Mehr als nur ein Mixer
Bei den News zu neuen Mixern, oft mit einigen interessanten Features ausgestattet, kommen wir aktuell gar nicht mehr hinterher. Nahezu täglich gibt es neue Meldungen dazu. Mit Boredbrain Xcelon SL kommt nach Bullfrog Mix, NTS-4, Teenage Sidekick oder Porta Party ein weiteres Modell auf den Markt.
Boredbrain Xcelon SL
Bereits Anfang des Jahres wurde der Boredbrain Xcelon SL erstmals vorgestellt. Nun lässt sich der Performance Mixer vorbestellen. Ein genaues Datum, wann der Mixer im Handel erhältlich sein wird, gibt es allerdings noch nicht.
Mit seinen acht Stereo-Kanälen (oder Dual Mono), Equalizer, Kompressor (mit Punch-Modus) und Overdrive pro Kanal sowie einer Sidechain-Sektion ist der Xcelon SL klar auf elektronische Musik ausgerichtet, erlaubt er doch den Anschluss von mehreren Synthesizern, Drumcomputern, Samplern o.ä. Kanal 8 ist auf Wunsch für Mikrofone umschaltbar (6,3 mm Klinke).
Jeder Kanal des Boredbrain Xcelon SL verfügt über zwei FX-Send-Regler, Balance-Regler und Volume-Fader, Cue- und Mute-Button. Dazu gibt es die Möglichkeit, jeden Kanal entweder auf den Main-Ausgang oder den A-/B-Mix zu routen, wobei die zwei Mix-Busse sogar über eigene Inserts verfügen.
Die Master-Sektion des Xcelon SL bietet ein analoges Performance-Filter mit kombiniertem Tiefpass/Hochpass- sowie Resonanzregler, wobei das Filter sowohl auf den Main- als auch die Mix-Busse geroutet werden kann. Die bereits erwähnte Sidechain-Sektion bietet Regler für Frequenz, Threshold und Decay.
Ab wann der Xcelon SL verfügbar sein wird, ist noch nicht bekannt. Der Preis dagegen schon. Dieser beläuft sich auf 1.949,- Euro.




































Auch wenn die Zielgruppe dieses Mixers eine spezielle ist – sein Preis ist mit fast 2.000 € sehr sehr sehr speziell !!
Ich frage mich, warum dessen analoge Technik (die für Mixer ja weder neu erfunden werden muss noch extrem aufwändig ist … ) überhaupt eine Kostenmarke von 1.000 € erreicht – doch für dieses Gerät werden ja fast 2.000 € verlangt !
Was soll da so besonders – weil dermaßen teuer – sein … etwa 0,5 mm dicke Leiterbahnen in Echtgold ???
Da gibt es eine ganze Reihe edler Mixer auf dem Markt … mit mehrbandiger Klangregelung (parametrische Mitten sind mir stets wichtig) … mit Insert-Punkten und ‚One-knob‘-Compressoren … mit Mono- UND – Stereo-Kanälen … die wirklich was hergeben (Effektprozessoren, Recording-Funktionen …), übersichtlich gestaltet und auch überaus flexibel einsetzbar sind; solche würde ich auf jeden Fall vorziehen, auch wenn sie dann etwas größer sind.
Und viiieeel günstiger zu haben . . .
@Nvelope Also je nach Perspektive ist 2k eher schon „verdächtig günstig.“
Wie gesagt, je nach Perspektive. Wenn man so von 15k rüber schielt.
https://www.amazona.de/superbooth-26-zaehl-pm12-performance-mixer/
@Nvelope An welche Mixer denkst du da ?
Ein Tascam Model 12 oder ähnliches ist für elektronische Performances aus meiner Sicht wenig geeignet.
Gerade 8 mal Stereo, Drive pro Kanal, Kompressor mit Sidechain pro Kanal, Tilt Filter (life besser als parametrisch), 2 Stereo Effekt Wege, LP/HP Resonanzfilter in der Summe, und das alles im direkten Zugang … wo findet sich das noch ?
@Nvelope Mich würde tatsächlich interessieren was eine denkbare Alternative wäre. Die Mackies (1604, Onyx 16) sind viel zu groß und wesentlich schwerer, zudem fehlen dort z.B. Sidechain bzw. Kompression pro Kanal. Von Big Six gar nicht zu reden. In diesem Format (der Xcelon ist schon sehr handlich) gibt es mit so vielen Kanälen nicht wirklich was. In einer Live-Performance reicht mir zudem ein (Tilt-)EQ, da ist keine Zeit parametrisch 2-3 EQs einzustellen. Hängt also schon sehr am Anwendungszweck.
Und ja, in der Größe ist der analoge Aufbau (Kompressor, EQ pro Kanal & pro Insert) schon sehr aufwändig, der Mixer ist auch echt gut verarbeitet und hat sauber laufende Fader. Aus meiner Sicht ist der Preis für ein so spezielles Gerät durchaus vertretbar.
(hatte gleichzeitig mit Spectral Tune die ähnlichen Gedanken…)
Teuer, kein vernünftiger EQ, keine Inserts. Keine Ahnung, wer diese Performance Mixer kauft.
@swift So wie ich das sehe, kann man jeden Kanal einer Subgruppe (A oder B) zuweisen und beide Subgruppen haben Inserts.
Ultrainteressanter Mixer! Bitte unbedingt hier testen!
Fragen, die sich ergeben lauten:
Wie klingen die EQs?
Was passiert, wenn man RecOut in den SC-In patcht (wird dann ein Feedback-Master-Kompressor draus?)
Die LED Anzeige pro Kanal, sind die Pre oder Post Fader?
Die Regler für A und B, das ist quasi das Return Signal, die Lautstärke des Busses an sich (für Out) ist davon nicht betroffen, oder?
Wie fühlen sich die Fader und Potis an?
Die LEDs in den Fadern, zeigen die immer an, wie laut der Kanal ist, oder nur wenn ich SC RCV anstelle?
Wie live-tauglich sind die kleinen Switches?
@ spectral tune: ‚Wo findet sich das noch?‘ zeigt, dass du zu der von mir zitierten sehr speziellen Zielgruppe dieses Mixers zählst.
8 x Stereo IN hat (neben weiteren 8 INs, allerdings in Mono!) z.B. der KORG MW 2408 … ein exzellent ausgestattetes und dabei extrem vielseitiges Mischpult.
Dein Fazit ‚…wenig geeignet …‘ zielt dann sicher auch auf diesen KORG-Mixer ab – doch dieses Urteil teile ich (und auch ein weiterer Kommentator bezüglich der aus den 1950ern und damaligen Röhrenradios stammenden Einfachst-Klangregelung des Typs ‚Klangwaage‘) nicht … aber du scheinst ja auch ausdrücklich an einem für Live-Auftritte dienlichen Mixer zu denken, was ich als Anforderung für einen Mixer ja auch nicht teile.
Bleibt: der Mixer ist goldrichtig für diejenigen, die genau so etwas suchen und den geforderten Schotter auf den Ladentisch legen können und wollen – aber eben sehr sehr sehr teuer … in meinen Augen wirklich unangemessen teuer.
Der Mixer ist wenig interessant für diejenigen, die ein sehr gutes Mischpult mit einer weniger spezialisierten, dafür aber deutlich vielseitiger nutzbaren Ausstattung suchen. Auch solche können an die tausend oder gar bis zu eineinhalbtausend Euro kosten – doch der materielle Gegenwert und eine breite Nutzbarkeit sind dann die klaren Pluspunkte.
PS: die extrem kleinen Abstände der Klinkenbuchsen auf der Rückseite des ‚Boredbrain‘ sind mehr als nutzungsfeindlich – es sei denn, man stöpselt nur ein Mal ein … und nie mehr um!
Sorry, nix für mich.
@Nvelope Wo sollen die Buchsen denn sonst auch hin?
Außer einer Kabelpeitsche wüßte ich da jetzt nichts…
Sicherlich sehr interessant wenn man da Drummachines durchschickt. Allerdings kostet der Mixer mehr als die meisten Drummachines…
Für mich ist der Mixer ohne richtigen EQ und dem Preis nicht interessant.
Ich finde es schade, dass kein Crossfader eingebaut ist. (zumindest wäre mir keiner aufgefallen…)
Ansonsten wirkt das Gerät nicht uninteressant, sofern man sich den Workflow angewöhnen möchte.
😬
@ mort76: Es ist doch wirklich nicht eine (geschweige denn MEINE) Frage, WO die Buchsen hin sollen . . . !
Ich finde es aber dermaßen unpraktisch, zwei dicht übereinanderliegende Reihen von Buchsen – eine eng an der/den anderen liegend ! – in einem Gerät so auf die Rückseite zu drängen, so dass EIN- oder UMstöpseln von Patchkabeln zur blanken Fingerakrobatik wird.
Auch wenn Mixerein- & ausgänge wahrscheinlich etwas weniger umgestöpselt werden als Ein- und Ausgänge von Modulen – so man muss doch mit den Fingern einen Stecker wirklich fassen und einstöpseln oder aus einer Buchse herausziehen können … was doch etwas (sei’s ein cm, eineinhalb cm oder vielleicht auch noch etwas mehr …) Platz benötigt !!
Dermaßen “dicht-an-dicht‘ halte ich die Platzierung von Buchsen einfach für wenig nutzerfreundlch … mindestens sehr schwierig zu handeln … na, eigentlich für nutzerfeindlich.