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Blue Box: Roland SH-7, Vintage-Analogsynthesizer


Besser als SH-5?

Der Roland-SH-Sound ist immer noch beliebt. Ob es alte Synthpop-Weisen von Eurythmics bis Human League sind oder Techno der 90er oder Clubtracks von heute, die SH-Maschinen sind klanglich offenbar auch messbar ein Erfolgsmodell über mehrere Dekaden. Der Roland SH-7 war die entwicklungstechnische Spitze der SH-Serie und der vorletzte Vertreter seiner Art. Schon in den 80ern kam nur noch der Roland SH-101 auf den Markt, während die bisherige Serie bereits in den End-70ern schon aus der Produktion genommen wurde, da die Welt nun Polyphonie und Speicherbarkeit wichtiger fand. Die Zeit der polyphonen Schlachtkreuzer brach an.

Geschichte und Lebenslauf

Der vierstimmige Jupiter 4 war fast gleichzeitig mit dem „fast monophonen“ SH-7 erschienen und stellte die älteren Synthesizer dadurch ins Schattenlicht. Die Synthesizer-Historie der Firma Roland begann mit dem SH-1000 im Jahr 1973. Roland ging aus dem Orgel- und Rhythmusgerätehersteller ACE hervor und wurde 1972 gegründet. Die Technik ist bis zum SH-7 weitgehend diskret aufgebaut und kann deshalb auch heute relativ einfach gewartet oder repariert werden. Inzwischen schreiben wir ein anderes Jahrtausend und Roland hat sogar die Bezeichnung SH wieder entdeckt – zweimal sogar. Die digitale Serie (SH-32, SH-201) hat jedoch sowohl klanglich als auch technisch nicht viel mit den Ur-Vintagern zu tun. Der Knackpunkt für Roland scheint hier eher die Anmutung und Bedienung zu sein. Die SH-Serie war einfach, stets übersichtlich beschriftet und lud zum direkten darauf-spielen ein. Kompliziert an ihnen war eigentlich nichts, und besonders der Roland SH-101, der Roland SH-09 und ideell der Roland SH-2 (wenn man ihn mal zu Gesicht bekam) erfreuten sich in der Techno-Welt der 80er und 90er einer sehr großen Beliebtheit. Die Rolands sind heute relativ einfach zu MIDIfizieren und besitzen nicht selten bereits die dafür notwendigen analogen Steuereingänge. Die Kosten dafür liegen bei etwa 300-400 Euro. Der SH-101 hatte auch wegen seines Arpeggiators und Sequencers einen weiteren Schritt gemacht – der Roland SH-7 stammt aus der Zeit davor und deshalb eine kleine technische Rückblende:

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Klangbeispiele

  1. Profilbild
    Piet66 RED

    Danke moogulator für den klasse Beitrag!
    Eine einfache und intuitive Bedienung, gepaart mit klanglicher Variabilität und einem tollen Grundsound, das sind die Garanten für Spiel f r e u d e.
    Ich finde, dass diese Gesichtspunkte bei der SH-Serie sehr gut umgesetzt sind. In diesem Sinne machen mir die kleineren Ausführungen SH-1 und SH-101 schon viel Spaß.

  2. Profilbild
    mdesign ••

    danke für den kompetenten und ausführlichen bericht. trotz der vielen technik liest er sich spannend. so muss das sein!

    das eingangs erwähnte schattenlicht würde ich gerne mal in echt sehen… ;-)

  3. Profilbild
    iggy_pop AHU

    Er ist anders als der SH-5, aber besser? Sie sind zu unterschiedlich, um vergleichbar zu sein.
    Wenn ich nur Geld für einen der beiden hätte, nähme ich den SH-5.
    In einer idealen Welt nehme ich selbstverständlich beide.

  4. Profilbild
    dilux AHU

    wow, sind wir echt schon mit allen vintage-analogen durch, oder warum werden hier jetzt bereits blue box artikel „re-issued“?
    die sh-serie ist ohne frage für mich der blueprint für monophone analogies; hat überhaupt ein hersteller in den 70ern/80ern mehr monophone released als roland? sh-1000, sh-2000, sh-01, sh-02, sh-3, sh-3a, sh-5, sh-7, sh-09, promars, sh-101, tb-303, irgenwelche vergessen? und nicht einer dabei, den ich nicht haben möchte….

    • Profilbild
      Tyrell RED

      Leider gibt es Artikel die im Archiv „verstauben“. So bald wir neue Bilder, Audiofiles und Videos haben, überarbeitehn wir auch den Text, korrigieren ein paar neue Erkentnisse (z.. aktuelle Gebrauchtmarktpreise) und stellen diese Artikel wieder nach oben. Die Erfahrung zeigt, dass sie dann innerhalb weniger Wochen mehr Zugriffe haben als zuvor während ihrer gesamten Laufzeit.

      • Profilbild
        polyaural ••••

        Ich mag die re-issues. Natürlich suche ich im Archiv wenn ich Infos zu einem bestimmten Instrument haben will (und bekomme hier auch meist die besten Texte geboten, was ja auch mal gesagt werden muss).
        Aber dann und wann freue ich mich wenn ein „alter“ Artikel vorbeikommt den ich noch nicht kenne, oder den ich wieder verdrängt hatte. So was kann für mich sehr inspirierend sein …

  5. Profilbild
    costello RED

    Lustig, dass just gerade Xaver von Treyers SH-7 bei ebay angeboten wird. Zum Festpreis von 2800,- Euro, was auch zufällig dem aktuellen Syntacheles-Preis entspricht. Soweit ich sehe, ist das Teil aber noch nicht verkauft. Wer durch den Artikel auf den Geschmack gekommen ist, hat noch bis zum 2. Februar Zeit. Solange läuft das Angebot noch ;-)

    • Profilbild
      Tyrell RED

      Ich hatte ihn wegen der Auktion angeschrieben, weil ich seine Bilder so toll fand. Aus dem Grund findet man hier nun auch die selben Bilder.

  6. Profilbild
    psv-ddv ••••

    Der Preis vom SH-7 von Roland von Xaver von Treyer.
    Wow! Na, bei dem Preis muss die alte Quietschkiste dann auch adelig sein…

    Hatte mal eine ganze Weile einen (SH-7 nicht Xaver) der hat mich nie richtig begeistern können. Vermisse ihn auch nach dem wirklich schön geschriebenen Test nicht.

  7. Profilbild
    Florian Anwander RED

    Ein meines erachtens riesiger Schwachpunkt des SH-7 ist der fehlende Pegelausgleich beim Aufdrehen der Resonanz. Dadurch wird der Klang unglaublich dünn. Im Gegensatz dazu haben der SH-5 und das System 100 einen Resonanzausgleich der „mehr Stoff“ in das Filter hineinschickt – im Gegensatz zu allen anderen späteren Roland-Synths, die einfach den Eingangspegel im VCA erhöhten. Da hier das Filter leicht überfahren wird, klingen die resonierenden Klänge von SH-5 und System 100 so wunderbar knurrig.

    Aber ansonsten ist der SH-7 tatsächlich ein unglaublich flexibler Synthesizer. Und da er wohl meistens im Studio verwendet wurde (ich kann mich nicht erinnern, jemals in einem Konzert einen SH-7 gesehen zu haben), sind die heute verfügbaren Exemplare meist in einem sehr guten Zustand.

    Und noch ein PS in eigener Sache: mir wurde mein SH-7 bei einem Einbruch gestohlen. Er hatte die Seriennummer 670154; sollte der jemandem mal über den Weg laufen, würde ich mich über eine Nachricht freuen.

  8. Profilbild
    dirkfwalther

    Hallo zusammen

    ich bin glücklicher Besitzer eines (so nenne ich ihn liebevoll) Hasi-7 und habe eine Frage zur Midifizierung. Ich nutze wahlweise ein Doepfer Midi-to-CV Interface oder das CV/Gate des Akai Max 49 (mit externer Stromversorgung) Das klappt mit der Spannung auch gut, sprich, Tonhöhen sind richtig.
    ** Problem**: Die Release Time der Töne sind unendlich, d.h. es kommt nur ein Ton wenn ich rechts außen den Hold REgler hochschiebe. Der Ton hält so lange an, bis der nächste Ton gespielt wird. Das ist auch nicht reduzierbar, d.h. die Release Zeit ist nicht regelbar. Ich habe sämtliche Einstellungen getestet, und kriege das Problem nicht gelöst. Ideen? Oder altersbedingte Geräteeigenheit? Danke, DIrk

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Roland SH-7

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