18. Mai 2019

Aus meinen nie erscheinenden Memoiren „Herr Matten holt Ihnen einen runter“

Auch auf die Gefahr hin, von der Leserschaft virtuelle Prügel zu beziehen …

Kapitel 7: Jürgen Dönges

Die beste Geschichte ist aber die von Jürgen Dönges (Koch bei der Bundeswehr), der 1980 zu mir ins Synthesizerstudio Bonn kam und mich fragte, ob ich ihm empfehlen könnte, seinen Golf GTI zu verkaufen, um vom Erlös bei mir diverse Synthesizer zu kaufen, um damit eine Musik zu machen, die zwischen „Jean-Michel Jarre und Kreuzberger Nächte“ läge. Dem Verkauf des Autos habe ich generell zugestimmt, die Idee zu der Musik fand ich dann doch irgendwie … bemerkenswert.

Einige Tage später kam er wieder in den Laden, berichtete stolz vom Verkauf und wollte nun die Geräte mitnehmen. Ob er den Geldbetrag in bar dabei habe, beantwortete er negativ, rief dann aus meinem Büro bei seinem Geldinstitut an, ließ sich den Filialleiter geben und bat (mein Tipp) um eine Blitzüberweisung in Höhe von DM 18.000, abzuholen in bar bei der Sparkasse Bonn. Da sind wir dann in der Mittagspause hin. Alle Geräte waren vorrätig, er packte sie stolz in seinen Leihwagen und sagte zum Abschied, dass er in einem Jahr „’ne Platte“ hätte.

Nach einem Jahr kam er tatsächlich mit seiner ersten Single „Ich bin ein deutsches Kindchen“ an, die er bei Conny Plank aufgenommen hatte.

 

Conny fand ihn und seine Musik wohl sehr außergewöhnlich. Der Titel wurde auf Vermittlung von Conny später von der bekannten Kölner Band Bläck Föös etwas verändert eingespielt – das gab ordentlich Tantiemen.

Jürgen hatte aber noch mehr vor. Er hat mir in meinem Laden „Irgendwann, irgendwo, irgendwie (seh’n wir uns wieder)“ vorgespielt und vorgesungen und gefragt, wie ich das denn so fände.  Ich sollte ihn an Kraftwerk vermitteln, das wäre dann deren nächster Hit, wohl aber mit „Vocorder“ (Originalton Jürgen Dönges), ein völlig absurder Gedanke. Stattdessen habe ich ihm empfohlen, auf dem Rückweg von Bonn in Hennef bei meinem Kunden Tonstudio Helmuth Rüßmann vorzusprechen, den Besuch von Jürgen Dönges dort telefonisch angekündigt, das mit der ausdrücklichen der Bitte, ihn nicht gleich wieder rauszuwerfen. Hat er wohl offensichtlich nicht.

Helmuth Rüßmann hat den Titel aufgenommen und produziert, es fand sich aber niemand, der das singen wollte. Schließlich hat Jürgen Drews zugestimmt und mit dem Lied sein Comeback erlebt.

Jürgen Dönges hatte sich, wie es sich in den Kreisen gehört, einen Künstlernamen verpasst: Jean-Pierre Valance – und unter diesem Pseudonym hat er viele Wolfgang-Petry-Hits geschrieben. „Verlieben, verloren, vergessen, verzeih’n, verdammt bin ich einsam …“. Das hatte er mir am Telefon einmal vorgesungen und geweint, da es ihm mental und körperlich auf Grund seines ausufernden Alkoholkonsums sehr schlecht ging.

Trotz seiner kommerziellen Erfolge war Jürgen Dönges zutiefst traurig, da er zwar für viele deutschsprachige Künstler komponiert und getextet hatte, ihm aber ein direkter Kontakt zu den Interpreten verwehrt blieb.

Jürgen ist vor einigen Jahren freiwillig aus dem Leben geschieden. Ganz tragisch.

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Hier eine Nachricht, die ich kürzlich von meinem langjährigen Freund Jan aus Hamburg erhielt:

Bei Jürgen Dönges muss ich immer daran denken, wie ich ihm Anfang der 90er auf Deine Vermittlung meinen Roland SVC-350 verkauft habe. Ein paar Tage später riefst Du an, der Vocoder sei zwar angekommen, Jürgen habe aber noch ein paar Fragen: Ob ich ihm nicht helfen wolle, er sei auch ein „lieber Mensch“. Nachdem ich mir dann bei dem Versuch, Jürgen Anschluss und Bedienung seines neuen Vocoders zu erklären, eine halbe Stunde lang vergeblich den Mund fusselig geredet hatte, schlug Jürgen vor, ob nicht viel einfacher sei, wenn ich ihm das alles in seinem Studio in Morsbach-Appenhagen noch mal erklären würde, da kämen dann nachher vielleicht auch ein paar Frauen vorbei. Das klang interessant, und da ich jung war und das Geld brauchte, lieh mir meiner Mutter Wagen und brauste die 340 km ins Oberbergische Land. Am späten Nachmittag an der Adresse angelangt, fand ich mich nicht etwa vor einem Produzentenpalast wieder, sondern einem ordentlichen Einfamilienhaus. Davor ein Mann bei der Gartenarbeit: Nein, er sei nicht Jürgen Dönges, aber ich fände seinen Bruder wohl schlafend im Dachgeschoß. Treppe hoch, klopfen, keine Antwort. Vorsichtig die Tür öffnen. Jugendzimmergeruch, um die Ecke Schnarchen: Auf der Matratze ein Mann, seinen Rausch ausschlafend. Erst leise, dann immer lautere Ansprache, schließlich Schütteln: keine Reaktion. Als Zivildienstleistender erinnerte ich mich eines unfehlbaren Mittels, jeden noch Lebenden zuverlässig zu wecken: ein Kniff in die Nasenscheidewand. Jürgen Dönges erwachte, sah mich verdutzt an und sagte: „Du hast aber schön kurze Haare!“ Ich schloss den Vocoder in seinem Dachkammerstudio an (Prophet VS, Tascam 38, Atari, ein Akai S-900? Ich will es nicht beschwören …): Große Freude und flugs das Angebot, ob ich nicht mit ihm zusammenarbeiten wolle, er werde mir die Tage ein Demo schicken, das werde das nächste große Ding. Ich murmelte spießbürgerlich irgendwas von erstmal ’ne Ausbildung machen. Übrigens habe er auch nicht soviel Geld im Haus, ob 50 DM Benzingeld genug seien? Von den Frauen keine Spur, also Abflug. Ein paar Tage später eine Cassette im Briefkasten, das Cover handbeschriftet: Die Demo-Version von „Irgendwie, irgendwo, irgendwann“. Darunter: „Jan, ich bin bereit. Jetzt liegt es an Dir.“ Ich werde es die Tage mal raussuchen und hochladen. Hab mich dann aber doch für Ausbildung & Studium entschlossen. Dirk, warum vergeht die Zeit nur so schnell?

Fazit
Wenn man immer wüsste, was manchmal aus einem Telefonat wird.
Forum
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    Willemstrohm

    Hat was, die Geschichte. Die Idee mit der Musik zwischen Jarre und den Gebrüdern Blattschuss ist m.E. gar nicht mal blöd gewesen, auch wenn es einen erst mal erstaunt und ein ungläubiges Grinsen ins Gesicht zaubert. Mit dem obigen Song hat er ja sein Vorhaben in etwa umgesetzt- auch wenn es im Prinzip nix anderes als Karnevalsmukke mit Synths ist. Wäre schon eine eigene stilistische Nische geworden mit der er sich als „Marke“ hätte etablieren können. Naja, ein gewisser Erfolg kam ja später auch, nur eben konventioneller. Da glaubte jedenfalls mal jemand an seine Träume. Trauriges Ende.

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    Jörg Hoffmann  RED

    Mir ist nicht ganz klar, warum wir Dich prügeln sollten? Nun, es sind private Dinge über den Herrn D., aber das wirkt auf mich nicht aufgesetzt oder übertrieben. Ist wie eine Anekdote über einen Menschen mit Träumen, den das Leben übermannt hat.
    Ist aber ein netter Kontrast: In der ersten Story ging es um mega-komplexe „Pling Plong Musik“ und diesmal sind wir in der Disco Fox Sparte. Ein schönes Spektrum.

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    Dirk Matten  RED

    Ich hatte befürchtet, dass man mich wegen Wolfgang Petry hier nicht mehr lieb hat. Glück gehabt.

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    Marko Ettlich  AHU

    Na endlich.., plauderst du mal aus dem Nähkästchen. Schon sehr lange haben wir darauf gewartet. Aber bitte nicht nur das Schöne. Wir wollen auch die schmutzigen Sachen hören. :) Wolle Petry ist noch nicht schlimm. Gar nicht schlimm. ;)

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    Hectorpascal  AHU

    Danke für die Geschichte. Verrückter Typ, davon braucht die Welt mehr! Das Ende ist nicht so schön aber so ist es eben. Nur wenige schlafen glücklich umringt von den Enkeln ein.

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    lightman  AHU

    Tragikomische Episode aus dem prallen Leben. Musik zwischen Jarre und Kreuzberger Nächte, jau, das ist mal was. Ich finde solche ganz aus sich selbst heraus entstehenden Sachen immer sehr interessant, das ist zwar auch ein Aufsetzen einer Idee auf Vorhandenem, aber eben in einer eigenen Sichtweise. Dabei ist es völlig unerheblich, daß ich kein großer Jarre-Fan bin und seinerzeit auch mit den Gebrüdern Blattschuß nicht viel anfangen konnte.

    Laut Wiki hat Jürgen für seine Arbeit mit diversen Interpreten etliche Gold- und Doppelplatin-Scheiben bekommen. Schade, daß er seine eigenen Träume nicht verwirklichen konnte.

    Es gibt heutzutage nach meinem Gefühl viel zu wenig Individualisten, die was Neues machen wollen, statt nur nachzuahmen.

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    Theo Möbus  

    Warum hat er sich denn umgebracht? Die Formulierung „ist vor einigen Jahren freiwillig aus dem Leben geschieden“ lässt vermuten, dass man ihm nahe gelegt hat, freiwillig aus dem Leben zu scheiden. Eigentlich schreibt man doch: „hat sich vor einigen Jahren das Leben genommen“ Oder ist das einfach Dein Fazit, dass in Deinen Augen sein Leben nicht lebenswert erschien? Ich erkenne übrigens Parallelen zu meinem besten Freund, einem Hobbymusiker, der aus ähnlichen Verhältnissen stammte und sein Zimmer ebenfalls im Dachgeschoss seines Elternhauses hatte. Den hatte ich auch mal so wecken müssen, wie es Dein Freund beschreibt. Er saß übrigens bei meinem ersten Beratungsgespräch in Deinem Synthesizerstudio Bonn neben mir, vielleicht erinnerst Du Dich noch an ihn. Er nahm sich mit 30 das Leben. Das Treffen mit Dir war aber nicht der Grund.

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      Dirk Matten  RED

      Lieber Theo,

      ich kenne keine Details zum Tod von Jürgen Dönges, die Formulierung habe ich etwas abgewandelt aus den Medien übernommen. Ich war selber sehr geschockt, als ich darüber gestolpert bin. Mein letzter Kontakt zu ihm war im Frühjahr 1999, als ich ihm zusammen mit meinem Sohn persönlich das bestellte Lexicon 224 XL an einem Soanntagnachmittag zu Hause vorbeigebracht habe. Da gab es Kakao und Kuchen mit Sahne für alle und wir haben uns ganz angeregt unterhalten. Er meinte damals, er hätte noch sehr viele musikalische Ideen.

      Liebe Grüße

      Dirk

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        Theo Möbus  

        Aha, gut, dass ich gefragt habe. 1999 war Dein letzter Kontakt zu ihm und 2012 hat er sich umgebracht. In den 13 Jahren konnte natürlich viel passiert sein. Ein kleinbürgerliches Umfeld kann einen kreativen Kopf schon zermürben und zum Alkoholismus führen, schlussendlich dann sogar zum Freitod. Noch eine Frage: Wieso blieb ihm ein direkter Kontakt zu den Interpreten verwehrt? Etwa deswegen?

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          Dirk Matten  RED

          Mir hat er damals bei dem Besuch nur erzählt, dass ihm der Kontakt verwehrt sei, durch wen und einen Grund dafür hat er nicht genannt. Nicht mal eine Einladung zu Konzerten per Gästeliste habe er bekommen.

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      Dirk Matten  RED

      Ich habe noch mal in meinen Erinnerungen gekramt. Vermutlich war er nicht damit zufrieden, lediglich Komponist und Texter und nicht auch Interpret mit allen Vorzügen eines glamourösen Popstars zu sein. Zu einem Avid Seminar für Pro Tools bei uns ließ er sich in einer Stretchlimousine mit abgedunkelten Seitenscheiben und in Begleitung von billigen Thai-Weibern vorfahren. Absolut lächlich und peinlich. Mich erinnert alles an das Märchen vom Fischer und seiner Frau.

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    Tyrell  RED 1

    Sehr interessante und emotionale Geschichte Dirk. Ich schließe mich da gerne an und würde sehr sehr gerne mehr von dir lesen.

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      Dirk Matten  RED

      Da bietet sich auf jeden Fall meine Homepage http://www.elektropolis.de an. Da kann man schon Stunden verbringen. Wenn mir aber eine Begebenheit einfällt, wo ich einen Bezug zu einem aktuellen Thema wie in meiner ersten Leser-Story herstellen kann, mache ich das sehr gerne. Nur „Oppa erzählt vom Kriech“ liegt mir nicht.

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    swift  

    Danke für die interessante Geschichte! PS: Gibt es noch einen von den VX600? Spät aber doch würde ich gerne einen erwerben ;)

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      k.rausch  RED

      Der damalige Akai Außendienst hatte einen großen Stapel VX600 an den Mann zu bringen und ist bei den meisten Musikläden erfolglos abgeblitzt, man kaufte damals andere Sachen. Nur Synthesizerstudio Bonn hatte ein besonderes Händchen für cleveres Marketing und erledigte den Abverkauf auf bekannte Weise. Erst viel später wurde der VX600 und auch VX90 neu entdeckt, oder wiederentdeckt, und verwandelte sich vom Ladenhüter in einen Kultsynthesizer. Sicherlich hatte die Runterhol-Anzeige ihren Anteil daran. So kann’s gehen :)

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        Dirk Matten  RED

        Ich glaube, da verwechselst du was.
        Nachdem mir mein lieber Kunde Michael Knoch erzählte, dass in einem kleinen Spezialgeschäft für Synthesizer in Sittard/Holland, in dem auch Rob Papen tätig war, ein Akai VX-600 vorrätig sei – ich kannte den VX-600 nicht – und mir den ans Herz gelegt hatte, habe ich Bernd Melaschuk, Verkaufsleiter bei Akai Professional, Deutschland, angerufen. Er meinte, er hätte nur ein Vorseriengerät vorrätig, würde mir das aber gerne zusenden.
        Ich habe ihn dann gefragt, ob er mehrere Exemplare liefern könnte und zu welchen Preis. Er hat dann wohl weltweit recherchiert, alles aufgekauft und irgendwas zwischen 150 und 200 Geräte geliefert. das zu einem Preis, bei dem ich nicht nein sagen konnte. Das sogar noch mit 5% Skonto und 6 Monate Valuta. Ich habe dann eine doppelseitige Anzeige geschaltet, aber die Geräte standen wir Blei im Lager.
        Morgens auf dem Klo zu Hause habe ich eine Anzeige im Bonner General-Anzeiger entdeckt, wo ein korpulenter Herr im Anzug und Krawatte vor einem Stapel Fax-Geräten stand. Außer allgemeinem Werbe-Blaba mit der Überschrift: „Herr Moning holt Ihnen eins runter.“ Idee gut, Überschrift doof. Meine Anzeige ist ja sicherlich bekannt. Alle VX-600 waren in wenigen Tagen vergriffen, ohne dass der Käufer im Detail wusste, was er kauft. Ich habe dann lieb meine Rechnung bezahlt.

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          k.rausch  RED

          Die Herr Mohning Phrase ist eine Adaption recht alter Verkäuferzoten. Tradiert ist es als Herr, der ein Koffergeschäft besucht und sich alsbald ein Modell aussucht, eins in der oberen Regalreihe. Die überaus freundliche Verkäuferin fragt ihn daraufhin, ob sie ihm einen runterholen darf. Der Kunde antwortet: „Gut, wegen des Koffers komme ich dann morgen nochmal.“

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            Dirk Matten  RED

            In der Anzeige zu den Faxgeräten stand: „Herr Moning nimmt die Sache selbst in die Hand und holt Ihnen eins runter.“
            Und dann technische Daten zu den Geräten.
            Verklemmt und nur bedingt witzig.

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        swift  

        So manch ein Synthie klingt voller als der Akai VX600, die meisten Synthies sind auch intuitiver zu bedienen, aber der Formfaktor ist einfach lieb ;)

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      Dirk Matten  RED

      Meiner Homepage ist nichts hinzuzufügen, für die Schilderung aus Besucher-, Kunden- und Geschäftspartnersicht gibt es das Gästebuch.

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            Mikrobi  

            Leider aus monetären Gründen kein Kaufinteresse, sondern nur reine Neugierde. Ich mag seine Bilder und beim Sichten von elektropolis hat mich (neben anderem) die Startseite besonders erfreut.
            Ausserdem mag ich den Plan.

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      Dirk Matten  RED

      Wenn mir eine Begebenheit einfällt, wo ich einen Bezug zu einem aktuellen Thema wie in meiner ersten Leser-Story herstellen kann, mache ich das sehr gerne.

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        Hectorpascal  AHU

        Am besten gefallen mir die Stories wie: Typ, hummeldumm aber viel Cash auf Täsch, kauft einen Fairlight und wird damit monetär sehr erfolgreich. Warum? Weil damals Erfolg oft etwas mit teurem Equipment zu tun hatte, das irgendein Producer bei sich stehen hatte. Wobei wir wieder beim Output damals und heute wären. Michael Cretu zum Beispiel, der war bestimmt nicht hummeldumm aber Titel wie „Samurai“ sind für mich alte Sampler-Demotracks. Mein heißgeliebtes „Sledge Hammer“ von Peter Gabriel ebenfalls. Die Sakuhachi habe ich in Endlosschleife am CD-Player gehört. Hat damals funktioniert und tut es heute noch. Mich würde interessieren ob teure Produktionen heute tendenziell immer noch erfolgreicher wären? Äh, natürlich nicht, oder? :)

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            Hectorpascal  AHU

            War auch dumm gefragt, sorry! Hast du es eigentlich bereut die Geräte immer nur zu verkaufen und die Leute zu beraten anstatt sich Stundenlang selber an Tracks zu versuchen und auch zu veröffentlichen? Der Ansatz war doch anfangs vorhanden?

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      Hectorpascal  AHU

      Falsch! Mir ist klar wie es sich anfühlt wenn Conny Plank einem die finale Mischung von Autobahn überreicht, Stockhausen neben einem spielt, Heinz Funk am Moog Modular stöpselt und studierte Musiker wie die von Kraftwerk (zuerst) einen Sequenzer ablehnen, weil sie es selber drauf haben. Niederschmetternd!!! Das liebe ich am Punk. Da wird talentfrei losgelegt und man schaut was dabei herauskommt. Du hast anderen vieles verkauft, deinen Teil beigetragen und davon gelebt aber am „nicht können“ hat es bestimmt nicht gelegen. War doch sowieso nur Provokation der Kommentar, oder?

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        Dirk Matten  RED

        Ich habe mich immer eher als Katalysator zwischen Technik und Mensch gesehen, der Verkauf war das notwendige Übel zu existieren und mein Umfeld meinen Vorstellungen entsprechend zu gestalten. Meinen „Laden“ habe ich immer in allen Erscheinungsformen als kleines Kunstwerk begriffen, mich als Darsteller, Regisseur und Dramaturg in Personalunion. Das hat richtig Spaß gemacht.

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      Michael Knoch

      Falsch. Die Sequenz, die Sie auf meinem EEH DS 500 Digitalsequenzer für Ihren Minimoog programmiert haben, der in der Leuchtreklame im Schaufenster in der Franzstraße stand, habe ich bis heute nicht vergessen. Mein Freund, der dem beiwohnte, steht heute noch gerade, wenn wir darüber sprechen.

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