Boss HM-2 Distortion neu gedacht
Der Name des neuen Catalinbread Carbide ist Programm, denn das Pedal, dessen Name übersetzt Hartmetall heißt, orientiert sich an keinem Geringeren als dem legendären Boss HM-2. Allerdings bietet das Carbride eine optimierte EQ-Kurve und zwei Lautstärkeregler. Dementsprechend dürfte dieses neue Kettensägen-Distortion-Pedal vor allem für die Gitarristen interessant sein, die eben jenen besonderen Metal-Sound suchen.
Kenner des alten Boss HM-2 dürften erstmal etwas irritiert sein, da das Catalinbread Carbide nur drei Potis anstelle der üblichen vier Regler hat. Aber im Grunde wurde das HM-2 doch ohnehin nur mit vier voll aufgedrehten Potis genutzt, denn das war der legendäre Sound einer ganzen Metal-Szene.
Das neue Catalinbread Carbide Distortion verstärkt laut Hersteller drei Schlüsselfrequenzen, um diesen charakteristischen Chainsaw-Sound zu erhalten. Darüber hinaus teilt das Carbide das Signal in zwei Signalwege auf. Ein Signalweg erzeugt einen sauberen Boost, der speziell für tiefer gestimmte Instrumente angepasst wurde, während der andere in den Pfad der fiesen Metal-Zerre führt. Jeder dieser beiden Schaltkreise verfügt über ein eigenes Volume-Poti, so dass beide Sounds stufenlos gemischt werden können. Die Potis sind mit Wet und Dry beschriftet und ersetzen die herkömmlichen Potis für Volume und Drive.
Der letzte Regler ist mit Emphasis beschriftet und dient der Steuerung des extremen Bassbereichs, wodurch dieser straffer wird, während unerwünschte Höhen unterdrückt werden. Das könnte tatsächlich ein interessantes Feature sein und die Klangregelung des HM-2 Sounds vereinfachen.
Eine serienmäßige Boss HM-2-Schaltung verfügt über zwei Tone- oder EQ-Regler mit der Bezeichnung L für Low“ und H für High. Der L-Regler steuert eine Frequenzanhebung bei 87 Hz, während der H-Regler tatsächlich zwei verschiedene Bänder gleichzeitig steuert. Diese liegen bei 958 Hz und 1279 Hz. Catalinbread gibt an, dass das Carbide diese drei Frequenz-Boosts beinhaltet. Der Emphasis-Regler schneidet die Frequenzen um diese Bänder herum ab, sodass sie etwas mehr knallen.
Ferner heißt es von Seiten der Entwickler, dass der Emphasis-Regler genau wie der H-Regler des originalen Boss HM-2 zwei verschiedene Filter gleichzeitig einstellt. Einer agiert bei 63 Hz, der andere ist ein Höhen-Shelving-Filter. Der Q-Wert des Low-Filters ist gerade breit genug, um gegen den integrierten Bass-Boost anzukämpfen und gleichzeitig lästige Subbässe auszuknocken. Daher wurde der Verzerrer weiter getunt und dürfte genau das beinhalten, was Fans des Boss HM-2 zu schätzen wissen. Perfekt für schwedische Death Metal-Kettensägen-Verzerrung und nichts für Schönfärber.
Das Catalinbread Carbide Distortion kann mit einer Spannung von 9 bis 15 Volt versorgt werden. Ich bin gespannt, ob die 15 Volt-Option intern reguliert wird oder für mehr Headroom sorgt. Außerdem wäre ein A/B-Test gegen das alte Original sehr spannend.
Hier sind schon mal zwei Soundbeispiele:
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Preislich liegt das Pedal bei 178,20 Euro.



































