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Hardware
Die 88-Tasten-Version der Alesis Fusion wiegt 25,6 kg und ist ca. 131 cm breit. Das Gehäuse ist absolut solide und road-tauglich.
Die Tastatur ist schwer gewichtet, aber ohne Hammermechanik. Für mich als ehemals fauler Klavierschüler war sie immer ein idealer Kompromiss, denn sie war nicht zu schwergängig für Synth-Solos oder zum Orgelspielen, hatte aber dennoch einen klavierähnlichen Anschlag.
Ein absolutes Highlight der 88er Tastatur war seit jeher der Aftertouch-Druckpunkt. Er lässt sich perfekt dosieren und dennoch ist Aftertouch im “normalen” Spiel nicht spürbar. Tipp: Smooth-Parameter in der Modulationsmatrix verwenden, um Aftertouch noch gefühlvoller spielbar zu machen!

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Fazit
Ich besitze meine Alesis Fusion 8HD nun seit Ende 2006 und habe damit schon so einige Live-Auftritte bestritten. Den Kauf habe ich nur selten (siehe "Effekte") bereut.
Mit der Bedienung hatte ich von Anfang an keine Probleme, obwohl ich auch nach mehreren Jahren immer noch auf Funktionen gestoßen bin, die ich bis dato noch nicht entdeckt hatte.
Natürlich wusste ich schon aus einigen Foren und Testberichten, dass nicht alle Preset-Sounds überzeugend waren, die mit der Fusion mitgeliefert wurden. Nach dem Anspielen bestätigte sich das, allerdings gab es für meine Ohren auch echte Highlights, wie beispielsweise die vom Vorbesitzer aufgespielten Sounds vom bekannten Sound-Lieferanten "HollowSun" (mit tollen Rhodes, Wurlis, Clavinets, Melltron-Sounds etc.) sowie viele der Sounds in der "Electronica"-Bank.
Warum so viel über das "HolyGrail Piano" geschimpft wurde, konnte ich nie nachvollziehen – der Sound in den verschiedenen Variationen setzt sich gut auf der Bühne durch und harmoniert prächtig mit der schwergewichteten Tastatur, die aber mitnichten über eine Hammermechanik verfügt.
Was mir nicht so gefallen hat, sind die Orgel-Sounds, Gitarren (A- und E-), Brass-Sounds sowie die bestehenden Multis (alias “Mix”). Hier muss man selbst Hand anlegen – und selbst dann wir das Ergebnis (zumindest bei den Orgeln in meinem Fall) ernüchternd bleiben, weil die Effekte der Alesis Fusion einfach nicht an die gängigen Studiostandards herankommen.

Sounds habe ich bis zum Kauf der Alesis Fusion nur dann bearbeitet, wenn es tatsächlich nötig war – das änderte sich mit dem Kauf schlagartig. Die Menüstruktur ist logisch aufgebaut und wird durch das Grafikdisplay bestens unterstützt.

Wer hauptsächlich einen Multitimbralen Synthesizer mit vernünftiger Tastatur sucht, gern eigene Sounds erstellt und nicht so viel Wert auf die Effektqualität liegt, kann mit der Alesis Fusion 8HD zum aktuellen Kurs nicht viel falsch machen. Auch als flexibles Stage Piano macht die Alesis Fusion 8HD eine tolle Figur.
Preislich liegt das Gerät momentan im Einsteigerbereich, bietet aber jede Menge Möglichkeiten fürs Geld.
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Forum
  1. Profilbild
    jeffvienna

    Kann mich noch an die monatelange Werbetrommel erinnern. Irgendwann war nix mehr zu hören. Schade, dass da nichts daraus wurde. Umso schöner, dass das Gerät doch einige Fans gefunden hat.

    Die Oberfläche hat mich immer schon an einen japanischen Mittelklassewagen der 90er erinnert :-)

  2. Profilbild
    STRomzAeHLEr  

    Aloha, mal noch eine Ergänzung, warum „nix daraus wurde“: Alesis hatte auch einfach ein denkbar schlechtes Timing. Kurz bevor die Fusion Workstations veröffentlicht wurden, brachte KORG die OASYS heraus und stellte damit erstmal die gesamte Workstation-Welt auf den Kopf. Da wollte natürlich niemand mehr ein „einfaches Punktmatrix-Display“ mehr haben.
    Designtechnisch mochte ich die Fusion, mich hat sie mehr an die 50er Jahre erinnert (die „Grillform“ über den Endlos-Potis) und war auf der Bühne immer ein Hingucker.
    Anfängliche Skepsis wich ziemlich schnell der Begeisterung („Und Du brauchst nur diese Kiste dafür?“ …dennoch ist das gute Stück für mich jetzt Geschichte. Aufgrund des hohen Gewichts war sie für mich nicht mehr „tragbar“ und ich habe auf ein 61-tastiges Modell aus dem Hause Kurzweil umgesattelt.

    • Profilbild
      STRomzAeHLEr  

      Stimmt, ich hatte meine Fusion ja auch schon mal geöffnet und dieses „Bewegungsmuster“ gesehen, aber es nicht für eine „echte Hammermechanik“ gehalten (erschien mir irgendwie zu simpel). Dennoch ist die Tastatur für eine Hammermechanik relativ leichtgängig, so dass sie für mich immer ein guter Kompromiss für’s Klavier/Classic E-Piano spielen und dem ganzen Rest war.

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