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Blue Box: Sequential Six-Trak


Preiswert oder billig?

Eine echte Besonderheit ist die DRITTE Hüllkurve, die für den VCO vorgesehen ist und als direkte Tonhöhenformungseinheit zur Verfügung steht. Darüber hinaus gibt es noch Glide sowie Unisono. Womit wir uns schon den

Performance Tools

nähern. Unisono macht den Six-Trak zu einem monophonen 6-VCO Synthesizer. Ein Arpeggiator ist für schnelle Ideen-Findung ebenso vorhanden wie ein Sequenzer (mit 2 Sequenzen zu je 6 Tracks). Als besonderes Highlight sind die beiden STACKs zu nennen. Mit STACK A und STACK B lassen sich jeweils 6 beliebige Sounds (!) übereinander legen (die Anwahl erfolgt über die Track-Taster des Sequenzers). Der Six-Trak ist somit einer der sehr frühen multitimbralen Synthesizer. Via MIDI können alle 6 Stimmen/Sounds über einen eigenen Kanal angesprochen werden. Leider erfolgt die Stimmenzuordnung nicht dynamisch (je nach Verbrauch würden freie Stimmen neu zugeordnet werden… das geht nicht, was für Baujahr 1984 aber auch ein wenig zuviel verlangt wäre).

Die Sounds eines STACKs werden ganz einfach ein/ausgeschaltet

Die Sounds eines STACKs werden ganz einfach ein/ausgeschaltet

Mod-Wheel und Pitch-Bender sind seit dem Prophet-5 unverändert und in selbiger Form auch beim Six-Trak zu finden. Allerdings sind die Wheels oberhalb der Tastatur platziert (wie etwa auch beim SIEL Opera-6 bzw. SIEL KIWI), um so ein Maximum an kompakter Bauweise zu erreichen.

Die beiden typischen - nicht programmierbaren - Sequential Wheels

Die beiden typischen – nicht programmierbaren – Sequential Wheels

Die WAHRE Performance des Six-Trak ist jedoch sein Engangement in Sachen…

MIDI

Wie schon eingangs gesagt, lassen sich alle (!) Parameter via MIDI CC ansteuern bzw. modulieren. Wir reden hier nicht von Banalitäten im Stile von Filter Frequency oder Envelope Modulation Amount. Wir sprechen hier von Modulations-Orgien, die nur wenige Synthesizer der Vintage-Ära zu leisten im Stande sind. So lassen sich alle (!) Parameter der drei Hüllkurven modulieren, die Filtermodulation durch den eigenen VCO pro Tonschritt in ihrer Stärke bestimmen, das Mischungsverhältnis von VCO zu NOISE mit jeder Note neu definieren und vieles mehr. Ein Teil der Klangbeispiele greift in großem Umfang auf MIDI CC Controlling zurück, wobei Manikins Schrittmacher Sequenzer als Steuerzentrale zum Einsatz kam.

Die Möglichkeiten der unscheinbaren MIDI-Schnittstelle sind ein Segen

Die Möglichkeiten der unscheinbaren MIDI-Schnittstelle sind ein Segen

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Klangbeispiele

  1. Avatar
    laubi

    wenn nun der sixtrack als eine der wenigen echten Alternativen zum pro-one gehandelt wird – ist für mich die Zeit gekommen, endlich mal die neuen Analogen mit ins Spiel zu bringen, denn:
    die eingeschränkte Benutzeroberfläche, Parameter via Midi CC, keine ultraschnellen (hardware-) Hüllkurven, die dritte Hüllkurve… das gibts zum Beispiel auch alles im (poly-)evolver… wo zumindest auch soundmäßig in der Analogabteilung das PROphetische Händchen von Papa Dave nicht geleugnet werden kann…

    • Avatar
      babo

      der polyevolver baut ja auch auf
      einem bzw zwei chips pro stimme
      auf: die neuen chips klingen nicht
      ganz so weich dafür voluminöser.
      die möglichkeiten mit dem stepsequenzer und den delays sind
      genial – allein als effektgerät der wahnsinn! und das mischen der
      dcos mit den vs-samples ist auch
      vom feinsten. und zumindest ein
      paar controller lassen sich auch
      ruten. den prophet 08 habe ich
      nicht selbst, er erscheint aber
      in der rackversion sehr fair vom
      preis – dave smith geniesst wirklich meinen vollen respeckt.
      nur die netzteile sind scheiße.
      der letzte theotrack ist wie meistens klasse.

  2. Avatar
    Alex_KIDD

    Ich besitze den Sixtrak.
    Sooo langsam sind seine Hüllkurven nun auch wieder nicht,Standartsachen meistert der kleine.
    Controllerbox ranhängen und schon kanns losgehen. Das man am Gerät nicht viel programmieren kann hat mich nie gestört.
    450 Euro ist er allemal wert, bei gutem Zustand.
    Er ist prima als Ergänzungssynth
    (ich habe ihn im Verbund mit Polysix und juno60).
    Er nimmt auch nicht so viel Platz weg und die Verarbeitung geht auch in Ordnung.
    Viel Synth für moderates Geld

    mfG

  3. Avatar
    pulswelle

    Seit ich den Sixtrak vor einigen Jahren günstig aus einem Nachlaß erworben habe ist er mein absoluter Liebling geworden. Ich nutze ihn als Lead und Bass-Synth im Verbund mit einer Wavestation, einem SY99 und einem Micro-Q als Live Instrument. Kürzlich wollte ich ihn abziehen und durch einen Poly-Six ersetzen, um ihn Dank Midi zu Hause an den Rechner anzuschließen. Nach genau einer Übungssession haben mir meine Bandkollegen den Poly-Six um die Ohren gehauen, trotz nahezu
    gleichwertigen Klängen, und mich quasi gezwungen den Six Track wieder in den Übungsraum zu holen.

  4. Profilbild
    • Profilbild
      Bloderer RED

      … vor allem fällt der Doepfer Dark Energy (und der Vermona Mono Lancet) preislich in die Sequential Six-Trak Kategorie. Beide – Doepfer wie Vermona – sind hervorragend verarbeitete, gut klingende Analogsynthesizer. Auch wenn sie monophon und nicht 6-stimmig sind, würde ich diese Instrumente als aktuelle Alternative einem Six-Trak vorziehen. Ihre CV Ein- und Ausgänge sind gut durchdacht (beim Mono Lancet natürlich nur mit entsprechendem Modular Dock) und es sind klanglich hervorragende Instrumente, die zudem bautechnisch deutlich besser sind als jeder Six-Trak (mit Ausnahme der ungeliebten externen Netzteile, das ist jedoch in der handlichen Bauweise eines Dark Energy bzw. Mono Lancet leider nicht anders möglich).

  5. Profilbild
    DietmarB ••

    Zum Thema Made in Japan: Die Tastatur stammt von Mitsubishi, sieht man auf dem Bild auch. Ob das aber als Beweis dafür ausreicht, daß der ganze Synth dort gebaut wurde? Ich glaub nicht. Dann wäre die Fertigungsqualität besser.

  6. Profilbild
    Marcus_Kiel

    Der Sixtrak war mein erster Synth. Gekauft 1987 mit mühsam gespartem Taschengeld. Ich habe tatsächlich die Einfalt besessen, 5 Jahre ausschließlich dieses Teil mit seinem Sequencer zu nutzen, mit einer uralt Echolette, für die ich die Bänder selbstgebastelt habe. Man hörte immer die Nahtstelle. Und wißt Ihr was…ich war nie kreativer! Jetzt liegt er abgerockt mit kaputten Gummitastern auf dem Dachboden. Wer weiß,
    wie lange noch…….

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Sequential Six Trak

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