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28. Juni 2019

Arturia Keylab 61 MKII Standard und doch nicht

Vor einiger Zeit mußte ein neues Masterkeyboard ins Haus. Ein Arturia KeyLab61 MkII sollte es sein. Soweit alles gut. AnalogLab war dabei, DAW unterstützung, Userprofile. Es war gut bis ich Native Instruments Komplete Kontrol entdeckte.

Die Arturia V Collection wurde komplett von Komplette Kontrol unterstützt. Das Zauberwort war NKS. Viele Plugins, und es werden immer mehr, unterstützen diesen NKS-Standart. Das Problem, mein Keylab 61 MkII guckt da in die Röhre denn ich brauch ein Keyboard von Native Instruments um mit Komplete Kontroll vernünftig arbeiten zu können. Klar hat Arturia das Analog Lab aber nur für die eigenen Plugins der V-Collection.

Ich komme mir, ehrlich gesagt, ein wenig verarscht vor. Warum bietet Arturia nicht auch so etwas an? Das Analog Lab könnte hier zur „Schaltzentrale“ für alle Plugins werden die dann vom Keylab unterstützt werden. Im Usermodus sind das 18 Drehregler und ebensoviele Schieberegler. Die Zuweisung läuft über Midilearn und könnte in AnalogLab gespeichert werden. Hätte ich das früher gewußt würde bei mir ein Komplete Kontrol S61 stehen.

 

Fazit
Wer sich mit NKS beschäftigen will sollte zu der NI Hardware greifen.

Plus

  • Das Keylab 61 mkII hat eine hervorragende Tastatur, viele Schiebe- und Drehregler, unterstützung von AnalogLab, vorgefertigte TrackKontrols für viele DAWs, 16 programmierbare Drumpads und einiges mehr.

Minus

  • Keine NKS bzw. Komplete Kontroll unterstützung.
Forum
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    dflt  

    mh. weil du dich vorher nicht richtig informiert hast, das keyboard jetzt schlecht bewerten, finde ich auch etwas schwierig…

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      paulilein   1

      Ich habe ja nicht alles schlecht bewertet. Du hast natürlich auf der einen Seite Recht mit dem informieren . Andererseits unterstütz Arturia NKS von Native aber das Keylab von der NI Software halt nicht unterstützt was ich so gar nicht nachvollziehen kann. Warum diese Einbahnstraße.

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        Everpure  

        Weil es um kommerzielle Interessen geht und die Hersteller ihre Produkte durch unterschiedliche Funktionen voneinander abgrenzen. Das nennt man Marktwirtschaft.

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        Rockruepel

        Hallo Paulilein, ich verstehe deinen Ärger aber ich finde du jammerst auf sehr hohem Niveau. Denn, erstens besteht zwischen beiden Produkten ein nicht unerheblicher Preisunterschied… Das Kontrol 61 MK II ist erheblich teurer und zweitens: weder das eine noch das ander Gerät erlauben die vollständige Kontrolle sämtlicher Parameter, vieler PlugIns via mapping… Selbst Keylab bietet nur einen eingeschränkten zugriff auf Hauseigene Produkte… Wenn du einen Synthesizer wie Arturia´s Moog Modular oder U-he´s Hive vernünftig programmieren willst, kommst du mir beiden Systemen schnell an ihre Grenzen….

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      paulilein   1

      Wer andere in der Grammatik verbessert hat sehr oft nen kleinen………. ohne große Autos. Wie man so hört. ;-)

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    Tyrell  RED 3

    Ich könnte mir vorstellen, dass NI für die Implementierung des NKS Standards Lizenzgebühren erheben wird. Und da beide Firmen erbitterte Kontrahenten sind, wird wohl jeder auch weiterhin sein eigenes Ding machen. Aber wie gesagt, das ist nur eine Vermutung.

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      paulilein   1

      Wenn das stimmt verstehe ich aber nicht warum Arturia seine Software auf NKS trimmt und um den Faden mal weiter zu spinnen. Ob Spectrasonics auf den NKS-Zug aufspringt?

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    tomeso  

    Wer Hardware mit NKS Support haben möchte, muss NI Hardware kaufen da es meines Wissens keinen Controller eines Drittanbieters gibt, der voll NKS fähig ist. Auf der Softwareseite sieht das anders aus, da ist NI bestrebt, möglichst viele Entwickler ins Boot zu holen. Das Ganze ist also eine von NI gemachte Einbahnstraße.

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      Tyrell  RED 3

      haha… das ist wieder so eine fiese NI-Sache. Echt bescheuert von NI, erinnert aber irgendwie auch an Apple.

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      paulilein   1

      Hallo Frank. Kannst Du mein Problem nachvollziehen? Es ist ja nicht so das NKS das Maß aller Dinge ist. Es gibt auch bei Komplete Kontrol einiges was nervt und mein Keylab 61 MKII ist ja nun wirklich kein Schrott. Welches Masterkeyboard hat im Usermodus 18 Drehregler und 18 Schieberegler die frei konfigurierbar sind. Ich habe mit dem Tone2 Nanohost z.B. den Minimoog aus der V-Collectionreihe mit den 36 Reglern belegt und das funktioniert echt prima. Man muss halt zwischen Part1 und Part2 umschalten aber es fast schon wie am echten Moog.
      Die Arturias könnten doch AnalogLab erweiten um drittanbieter Plugins integrieren zu können. Die Belegung der Regler kann der Nutzer ja selber machen was mit Midilearn ja kein problem darstellt. So könnte man der Firma in Berlin paroli bieten.

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    Felyon   1

    Ich bin gerade auf dem umgekehrten Weg.
    Das Arturia Keyboard und besonders Analog Lab 4 bieten Features, die ich schon vor Jahren bei NI eingefordert bzw. vorgeschlagen habe.
    Layering bzw. Splitting von VSTs und besonders die Concert und Stageview-Funktion fehlen bei NI komplett.
    Das sind mal echte Highlights für den Livebetrieb.
    Gestern habe ich Arturia gefragt, ob sie Analog Lab evtl. um ein Hosting von Fremd-VST erweitern können.
    Diese müssten nicht komplett in die Preset-Verwaltung eingebunden werden.
    Mir würde es schon reichen, wenn sie mit Recall über die Concert Songlist geladen würden.

    Ich hatte vor Jahren auf die Kombination Komplete Kontrol und Maschine Jam gesetzt und bin inzwischen unendlich frustriert.
    Maschine wird immer unübersichtlicher bzw. ressourcenhungriger und kann immer noch nicht richtig mit Komplete Kontrol zusammen.
    Z.B.
    Beim Betätigen eines Pads von Maschine wird auf den zugehörigen Sound umgeschaltet, auch wenn man mit dem Keyboard gerade einen anderen Sound live spielt.
    Maschine stiehlt den MIDI-Fokus des Kontrol.

    NI hat meiner Meinung nach völlig den Kontakt zu live performenden und (semi-)professionellen Musikern verloren und setzt seit längerem auf Einsteiger-Produkte mit abgespeckten Funktionen zum günstigen Preis.
    Mini-Tasten, kein Aftertouch usw. das ist ein Weg, auf dem ich nicht länger folgen will.

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    tonvibration  

    Nun, ich bin allgemein kein Freund von „plug´n´play“ Lösungen, sondern stehe auf das gute, alte Midimapping. Erfahrungsgemäß bietet mir das mehr Möglichkeiten zur individuellen Anpassung als automatisierte Factory-Presets. Klar, dafür ist es mit Aufwand verbunden (wobei das Dank MidiLearn – gab es auch nicht immer schon – mittlerweile eigentlich schnell geht). Was nervt ist, dass es (soweit ich weiß) keine Möglichkeit gibt, in der DAW Midibelegungen als Template zu speichern und so bei Bedarf zu laden [@ Community: Falls ich mich irre, bitte widersprechen!], aber viele Plugins ermöglichen das von Ihrer Seite aus. Denn sonst müsste man bei jedem neuen Song ja auch ne neue Midibelegung machen (oder man hat ein Standard Default Song wo alles vordefiniert ist, was die künstlerische Freiheit einengt)
    Das Bestreben Plug´n´play verstehe ich, gerade für Neulinge. Solche Systeme sind aber aufgrund der Diversität von Software und den Updates immer extrem anfällig hinsichtlich Kompatibilität – gerade auch wenn unterschiedliche Firmen daran beteiligt sind. Des Weiteren finde ich, dass mir der individuelle Aufbau der Kontrolle auch einen individuellen Kontakt zum Sound gibt – die Mühe lohnt also. Ist aber auch Geschmackssache – Presets sind halt immer der kleinste gemeinsame Nenner (ob bei Sounds oder bei Kontrollbelegungen). Wer tiefer in die Materie eindringt, dem ist das bald zu wenig…

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    defrigge  

    Ich verstehe den persönlichen Frust über die mangelende NKS-Kompatibiltät, finde aber trotzdem nicht, dass das auch nur ansatzweise ein Kriterium sein kann, um ein Konkurrenzprodukt(!), das aus guten Gründen nicht die Monopolbemühungen von NI zugunsten ihrer proprietären Lösung unterstützt, zu einem „Befriedigend“ herabzustufen. Dieses Fazit kann’s m.E. definitiv nicht auf so einem läppischen Grund wie NKS-Kompatibilität beruhen. Das „Befriedigend“ im Fazit sollte m.E. komplett überdacht und ersetzt werden.

    Ich sehe es genau wie meine Vorredner: NKS ist alles andere als eine für alle zufriedenstellende Rundum-Sorglos-Lösung. Auch ich schätze das bestehende NKS nicht, werde mir nie ein Komplete Kontrol Keyboard zuegen und habe mich aus Frust komplett von Maschine verabschiedet, weil ich den Workflow von Beat Agent in Cubase um Größenordnugen besser finde: dieselbe Geschichte – entweder man schluckt NIs exklusives Kreisen um ihre proprietären Lösungen oder man sucht VIEL flexiblere Lösungsansätze (s.o. Midi-Learn, bessere Integration in Nicht-NI-Software etc.), die nach überschaubarem Zeiteinsatz auf die Dauer viel verlässlicher, flüssiger und effektiver in verschiedenen (und sich ständig wandelnden) Konfigurationen funktionieren, statt in NI-Abhängigkeit zu versinken. Ich sage das als jemand, derim Lauf der Zeit ca. 50 NI-Libraries gekauft hat und ihre guten Seiten durchaus schätzt.

  7. Profilbild
    paulilein   1

    Vielen Dank für Euere Komentare. Was meiner Meinung nach ein wenig untergegangen ist, die mangelnde Unterstützung von Drittanbieterplugins in AnalogLab4. In meine Bewertung ist auch dies mit eingeflossen wurde aber nicht in Eueren Komentaren berücksichtigt.
    Wenn es ausschliesslich nur ums Keylab ginge würde ich sofort ein „Gut mit Sternchen“ vergeben.
    Da aber die NKS_Unterstützung wie auch das einbinden eigener Plugins in AnalogLab4 fehlt komme ich so auf ein Berfiedigend.

  8. Profilbild
    barthjen

    Die Funktionalität des Keylab MKII ist schon ordentlich, was ist allerdings nicht verstehe, warum die Tastatur als hervorragend bezeichnet wird. Aus meiner Sicht ist sie bestenfalls Mittelmaß. Arturia verlangt ca.500 € für den Controller, da stimmt das Preis / Leistungsverhältnis überhaupt nicht. Ich bin in Kontakt mit dem Arturia – Support bezgl. Tastatur, da verweist man dann auf die 88 -Tasten – Modelle mit einem Fatar – Keyboard.

    Offensichtlich gibt es kaum 61 Tasten – Controller mit guter Tastatur.

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