Blue Box: Roland SH-101, STORY II

Mods zum Roland SH-101

Durchaus zahlreich sind die möglichen Modifikationen für den SH-101. Die wohl bekannteste ist die von Philip Pilgrim stammende Novamod. So richtig erhältlich ist sie allerdings nicht mehr, allerdings gibt es heute andere Anbieter, die genau diese Veränderung vornehmen. Deshalb wird man über eine simple Suche im Netz nach Modification SH-101 auch heute schnell fündig. Sie brachte eine analoge Filtersteuerung durch einen eigenen Eingang, einen 3-Stufen-Schalter für die LFO-Geschwindigkeit (normal, schneller, superschnell) und eine Möglichkeit, externe Audiosignale durch das Filter zu schicken.

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Es gab zudem einen Clock-Input für den LFO (ein solcher existiert bereits ab Werk für den Sequencer/Arpeggiator). Eine Filterverzerrung namens Filter Overdrive und Filter-FM durch den VCO war ebenso möglich, was sehr viele neue Klänge ermöglichte, die nicht mehr ganz so „unschuldig“ und lieb klingen. Der SH ist mangels eines zweiten Oszillators für solche Sounds sonst nicht bekannt. Auch bekam die Pulsbreitenmodulation einen eigenen Schalter, um die Schwingungsform des LFOs nun frei wählen zu können, unabhängig von den anderen Modulationen des LFOs. Diese Idee hat übrigens Yamaha in der CS-Serie noch mehr perfektioniert und war vielleicht Inspirationsquelle. Auch die von Roland üblicherweise „gesweetspotteten“ Parameter wurden wieder etwas zurückjustiert.

So sind mit der Novamod auch extreme Unterschiede im Tastverhältnis der Rechteckschwingung von 0:100 möglich. Das mag kein häufig gefordertes Feature sein, aber es geht. Andere Modifikationen bieten eine kleine AD- oder AR-Hüllkurve an, die den VCA steuern kann oder eine FM mit einem eigenen weiteren Oszillator anbietet. Die Möglichkeiten sind über die lange Existenz und Popularität des Instruments eher gewachsen. Auch SH-101s mit 7-Segmentdisplay wurden schon gesichtet und speichern mehrere Sequenzen. Manche Mods offerieren verschiedene Schwingungsformen für die FM (Filter/VCO/PWM). PW-Modulation durch einen VCO ist beispielsweise Andromeda-Nutzern geläufig. Sie ist etwas subtiler als andere schnelle Modulationen, aber nicht weniger interessant.

Und was bringt das? Metallische und glockenartige bis böse verzerrte Klänge oder subtile Unterformen davon, ein sehr viel weitreichenderes Angebot an Obertonkontrolle und vieles mehr. Es gab „Mod“-Namen wie „Borg“ oder „Analog Solutions“ je nach Anbieter, die diese Mods anbieten. Auch versierte Reparaturwerkstätten können diese vornehmen. Sogar ein Ringmodulator wurde gesichtet (mit eigenem Oszillator), sowie jede Menge kleine Schalter in der Nähe der Schwingungsformen des VCO bis zur kompletten Modularisierung und Herausführung. Wegen des fehlenden Platzes findet man weitaus seltener so viele Möglichkeiten für den MC-202, sie sind aber vergleichbar und technisch ähnlich umzusetzen.

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Unmodifiziert sind jedoch die Farben. Es gab Grau, Rot, Blau – ebenso waren die Griffe farblich ausgeführt. All zu lohnenswert mag er nicht sein, wenn man den SH-101 liegend verwenden will. Der Griff ist nicht viel mehr als ein Ersatzdrehpoti für den Modulations/Bend-Bereich. Die Anschlüsse dazu sind jedoch durchaus für Bending-Zwecke zu missbrauchen und lassen indirekt die Filtersteuerung über diesen Umweg zu. Wer ihn dennoch „braucht“, wird eine Weile suchen müssen. Und da wären wir auch bei der dummen Überlegung zum Thema Geld. Heute kostet der SH-101 durchaus eine Stange Geld. Nur echte Fans des Roland Sounds sollten zuschlagen, da die Vintage-Maschinen auch eine Art Vintage-Luxussteuer einfordern, nun mal alt sind und alle alten Rolands immer noch einen sehr guten Ruf haben. Heute darf man ab 450 Euro von einem Glückstreffer sprechen und bei ca. 550 Euro auch noch nicht glauben, dass es nach oben keine Grenzen gäbe. Manche Ebayer bieten ihn sogar um und oberhalb von 800 Euro an. Dies sollte man jedoch nicht einmal ignorieren.

Alternativen

Der SH-101 ist ein einfacher, solider und sehr musikalischer Kerl, der auch auf der Club-Bühne Platz hat. Die MIDIfizierung ist aufgrund der schon vorhandenen Anschlüsse zumindest leicht umzusetzen oder einzubauen. Alles ist schnörkellos und aufgeräumt und kann sogar als Steuerkeyboard für andere Analoge im Set dienen oder selbst gesteuert werden. Allerdings ist so etwas immer noch recht gefragt, und man bezahlt den ganzen „Vintage-Roland-Kult“ mit. Sei es wegen „Acid“, „Electro“ oder auch „New Wave“, es spielt dabei keine Rolle. Gegenüber dem günstigeren MC-202 ist er doch teuer, gegen ein System 100 Keyboard (101) aber leistungsfähiger.

Der MC-202 ist ohne Rauschgenerator dem SH-101 etwas unterlegen, und wählbaren LFO Schwingungsformen hätte er auch nur ein Delay-Fade-In entgegenzusetzen. Auf einen Arpeggiator und glatte Glides muss man jedoch beim MC-202 verzichten , da dieser eher Glissandi erzeugt (chromatisches Durchspiel aller Töne anstatt fließendem Glide).

Die Nähe zur TB-303 diskutiert sich wie immer schwer. Das liegt daran, dass es Puristen gibt, die sehr genau hinhören und mit Recht einige Unterschiede bei Bleeps und Clongs vernehmen. Außerdem gibt es noch einige weitere überzeugende oder zumindest gute Alternativen zu 303. Vorsichtig ausgedrückt ist für nicht all zu große Originaltreue und Extrempuristen das Lager einiger SHs, der MC-202 in jedem Fall eine denkbare und wirklich edle und würdige Alternative.

Klein und oho ...

Klein und oho …

Andere werden eine 303 ohne den eingebauten Sequencer ohnehin als unvollständig bezeichnen, denn Slides gehören genau so dazu wie etwa die leicht nasal-quäkige Resonanz. Es ist jedenfalls eine mögliche sehr gute Alternative, auch wirklich große Acid-Puristen. Definitiv kann man von Warp bis Acid eine Menge mit beiden Instrumenten anstellen, die 303 kann hingegen ihren Job aufgrund ihrer Beschränktheit nicht so weit ausbreiten und ist ohnehin immer noch teurer.

Sollte es einen „generischen Standard-Synthesizer“ geben, der kaum noch nach unten zu korrigieren ist, dann ist es wohl der SH-101. Das könnte auch das Geheimnis sein, weshalb er wirklich so gern gesehen wird. Synthesizer wie der Moog Prodigy oder andere ohne Schnörkel, die einfach gut klingen und kein Gramm zu viel können und sicher Wünsche offen lassen, jedoch den musikalischen Grundgedanken hinter jedem Song übertragen können, gibt es sicher noch mehr, aber aktuell und neu muss man so etwas bisher noch suchen. Mit diesen eher universellen Worten wird man es einem Klassiker wohl mehr gerecht als der klein karierten Antwort, wie gut „Moogbässe“ oder 303-Acidlines imitiert werden können oder andere Schatten aus der alten Zeit. Die meisten Musiker haben mit dem SH-101 unvoreingenommen etwas machen wollen, und vielleicht findet sich noch heute ein Stück Musik mit dem SH, welches ausreichend Eigencharakter hat.

Für den Job ist er sehr gut und passt in nahezu jede musikalische Ecke und ist der wahre „Allrounder“. Man kann ihn bestenfalls etwas zu gewöhnlich finden. Der Klang ist gut, passt irgendwie immer und ist nicht so „brutal“ wie Promars oder Jupiter-4, eher unschuldig-freundlich wie LFO oder Erasure oder einige Acid-Produktionen, die netten Melodien von einigen Aphex Twin oder sogar Boards of Canada Alben ließen sich sicher ebenfalls gut umsetzen. Roland ist nicht so überdominant und fett wie die Moogs. Popmusik und Clubsound wird damit gut funktionieren. Zumindest funktional/musikalisch und bei der Frequenztrennung. Wer extravagante Klänge sucht, ist hier natürlich falsch. Und aufgrund der vielen Musikstücke mit ihm hat er auch die vielversprechende Patina, die den Ruf eines Klassikers ausmachen. Die SH-Serie wird immer etwas Magie behalten, weil Roland damals wenig falsch gemacht hat und sogar einiges klarer und eindeutiger als dies ARP, Moog oder andere getan haben.

Wer möchte, kann eine ganz andere individuelle Haltung mit Acid-Schwerpunkt zum SH-101, MC-202 hier auf Amazona lesen, um sich eine weitere Meinung einzuholen. Es grüßt ein bekennender Roland Fanboy.

 Alle Bild mit freundlicher Genehmigung von knobexploit / Ernst Hill)

Fazit

Der SH-101 ist ein echt analoger, handlicher Synthesizer mit stark ausgeprägtem eigenen Klangcharakter. Man darf sich auf keinen Fall durch die geringen Abmessungen oder die Plastikummantelung abschrecken lassen. Der SH-101 hat sich seinen Kultfaktor hart erkämpft und wohl verdient. Dank CV/Gate lässt sich der SH-101 auch heute noch unkompliziert in moderne Setups integrieren und stellt so manchen aktuelle Analogen locker in den Schatten. Besonders bei der Mix-Problematik.

Plus

  • guter und klassischer Sound
  • sehr einfache Bedienung
  • CV-Gate leicht einzubinden (V/Okt)
  • Batteriebetrieb
  • Arpeggiator und Sequencer mit drin, prima für live, sehr spontan
  • Ausmaße

Minus

  • Kunststoffgehäuse

Preis

  • Gebraucht ca. 800 bis 1.000 Euro (Syntacheles Juli 2016)
Klangbeispiele
Forum
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    Marko Ettlich  RED

    Manche sagen, der 101 klingt nach Plastik. Nun wenn sie damit diesen klischeehaften Hackepeter-Bass-Sound meinen, dann mag das teilweise stimmen. Das ist hier kein Moog! Aber der 101 kann weitaus mehr. Mit etwas Geschick lassen sich wunderschöne, melancholische Lead-Sounds aus der Kiste zaubern, die an die früheren Vangelis und Kitaro Platten erinnern. Der 101 kann mächtig Druck machen ohne das Arrangement mit Fettheit zuzukleistern. Arpeggiator und Sequenzer sind einfach gestrickt und deshalb ideale Ideenlieferanten. Die Kiste macht einfach Spass! Leider wird der 101 auch immer teurer.

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        TB303

        oh,toll. ich sage die Sh 101. wie viele andere auch. na und? das man das immer thematisieren muss. hat was oberlehrerhaftes,der mit dem rotstift durchs leben zieht…
        toller synth. und der trigger sequenzer sehr geil.nutze DIE !! analogkiste ausserdem als cv mastertastertur für diverse module.. perfektes teil.

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    network-909

    Die gute alte 101… Schwer sich von dieser Kiste zu trennen, selbst bei den überzogenen Preisen heutzutage. Dazu klingt die Maschine einfach zu gut =)

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    phil_dr110  

    hatte ewig lange die mc- 202. sehr schönes teil. heutzutage benutze ich gerne den desktop- evolver für solche sachen. geht wunderbar, auch wenn es eine ganz andere maschine ist ;)

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    Alex_KIDD

    Hallo an die Gemeinde,

    sehr schöner Test.
    Weil hier die MC-202 erwähnt wurde, die scheint
    ja eine echte Alternative zu sein (kenne beide Geräte nicht)

    Ist denn bei der 202 die MIDI-Anbindung auch so problemslos oder gibts da Anzulänglichkeiten?

    Zurück zum SH101: Vom Sound her hätte ich ihn nicht erkannt, aber hängt sicher von der
    Art von Musik ab. Ob er nun ein „Musthave ist“
    muss ja jeder selbst wissen. Was gibt es sonst noch für Alternativen im preislich niedriger angesiedelt? (BraintecBass oder Deep-nine?)

    Weil jetzt in Ebay welche sind, meine Frage
    die Schieberegleraufsätze sind die selben wie
    bei der TR-707, oder irre ich da?

    freundlicher Gruß

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      moogulator  AHU

      Ja, der MC202 hat auch CV-in und ist damit auch MIDIfizierbar. Allerdings gibt es chromatisches Glissando über den Sequencer (quantisiert). Er ist mehr so das kleine Teil, was man mit TR606 und Co mitnimmt, wenn man Retro-Sound machen will.

      Roland-Sound in der Art gibt es nicht so viele, aber 303Clones natürlich EINIGE. Die meisten davon sind aber auch nur gebraucht zu bekommen.

      Faderkappen: sind andere als 707. Breiter.

      SH101 Sound muss man natürlich mögen oder nicht, schon ihn zu beschreiben ist nicht so einfach. Bei zu hohen Preisen: Vogel zeigen und abwarten.
      Der Charakter ist zB bei LFO „Frequencies“ ziemlich typisch. Im Forum nennt man das inzwischen „Liep™“. Es ist so wahnsinnig unschuldig.

      Roland hat noch nicht so viele Cloner gefunden. Aber was einigermaßen mittig klingt wäre schon mal gut. Mittig mischen ist zzt wegen Software kein Exotentum mehr. Einer der ersten, der das gemacht hat dürfte Robert Babicz sein.

      Einen SH101 habe ich nocht außerhalb der Roland-Familie nicht wirklich gefunden. Einige 303 Clones klingen aber ganz gut, sogar die alte Bass-Station ist gar nicht so übel diesbezüglich. Aber alles relativ. Für die SE (ATC Xi zB) Synthesizer gibt es ein 303 Filter, aber SE ist auch nicht grade billig zu nennen.
      Das blaue System von SMS ist ganz nett aber auch ein paar andere. Meist je nach dem, was man eigentlich damit erreichen will und ob es funktional/frequenzmäßig oder musikalisch identisch sein soll oder sogar komplett emuliert werden soll.

      Die Frage der klanglichen Ähnlichkeit muss man idR. selbst für sich beantworten.

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    Tyrell  RED

    Meine SH war ziemlich wackelig im Tuning. Da musste ich alle 30 Minuten nachstimmen. Auf Dauer hat das so genervt das ich sie wieder abgegeben habe. Ich bin mit dem Freebass (ist die MAM MB33 MKII in der UK Ausführung mit Orange/Silberner-Frontplatte) als TB und SH-Clone sehr glücklich. Klingt sehr gut, ist voll analog und kostet gebraucht nur 100,– Euro. Logo – mit Midi!!

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      network-909

      Das wackelige Tuning kommt bei der 101 oft durch einen verschmutzten Power-Schalter. Klingt ulkig, merkt man aber sofort, wenn man bei so einer 101 leicht auf dem Power-Schalter rumdrückt, während man eine Note spielt, ohne dabei aber den Powerschalter ganz durchzudrücken und die Kiste auszuschalten. Dabei verstimmt sich die Kiste sofort ganz heftigst. Da braucht wahrscheinlich nur eine Fliege kurz drauf landen und die Kiste muss nachgetuned werden.
      Abhilfe schaffte bei mir: Powerknopf abziehen (ist nur draufgesteckt) und kräftig Kontaktspray rein (ohne hier die beliebte Diskussion wieder anzufangen, was man am besten in verschmutzte Schalter sprüht – von mir aus auch Haarspray :-).
      Alternativ hilft auch manchmal : Kiste ausschalten und Powerknopf ca. 10 Minuten lang ein- und ausschalten…

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      homeproducer

      ein bekanntes Problem des korrodierenden Einschaltknopfes. Ich hatte meinen kurzgeschlossen. Seitdem war das Tuning stabil. Leider hab ich den SH 100 irgendwann verkauft.

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    homeproducer

    SH 101 war schon cool. Vor allem in Sync mit einer 909. Da konnte man tolle Basslines programmieren und die Resonanz voll aufdrehen. Das ergibt einen Sound, den ich so von keinem anderen Synth jemals gehört habe.

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    olivgrau

    So, nun zwitschert auch ein SH 101 bei mir. Ich hoffe ich bleibe von den hier geschilderten Problemen verschont! Hab‘ ihn für 800 aus der Bucht. :-D
    Parallel dazu stehen ja meist Angebote bei 1.299,- drin. Na, die haben einen langen Atem!

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    Flying C  

    Was soll man zu diesem Gerät noch sagen? Zu seiner Zeit (1982) der billigste Synthesizer den man für Geld bekommen konnte, knapp unter 700 DM – das sind ca. 350 €. Bis heute in Zahllosen Titeln verwendet. Die Maschine mit der ich das „Handwerk“ erlernt habe. Unheimlich breites Klangspektrum, perkussiv, bassig, wabernd, vokal, heftige Reso…und immer so warm. Den unvermeidbaren Moog-Vergleich lassen wir mal weg. Roland. Roland Filter. Roland Sound. [Jaja, auf der Moog-Kaskade basierend ;) ] Bauteilbedingt kann der Sound verschiedener Modelle SEHR unterschiedlich sein, von „piepsig-brav“ bis „bassig böse“ und zurück ist alles dabei (à la 303) – ich weiss das auch nur, weil ich vor Jahren 3 101en zur Verfügung hatte. Auch in der Gegenwart benutze ich den SH-101 in nahezu allen (Acid-) Produktionen, dieser Synth ist -auch nach Jahren- immer wieder wieder für eine Überraschung gut!
    Das synthetische „Lachen“ im folgenden Track ist z.B. ein SH-101…(bei ca. 1:33, 2:35, etc.) Der MC-202 besitzt weitestgehend die klangerzeugung des SH-101, aber das ist eine andere Geschichte.

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    Son of MooG  AHU

    Ich hatte leider nie die Gelegenheit, günstig an einen SH-101 ran zu kommen und musste mich viele Jahre mit einem MS-10 begnügen (dessen Verkauf ich nie bereut habe). Mein MC-202 hätte sich bestimmt über einen 101 als Partner gefreut (für den zweiten Sequencer-Kanal). Allerdings gibt es doch heute genug Alternativen, wenn man es nicht so puristisch sieht. So bin ich sehr zufrieden mit meinen Dark Energy Mk I und Microzwerg Mk II, die sich dazu noch wunderbar in mein Modular-System einfügen lassen. Auch den Urenkel SH-201 mag ich; liefert er mir Flächen-Sounds, die unverkennbar Roland sind.

  10. Profilbild
    Everpure  

    Das tollste an solchen Artikeln (nach dem Spaß, den es macht, sie zu lesen) ist, wie sehr Preisangaben Schnee von vorgestern sind. Aktuelle Angebote für SH-101 bei Ebay heute: 1500€ Vollkommen irre.

  11. Profilbild
    Hyboid

    Bei mir war es Liebe auf den zweiten Blick. Ich hatte vor einem Jahr die Gelegenheit, einen blauen SH-101 zu einem sehr fairen Preis zu kaufen, der nur ein paar kleinere unproblematische Reparaturen benötigte. Seitdem läuft er wunderbar. Ich habe anfangs den Fehler gemacht, ihn mit seinem Quasi-Vorgänger, dem SH-09 zu vergleichen, den ich schon seit vielen Jahren habe und in- und auswendig kenne. Da musste er in einigen Kategorien ganz schön einstecken, weil der SH-09 einfach viel satter und wuchtiger klingt. Nach und nach habe ich allerdings den teils etwas dünnen und plastikmäßigen Sound des SH-101 zu schätzen gelernt. Er lässt sich einfach wunderbar einfach im Mix unterbringen.
    Außerdem habe ich ihn mit der SH-1oh1 Mod von Tubbutec.de ausrüsten lassen, das wertet den SH-101 noch einmal gehörig auf. Dank SH-1oh1 Mod verfügt der SH-101 nun nämlich über 37 (statt im Original einer einzigen) Sequenze, die man dann im Songmodus ganz einfach aneinanderreihen kann. So produziere ich meine Tracks. Ich steuere ihn übrigens fast ausschließlich per analogem Clocksignal aus meiner E-RM Multiclock an. Das Timing ist so tight, besser geht’s nicht!

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