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Bundesschallschutzprogramm 2026

Neues Bundesschallschutzprogramm soll Clubs und Festivals retten

11. Dezember 2025

 

Neues Bundesschallschutzprogramm soll Clubs und Festivals retten.

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Die Bundesregierung setzt ein Zeichen für die deutsche Club- und Festivalszene, denn ab Januar 2026 startet ein neues Förderprogramm, das Orte der Livekultur vor Schließungen bewahren und Konflikte mit ihrem Umfeld entschärfen soll. Für das neue Bundesschallschutzprogramm stehen drei Millionen Euro zur Verfügung, umgesetzt wird alles von der Initiative Musik und LiveKomm. Mit dem Förderprogramm sollen Clubs mit bis zu 2.000 Gästen und Festivals unterstützt werden, die wegen wiederholter Lärmbeschwerden gefährdet sind.

Was den Schallschutz angeht arbeiten viele Betreiber und Veranstalter seit Jahren unter Bedingungen, die kaum planbar sind, denn stark steigende Kosten, immer strenger werdende Auflagen und eine wachsende Zahl von Beschwerden haben einige Standorte mittlerweile an ihre Grenzen gebracht. Genau dort möchte das Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen nun mit dem neuen Bundesschallschutzprogramm ansetzen.

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Bundesschallschutzprogramm richtet sich an besonders belastete Standorte

Es sollen bauliche und technische Maßnahmen gefördert werden, die den Schall reduzieren oder besser steuern, was beispielsweise durch den Einbau moderner Dämmmaterialien oder die Optimierung der Beschallung erreicht werden kann. Vor allem kleinere Clubs können solche Investitionen häufig gar nicht stemmen, weswegen das neue das Programm von vielen als Chance gesehen, um wichtige Kulturorte zu erhalten, bevor sie schließen müssen. Die Bundesregierung erkennt damit an, wie wichtig die Rolle von Clubs für musikalischen Nachwuchs und kulturelle Vielfalt ist.

Warum das Bundesschallschutzprogramm eine Wende sein kann

Mit dem Bundesschallschutzprogramm gibt es zum ersten Mal ein bundesweites Programm, das sich ausdrücklich mit den akustischen Herausforderungen von Clubs und Festivals auseinandersetzt, denn bisher gab es vergleichbare Programme nur auf der Ebene von einzelnen Städten oder Ländern, wie beispielsweise den Schallschutzfonds in Berlin.

Dass jetzt aber der Bund mit einem Programm aktiv wird, sehen viele aus der Szene als Wendepunkt an, denn dadurch wird deutlicher, dass die Clubkultur nicht mehr als reines Freizeitangebot wahrgenommen wird, sondern ein wichtiger kultureller Bestandteil ist und deshalb unterstützt werden muss. Deshalb wurde bereits gefordert, dass das Programm in Zukunft ausgebaut werden soll, denn der Bedarf in der Club- und Festival-Szene geht weit über die aktuell bereitgestellte Summe hinaus. Trotzdem ist die Einführung des bundesweiten Programms in jedem Fall ein wichtiges Signal.

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Forum
  1. Profilbild
    CDRowell AHU

    Da geht mal ein Licht auf! Ob das wirklich reicht, um Clubs ind Festivals zu retten? Da braucht es wohl etwas mehr… Was meint ihr dazu?!

      • Profilbild
        Numitron AHU

        @D-Joe bitte nicht …
        ich empfehle alpine musicsafe.
        verwende ich seit 25 Jahren.
        höre noch Recht gut für mein Alter 😜
        Ohropax sind zum schlafen.
        kleben das Ohr zu 😉.

  2. Profilbild
    justcloseyoureyes

    Super Ansatz, sowas hätte „ich“ gerne vor 15 ahren schon gehabt, dann wären „mir“ viele graue Haare erspart geblieben. Aber 3 Mio ist nicht wirklich viel.

    Solange einzelne Querulanten undoder Immobilienhaie so einfach ganze innerstädtische Veranstaltungsgebiete und Subkulturen sowie Lebensqualität totklagen können (Bedürfnisse eines einzelnen vs Bedürfnisse sehr vieler), seh ich da aber kein Licht…

    • Profilbild
      swift AHU

      @justcloseyoureyes Das Wohnbedürfnis (ohne unzumutbare Lärmbelästigung) wird hoffentlich höher gewichtet als das Bedürfnis nach Partys.

      • Profilbild
        Numitron AHU

        @swift leider gibt’s da komische Sachen hier in Wien.
        eine Location seit den 70ern mit Open Air muss ein neues Soundsystem Aufbauen, weil Nachbarn vor etwa 3 Jahren bei einem neugebauten Projekt eingezogen sind. Nähe zur Autobahn. .
        vorher ein reines Industrie und Gastronomie viertel.
        immerhin,, die Stadt Wien hat mitgezahlt.

        oder schon vor etwa 20 Jahren, zieht ein neuer mieter in ein Haus mit Party Location im Keller.
        die gab’s mindestens seit den 70ern.
        er klagt und bekommt Recht.
        die Location hat irgendwann zugesperrt.

  3. Profilbild
    Synthesata78

    Drei Millionen.

    Ich dachte erst, ich hätte mich verlesen.
    Aber ne, tatsächlich ganze drei!😂

    Ist bestimmt gerade so aus dem Sondervermögen abgeknapst worden.

    • Profilbild
      CDRowell AHU

      @Synthesata78 Ja! Gute Idee… das macht die Bundesregierung so richtig sympathisch… Sondervermögen als Investitionsschub ausgeben und die zuvor als normalen Zahlungen gebuchten Summen einfach nicht erbringen! Da freut sich jeder Bürger! Und bei musikrelevanten Investitionen aus dem Sondervermögen stehen die „Geldgeber“ als besonders spendabel da… 🥳

  4. Profilbild
    Mixit

    Dass Clubs und Festivals unterstützt werden soll finde ich sehr gut. Musik ist Kultur und somit eine der Säulen einer Gesellschaft.

    Allerdings gibt es auch fragliche Entwicklungen. Ich war im Sommer in Schaffhausen auf dem Stars in Town Festival, was mir sehr gefallen hat. Alle Vorgruppen waren und gut eingestellt, guter Sound – laut aber noch gut verträglich. Die Kickdrum saß schon bereits gut in der Magengrube.

    Als Nelly Furtado auftrat haben sie die PA so weit aufgrissen, dass es unterträglich wurde, ich konnte die einzelnen Frequenzen kaum noch differenziert wahrnehmen, völig übertriebene Lautstärke. Ein einziges Gedröhne. Durch die Reflektionen der eng stehenden Gebäude war das wirklich sehr unklug. Hoffentlich ein Einzelfall.

    Clubs und Festivals unterstützen, auf jeden Fall ! Musik ist Kultur und Kultur ist Leben.

  5. Profilbild
    Filterpad AHU

    Meine Erfahrung ist eher, das nicht die Clubs das große Problem sind, weil diese sind gerne etwas Abseits und der Lärm findet überwiegend im Gebäude statt. Aber das Café um die Ecke, Der Bäcker nebenan der zum 5 öffnet oder natürlich auch die Kneipe oder Gaststätte und deren Kunden, die draußen rauchen und quatschen, dass sind die wahren Lärmbelästigungen! Ansonsten bin ich natürlich auch glasklar dafür Clubkultur zu fördern und natürlich zu schützen. Das Clubsterben ist eh schon überall zu spüren. Das gilt besonders für die Dorfdisco. Ein meiner Ansicht nach wichtiges Kulturgut, was es nahezu kaum noch gibt.

    • Profilbild
      CDRowell AHU

      @Filterpad Also. Auf die Straßen, um dort Mukke zu machen. Naturmusiker spielen zum Auflauf… 🥰 Da brauchts dann auch kein besonderes Vermögen oder?

      Naja, vielleicht einen übergroßen wasserfesten Poncho!

      Die Rückkehr zum bürgerlichen Ungehoram, ganz ohne Kleber… (hihi!)

      • Profilbild
        Numitron AHU

        @CDRowell zum Glück ist der kleber irgendwann ausgegangen.😄
        in Österreich haben die paninifans auch etliche Leute aufgehalten.
        manche der aufgehaltenen sind da auch aggressiv geworden.
        glaub einige Aktivisten wurden verklagt.

    • Profilbild
      Numitron AHU

      @Filterpad oder hier ein Thailänder mit Karaoke…
      leider mit Nachbarschaftsbeschwerden
      war sogar dort, als die Lautstärke leiser gedreht wurde.
      war ein Separee, sonst nur normaler Restaurant Betrieb.
      jetzt ein anderes Restaurant dort, der Betreiber ist umgezogen.

  6. Profilbild
    moinho AHU

    Also, blos damit ichs richtig verstehe:
    Das Problem: „immer strenger werdende Auflagen“. Also die Regierung und die Legislative hat Steuergelder verwendet, um Dinge zu tun, die die Club- und Festivalbranche beschädigen.

    Die Lösung: „Es sollen bauliche und technische Maßnahmen gefördert werden“. Also die Regierung verteilt Steuergeld als Pflaster, um die Schäden einzudämmen, die sie mit Steuergeldern verursacht hat.

    Franz Kafka hätte sich das nicht besser ausdenken können.

  7. Profilbild
    bluebell AHU

    Lasst mich raten:
    Pro Lokation gibt es maximal 10.000 € Förderung. Dazu muss man einen Antrag über einen zertifizierten Schallschutzprogrammberater einreichen, dem man laut Schallschutzprogrammberatergebührenordnung SSPBGO 9.500 € dafür zahlen muss.

    • Profilbild
      moinho AHU

      @bluebell Die Zertifizierung macht ne government-financed NGO.
      Ein EU-Sachbearbeiter stellt dann fest, daß die Förderung gegen EU-Recht verstößt und deshalb nicht ausgezahlt werden darf.
      Aber wenigstens hat der Berater schon sein Geld verdient, das war Wirtschaftswachstum 😂

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