Bundes-Projekt zur Club-Rettung läuft an
Im Dezember 2025 hatten wir bereits über das neue Bundesschallschutzprogramm berichtet (siehe hier), dass vom Bund angekündigt wurde, um Clubs und Festivals ab diesem Jahr gezielt beim Thema Schallschutz zu unterstützen. Jetzt gibt es die ersten konkreten Ergebnisse, denn 43 Musikclubs und Festivals wurden für eine Förderung ausgewählt.
Für das Programm stehen insgesamt drei Millionen Euro zur Verfügung. Die Umsetzung liegt bei der Initiative Musik in Zusammenarbeit mit der LiveMusikKommission. Gefördert werden Orte, die durch Lärmbeschwerden, Nutzungskonflikte oder schwierige Genehmigungslagen unter Druck stehen. Für viele Spielstätten ist das ein sehr sensibles Thema, denn wenn Häuser und Wohnungen durch Neubau näher an bestehende Kulturorte heranrücken, kann fehlender Schallschutz schnell zur Bedrohung der Existenz werden.
43 Musikorte und Festivals erhalten Unterstützung
Die Resonanz auf das Programm war insgesamt recht groß, denn es gingen 136 Interessensbekundungen ein, aus denen in einem mehrstufigen Verfahren 43 Projekte ausgewählt wurden. Unter den geförderten Orten finden sich bekannte Namen wie der Tresor Club Berlin, die Lila Eule in Bremen, der Blitz Club in München, die Distillery in Leipzig, der Musikbunker Aachen, Horns Erben, der Hafenbahnhof Hamburg und der Zwischenbau Rostock.
Auch mehrere Festivals sind Teil der ersten Förderrunde, darunter das Mit Dir Festival, das FreeFlow Festival, das CoSy Festival, das TARMAC Festival, Desertfest Berlin und Kunst!Rasen. Finanziert werden unter anderem Schallschutzwände, Deckenverkleidungen, Vorhänge, Absorber, Schallpegelmesssysteme, Gutachten und Verbesserungen an der Beschallungstechnik. Am Ende geht es darum, Konflikte mit der Nachbarschaft zu reduzieren und den Weiterbetrieb der Orte abzusichern.
Wie läuft das Bundesschallschutzprogramm weiter?
In der Musikbranche wird das Programm entsprechend positiv aufgenommen, denn viele kleinere und mittlere Clubs können größere Investitionen in den Schallschutz kaum aus eigener Kraft stemmen. Die Förderung setzt deshalb an einem Punkt an, der für viele Betreiber schon längst Alltag ist: Kultur ermöglichen, ohne dauerhaft in Konflikt mit Anwohnern und Behörden zu geraten.
Trotzdem ist das Programm nur ein erster Schritt, die hohe Zahl der Bewerbungen zeigt aber, wie groß der Bedarf bundesweit ist. Neben finanzieller Unterstützung braucht es auch bessere Rahmenbedingungen im Bau- und Lärmschutzrecht. Viele Clubs stehen seit Jahren unter Druck, beispielsweise durch steigende Mieten oder neue Wohnbebauung in der Nachbarschaft. Für die 43 ausgewählten Projekte ist die Förderung aber in jedem Fall ein wichtiges Signal. Ob daraus langfristig mehr Sicherheit für Clubs und Festivals entsteht, wird davon abhängen, ob das Programm fortgeführt wird.




































Hurra, Politik macht ausnahmsweise mal was richtig! Da mache ich doch glatt mal eine kurze Meckerpause, um das anzuerkennen :-)
Naja, solange es genrell nur einen einzigen Querulant braucht um ganze Ausgeh-Viertel totzuklagen ist das gut gemeint, aber ein aussichtsloses Unterfangen.
Immerhin ein Anfang. Ein kleiner Lichtblick angesichts einer Kulturpolitik, der nicht nur finanziell der Weitblick fehlt.
Um die berechtigten Interessen aller angemessen zu berücksichtigen, ist wesentlich mehr Einsatz notwendig.