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Blue Box: Sequential Six-Trak


Preiswert oder billig?

Der Six-Trak Sequenzer kann maximal 800 Noten speichern

Der Six-Trak Sequenzer kann maximal 800 Noten speichern

Six-Trak heute

Der Six-Trak hat einige Pro und Contras zu verbuchen. Auf der Plus-Seite stehen der gute Grundklang, der STACK-Mode, die 100 Presets, die umfassende Midi-Einbindung sowie die angenehme Tastatur. Auf der Minus-Seite gibt es die teils mangelhafte Hardware, den nicht ganz so brillianten Prophet-Sound (was mich persönlich nicht stört) sowie gewisse Performance-Einschränkungen. So lässt sich etwa ein Sound weder zum laufendem (internen) Sequenzer bzw. Arpeggiator editieren, noch reagieren in diesem Fall Pitch- bzw. Modulation-Wheel. Über MIDI ist die Performance zwar nicht eingeschränkt, aber solch unverständlichen Handicaps machen den eingebauten Sequenzer / Arpeggiator ein wenig obsolet, da ja gerade zur simplen / schnellen Ideenfindung eine Editierung der Klänge bei laufender Musik wünschenswert und sinnvoll wäre.

Beim Kauf eines Six-Trak sollte man vor allem der Hardware Aufmerksamkeit schenken. Einerseits sind es die bereits genannten Gummi-Pads, die – wenn einmal aufgeweicht bzw. wabbelig – ihren Dienst nicht mehr optimal verrichten und in manchen Fällen getauscht werden müssten (Ersatzteilsituation: schwierig). Weiterhin sind es die CEM 3394 Chips, von denen man unbedingt 1-2 als Reserve gleich mit erwerben sollte. Immerhin stellt ein solcher Chip EINE Stimme des Six-Trak dar und könnte – wir wollen realistisch sein – im Laufe der vielen Jahre durchaus seine Arbeit einstellen. Drittens wäre noch „etwas zeitliche Reserve“ empfohlen, um einen Klangvergleich zu „neuen“ Klassikern vorzunehmen, die in etwa der gleichen Preisklasse zu Hause sind und musikalisch gesehen enorm viel zu bieten haben. Bei einem geschätzten Gebrauchtpreis von 400-450 Euro könnte man statt eines Sequential Six-Trak ebenso einen ACCESS VIRUS (A oder B), einen CLAVIA Nord Lead / Nord Rack (I oder II) bzw. ähnliche moderne und gut klingende Synthesizer erwerben.

Six-Trak - klanglich ein echter Sequential Synthesizer

Six-Trak – klanglich ein echter Sequential Synthesizer

Übrigens ist des Six-Traks Nachfolger – der schlanke MULTI-TRAK mit anschlagdynamischer Tastatur, 6 Einzelausgängen und Chorus – NICHT als würdiger Nachkomme zu empfehlen, da er die schönen MIDI CC Parameter schlichtweg ignoriert und damit das eigentlich wichtigste Feature des Six-Trak nicht zu bieten hat.

Somit bleibt der Sequential Six-Trak ein sehr besonderes Instrument, das innerhalb der gesamten Sequential-Familie einen speziellen Status einnimmt und sich zudem vor einem Großteil der Konkurrenz keineswegs verstecken muss…

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Klangbeispiele

  1. Avatar
    laubi

    wenn nun der sixtrack als eine der wenigen echten Alternativen zum pro-one gehandelt wird – ist für mich die Zeit gekommen, endlich mal die neuen Analogen mit ins Spiel zu bringen, denn:
    die eingeschränkte Benutzeroberfläche, Parameter via Midi CC, keine ultraschnellen (hardware-) Hüllkurven, die dritte Hüllkurve… das gibts zum Beispiel auch alles im (poly-)evolver… wo zumindest auch soundmäßig in der Analogabteilung das PROphetische Händchen von Papa Dave nicht geleugnet werden kann…

    • Avatar
      babo

      der polyevolver baut ja auch auf
      einem bzw zwei chips pro stimme
      auf: die neuen chips klingen nicht
      ganz so weich dafür voluminöser.
      die möglichkeiten mit dem stepsequenzer und den delays sind
      genial – allein als effektgerät der wahnsinn! und das mischen der
      dcos mit den vs-samples ist auch
      vom feinsten. und zumindest ein
      paar controller lassen sich auch
      ruten. den prophet 08 habe ich
      nicht selbst, er erscheint aber
      in der rackversion sehr fair vom
      preis – dave smith geniesst wirklich meinen vollen respeckt.
      nur die netzteile sind scheiße.
      der letzte theotrack ist wie meistens klasse.

  2. Avatar
    Alex_KIDD

    Ich besitze den Sixtrak.
    Sooo langsam sind seine Hüllkurven nun auch wieder nicht,Standartsachen meistert der kleine.
    Controllerbox ranhängen und schon kanns losgehen. Das man am Gerät nicht viel programmieren kann hat mich nie gestört.
    450 Euro ist er allemal wert, bei gutem Zustand.
    Er ist prima als Ergänzungssynth
    (ich habe ihn im Verbund mit Polysix und juno60).
    Er nimmt auch nicht so viel Platz weg und die Verarbeitung geht auch in Ordnung.
    Viel Synth für moderates Geld

    mfG

  3. Avatar
    pulswelle

    Seit ich den Sixtrak vor einigen Jahren günstig aus einem Nachlaß erworben habe ist er mein absoluter Liebling geworden. Ich nutze ihn als Lead und Bass-Synth im Verbund mit einer Wavestation, einem SY99 und einem Micro-Q als Live Instrument. Kürzlich wollte ich ihn abziehen und durch einen Poly-Six ersetzen, um ihn Dank Midi zu Hause an den Rechner anzuschließen. Nach genau einer Übungssession haben mir meine Bandkollegen den Poly-Six um die Ohren gehauen, trotz nahezu
    gleichwertigen Klängen, und mich quasi gezwungen den Six Track wieder in den Übungsraum zu holen.

  4. Profilbild
    • Profilbild
      Bloderer RED

      … vor allem fällt der Doepfer Dark Energy (und der Vermona Mono Lancet) preislich in die Sequential Six-Trak Kategorie. Beide – Doepfer wie Vermona – sind hervorragend verarbeitete, gut klingende Analogsynthesizer. Auch wenn sie monophon und nicht 6-stimmig sind, würde ich diese Instrumente als aktuelle Alternative einem Six-Trak vorziehen. Ihre CV Ein- und Ausgänge sind gut durchdacht (beim Mono Lancet natürlich nur mit entsprechendem Modular Dock) und es sind klanglich hervorragende Instrumente, die zudem bautechnisch deutlich besser sind als jeder Six-Trak (mit Ausnahme der ungeliebten externen Netzteile, das ist jedoch in der handlichen Bauweise eines Dark Energy bzw. Mono Lancet leider nicht anders möglich).

  5. Profilbild
    DietmarB ••

    Zum Thema Made in Japan: Die Tastatur stammt von Mitsubishi, sieht man auf dem Bild auch. Ob das aber als Beweis dafür ausreicht, daß der ganze Synth dort gebaut wurde? Ich glaub nicht. Dann wäre die Fertigungsqualität besser.

  6. Profilbild
    Marcus_Kiel

    Der Sixtrak war mein erster Synth. Gekauft 1987 mit mühsam gespartem Taschengeld. Ich habe tatsächlich die Einfalt besessen, 5 Jahre ausschließlich dieses Teil mit seinem Sequencer zu nutzen, mit einer uralt Echolette, für die ich die Bänder selbstgebastelt habe. Man hörte immer die Nahtstelle. Und wißt Ihr was…ich war nie kreativer! Jetzt liegt er abgerockt mit kaputten Gummitastern auf dem Dachboden. Wer weiß,
    wie lange noch…….

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Sequential Six Trak

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