterstarken Filtern. Als der am Start war gab es gerade den Windows 2. Hoffnungslos ein Plugin für Windows 2 heute zum laufen zu bekommen. Mein W-30 arbeitet aber immer noch zuverlässig. Oder mein JX 8P! auch der war von 1984. Ein Pugin aus der Zeit ist heute wertlos. Mein 8P ist heute eine Wucht.

    Ich kaufe kein Plugins. Wer weiß, ob das nächste OS-Upgrade, die nächste Treibergeneration oder die nächste Schnittstellengeneration das Upgrade nicht in digitalen Müll verwandelt? Und wenn nicht das nächste, dann das danach. Wer glaubt, heutige Standards gelten auch noch in 20 Jahren ist mindestens naiv.

    Ich habe seit ich mit Computern arbeite schon reichlich Standards kommen und gehen gesehen. In meinem Keller sammeln sich neben unnütz gewordener Hardware auch die Softwareboxen von Programmen, für die ich viel Geld ausgegeben habe, die ich aber nicht mehr nutzen kann, weil die aktuelle Rechnergeneration sie nicht mehr laufen lässt. Wie sollte ich jemals mit diesem Hintergrund guten Gewissens mein Geld in Plugins investieren, wo doch Hardware deutlich länger hält? Sicher, auch Hardware geht kaputt, aber bisher haben Hardware-Instrumente meist länger gehalten als Software.

    Wenn ich jetzt noch den Klangunterschied dazunehme, der durchaus zu hören ist (zumindest was meine Tests angeht), dann haben Plugins für mich vollends verloren.

    Der Jupiter 6 hat mir übrigens gezeigt, wie wuchtig Synthesizer klingen können. In einem Kölner Musikhaus habe ich regelmäßig die Synth-Abteilung besucht. Ich hatte einen MS-20 und träumte den Schülertraum von einem polyphonen Synthesizer. In dem Laden stand dann ein JP6, der leuchtete und war frei zum testen. Ich griff einen Akkord in die Tastatur und nebenan hat jemand gleichzeitig eine 180 cm Gong angeschlagen. Dieser Laden war laut eigenen Angaben der Einzige mit so einem Gong in Deutschland. Ich schaute nach nebenan zu den Percussions, aber da war keiner. Dafür rannte ein Mitarbeiter zu mir rüber und drehte kurz am Lautstärkeregler des Jupiter und meinte dann, dass ich den gerne weiter testen dürfte, aber bitte etwas leiser …

    So hinterlässt man Eindruck.

    • Profilbild
      Alex_KIDD

      Um zum eigentlichen Punkt zurückzukehren…
      JUPITER 6

      Den JP 6 hatte ich mal eine ganze Weile und war auch sehr zufrieden damit, hatte Ihn über einen RS09 laufen, weil ich den
      Chorus nutzen wollte. Das klang zwar nett, aber hat die Qualität
      extrem rausgenommen und natürlich den Charme.
      Verkauft habe ich ihn damals, weil ich den JP 8000 wollte.
      Jetzt kann man wieder Äpfel mit Birnen vergleichen, wollen
      wir aber nicht.

      Die Hardware vom JP6 war nicht mehr so edel wie beim 8er, die Potis fand ich irgendwie billig…Insgesamt aber ein schönes Stück Synthesizergeschichte. Vor allem extrem übersichtlich. was ist der JP6 jetzt eigentlich wert?

      liebe Grüße

  26. Profilbild
    Neven Dayvid

    Ich fände es ja mal interessant, zu wissen, wieviele von den Usern, die hier die preislichen Vorzüge von Softsynths bejubeln, dat Janze auch in echten harten Euros bezahlt haben ??
    Aber um beim Jupiter 6 zu bleiben:
    ich hatte zuerst einen 6er, dann erst jahre später einen 8er, und ich muß sagen, die sogenannte „billige“ Hardware hat definitiv ihre Vorteile: die gußeisernen, bleischweren, vollsoliden fader des Jupiter-8 lassen nun mal schnelle Schraubereien nicht zu, während man mit flinkem Finger am „plastikmäßigen“ Jupiter -6 schnall mal ein paar Modulationen oder Sweeps hinzaubert. Also, aufgepasst: Im Studio ist nicht immer das schwergängigste Poti das Beste ;)

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      Tricky

      auch ich hatte beide parallel im HomeStudio stehen, fand den JP-6 von der Bedienung her wesentlich besser. Der JP-8 ist gebaut wie ein Panzer, der JP-6 wie ein „Panzer-light“.
      Aber immer noch ein Panzer … bitte das Sinnbild verstehen ;)

      Klanglich finde ich den JP-6 wesentlich interessanter als den JP-8, viel mehr Möglichkeiten.
      Dazu gibt es noch das Europa-Upgrade, was jeden Cent wert ist und den JP-6 von 1986 in das aktuelle Zeitalter „beamt“.

      Rein klanglich gibt es keine Emulation (Gruß an Arturia) die es mit einem JP-6 bzw. JP-8 „ernsthaft“ aufnehmen kann.
      Die beiden VCO des JP-6 sind wuchtig, das Filter obersähmig, wenn gewollt auch
      ein richtig hartes Bassbrett.

      Software/Hardware:
      Stimme ich M.Ettlich zu (und nen Gruß an meinen ex-Prophet-VS), jeder hat seine Vorlieben.

      Für mich ist ein Synthesizer immer noch ein Musik-„Instrument“ und keine Software die man per Mouse-Geklicke bedient.
      Alleine schon die Präsenz und die Anfassbarkeit eines Synthesizers macht
      vieles wett, was Software als Vorzüge haben.
      Sound-„Schrauben“ macht mit dem JP-6 auf jeden Fall wesentlich mehr Spaß, als mit einer Software-Emulation.
      Am Jupiter-6 ganz besonders ;)

      just my 2cents … again

  27. Profilbild
    Tricky

    achja ….

    die vielen „tollen“ Software-Synths wollen ja auch noch einen potenten Host haben,
    der genug Power hat um das ganze Soundgewabber wiedergeben zu können.
    Eine „ordentliche“ Audio-Workstation hat auch seinen Preis !!
    Klar tut es auch nen Aldi-Medion-PC, als Audio-Workstation würde ich das jedoch nicht bezeichnen.

    Weiterhin haben so einige Software-PlugIns ebenso Nachfolge-Kosten, sprich
    wollen Upgrades auch bezahlt werden (zb. bei NI, Waves, …).

    nur so als Anhang …

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    Cornel Hecht  

    Ich hatte bis vor kurzer Zeit beide Jupiter, also den 8er und den 6er bei mir im Studio. Der JP-8 ist fantastisch aufgebaut, sehr übersichtlich strukturiert. Dennoch lag mir sein Sound nicht, ich griff immer wieder zu anderen Synthesizern, wie z.B. zum JP-6. Letzterer überzeugte mich mit seinen Sound doch immer wieder, sodass der JP-8 dann gehen musste. Den JP-6 würde ich jedoch so leicht nicht mehr hergeben wollen. Schon das schöne Multimode-Filter ist sehr ergiebig und grenzt den JP-6 von anderen Synthis ab.
    Die Potis sind wirklich recht wackelig, evtl. lassen die sich aber gegen neuere Typen austauschen.

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      Herr Mikrobi  

      Schön zu hören, dass mein alter 6er den 8er geschlagen hat…Ich gehe dann mal davon aus, dass Noise und Band-Pass auch wieder Ihre Dienste tun.

  29. Profilbild
    Son of MooG  AHU

    Der JP-6 hatte leider zu seiner Zeit kaum noch Chancen auf Erfolg (hoher Preis, analog). Das Potential von MIDI wurde damals kaum erkannt (im Fachblatt-Testbericht wurde nur auf dessen Vorhandensein hingewiesen), und mit dem DX-7 war das Thema dann ganz weg vom Tisch. Als kleiner Bruder des Jupiter-8 steht er bis heute zu Unrecht in dessen Schatten. Immerhin ist er in der Roland-Legacy vertreten und nicht ignoriert wie es Korg mit dem DW-6000 macht.

  30. Profilbild
    Piet66  RED

    Jupiter 6, ein sehr übersichtlicher, solider, mit Europa-Upgrade und Florian Anwander Filter-Mod noch vielseitigerer und besser klingender Synthesizer, der für mich auch von der Optik her recht reizvoll ist. Lädt immer wieder zum Spielen und zum kreativen Sound-Design ein.
    Wichtiger Punkt ist auch die Wartungsfreundlichkeit, man hat ihn schnell geöffnet und kommt überall leicht dran. Wer jemals einen Waldorf Q auseinandergeschraubt hat, weiss, wovon ich spreche…

  31. Profilbild
    Polymono  

    Die Kommentare heute (2018) zu lesen ist lustig besonders wenn ich an die Preisentwicklung von Vintage Synth \ Stuff denke :)

  32. Profilbild
    Jupiter Six

    Das Teil begleitet mich so lange ich denken kann. Mache sonst wirklich alles am Rechner, aber die wichtigsten Sounds kommen bei mir vom J6.

  33. Profilbild
    Herr Mikrobi  

    Werde es meinen Lebtag bereuen, mich von meinem Jupiter 6 getrennt zu haben.
    Den gabs nur einmal, der kommt nicht wieder…

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