9. September 2014

14 TAGE TRIGGER FINGER PRO

Hab mich jetzt 14 Tage mit dem M-audio Trigger Finger Pro beschäftigt. Hier meine Eindrücke frisch aus der Praxis:

Der Ersteindruck:

Optik cool, wirkt wertig bis auf die Fader.
Registrierung: Klappt nicht mit GMX E-Mail Adressen Erst die Verwendung einer iCloud Mailadresse brachte Abhilfe Installation der Software … mehrere Downloadpakete,
2h mit Registrierung, Download und Installation zugebracht … erster Frust. Danach lief aber alles und die M-audio Trigger Finger Pro Software machte auch einen guten Eindruck.

1 Tag später,

mit neuem Elan… ein Wenig mit dem M-audio Trigger Finger Pro herumgespielt und gestaunt was es alles kann. Pads lassen sich sehr gut und dynamisch spielen. Coole Sounds dabei …
aber nichts wirklich Neues (hab ich auch nicht erwartet)

Beschriftung der Funktionen im Display nicht immer logisch … und das Display lässt sich leider nur sehr schlecht ablesen (abhängig vom Blickwinkel, siehe Bilder)

3.-14. Tag

viel Enttäuschung :( … das TFP sollte meinen Workflow verbessern; leider betrachte ich das TFP bis zum heutigen Tag als unmusikalisch.

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Oft ein neuer Stolperstein wie z.B.:

  • Knacken bei der Soundwiedergabe (das schafft sonst nur die U-HE Diva bei meinem MacBook PRO i5),
  • Abstürze der Software Standalone sowie in Logic (welches mir vorher nicht abstürzte)(die Abstürze erfolgten häufig nach Plugin Wechsel),
  • das stumm Schalten von Spuren hat gelegentlich ein seltsames Verhalten: es wird nur der rechte oder linke Kanal stumm? Das erneute Starten von Arsenal und das Ein- und Ausschalten des TFP behob das Problem,
  • die Mappings, die man sich herunterladen kann, sind teilweise fehlerhaft und offensichtlich nicht von Musikern erstellt,
  • ein selbst erstelltes Logic Audiofile kann man nicht auf die Pads ziehen, das geht nur über Export / Import
  • die „LearnFunktion“ muss man erst erlernen…
  • viele Dinge werden unnötig kompliziert gemacht, genau das Gegenteil sollte das TFP für mich sein.

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Was ich überhaupt nicht hinbekommen habe, ist ein Austausch, Verwaltung, Nachbearbeitung der erstellten Sequenzen (Hardware TFP DAW / Arsenal)
Ich würde den Autor des Testberichtes bitten (und/oder andere User) mir zu erklären, wie man dies anstellt.

Denn genau das hat dann doch ne Menge Spaß gemacht und Musik hervorgebracht … die Arbeit mit dem Hardware internen Sequenzer.

Viele gute Ansätze beim TFP… Es ist womöglich zu viel Wunschdenken ein ausgereiftes und fehlerfreies Gerät kurz nach Produktstart zu erwarten. Aber genau das Wünsche ich mir :).

Fazit
Meine Wertung bis heute (Schulnotenprinzip):
Hardware 1-
Software 2- (die Abstürze ausgenommen)
Handling in der Kombination (Musikalischer Workflow) 5

Es wirkt auf mich wie Angela Merkel im Pimkie Kleid - es passt einfach (noch) nicht zusammen ;-)

Nick Schramm
Forum
  1. Profilbild
    bobs world  

    Nick ich zitiere Dich mal: „viele Dinge werden unnötig kompliziert gemacht…“
    Du bringst es auf den Punkt !
    Ich habe auch das TFP erworben, und bin vom Workflow enttäuscht.
    Die Verarbeitung der HW und die Sounds sind klasse, keine Frage. Es stecken jedoch jede Menge Kinderkrankheiten in dem Gerät.
    Völlig unverständlich ist für mich, dass M-Audio hier nicht eine DVD in den Karton legt – so haben die Käufer nicht von Anfang an Frust beim Downloadproblem.
    Hier wurde an falscher Stelle gespart.
    Immerhin ist der M-Audio Support höflich und zuvorkommend, so dass einem geholfen wird.

  2. Profilbild
    schon ok

    Zum Thema Sequencen-verwaltung: Hier hilft die bei M-audio downloadbare Anleitung zu Arsenal weiter (AFAIK z.Zt. nur auf englisch). Die Funktion versteckt sich bei Arsenal im Save-menu (erstes Symbol links) unter „Save Sequence from hardware“. HIer kann aus den 16 Sequencen des TFP ausgewählt und auf HDD gespeichert werden. Das Zurückspielen erfolgt über das Load-Symbol daneben, hier heisst der Eintrag „load Sequence into hardware“. Zugegeben, einfach ist anders.

    Ansonsten muss ich aber sagen, wenn man – wie bei mir – den Schwerpunkt auf die (Drum-)Sequencerfunktion legt, läßt sich damit schon ein sehr effektiver Workflow realisieren.

    Auffällig ist, daß es wohl einige Zicken bei Mac-usern gibt die ich als Win-User nicht habe (da soll es zur Zeit insbesondere am aktuellen Treiber haken und das Rollback zum alten Treiber helfen).

  3. Profilbild
    der nick  

    Hallo,

    zuerst möchte ich mich für den bescheidenen Ausdruck in meiner Leserstory entschuldigen.
    Es sollte eigentlich nur ein Kommentar zum Testbericht des TFP werden. Für ein Kommentar war es zu lang und nach einigen Kürzungen, wurde dann doch eine Leserstory daraus (meine erste).

    Habe mittlerweile das TFP gegen den Arturia Spark LE getauscht. Dieses Teil mach nach den gleichen Anfangsschwierigkeiten einfach nur Freude .

    Werde das TFP dennoch in den Augen behalten, da viel Potenzial in ihm steckt.

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