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27. August 2016

Arturia Microbrute: Soundmonster

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Ich besitze den Microbrute jetzt schon gut zwei Jahre. Deshalb hier ein kurzer Erfahrungsbericht: Der Synth ist die Zentrale meines kleinen „Modularsystems“ bestehend aus zwei Doepfer Dark Energy und ein paar Eurorack-Modulen. Durch die vielen sinnvollen Schnittstellen des Microbrute lassen sich mit diesem Setup schon sehr komplexe und lebendige Sounds erzeugen: kurze Sequenz einspielen, ein paar Strippen ziehen und eine Drumbox mit Triggerausgang anschließen – unendliche Möglichkeiten tuen sich auf!
Dabei deckt der Microbrute mühelos den Bereich von clean bis krass ab. Manche Regler sollten mit viel Fingerspitzengefühl bedient werden, da man sonst evtl. schöne „Sweet Spots“ verpasst. Auch wenn der martialische Name des Synths eher in Richtung brutaler Klänge deutet, ist der kleine Arturia mit ein wenig Delay und Hall durchaus auch in der Lage, sanfte und atmosphärische Klänge zu zaubern. Im Netz gibt es dazu einige überzeugende Beispiele.
Ein Highlight – wie Moogulator auch schreibt – ist der Sequencer. Er ist einfach zu bespielen (und muss nicht „programmiert“ werden), ist vergleichsweise riesengroß und lässt sich über die Tastatur transponieren. Und er lässt andere Synths über CV/Gate mitspielen. Schnell hat meine eine Schallplattenseite voll mit einer abwechlungsreichen Elektronikimprovisation.
Noch ein Wort zum Arturia-Service: Ein Missgeschick auf einer Party zeigte mir, dass Cola nicht nur für Menschen, sondern auch für Microbrutes ungesund ist. Arturia war innerhalb weniger Tage in der Lage, mir ein neues Mainboard zu schicken, das ich gegen das völlig verklebte Original problemlos austauschen konnte.

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Fazit
Für den Preis eines Boutique-Gitarrenpedals bekommt man einen tollen monophonen Synthesizer, dessen Soundpotenzial auch dann noch lange nicht erschöpft ist, wenn das Gitarrenpedal längst schon wieder verkauft ist. Eine echte Empfehlung nicht nur für Synth-Nerds :-)
Einfache Sequencer-Demo: https://youtu.be/TbXnj6JIyW8
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Forum
  1. Profilbild
    arnimhandschlag  

    Knapper und guter Bericht. Tipp noch für das Mainboard – wenn du es mit destiliertem Wasser wäschst (Platine natürlich ausgebaut) und du durch einen Kurzschluss nicht irgendwelche Bauteile gegrillt hast, dann kann man die Platinen manchmal noch retten. Hab ich mal neulich so gemacht und hat mir 300 Euro gespart, Gerät läuft wieder einwandfrei

    • Profilbild
      mhagen1  

      Danke für den guten Tipp! Bei meinem Microbrute war die Cola allerdings auch in einige Potis eingedrungen. Ein Austausch der einzelnen Komponenten war mir zu fummelig. Das neue Board hat ca. 80 Euro gekostet. Das finde ich ok.

  2. Profilbild
    Mystigrix

    Danke für den Bericht, ich überlege schon länger einen zu kaufen aber hab ein wenig bedenken, das der Synth schnell langweilig wird wenn man schon ein gewissen Grundwissen bezüglich Synthesizer besitzt.

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      Son of MooG  AHU

      Ich glaube, in der Hinsicht brauchst du dir keine Sorgen machen. Der Micrbrute ist weitaus vielseitiger, als man vermuten würde, besonders natürlich in Verbindung mit einem Modular-System. Aber auch als Stand-Alone-Synth halte ich ihn, was Ausstattung und Flexibilität angeht, in jedem Fall beispielsweise einem Roland SH-101 überlegen. Er kann namensgerecht hart klingen, aber softe Klänge sind ebenso möglich. Nur für ganz langsame Drones sind mir die Hüllkurvenzeiten nicht lang genug, aber das ist rein subjektiv.

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      Ashatur  AHU

      Oh keine Angst, ich bin am überlegen ob ich mir noch einen Zweiten besorge ^^
      Ich mag diese kleine Kiste total. Ja wie Son of MooG schon sagte für Pad Atmos oder Drone Sounds ist der Brute nur bedingt in der Lage aber er ist ja schließlich auch ein Leadsynth der dank des Waveform mixing und der kleinen Modmatrix auch sehr experimentell klingen kann.

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      DerGrosseDaniel

      Dem kann ich nur zustimmen. Macht super Spaß mit dem zu spielen und mit etwas geduld kriegt man ihn ja mittlerweile auch schon für 150 Euro gebraucht zu kaufen.

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