Umfrage zur aktuellen Lage der Musikszene
Wie geht es der Musikszene in Sachsen? Diese Frage steht im Mittelpunkt einer neuen Online-Umfrage, die vom Büro für Popkultur und Musik Sachsen (kurz: BPM Sachsen) gestartet wurde. Angesprochen sind Musiker, Produzenten, Veranstalter, Labels, Clubbetreiber und weitere Beteiligte aus der Branche. Ziel der Umfrage ist es, ein möglichst realistisches Bild davon zu bekommen, unter welchen Bedingungen Musik in Sachsen entsteht und verbreitet wird. Themen wie beispielsweise Arbeitsrealitäten, wirtschaftliche Situation, vorhandene Infrastrukturen und regionale Unterschiede spielen dabei eine große Rolle. Die Ergebnisse sollen dann in einen Musikreport einfließen, der einen umfassenden Überblick über die Musikszene in Sachsen liefern soll.
BPM Sachsen will Grundlagen für Förderung schaffen
Mit der Umfrage verfolgt das neu eingerichtete Büro einen recht praktischen Ansatz, denn statt über die Bedürfnisse der Szene zu spekulieren, sollen konkrete Erfahrungen und Zahlen gesammelt werden. Viele Musikschaffende arbeiten häufig projektbasiert, oft mit unsicheren Einnahmen und begrenzten Ressourcen. Auch fehlende Proberäume, steigende Kosten oder mangelnde Vernetzung gehören für viele zum Alltag. Das BPM Sachsen wurde gegründet, um genau hier anzusetzen: Als zentrale Anlaufstelle soll es Interessen bündeln, beraten und den Dialog zwischen Szene, Politik und Verwaltung stärken, damit Fördermaßnahmen bald gezielter ausgerichtet werden können.
Austausch, Vernetzung und Sichtbarkeit
Der neue Ansatz verfolgt nicht nur die Erhebung von Daten, sondern das BPM Sachsen sieht sich auch als Impulsgeber für die Weiterentwicklung der sächsischen Musiklandschaft. Geplant und auch teilweise bereits umgesetzt sind Workshops, Netzwerktreffen und Wettbewerbe, die Kreative zusammenbringen und neue Perspektiven eröffnen sollen. Die Veröffentlichung der Umfrage-Ergebnisse ist noch für dieses Jahr geplant. Fest steht aber schon jetzt, dass Sachsen mit diesem Schritt versucht, seine Musikszene nicht nur sichtbarer zu machen, sondern auch langfristig besser aufzustellen. Offen bleibt natürlich die Frage, ob das sächsische Modell auch bundesweit eingesetzt wird. Sollte der erwartete Musikreport sinnvolle Erkenntnisse liefern, wäre eine ähnliche Umfrage in anderen Bundesländern ein logischer nächster Schritt.
































Finde ich saugut, die Initiative. 🙂👍
Hier bei mir in der Nähe gehen reihenweise Tanzlokale, Discos und Clubs aber auch zum Beispiel Tanzschulen und Bistros mit Fokus auf Musik gnadenlos kaputt … weil sich keiner mehr die Gebühren der GEMA leisten kann.
@Flowwater Einerseits wird gefordert Spotify & Co. den Hahn abzudrehen, da sie den Musikschaffenden erwiesenermaßen zu wenig Vergütung ausschütten. Wenn sich dann die GEMA intensiver darum kümmert den wohlverdienten Anteil für die Musikschaffenden „gnadenlos“ einzutreiben, ist es auch wieder nicht recht. Die (Musiker-)Welt ist kompliziert 😀
@Hallonso Ja, schon klar. Das ist eine der Sachen, die ich tatsächlich gefeiert habe, dass sich die GEMA mal um Spotify kümmert. Aber wird das dann gleichmäßig auf alle Künstler ausgeschüttet? Oder ist es nicht eher so, dass Leute wie Dieter Bohlen und Ralph Siegel überproportional begünstigt werden? (und damit will ich nix gegen Dieter Bohlen und Ralph Siegel gesagt haben)
Mir geht es aber darum, dass die GEMA von den benannten Veranstaltungsorten ZU VIEL Geld eintreibt. Das abzuführende Geld ist mit immer merkwürdigeren Regeln immer weiter nach oben gegangen (zum Beispiel wenn jemand ein einziges Lied singt, dann gilt gleich der ganze Abend als »Live«-Veranstaltung und so’n Wahnsinn). Das kann auch nicht im Sinne der Künstler sein, dass da im Umkehrschluss nun die Konsumenten von der GEMA ausgebeutet werden (entweder gehen die Eintrittspreise hoch oder der Laden macht dicht und die Kunden schauen in die Röhre). Nee, also echt: Die GEMA nutzt ihre Quasie-Monopolstellung gnadenlos aus (wie das bei Monopolen egal wo und wann immer der Fall ist).
@Flowwater Klassiker ist der Quatsch bezüglich Gema bei Weihnachtsmärkten. Vorletztes Jahr war das großes Thema. Regeln aka: Quadratmeter der zu beschallenden Fläche, alte Lieder vs. neuere Lieder etc. Solche Hirngespinste fallen meiner Meinung nach nur der Gema ein. Ähnlicher Quatsch gilt für private Feste, wo Leute öffentlich Musik abspielen usw. Unglaublich!
@Filterpad „das Geld von der GEMA hat die Nena und das sehma nie! 99 MCs“ :-) torch auf „wir waren Mal Stars“
@Flowwater , Gema Mitglieder können das recht einfach recherchieren. Lass es bei Bohlen unter Klarnamen 200 – 300 Titel sein und unter Alias und Pseudonym nochmal soviel. Noch ungeschlagen ist Christian Bruhn, dann kommt Jean Frankfurter und dann erst Ralph Siegel. Wenn man die Abfrage Parameter ändert, ist Bernd Meinunger mit über 5000 Anmeldungen als Komponist, Texter, Arrangeur und Produzent der König. Da mutiert der Titan aus Tötensen zum Schosshund der Titanen. Über den Verteilplan der die Vergütung bei Nutzung festlegt landet wir in Sparte U Ziffer 1. gibt 12 Punkte für die etwaige Bearbeitung und 1 Punkt für Airplay. Ich hab mal in der Mitgliederzeitung gelesen das Bohlen nach Ziffer 3 vergütet werden wollte, U Chanson. Weil mehr Kohle. Elektronische „Tanzmusik“ wird auch nach Ziffer 1 vergütet. Würde ich jetzt E Musik machen, ab fünf Minuten würde ich 96 Punkte und 1,25 für Airplay bekommen. Aber unterm Strich kann ich nur empfehlen, als Komponist und Co ordentliches GEMA Mitglied zu werden.
@TobyB Christian Bruhn hat meine Kindheit geprägt. Wicki, Sindbad, Heidi und vor allem Captain Future, was habe ich den gefeiert. Die Comet war mein Lieblingsmotiv.
Okay … wir reden hier von Music und Culture / Szene? Das paßt
ehrlich gesagt, gut zu Sachsen..Scheinwerfer an und gemütlich alles ist.
Scheinwerfer aus und Du wirst Dich wundern.
@Viertelnote Verstehe ich nicht? Das Anliegen von Sachsen ist sehr gut. Erstmal ein Bild verschaffen, bei denen, die sich auskennen bzw. betroffen sind. Anschließend kann man immer noch in eine Diskussion gehen.
Die wirtschaftliche Entwicklung kann keiner(!) stoppen, aber Staat im Kapitalismus ist der Versuch, die Auswirkung der Entwicklungen abzufedern. Dazu benötigt man ein Bild, um möglichst sinnvolle Maßnahmen zu finanzieren.
(AI, Spotify und GEMA sind Faktoren, haben jedoch mit der Diskussion zur Umfrage und den eventuellen Folgen nichts zu tun bzw. könnte man an anderer Stelle diskutieren; allerdings sinnlos, siehe oben „wirtschaftliche Entwicklung kann keiner(!) stoppen“.)
@teofilo Danke für Deine sachliche Antwort!
Ich habe einen Schluß falsch gezogen, da viele Dinge gemeinsam in den Topf geworfen.
Man muß hier wirklich sehen, wie eine Diskussion im Gesamt dann läuft und
geführt wird. Mit Scheinwerfer meinte ich die Politik. Ich habe Migrationshintergrund. Für mich ein Tuch in dunkelrot.
Lebe im Erzgebirge, malerisch idyll schön, aber ich hab Erfahrung, das nicht alle gleich behandelt werden, man läßt mich das spüren. Weh tut mir das Mißverstehen, Argwohn auf beider Seiten. Aber nicht alle sind so und das macht mich echt fertig. Generalverdacht ist schlimm und auch ich möchte mich nur einfach einbringen ohne Opferrolle zu sein denn
das wäre unfair und nicht richtig. Ich möchte nicht klagen habe vielleicht auch keinen Grund.
Deswegen: Ich habe das Thema vielleicht auch verfehlt, falsch aufgefasst. Wollte auch nur sagen es wird komplex wenn man Politik mit dazu nimmt.🤔