AMAZONA.de

Carina Böhmers Vocalizing Teil 2 : Twang und Klangfarbe


Learn to sing - Twang & Klangfarbe

Hallo liebe Leser,

danke für euer Interesse und eure positiven Kommentare zu meinem ersten Workshop!

Nachdem ich meinen Job bei den Burgfestspielen in Süddeutschland als Brenda im Musical „Catch me if you can“ beendet habe, hab ich wieder Zeit für einen Artikel gefunden.

Nachdem es in meinem ersten Artikel um Atmung und Stütze ging, möchte ich euch heute das dritte Grundprinzip des gesunden Singens erklären: Twang!

Des Weiteren geht es generell ums Thema Klangfarbe und Sound.

Was ist Twang?

Twang beschreibt eigentlich einen metallischen Klang/Sound, der durch die Stellung der Stellknorpel und des Kehldeckels erzeugt wird. Es handelt sich um einen scharfen, durchdringenden Sound, wie zum Beispiel das Schreien eines Babys oder das Schnattern einer Ente. Eine Sängerin, die mit sehr viel Twang singt, ist Anastacia, aber auch Celine Dion, Tina Turner, Jessie J, Aretha Franklin und viele andere singen mit ausgeprägtem Twang.

Man unterscheidet zwischen notwendigem und ausgeprägtem Twang. Der notwendige Twang ist wie der Name schon sagt notwendig, um gesund zu singen. Denn durch den Twang wird die Stimme klarer, fokussierter, kraftvoller und hat keinen Hauch mehr. Außerdem wird der Ton durch Twang lauter, ohne dass man mehr Kraft geben muss.

Und auch wichtig und ein großer Vorteil: Durch den Twang wird das Singen erleichtert. Zunächst ist es ein etwas komischer Sound und auch ein ungewohntes Gefühl, wenn man mit ausgeprägtem Twang singt.

Viele meiner Schüler müssen diesen Sound erst finden, dann lernen ihn abzurufen und zu steuern. Dies kann schnell gehen, aber auch einige Unterrichtsstunden dauern. Man muss geduldig sein. Aber: Wenn man den Twang gefunden hat und kontrollieren kann, ist er eine große Hilfe! Denn sowohl in der Tiefe als auch in der Höhe erleichtert der Twang das Singen und Erreichen der Töne.

Zunächst ein kurzer Exkurs in Anatomie:

Es gibt den Kehldeckel, dieser verhindert z.B. beim Essen oder Trinken, dass die Nahrung aus Versehen in die Luftröhre gelangt. Gegenüber des Kehldeckels sind die zwei Stellknorpel. Diese sind unten mit den Stimmbänder verbunden und oben mit den oberen Kanten der Kehlkopfmembran, welche Aryepiglottis Falten genannt werden. Der Kehldeckel, die Kehlkopfmembran und die Stellknorpel bilden zusammen eine Art Trichter, auch Kehlkopftrichter genannt.

Die Öffnung dieses Trichters kann durch die Stellung der Stellknorpel verändert werden. Kippen die Stellknorpel sich näher zum unteren Teil des Kehldeckels, wird die Öffnung kleiner und der Sound wird heller: Twang entsteht. Je enger die Öffnung des Kehlkopftrichters, desto stärker der Twang und desto schärfer der Sound.  Soweit zur Anatomie.

1 2 3 4 5 >

Klangbeispiele

  1. Profilbild
    lena ••

    schön das es weitergeht!!! Hatte schon befürchtet, dass es eine Eintagsfliege ist. Lieben Dank Carina für die vielen Einblicke und den tollen Workshop.

  2. Profilbild

Kommentar erstellen Kommentar erstellen Leser-Story erstellen

Die AMAZONA.de-Kommentarfunktion ist Ihr Forum um sich persönlich zu den Inhalten der Artikel auszutauschen. Sich daraus ergebende Diskussionen sollten höflich und sachlich geführt werden. Haben Sie eigene Erfahrungen mit einem Produkt gemacht, stellen Sie diese bitte über die Funktion Leser-Story erstellen ein. Für persönliche Nachrichten verwenden Sie bitte die Nachrichtenfunktion im Profil.

Über den Autor

Bewertung

Carina Böhmers Vocalizing Teil 2 : Twang und Klangfarbe

Bewertung: 0 Sterne Bewertung des Autors
Leserbewertung: 5
Jetzt anmelden und dieses Produkt bewerten.

Aktion