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Christian Anders verklagt Rihanna

Plagiatsvorwurf sorgt für Aufmerksamkeit

9. April 2026

Christian Anders verklagt Rihanna.
Der Sänger Christian Anders sorgte mit einem ungewöhnlichen Vorwurf für Aufmerksamkeit. Auslöser ist Rihannas Song „Lift Me Up“, in dem der österreichische Schlagersänger auffällige Parallelen zu seinem Song „Sechs Uhr früh in den Straßen“ aus dem Jahr 1972 erkennt. Vor allem die Melodie des Refrains soll aus seiner Sicht eine zu deutliche Ähnlichkeiten aufweisen. Damit ist aus einem ersten Vergleich mittlerweile ein Thema geworden, das auch juristische Folgen haben könnte.

Der Refrain von „Sechs Uhr früh in den Straßen“:

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Und der Refrain von „Lift Me Up“:

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Christian Anders’ Klage in Millionenhöhe

Christian Anders lässt den Fall aktuell juristisch prüfen. Eine mögliche Klage würde sich allerdings nicht direkt gegen Rihanna, sondern gegen die Produzenten und Songwriter des Songs „Lift Me Up“. Im Raum steht eine Forderung von bis zu 50 Millionen Euro. Ob dieser Schritt am Ende aber tatsächlich erfolgt, ist noch völlig offen.

Warum der Fall über den Einzelfall hinaus interessant ist

Für die Musikbranche ist der Vorgang auch deshalb spannend, weil Plagiatsvorwürfe immer wieder für große Aufmerksamkeit sorgen, rechtlich aber häufig schwer durchzusetzen sind. Entscheidend ist am Ende nicht der reine Höreindruck, sondern vor allem, ob sich die behaupteten Gemeinsamkeiten auch fachlich und juristisch belegen lassen. In solchen Fällen spielen musiktheoretische Gutachten eine zentrale Rolle. Dort wird beispielsweise untersucht, wie ähnlich sich Melodie, Struktur und Wiedererkennungswert tatsächlich sind. Dass im aktuellen Fall ein international erfolgreicher Filmsong auf einen Schlager aus den 1970er Jahren trifft, macht die Geschichte zusätzlich bemerkenswert.

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Über den Autor
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Gereon Gwosdek RED

Leidenschaft für Tasten und Technik, Musikschulinhaber und Bandleader im Bereich von christlicher Musik.

Forum
  1. Profilbild
    Flowwater AHU

    Mein Gehör verortet in dem Song von Rhianna durchaus noch anders gesetzte Noten als in dem vom Herrn Anders. Schon die zweite Note des Refrains ist ja eine andere. Die Frage ist, ob das dann nicht unter »Variationen« fällt und die Melodie im Refrain von »Sechs Uhr früh …« tragend ist, oder ob die Variante von Rhianna mit ihrem »umspielen« (auch mit dem Timbre) der Noten das nicht ausreichend ändert. Dass Rhiannas Stimmengewalt in einer anderen Liga als die des Herrn Anders spielt – bei dem ohne den Chor im Hintergrund wohl nicht viel zu reißen gewesen wäre -, darüber müssen wir, glaube ich, nicht diskutieren. Und Rhianna nutzt das ja auch, um überall in der Melodie weitere Akzente zu setzen.

    Aber ähnlich sind die sich schon. Ich würde das als Richter jedenfalls nicht entscheiden wollen.

  2. Profilbild
    JM4

    Die Phrase – von einer Melodie kann man kaum sprechen – sind ähnlich und vor allem ähnlich banal. Es dürfte kein großes Problem sein, hundert weitere Songs oder Musikstücke – auch vor Christian Anders — zu finden, in denen sich diese Tonfolge findet.

    • Profilbild
      left-to-do

      @JM4 Ja, danke. Genau das hab ich auch gedacht. Man könnte sich genau so gut fragen, wo Anders das „geklaut“ hat. Und außerdem: Es ist kaum noch möglich, neue einigermaßen sinnvolle Melodien zu komponieren, da es von diesen auch nur eine begrenzte Anzahl gibt. Rein mathematisch scheint es nahezu unendlich viele Möglichkeiten zu geben, aber wenn man dann mal rausstreicht und nur das verwendet, was im Ohr auch klingt, bleibt von der Unendlichkeit nicht viel übrig. Und dieser Markt ist abgegrast. Wichtiger erscheint mir doch, Stücke mit eigenem Charakter zu schreiben, und dies zu bewerten, sonst kann am Ende jeder jeden (und neuerdings auch die KI) verklagen. Die Forderung von Herrn Anders find ich albern.

    • Profilbild
      CDRowell AHU

      @JM4 Kreativ wäre für mich anders… Und die geistige Leistung der „eigenen unverwechselbaren Schöpfung“ wäre doch der Maßstab…😇

  3. Profilbild
    CDRowell AHU

    Mein vergleich der Songs ergibt ein großes Fragezeichen, welche kreative Leistung gestohlen wurde. Beide klingen IRGENDWIE gleich, jedoch kann ich die Kreative Arbeit zu einer individuellen Melodie nicht wirklich ausmachen.

    Kann mir jemand mal helfen, was GENAU das die gestohlenen Elemente sein sollen?

    Da könnte ich so einige Klagen raushauen, wenn ich ähnlich ansetzen würde.

    Bis jetzt klingt das für mich wie SCHMARRN, leider nicht wie Kaiserschmarrn!😩

  4. Profilbild
    Full Bucket

    Einfach mal mitsummen: „Sing mit mir ein kleines Lied, dass die Welt in Frieden lebt…“ ist dann wohl auch ein Plagiat. 😂

  5. Profilbild
    Viertelnote AHU

    hm kuß ist dann auch plagiat🙂oder kopfstoß…joke!
    sind denn urteile auch bei harmoniefolgen denn in geschichte auch kräftig geworden?
    weil hürden sind ja doch hoch btw. kommt auch dazu wer wen klagt.🙁
    wer kann beweisen bewust oder unbewust? schwer…
    klassik hat auch viele ähnlichkeit unter den componisten…schon immer haut man sich
    so den notenständer um den kopf🙁

  6. Profilbild
    Viertelnote AHU

    peggy march – fly away flamingo- anfang refrain absolute gleich
    tomas+tomas – sahra loreen – anfang refrain absolute gleich

  7. Profilbild
    WOK

    Das ist doch mehr oder weniger eine Standard Chord Progression, auf der nicht viele sinnvolle Melodien möglich sind. Langsam wird das echt peinlich, schließlich limitiert die Harmonielehre nunmal die möglichen Kombinationen. Da können sich ja langsam gleich alle Blues oder Reggae Musiker gegenseitig verklagen.

    • Profilbild
      Viertelnote AHU

      @WOK kommt btw. noch wer weis schon🙂
      harmonielehre ist facetenreich vieles damals verboten verachtet
      heute legitim da componiert es sich etwas entspannter.

  8. Profilbild
    drbach

    Juliane Werding: Stimmen im Wind
    Howard Carpendale: Hello Again
    Webber: Cats: Memories
    jeweils der Refrain
    gabs da nie eine Klage?

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