Blue Box: Roland TB-303 – The whole Story!

Roland TB-303

c by Wikipedia Steve Sims

Vorwort der Redaktion

Im Januar 2010 hatte uns Holger Brinkmann einen wunderbaren Blue Box Report rund um die legendäre Roland TB-303 geschrieben. Nun, fast 9 Jahre später, haben wir diese Story nicht nur optisch überarbeitet, sondern konnten auch alle Track-Empfehlungen (findet ihr auf Seite 3), endlich als YT-Player einbinden (was 2010 noch undenkbar gewesen wäre). Aus diesem Grund nun auch dieser verspätete Relaunch, denn dieses Special ist es wirklich wert, erneut Aufmerksamkeit durch euch zu bekommen. Viel Spaß damit.

Die Geschichte der Roland TB-303

Unter der Bezeichnung TB-303 brachte die Firma Roland 1982 einen monophonen Synthesizer mit programmierbarem Step-Sequencer samt rudimentärer Ein-Oktaven-Keyboardtastatur mit sechs Drehreglern zur Echtzeit-Klangbearbeitung und weiteren netten Funktionen auf den Markt. Recht neuartig war die Funktion “Slide“, die eine Art Glissando-Effekt zwischen zwei Noten erzeugt, sowie die Funktion “Accent“, die per Druckschalter pro Note angewählt und per Echtzeit-Drehregler nochmals feingestimmt werden konnte.

Collage mit dem Erfinder der Roland TB-303, Tadao Kikumoto

Intension des damaligen Roland Entwicklers Tadao Kikumoto war es, einen Synthesizer zu entwickeln, der das Spiel eines echten Bassisten imitieren sollte. In Kombination mit dem zeitgleich erschienen Drumcomputer Roland TR-606, der per Sync-Kabel mit der TB-303 synchronisiert werden konnte, ergab sich somit die Möglichkeit, ein Bandfundament in Form von Schlagzeug und Bass zu erzeugen, auf das Musiker von zu Hause aus proben konnten.

Tolle Idee – möchte so manch einer meinen, doch bereits 1984, zwei Jahre nach dem Serienstart, wurde die Produktion aufgrund schlechter Verkaufszahlen eingestellt. Trotz des damals recht moderaten Verkaufspreises von ca. 750 DM fand das Konzept keinen großen Anklang, und die letzen Modelle wurden für rund 200 DM ausverkauft.

War’s das?

Wohl eher nicht, denn sonst würde wohl niemand heute, knapp 25 Jahre nach Einstellung der Serienproduktion, einen Bericht über die TB-303 schreiben. Der späte Ruhm sollte also noch folgen.

Roland TB-303 vom Duo Hardfloor, mit Originalunterschrift des Entwicklers Tadao Kikumoto

Der Ruhmeszug

Es sollte noch ein weiteres Jahr dauern, bis der Ruhmeszug der TB-303 im Jahre 1985 durch zwei amerikanische Musiker Namens DJ Pierre und Earl Smith aus Chicago eingeläutet wurde. Sie programmierten einen Drumloop zu dem DJ Pierre spielerisch an den Reglern der 303 drehte und gaben diesen dem DJ Ron Hardy, der damals im Chicagoer Club Warehouse auflegte und den Track in sein Set einbaute.

Einer Legende nach wurde der Track vom dortigen Publikum dermaßen euphorisch aufgenommen, dass sie ihm – wohl angelehnt an das experimentell angehauchte Genre Acid Rock – den Namen „Ron Hardys Acid Tracks“ gaben. 1986 folgten erste Veröffentlichungen anderer Künstler, die den Sound kopierten und somit eine wahre Welle an Songs mit dem unverkennbaren Charakter der 303. Zwei Jahre nach Erscheinen wurde “Acid Tracks“ im Jahre 1987 neuproduziert von Marshall Jefferson, dem sich DJ Pierre und Earl Smith damals anschlossen, ebenfalls unter dem Projektnamen “Phuture“ offiziell auf dem Label “Trax Records“ veröffentlicht.

Der Hype um die 303 war nun nicht mehr zu bremsen, und es entwickelte sich ein neuer Musikstil, der auf Drumloops im Chicagoer Housestyle, kombiniert mit experimentellen Sequencer-Loops aus der 303 teilweise sogar unter Zugabe eines aufgedrehten Gitarrenverzerrers setzte.

Mit Aufkommen des neuen Musikstils, der schnell nach Europa überschwappte, entwickelte sich die mittlerweile nicht mehr produzierte 303 zum raren Verkaufsschlager auf dem Gebrauchtmarkt. Preise von über 2.000 DM für ein gebrauchtes Gerät waren keine Seltenheit, und gebrauchte Geräte, die zum Verkauf standen, waren nur schwer zu finden.

Selbst heute noch, über zwei Jahrzehnte nach Einstellung der Produktion, wird die 303 weit über dem damaligen Neupreis von rund 750,- DM (was etwa 325,- Euro entspricht, gebrauchte Geräte gehen aber gerne noch für 900,- Euro über den Tisch) auf dem Gebrauchtmarkt angeboten, und es gibt mittlerweile nahezu unzählige Nachbauten und eine ganze Reihe an nativen Plagiaten, die einzig darauf ausgelegt sind, den Sound des Originals zu kopieren.

So, what’s so sexy?

Was macht ein solches Gerät aus, möchte sich da manch einer fragen, und warum kann man dieses gewisse Etwas nicht mit anderen Synthesizern reproduzieren? Fragt man Liebhaber des Gerätes nach den technischen Besonderheiten, die es so unverkennbar machen, so bekommt man in der Regel eine einheitliche Meinung:

Klangerzeugung, Sequencer und Echtzeitbearbeitung in ihrer jeweiligen Ausführung und Kombination machen es aus. Drei Komponenten also, die zum Glück führen. Nehmen wir diese Komponenten einmal genau auseinander.

Klangerzeugung der TB-303

Roland TB-303

Echtzeit-Potis

Die 303 ist von Ihrem Schaltungsdesign her recht kostengünstig geplant. Die Bauteile sind somit nicht das, was man als “High-End“ bezeichnen würde, und bieten gewisse Toleranzen in sich, die wiederum miteinander agieren. Dadurch entsteht bereits in der Klangerzeugung ein recht rauer Klang, der in einer gewissen Art und Weise minimal moduliert wirkt. Deutlich merken kann man dies, wenn man testweise zwei gleiche Töne der 303 aufnimmt und im Stereobild links und rechts verteilt. Das Ergebnis ist ein schöner, breiter, chorusähnlicher Effekt. Die 303 klingt also nie “gleich“. Als Wellenformen werden wahlweise Sägezahn oder Rechteck angeboten, und die Hüllkurve kann über mit dem Regler “Decay“ verändert werden.

Das Filter der Roland TB-303

Als zweite Komponente kommt das Filter ins Spiel. Mit einer Flankensteilheit von 18db/Oktave eher etwas ab vom Mainstream, der zum Großteil auf 12 bzw. 24db/Oktave baut. Das Filter kann unter Zuhilfenahme der Cutoff- und Resonance-Regler bis zur Selbstoszillation gebracht werden. Hier entsteht also das unverkennbare “Quietschen“ der 303 bei voll aufgedrehtem Filter, sowie brachiale Bässe bei tiefen Oktaven und wenig Filterdurchlass.

Hätten wir also schon zwei Punkte von drei genannten genauer untersucht.

Der Sequencer der TB-303

Sequenzer-Programmierung

Bleibt als letztes noch der interne Sequenzer. Er bietet einen Tonumfang von drei Oktaven. Noten werden über die recht rudimentäre Tastatur, die aus kleinen silbernen Tastern besteht, im Write-Modus Schritt für Schritt in einen internen Speicher geschrieben. Velocity- oder Notenlängen speichert das Gerät bei Eingabe der Noten noch nicht ab. Pro Pattern kann man bis zu sechzehn Noten speichern. Hat man die Noten eingespielt, kann man nachträglich für jede Note ebenfalls die Oktave bestimmen, sowie drei verschiedene Notenlängen festlegen und Slide- und Accent pro Note anwählen. Slide lässt dabei eine Note in eine andere rüberrutschen, und Accent ist zu vergleichen mit einer “geslappten“ Bass-Saite.

Auf den ersten Blick also ebenso recht spartanisch, wäre da nicht die bereits erwähnte Toleranz, die mit ins Spiel kommt und dem Sequencer neben seinem unverkennbaren Groove einen gewissen “Human Touch“ beschert. Macht man wieder das Experiment und nimmt ein gleiches Pattern zweimal hintereinander auf und legt es übereinander, unterscheiden sich beide minimal im Timing. Die 303 klingt also wie schon erwähnt niemals exakt gleich, was sie meiner Meinung nach so unheimlich “Human“ macht. User, die den Groove des internen Sequenzers genau unter die Lupe genommen haben, berichten davon, dass unter Zugabe der Accent-Funktion angewählte Noten nochmals minimal ihr Timing verändern.

Packt man nun alle drei Komponenten durch das Abspielen eines Patterns “in einen Sack“, entsteht genau das was die 303 ausmacht:

Rauer und absolut grooviger, leicht modulierter Klang und mit Hilfe der Echzeit-Drehregler ein unheimlicher Spannungsbogen, der von tiefen, ineinanderrutschenden Noten bis hin zu absolut schrillen, quietschenden und geslapten Tönen reicht. Das wiederum ist alles andere als spartanisch! Warum man den 303-Sound nicht einfach mit einem anderen Synthesizer kopieren kann, sollte nun auf der Hand liegen. Die Kombination macht es, und die gibt es nur im Original mit den zusammen agierenden Bauteilen.

„Pimp my 303“ – Modifikationen

Zählt man zu den glücklichen Besitzern einer original Roland TB-303, gibt es diverse Modifikationen, die man entweder selbst durchführen kann oder für die das Gerät zu einem Dienstleister eingeschickt werden muss. Neben einfacheren Erweiterungen wie farbigen LEDs und einem MIDI-Kit zum Selbsteinlöten nebst Anleitung, sowie bunten Alugehäusen bietet die australische Firma Real World Interfaces unter dem Namen “Devilfish“ das wohl krasseste “Pimp my 303“ Update. Neben sieben (!!!) zusätzlichen Drehreglern und drei neuen Schaltern, die Zugang zu Features wie Overdrive, Slide Time, Filter FM, Accent-Decay und weiteren bieten, hat die 303 nach erfolgreichem Umbau rückseitig diverse neue Zugangsbuchsen im 3,5mm-Klinkenformat, mit denen man zum Beispiel externe Quellen durch das interne Filter schicken kann. Für den Umbau muss das entsprechende Gerät nach Australien geschickt werden. Klanglich ein bemerkenswerte Erweiterung.

Devilfish Modifikation

TB-303 im Alu-Gehäuse mit MIDI-Umbau an der Rückseite

TB-303 Nachbauten Hardware

Ein Gerät, das auf dem Gebrauchtmarkt Rekordsummen erzielt und nicht mehr produziert wird, weckt natürlich das Interesse der Industrie. Nachfrage bestimmt bekanntlich den Markt. Wie bereits erwähnt gibt es eine große Anzahl an Plagiaten des Originals in Form von Hard- und Software, die folgende Auflistung ist somit lediglich ein Auszug der wohl bekanntesten ihrer Art.

Novation Bassstation (1993)

Novation Anzeigenmotif für Bass Station

Erhältlich als Minikeyboard mit Tragegurt und als 19-Zoll-Rackversion.
Die Bassstation von Novation hat wohl in der Liste der 303-ähnlichen Synthesizer den größten Bekanntheitsgrad erlangt. Mittlerweile gibt sogar eine native Variante davon im VST-Format. Von ihrem Konzept her ein Synthesizer mit weit größerer Klangvielfalt als die 303, gab es in der Bedienungsanleitung eine Einstellungsvorgabe, mit der man den typischen 303-Sound recht nahe kam. Wahrscheinlich wurde sie deshalb oftmals in die Kategorie 303-Klon eingestuft. Es braucht aber keine besonders guten Ohren, um den Unterschied zwischen Original und der Bassstation mit den genannten Einstellungen zu hören. Das soll diesen tollen Synthesizer aber nicht abwerten, denn er bietet außerordentliche eigene Klänge, die überzeugen können.

Syntecno TeeBee /T303 (um 1995)

Syntecno TeeBee MK1

Dieser 19-Zoll-Rackformat Synthesizer war, wie der Name schon vermuten lässt, einzig darauf ausgelegt, das Original klanglich zu imitieren. Bis auf den “Tune“- und “Accent“-Regler besitzt er exakt die gleichen Echtzeit-Drehregler wie das Original und kommt ihm klanglich recht nahe, wobei wie bei vielen anderen Nachbauten der letzte Hauch an Charme sowie ein interner Sequencer fehlte. Dafür gab es MIDI-Funktionen, sowie einen externen Audio-Eingang, um die Filtersektion auch anderen Geräten zugänglich zu machen.

MAM MB33 (um 1995 und 2017)

Die MAM MB-33 in der Original-Version

 

Die MAM MB-33 in der poppigen Freebass-Variante

Ebenfalls im 19-Zoll-Rackformat setzte dieser Klon auf einen originalgetreuen Nachbau der Klangerzeugungseinheit, allerdings wurden hierfür keine Originalteile verwendet. Im Gegensatz zum TeeBee von Syntecno bot dieser Klon auch einen Accent-Regler. MIDI wurde auch hier dem internen Sequencer vorgezogen, und anstelle des 18db-Filters des Originals kam hier wie bei vielen anderen Klons auch “nur“ ein 24-Filter zum Einsatz. Als Besonderheit konnte man die beiden Wellenformen Sägezahn und Rechteck zusätzlich miteinander mischen. Da die MB33 vor allem in Deutschland sehr erfolgreich war, haben wir ihr einen eigenen Blue Box-Report gewidmet – HIER KLICKEN.

Tatsächlich hatte 2017 die MAM MB33 sogar nochmals als MB33 Retro eine Desktop-Wiedergeburt:

Den Test zur MAM MB33 Retro findet Ihr HIER.

Will System MAB 303

MAB 303

Nochmals voll darauf ausgelegt, das Original klanglich zu imitieren, war dieser Klon mit 9,5-Zoll Breite nur halb so groß wie viele seiner Mitstreiter. Bis auf “Tune“ bot der MAB 303 exakt die gleichen Echtzeit-Drehregler wie das Original ohne jegliche Zugaben. Klanglich gesehen ist dieser Klon einer der besten Hardware-Geräte, die man bisher gehört hat, wobei die Ansteuerung der Noten über MIDI erfolgt und somit wiederum kein interner Sequencer vorhanden ist.

ML303

ML-303

Die ML303 war vorrangig ein nicht-kommerzielles DIY-Projekt, von der eine limitierte Auswahl gebaut wurde. Das Projekt setzte im Idealfall vollständig auf Originalteile aus alten Lagerbeständen, hatte nahezu das gleiche Aussehen, und nebst einigen Erweiterungen wie eine eingebaute Distortion, ein Display zur besseren Übersicht sowie zusätzliche MIDI-Funktionalität, die gleichen Funktionen wie das Original. Originalteile, ergo eine 303 “on Steroids“.

Futureretro 777

FutureRetro 777

Neben der recht guten Reproduktion des Originalklangs bietet dieses Gerät eine Großzahl weiterer Echtzeit-Drehregler (32 an der Zahl), zusätzliche Filtergüten, zwei Oszillatoren, interner Sequenzer, MIDI-Steuerung und eine Menge weiterer Features und erinnert optisch in keinster Weise mehr an das Original. 303 Sound for the next Millenium.

Acidlab Bassline (Ende 2004)

Acidlab Bassline

Desktopvariante von Klaus Süssmuth mit Design und Funktionsumfang, der stark an das Original angelehnt war. Ausgestattet mit einem internen Sequencer fehlte hier allerdings die rudimentäre Tastatur des Originals, die durch einen Drehregler zur Tonwahl ersetzt wurde. Klanglich ebenfalls sehr nah am Original, wenn auch haarscharf als Klon erkennbar, kam hier durch die Ausführung als Desktop-Variante schon ein 303-Gefühl beim Schrauben an den Reglern auf.

Acidlab Bassline 2 (Anfang 2007)

Acidlab Bassline 2

Weiterführung der ursprünglichen Bassline von Klaus Süssmuth. Der interne Sequencer erhielt ein recht großes Update. Neben Live-Editing Tauglichkeit, ähnlich der Step-Sequencer-Funktion bekannter Drumcomputer, gibt es weitere tolle Features. So kann man den Anfangspunkt eines Patterns verschieben und mit einer Kopierfunktion recht schnell angewandelte Patterns erstellen.

Roland TB-3  (2014) und Roland TB-03 (2017)

Roland TB-3

Und schließlich ist es doch noch passiert und Roland hat sich selbst geklont. Zunächst versuchte man sich mit einer innovativen AIRA-Variante, der Roland TB-3 (Test findet ihr HIER). Doch drei Jahre später hielt man sich doch eher am Original, jedoch mit einer virtuell analogen Klangerzeugung. Den Test zur Roland TB-03 findet ihr HIER.

Roland TB-03

 

TB-303 Plug-Ins & Software

Propellerheads ReBirth RB338

Propellerheads Rebirth

Mit Erscheinen des Standalone-Programms ReBirth von Propellerheads waren Funktionen und Klang des Originals, kombiniert mit den Drumcomputer-Legenden Roland TR-808 und Roland TR-909 erstmalig und erschwinglich für die breite Masse zugänglich. Zwei 303, eine 909 sowie eine 808 unter einer Haube – was will man mehr? Man konnte nun einen kompletten Musikstil “in the Box“ produzieren, und es entstanden ganze Foren, die sich einzig mit dem Sound und Songs dieser Klangart beschäftigten. Die Beigabe von Distortion- und Delay-Effekten innerhalb des Programms rundeten das Ganze ab.

Audiorealism Bassline / Bassline Pro

Audiorealism Bassline

VST-Plug-in mit authentischem Sound des Originals. In der ersten Version bot die Bassline von Audiorealism noch das Aussehen des Originals, nach einen Funktionsupdate änderte der Hersteller allerdings die Hauptfarbe von silber nach gelb. Noch erhältlich ist die Pro-Variante, die einen modularen Aufbau hat und weitere Zusatzfeatures bietet.

D16-Group Phoscyon

D16 Group Phoscyon

D16 Group Phoscyon

VST-Plug-in mit angelehnter Bedienungsanordnung aber leicht verändertem Design und zusätzlichen Features und sehr authentischem Klang des Originals.

Famous TB-303 Tracks

Bei einem solchen Enthusiasmus rund um die 303 gibt es natürlich eine Menge guter Musik, die auf dem Gerät samt Nachbauten basiert. Für mich persönlich haben sich allerdings einige besonders hervorgehoben, die ich gerne als Empfehlung bezüglich des 303-Sounds nennen möchte.

Phuture

Wie anfangs erwähnt erschien der Song “Acid Tracks“ im Jahre 1987 unter dem Projektnamen “Phuture“ auf Trax Records und galt als einer der Wegbereiter des späteren Acid House und Acid Techno.

Hardfloor

Unter dem Namen “Hardfloor“ agiert seit 1991 das sympathische Duo Ramon Zenker und Oliver Bondzio, die sich aufgebaut auf dem Sound der 303 durch unzählige Live-Auftritte rund um den Globus und mit diversen Veröffentlichungen einen Namen in der Clubszene gemacht haben.

Mit dem Song Acperience, 1992 erschienen auf dem damaligen Frankfurter Label Harthouse, einem Sublabel von Eye Q Records, das von dem Frankfurter DJ und Produzenten Sven Väth gegründet wurde, haben Hardfloor einen Meilenstein der 303 Kunst hingelegt, und der Song wurde in den Neunziger Jahren bis ins neue Millenium auf diversen Partys hoch und runter gespielt. Hardfloor bringt es bis dato auf vierzehn Alben und siebenundzwanzig Singles im 303 Gewand – mit steigender Tendenz. Bei einigen Alben hört man auch deutlich die Devilfish Modifikation, die sich das Duo in Australien anfertigen lassen haben. Im Besitz von Hardfloor befinden sich geschätzte zehn Stück der geliebten 303 nebst einiger Devilfish-Umbauten.

Emanuel Top

Mit dem Song “Turkish Bazar“, der 1994 auf Attack Records erschien, hat der französische Produzent Emanuel Top ebenfalls einen Meilenstein an Klangeskunst in Sachen 303 hingelegt. Der Song startet gleich mit dem unverkennbaren angezerrten 303-Sound. Partykracher damals wie heute.

Josh Wink

Produzent und DJ aus Philadelphia der mit dem Titel “A Higher State of Consciousnes” einen weiteren Meilenstein in Sachen 303-Gangart produziert hat. Hier hört man besonders ab dem Mittelbreak, wie schön Selbstoszillation der Filter klingen kann.

Tom Wax

Unter dem Pseudonym “AWeX“ veröffentlichte Tom Wax unter u.a. 1994 den Song “It’s our Future“, 303-Sound ohne großartige Zugabe.

Robert Babicz

Diverse Veröffentlichungen und ebenfalls unzählige Live-Auftritte unter dem Synonym „Rob Acid“, immer im Gepäck mindestens eine TB-303. Robert Babicz veröffentlicht regelmäßig Promomixe auf seiner Website, absolut empfehlenswert.

 

Fazit

War’s das jetzt?

Nach ziemlich genau 27 Jahren Roland TB-303 ist die Geschichte sicher nicht hier und heute zu Ende. Diese kleine silberne Kiste hat sich definitiv einen Namen gemach und es werden in Zukunft sicher noch weitere tolle Lieder unter Zugabe des 303-Sounds erscheinen.

Vor Kurzem kam mir ein Fernseh-Trailer eines großen privaten Fernsehsenders zu Ohren, der in der Hauptsendezeit lief und voll auf den Sound der 303 setzt. Bei einem geschätzten Quotenumfang von mehreren Millionen Menschen hat also sicherlich ein Großteil der deutschen Bevölkerung bereits, wenn auch nur unbewusst, eine 303 gehört.

Eine kurze eBay Recherche nach dem Begriff “Roland TB-303“ ergab bei mir (Stand heute) weltweit hundertfünfundzwanzig Ergebnisse, davon sieben aktive Geräte auf der ersten Seite. Mit dabei war ein Gerät mit Devilfish-Umbau für 2.560,- Euro sowie ein Gerät mit bereits 22 Geboten, das bei 1.148,- Euro stand.

Ob Original oder Plagiat, Software oder Hardware, Original oder Modifikation – der 303-Sound steht heute jedem offen, der sich mit dem Thema Musikproduktion beschäftigt und ich kann jedem, der elektronische Musik produziert und der noch nicht in den Genuss gekommen ist, an den echten oder den virtuellen Reglern zu drehen, stark empfehlen, dies nachzuholen.

Klanglich ist mir ebenfalls noch nicht alles untergekommen, was man mit dem Gerät machen könnte. So kenne ich zum Beispiel kein klassisches Orchester, das vom Sound der TB-303 untermalt wurde. Electro meets Classic. Vielleicht lesen ja Oliver Bondzio und Ramon Zenker von Hardfloor diesen Bericht und holen dies in ihrer ungebremsten Experimentierfreude, nachdem sie ja bereits Big-Beat-ähnliche Experimente mit dem Sound vollzogen haben, einfach in naher Zukunft nach!

Ich wünsche allen Lesern alles Gute und rufe zur offenen Diskussion im Kommentarfeld auf.

Tell us your Silverbox-Story!

P.S.:
Zum Abschluss möchte ich erwähnen, dass die 303 in ihrer Form als Synthesizer eigentlich im männlichen Kasus „der/ein/des/dem/den“ genannt werden müsste (von “der Synthesizer“). Nahezu jeder Besitzer, der mit untergekommen ist, bezeichnet “seinen“ TB-303 aber liebevoll und weiblich als “die 303“ – so I do. Dieser kleine Fehler im Bericht ist also durchhaus gewollt.

Plus

  • Klangästethik
  • Gebrauchtmarktpreis für Besitzer

Minus

  • Gebrauchtmarktpreis, wenn man Käufer/Interessent ist

Preis

  • 1982-1984 (wird nicht mehr produziert) ca. 750,- DM
  • Gebrauchtmarktpreis 2010 ca. 900,- Euro
Klangbeispiele
Forum
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    AMAZONA Archiv

    Sehr umfangreiche und gut geschriebene Story zur 303 und deren zahlreichen Abkömmlinge. Supi!

  2. Profilbild
    tuonodriver  

    Ich kann mich noch gut erinner als ich so um das Jahr 1992 auch vom Virus TB303 infiziert wurde! Wollte dann unbedingt auch eine haben aber na ja, wie wir alle wissen-der Preis! Hatte dann ne MAM MB 33 und war relativ zufrieden damit aber….es war nicht das Orginal!

    Ein Kumpel bakam dann eine orginale TB303 für ich glaub 700DM und hatte konnte sie ca. 4 Wochen sein eigen nennen bevor er die kleine Kiste für mehr als das doppelte wieder verkaufte!

    In diesen 4 Wochen wurde mir die „Ehre“ zu Teil eine Woche damit zu arbeiten und ich produzierte damals meinen ersten Track ( natürlich sehr Acidlastig ) damit auf nem Pentium 166Mhz und Logic!

    Ja die TB303, was für ein Gerät :-)

    Heute nutze ich Phoscyon von D16 Group und Audiorealism“s Bassline und muss sagen das es für mich die 2 besten VST TB303 Clones sind die es gibt,nicht zu vergessen der Preis!

    Es ist schon irgendwie witzig wenn man überlegt was man damals nicht alles dafür getan hätte um an ein orginal zu kommen und heute kann man sich so viele Instanzen verdammt guter Clones an TB303 im Sequenzer aufmachen wie man will.

    Ach ja, ich kann es mir bis heute nicht erklären was an diesem typischen 303 Sound ob in tiefer Lage oder im Selbstosszilierenden Bereich so geil ist! Aber ich denke das liegt wohl daran das der Mensch ja auf bestimmte Frequenzen positiv o. negativ reagiert und bei dem 303 Sound fühlen sich die meisten Menschen einfach irgendwie gut! :-)

  3. Profilbild
    AMAZONA Archiv

    Komischerweise wird immer behauptet die TB303 hätte ein 18dB Filter. Keine Ahnung wer dies Gerücht in die Welt gesetzt hat. Die TB303 hat ein 24dB Filter. In einer älteren Ausgabe der Keys war mal ein Bild der Filterkaskade abgebildet und da waren 4 Paare an Transistoren zu sehen.

    Wikipedia schreibt hier“ A lowpass filter is also included, with -24dB per octave attenuation, and controls for cutoff frequency, resonance, and envelope modulation parameters. It is a common misconception that the filter is a 3 pole 18dB per octave design when in fact it is a 4-pole 24dB per octave[2].

    Hier noch das Schaltbild der TB 303 mit den 4 Transistorenpaaren. The 18dB versus 24dB ‚dispute‘

    http://www.....diode.html

    • Profilbild
      Cornel Hecht  

      Dazu muss man sagen, dass die Transistoren der Kaskadenschaltung selektiert werden müssen, um die vollen 24dB des Filters zu erreichen. Diesen Aufwand hat Roland dann doch nicht betrieben, um die Fertigungskosten niedrig zu halten. So kam man auf die 18dB Angabe.

  4. Profilbild
    a.jungkunst  AHU

    Guter Artikel, sehr interessant und informativ. Ändert aber nichts daran, dass ich diese Kiste überhaupt nicht mag. Mich ärgert nur, dass ich damals, als diese Geräte für teilweise 50 DM (nicht Euro) angeboten wurden, nicht die hellseherischen Fähigkeiten hatte, um meine Abstellkammer damit zu füllen. Wäre eine nette Altersversorgung gewesen, als die Dinger um fast jeden Preis an den Mann oder die Frau gebracht werden konnten. Trotzdem, wer seinen Spaß daran hat, soll ihn auch weiterhin haben.

  5. Profilbild
    Tobias Kasper

    Guter Artikel.

    Im Jahr 2010 ist das Gerät nur etwas für Sammler – für echte Produktionen – Finger weg.
    es gibt mittlerweile Clone, mit denen ich schneller und besser arbeiten kann.

    selbst mit Freeware VSTis bekommen wir das, mit entsprechender Fx Kette, mindestens so gut hin wie die Kiste.

    Genau wie die Liebe zu Oldtimern – Mit Fakten und reinem Verstand nicht zu erklären.
    Nur mit dem Bauch und ggf. der Wertsteigerung.

    Und ja, ich gehöre auch zu den armen Schwei*, die zu DM Zeiten eine hatten.
    Ich habe meine für 150 DM „verschenkt“… Darf das Teil trotzdem in nem Partnerstudio bewundern – aber benutzt habe ich es seit Jahren nicht mehr.

    Die 303 ist nur noch ein Fosil…

  6. Profilbild
    schlumpi

    Unter Selbstoszillation verstehe ich, dass das Filter bei voller Resonanz dauerhaft sinusförmig schwingt.
    Das ist bei der 303 nicht der Fall!
    Das 303-Filter wird auf der Cutoff-Frequenz angeregt, schwingt und klingt wieder aus.

    • Profilbild
      Pflosi  

      Ja, weil da noch ein VCA im Spiel ist :D

      Wenn man gaaanz vorsichtig und langsam zwischen den Wellenformen wechselt, gibt es einen kurzen Punkt, an dem kein Oszillator erklingt. Allerdings hört man dort die Selbstoszillation des Filters bei voll aufgedrehter Resonanz. Ich wüsste nicht, wie man bei aktivierten (i.e. hörbaren) Oszillatoren entscheiden können sollte, ob der Filter nun selbstoszilliert oder nicht…

  7. Avatar
    AMAZONA Archiv

    Zuerst einmal an den Autor – eine tolle Story, gratulation.

    Die TB303 gehört hat wie der Korg MS20 zu den Instrumenten mit einem extremen Eigenklang, den Sound kann man sofort heraushören. Aber im Gegensatz zu einem Minimmog, auf den dieses ebenfalls zutrifft, haben die beiden keine wirkliche Chance nochmal Sinnvoll eingesetzt zu werden.
    Dazu kommt noch das man sich an bestimmten Sounds einfach satt gehört hat, z.Bsp. DX7 oder Virus oder eben 303.

    @tuonodriver

    Ich persönlich fand den „Klang“ der 303 schon immer total Ätzend (kommt sicherlich von der Säure) – also irdendwie ungut…

    • Profilbild
      citric acid  RED

      der ottonormal raver hat sich bestimmt satt gehört. Denn noch gibt es immer noch eine grosse acid scene. Und wer die 303 liebt hört sie heute genauso wie früher. Ich bin seit 25 Jahren selbst als Musiker in der Acid Scene triebig und veröffentliche immer noch acid tracks die auf vinyl kommen. Man hat viele acid hörer kommen und gehen gesehen. Denke aber das die acid scene schon auch eine darseins berechtigung hat ;) muss ja nicht jeder Acid und TB303 lieben ;)

  8. Profilbild
    Dr.Funk

    Sehr guter Artikel!

    Aber trotzdem einige Verbesserungen/Ergänzungen:
    Der legendäre Ron Hardy, der leider viel zu früh verstorben ist, hat nicht im „Warehouse“ aufgelegt sondern in der „Muzik Box“. Resident im Warehouse war Frankie Knuckles. Und der Track war kein „Instant-Hit“ auf dem Floor, der leerte sich beim ersten Anspielen erst mal…Das war schließlich ein völlig neuer Sound und die Leute haben das nicht sofort verstanden. Hardy hat aber nicht aufgegeben und den Track öfter gespielt und der Floor wurde jedesmal voller, bis dann der ganze Laden total ausgeflippt ist!!!
    And the rest is history….:-)
    Und es gibt, ähnlich wie bei „House“, sehr viele unterschiedliche Theorien zur Bezeichung „Acid“, von daher kann man nicht definitiv sagen, woher genau diese Namensgebung des Musikstils jetzt herkam….

    ACCIIEEEEDDD :-)

  9. Profilbild
    aerosone

    Schöner Artikel :-)

    Ich habe ’ne Menge Clones ausprobiert, Hard- & Software. An eine echte 303 kommt nichts ran. Das ist auch keine Esoterik, sondern ganz deutlich zu erkennen. Ob man den Sound bzw den Groove mag ist halt Geschmackssache. Und interessanterweise meinen genau DIE Leute, die die 303 nicht mögen, dass Phoscyon und ABL exakt gleich dem Original sind. Das Original braucht man übrigens nicht mit ’ner „Effektkette“ zu versehen, damit es rockt ;)

  10. Profilbild
    Andreas Stadelmann  AHU

    Schöner Artikel, erinnere mich auch gerne an meine Zeit zurück.
    Ich kann dazu nur sagen, richtig in Szene gesetzt und nicht nur dumm am Rumzwitschern, ist dieser Klang und Druck immer noch gerne gehört.
    Es gibt Scheiben, wo man eine 303 hört und dabei nicht sofort denkt, nicht schon wieder…
    Leider wurde eben genau dieser Hype um die Maschine auch zu ihrem Verhängnis. Anfang der 90er mußte man kein Musiker sein, um Musik zu machen, es reichte ein TB 303. Bedienen konnten IHN :-) nur wenige wirklich gut. Eben einfach mal auf dumm ein paar Tasten gedrückt. Try and Error bis es gepasst hatte.
    Damit wurde auch der Markt überschwappt mit sinnlosen dummen Traxs die keiner braucht. Das allein die Maschine reichte um Plattenverträge zu bekommen ist eigentlich lächerlich. Aber letztlich bleibe ich dabei, es gibt Musiker, die wußten/wissen damit umzugehen und da trennt sich die Musikwelt.
    Übrigens, ich habe einen TB 303 zum ersten Mal im OMEN (Frankfurt) gehört. Sven legte damals die Stakker – Humanoid auf und das 10.000 Watt Strobo war die einzige Lichtquelle, aber sehen konnte man eh nichts, weil die Nebelmaschine den Laden bis unter die Decke zugepustet hatte.
    Dann aus den 2 Doppel 22ern plus 2xDoppel 18ern dieses Teil zu hören…
    Das war 1988 glaube ich….

    • Profilbild
      Holger Brinkmann  

      Möchte mich nun auch mal einklinken, nachdem bei den letzten Versuchen das System mir gesagt hat, mein Name sei zu lang, um einen Kommentar zu verfassen ;-) Der Max hat´s gerichtet, Danke !!

      Erst mal toll, dass sich hier ein paar 303-Jünger in den Kommentaren wiederfinden und auch mal ein anständiger Austausch stattfindet:

      Das „simmer“ der Kiste schuldig (mal hessisch gesprochen ;-)

      Wegen der kleineren Recherche-Fehler bitte ich um Verzeihung. Ich habe aus den Kommentaren auch wieder etwas gelernt..

      Bei der letzten Omen Geschichte wurde es mir richtig warm ums Herz – härrrrlisch.

      Meine erste 303 habe ich (gefühlt) um 1992-94 nach langer, langer Suche durch eine Kleinanzeige im Plattengeschäft ergattern können. Da kam noch der Jäger-Sammler-Trieb auf. Die musste dann aber kurzfristig um weiteren Ärger mit Bankangestellten zu vermeiden weichen (Schüler). Geld habe ich nie gesehen da ich sie im jugendlichen Leichtsinn „zum Vorabtest“ an einen Käufer in Spee geschickt habe, der nie bezahlt hat. Nach nem größeren Anwaltsgemetzel kam dann raus, dass Dieserjener noch weitere tolle „Käufe“ auf diese Art getätigt hatte und erst mal für drei Jahre eine JVA von innen begutachten konnte. Der Titel ist noch 15 Jahre gültig, wenn jemand den „Käufer“ kennt, gerne her mit den Daten ;-) Vielleicht hat er sie ja noch und gibt sie zurück ;-) Besonderes Merkmal: Um den Cutoff-Regler war die Farbe abgewetzt und hängt noch heute zwischen meinem Zeigefinger- und Daumen ;-)

      Sehr geknickt bekam ich dann kurze Zeit später die Zweite nach nem Studiobrand bei einem Freund, weil er Geld brauchte um den Brandschaden zu regulieren. Immer wieder schön wenn er mal hier ist und wir „unsere“ Kiste betätscheln und wir über den Brandschaden (Kabelbrand) lächeln …

      Good old times …

      Mir hat die 303 echt die Jugend versüßt und ich kann gar nicht mehr zählen, wie viele Stunden wir schon im Club oder auf diversen Open-Airs zur 303 rumgegrölt und abgezappelt haben …

      Freut mich, dass der Artikel gefällt …

      BTW: Kennt jemand die xoxBox ? Ich kannte die gar nicht und habe sie demzufolge in der Aufzählung schlichtweg „vergessen“.

      Bin gespannt was noch so für Geschichten rumschwirren… ;-)

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        AMAZONA Archiv

        Ja, ich habe sowohl eine 303 und eine x0xb0x. Ich finde die x0xb0x echt super und die fehlt sicherlich oben in der Aufstellung.

        Für mich klingt beide sehr ähnlich und ich benutze lieber die x0xb0x und lass die 303 in ihrem Schrein. ;-)

  11. Profilbild
    olivgrau

    Hi folks!

    Na, wurde echt Zeit für diese Blue Box! ;-)

    Ja, hoher Kultfaktor! Mir als Einsteiger wurde 1990 davon im 2. Hand Laden abgeraten. Klar, ich brauchte einen Allrounder! Ich habe die MB 33, die ist aber kein Vergleich. Schon eher meine x0xbox!!! Kommt sehr nah‘ dran und macht echt Spass damit! Habe ich jedoch fertig auf ebay ersteigert.

    Eine kleine spezielle Geschichte. Ich bin mal im PC über einen unserer Kunden gestolpert, sein Kennzeichen SAW-TB 303 (SAW= Salzwedel). Bei einem Telefonat das sich ergab habe ich mal nachgefragt. Ja, es ist die 303 damit gemeint. Er hat eine und darüber auch seine Arbeit beim SAE-Diplom gemacht. Ihm wurde sogar zweimal schon das Kennzeichen gestohlen! Kein Wunder, geht’s kultiger? Vor allem das SAW, fiel mir zuerst garnicht auf!

    Also, let’s ACIIIIIIEEED!!!

    ciaOliver

  12. Profilbild
    bernardb

    Klasse Bericht – die TB bleibt einer meiner absoluten Synthesizer ung groovt wie keine andere Maschine. Sie lebt! Und ist meiner Meinung nach preislich noch unterbewertet aufgrund ihrer Seltenheit und Sound. Tiefe Bässe auch ohne Filterbewegungen. Selbst der teuerste Synth, von VST ganz zu schweigen, bekommt diesen Sound hin!

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      changeling  AHU

      Tiefe Bässe gehen mit einigen analogen Synthis sehr gut, z.B. Yamaha CS-30 mit zumischbarem Sinus-Signal.
      Mal abgesehen von Modularsystemen. Also das die TB-303 die Bass-Queen ist, halt ich für ein Gerücht. Das Besondere ist halt, dass es keinen Bereich ohne Sweet-Spot gibt (man kann wild rum drehen und es klingt immer gut) und vor allem der Sequencer und dessen Auswirkung auf die Klangerzeugung (mit Accent + Slide).

      Mal abgesehen davon, dass ich keinen AB-Vergleich gemacht hab und noch nie selber eine echte 303 besessen habe, ist mir meine ML-303 v6 ein genügender Ersatz für eine TB. Die ist auch nicht aus Plastik und daher stabiler und sieht auch besser aus. Ausserdem direkt mit MIDI (zwecks Sync ausgestattet).

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        Pflosi  

        Um wirklich druckvolle Bässe mit einer 303 zu machen muss die Resonanz ganz weggedreht werden. Sie nimmt recht viel vom Bassbereich weg, in guter alter Moog-Manier :) oder einfach komprimieren wie verrückt :D

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          citric acid  RED

          Ja die tb ist unten rum echt eine sau. Sehr viel bass. Wobei es hier auch unterschiede gibt. Es gibt mehrere revisionen der original tb. Ich habe noch 3 Stück im einsatz, zur hochzeiten hatte ich 5 stück. Jede klang / klingt anders. Denke es hat auch viel mit der callibrierung und natürlich den oft erwähnten bauteiltolleranzen zu tun. Aber ich habe noch keine gehört die nicht sehr viel bass hatte.

          In belgien haben wir oft ein Acid BBQ gemacht. Wir hatten auf einem treffen mehr als 20 TB 303 in benutzung und in sync. Hier gibt es einige videos im youtube zu :) einfach mal Acid BBQ eingeben.

  13. Profilbild
    Son of MooG  AHU

    Um 1986 stand ich vor der Wahl: TB-303 oder MC-202. Ich entschied mich für die MC-202, einfach weil mir der Sound und die Möglichkeiten weitaus besser gefielen. Außerdem war der Sequencer in einer ganz anderen Liga (realtime-Eingabe, 2 Spuren etc.). Das Grundprinzip Sequencer mit Klangerzeugung (eigentlich schon eine kleine Workstation) wurde ja nicht von vielen Herstellern bedient, also war die Auswahl sehr begrenzt (im Gegensatz zur heutigen Flut an „Grooveboxes“). Ich habe bis zur Midifizierung meines Studios 1992 ohne es zu bereuen sehr gut mit der Kombination MC-202 und Korg DDM-110 arbeiten können. Selbst heute benutze ich die MC-202 noch als Expander (mit Doepfer CV/MIDI-Box). Ich bezweifle, ob mich eine TB-303 in Bezug auf Vielseitigkeit lange befriedigen könnte. Einzig als Wertanlage hätte sie mir etwas gebracht…

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    Piet66  RED

    Danke für den guten Artikel. Shannon’s legendärer Hit „Let The Music Play“, ebenso wie zahlreiche Newcleus Klassiker, basieren auf dem grundsoliden TB-303 Bass Sound, der wirklich sehr prägnant und durchsetzungsfähig ist. Wenn man dieses eher unscheinbare Plastikkästchen so sieht, kann man es kaum glauben, welch enormes Potential unter der Haube steckt. Ein klanglich guter Clone ist meines Erachtens nach die MAB-303, ich finde den Sound richtig gut, wenn auch nicht identisch. Schade eigentlich, dass hier gegenüber der TB-303 wesentliche Features wie der Stepsequencer eingespart wurden. MIDI rules…und hilft, Kosten zu senken. Macht aber nichts, an eine original TB-303 kommt sowieso nur eine original TB-303 heran… ;-)

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    dilux  AHU

    eine der ersten produktionen mit einer 303 dürfte heaven 17’s let me go gewesen sein, besonders gut auf der 12″ zu hören…

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      TobyB  RED

      Hallo Dilux,

      The Luxury Gap ein wegweisendes Album. Vor denen waren Orange Juice mit Rip it up schon in den Charts. Wobei, let me go für mich ein Klassiker ist.

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        dilux  AHU

        jaja, die dance-sozialisten heaven 17 gehören auch zu meinen alltime-favorites und wie du weiter unten schon erwähnst, meine ich mich auch erinnern zu können, die let me go 12″ schon 82 erworben zu haben…und damit einen grundstein meiner liebe zu synthesizern.
        …und wo du schon bobby o. erwähnst, bitte nicht sein vielleicht wichtigstes projekt vergessen, die supertranse divine, die mit „shoot your shot“ ebenfalls einen für mich superwichtigen synthesizer-dancehit hatte…über die inhaltliche bedeutung des titels wurde ich allerdings erst jahre später „aufgeklärt“ ;-)

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          TobyB  RED

          Hallo Dilux,

          Divine ist quasi der Blueprint für Dead or Alive „You Spin me Round“. Wo wir bei Stock, Aitken, Waterman wären. Divine war vermutlich das kommerziell erfolgreichste Projekt und hat es ja auch ausserhalb der Gay Club Disco Szene geschafft. Der Inhalt ist halt sexueller Hedonismus. Ich hab mir da nie viel Gedanken drum gemacht. Die Musik war wichtiger und sie ist ja auch geblieben, was wäre Trance ohne diese Bassfiguren. Was bei dir Divine war, war bei mir Relax und Welcome to the Pleasuredome von FGTH. Die Botschaft hab ich erst wesentlich später kapiert. Trotzdem unterm Strich blieben die Linn Drum und Synthie Sounds :-)

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    grisi  

    Im V-Synth (XT) hat Roland wesentliche Elemente der 303 virtuell wiederbelebt: Die 303 Filteremulation findet sich in den COSM Effekten wieder und ein 16-Step 4-Spur Sequencer ist auch an Bord. Ein mögliches Ergebnis findet sich im Preset „Trippin‘ TB“ (#99, glaube ich), incl. artgerecht programmierter Sequenz. Filtercutoff ist zum schrauben auf einen der Drehregler des V-Synth geroutet.
    Ich finde das Ergebnis einigmassen beeindruckend … und lädt zu weiteren Experimenten ein: Der Accent-Effekt läßt sich mit der Anschlagdynamik und der Glide-Effekt mit einem Portamento eumulieren. Nicht schlecht, Herr Specht…
    Wenn man nun bedenkt was der V-Synth sonst noch alles kann und dabei günstiger ist als eine originale TB-303 … verrückt.

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      citric acid  RED

      Aber selbst diese emulation kommt nicht an eine echte tb rann. Fast jeder clone oder emulation hat einen kleinen bereich der gut klingt, aber selten kommt einer über 95% rüber ;)

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        iggy_pop  AHU

        Da ich kein Hundertprozentiger bin, könnte ich damit sehr gut leben — damit und mit zwei Bass Bot TT-303 im originalen 303-Gehäuse (nicht die in der Havesta-Fischfiletdose).

  17. Profilbild
    DSL-man  RED 1

    Guter Artikel.
    Leider fehlt der wichtigste Nachbau, die
    RE-303 Replika von Dinsync, ein 1:1 Nachbau.

  18. Profilbild
    citric acid  RED

    Schöner Bericht Herr Kollege,

    Leider hast Du einen sehr relevanten Clone bzw Replika nicht erwähnt. Die RE-303 die der TB 303 am nähesten von allen kommt, sollte unbedingt erwähnt werden.

    Die RE 303 kommt richtig nahe an die TB 303 ran. Wenn man eine echte TB 303 CPU verwendet ist sie von einer echten 303 so gut wie nicht zu unterscheiden. Kann gerne mal einen vergleich demo machen.
    Als user von 3 echten TB 303 und besitzer fast aller clones würde ich sagen nur TB und RE klingt wie ei e echte.

    Schön ist auch, das in jedem Forum oder im Internet das Geschrei gross ist wenn es um die TB 303 geht.Daher bin ich auf die Kommentare hier sehr grspannt.

    Danke für den Bericht.

    Und für alle zweifler, Acid ist lange noch nicht tot ;) und das ist gut so .

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      Flying C  

      „…Acid ist lange noch nicht tot ;) und das ist gut so.“
      Dem kann ich nur voll und ganz zustimmen!

  19. Profilbild
    decoder303

    Schöner Artikel, aber die info bzgl. Filter mit Flankensteilheit von 18db/Oktave sollte auf die korrekten 24db/Oktave korrigiert werden.

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      tonvibration  

      Bin auch irritiert, dass Amazona – als Fachblatt und Nerd-Bude mit Wissenskompetenz – sich hier an diesem Hoax beteiligt. Das mit dem angeblichen 18 db Filter der 303 schwebt ja schon ewig als Gerücht rum. Ich dachte aber das wäre widerlegt. Wasn nu? => Weiß einer da definitves?

      Imho geht ein großer Teil des Klangcharakters der TB 303 auf die gain compensation zurück. Diese sorgt ja dafür, dass der Sound auch bei aufgedrehter Resonanz des Filters nicht deutlicher leiser wird (wie z.B. bei den Moog ohne gain compensation). Ohne gain compensation gäb es kein Acid (denn statt lautem Gebell gäbe es bei aufgedrehter Resonanz nur leises Fiepen). Und da der hierzu verwendete Verstärker wahrscheinlich von minderer Qualität war, kommt eben das rotzige 303-Geschreie raus, was wir so charakteristisch geil finden.
      …ist aber auch nur ne Theorie.

      Einwände?

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          tonvibration  

          Danke für die schnelle Antwort. Aber dann nehmt (RED) doch bitte bei Gelegenheit mal den 18dB bullshit aus dem Text raus. Glaubt sonst noch einer ;) [nicht jeder liest ja die Kommentare]

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          Son of MooG  AHU

          Das Gerücht um die 18db führte ja auch zum Doepfer A-103. Anscheinend ist selbst Dieter Doepfer nicht immun gegen Irrtümer…

  20. Profilbild
    elektrock  AHU

    Einfach geil was man mit einem Oszillator und zwei Hände voll Potis machen kann!
    Und die Geschichte lebt weiter…… .

  21. Profilbild
    Flying C  

    Die Original-MB33 hat eine silberne Frontplatte auf der die Sektionen schwarz abgesetzt sind. Die abgebiltete Version ist die Mk2, mit dem Distortion-Poti auf der Geräterückseite.
    Die Klone aus dem Hause Cyclone Analogic wurden nicht erwähnt, wobei hier m.m.n. die 1. Version mit dem 1:1 kopierten 303-Gehäuse etwas dreckiger klingt als die Mk2 mit besserem, flexiblerem Sequencer.
    Die Bauteile der ML-303, zumindest die ersten Chargen, kamen „kleckerweise“ aus alten japanischen Lagerbeständen, weshalb immer nur kleine Stückzahlen verfügbar waren. Die ML entspricht soundtechnisch, so wie die RE, einer echten 303.
    Allerdings werden mittlerweile auch für eine ML -sofern man überhaupt irgendwo eine findet- recht hohe Preise verlangt.

  22. Profilbild
    rio  

    Bei den „Hardware Clones“ hätten ruhig die analoge Nachbauten wie TT-303 von Cyclone Analogic und Adafruit‘s X0xb0x im Artikel aufgenommen werden können. Zu Letzterem gibt es eine Menge Modifikationen und mehrere OS Varianten, wovon eine Mehrheit als Opensource besteht… das ist schon nicht zu verachten ;)

  23. Profilbild
    Numitron  AHU

    Noch immer guter Artikel. Aber xoxbox und tt303 könnte man noch ergänzen.
    Die youtubelinks sehe ich auch nicht, vielleicht liegt’s am iPad.

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      m4ximumpow3r  

      Also ich besitze eine TB-03 und wenn ich die durch meine ProCo Rat 2 Distortion jage, klingt die auch ganz gut. Verglichen mit der xoxBox von meinem Bruder klingt die TB-03 allerdings wie ein billiges Plastikspielzeug (meiner Meinung nach). Die xoxBox klingt auch ohne Distortion einfach richtig fett und ich bin ziemlich neidisch auf die… also fehlt mir definitv auch im Artikel.

  24. Profilbild
    TobyB  RED

    Kulturgeschichtlich oder chronologisch muss man die Entstehung des Acid House Sounds etwas anpassen, In 2010 wurde bekannt das die die erste Acid House Platte 1982 veröffentlicht wurde. Ten Ragas to a Disco Beat, Charanjit Singh. Darüber muss man auch Orange Juice Rip it up von 1983 anführen. Und Imagination , In the Heat of the Night. Danach gings im April 1983 mit Heaven 17 und The Luxury Gap weiter. Und Acid Tracks von DJ war 1985.

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      AMAZONA Archiv

      Muss da etwas ergänzen zu Heaven 17s „Let me go“. Die Single wurde 1982 bereits veröffentlicht (Oktober ’82). Das Veröffentlichungsdatum des Albums ist aber korrekt.

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        TobyB  RED

        Hallo Welle,

        ich hab grade mal in der Tof of the Pops DVD Sammlung geguckt. Heaven 17 „Let me go“ wurde vor „Rip it Up“ Orange Juice veröffentlicht. Bei den Alben passt es dann wieder. Wobei mir grade beim anhören noch mal auffiel, das „Let me Go“ auch als Urahn des britischen Breakbeat durch geht. Insbesondere der 12″. Und hier ohne TB 303 aber mit Martyn Ware an der Discoklampfe. https://youtu.be/P3jG5x7yCrI

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          AMAZONA Archiv

          Hehehe, ja, Martyn Ware an der Fake Klampfe. Hätte er in real life und im Studio wohl so nie hingekriegt. Eingespielt wurden die Gitarren bei Heaven 17 übrigens in der Regel von einem Gitarristen und Bassisten namens John Wilson zu jener Zeit.
          Bei dem „gitarrenlastigsten“ Album „Teddy Bear, Duke & Psycho“ setzten sie dann später vor allem auf gesampelte Gitarren, wenn ich das richtig in Erinnerung habe.

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            TobyB  RED

            Ne hätte er nicht. Sieht aber gut aus :-D Mittlerweile ist ja wieder mit seinem Minikorg unterwegs ;-) Und gesampelt haben die auch alles was nicht bei drei auf dem Baum war. Bei Crushed By The Wheels Of Industry bin ich mir immer noch nicht sicher ob das Sample eine Feile ist oder die erste Hälfte der TARDIS Materialisierung ist. Teddy Bear, Duke & Psycho war jetzt ein bischen viel Motown für das Inselvölkchen. Go Go Brown fällt selbst für die 80er aus dem Rahmen.

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      Flying C  

      Selbstverständlich gibt es eine Menge Musik in der eine 303 zu hören ist, die vor Acid Tracks erschienen ist. Das meiste wurde ja bereits genannt. Das „Phuture – Acid Tracks“ release, Trax Rec. 1987, ist strenggenommen ein re-edit des Originals von 1985. Ich meine aber, es geht ja um Acid House als solchem und nicht um den erstmaligen Einsatz einer TB.
      Solche musikalischen anachronismen sind immer recht interessant wie ich finde. Beispielweise wurde „West End Girls“ von den Pet Shop Boy bereits im Herbst 1984 in Discotheken gespielt obwohl es offiziell meist auf 1985 datiert wird. Und -achtung, Mega-Klugsch**ss-Modus- die wirklich allererste House-Platte wurde 1982 in Italien released, firmiert jedoch unter dem Genre Italo Disco.
      Den Facettenreichtum und die vielen Stilarten von Acid haben eindeutig die Europäer begründet und weiterentwickelt, sollte vlt. mal erwähnt werden.

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        AMAZONA Archiv

        Kannst du ja so eingegrenzt betrachten. Es ist aber immer wissenswert zu erfahren, wann und in welchem Kontext ein Synthesizer zum erstenmal zum Einsatz kam.

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          Flying C  

          „Eingegrenzt“, das liegt ganz im Auge des Betrachters. Ansonsten kann ich deine Aussage nur unterschreiben.

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        Numitron  AHU

        Von west end girls gab es ja zuerst die Bobby Orlando Version.
        Die bekanntere ( mit den Emulator 2 Sounds) kam später.

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          TobyB  RED

          https://youtu.be/PKB2bYYYTYw

          Ich brauche eindeutig mehr 808 Cowbells ;-) West End Girls von Bobby Orlando pushen und noch mal mixen lassen, macht nun allerdings wieder Sinn. Der war zu der Zeit sowas wie der gay Discopapst des HiNRG Sounds. Allerdings so stilsicher er bei Produktionen für andere war, bei seinen eigenen Projekten hat er oft daneben gegriffen. Allerdings, ohne Bobby Orlando hätten Stock Aitken Waterman nie ihre Hits gelandet.

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        TobyB  RED

        Hallo Flying C,

        Ten Ragas for a Disco Beat geht halt gerne vergessen. Ist aber für mich trotzdem der Blaupause Track. Das Pech von Charanjit Singh war vielleicht, das er Bollywood Filme zuvor vertont hat und Indien 1982 nicht der Nabel der Club Cultur war. Ich meine Ten Ragas wurde auch erst wieder 2010 entdeckt. Seinerzeit war dies Album nicht sonderlich erfolgreich.

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          Flying C  

          Hi Toby,

          für 1982 geht das Album ganz schön vorwärts und ja, die TB wurde durchgehend sehr extensiv eingesetzt. Herr Singh war da seiner Zeit wohl ein wenig voraus.

  25. Profilbild
    Son of MooG  AHU

    Ich finde es bemerkenswert, dass bis heute die/der TB-303 diesen Kultstatus innehat, während der weitaus leistungsfähigere (und imho besser klingende) MC-202 vergleichsweise wenig Beachtung gefunden hat. Nach all diesen 303-Clones würde ich mich sehr über einen neuen 202 freuen. Mit der Circuit Mono Station hat Novation ja schon etwas sehr interessantes geschaffen…

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