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Die künstliche Intelligenz ChatGPT entwickelte ein Effekt Plug-In

Künstliche Intelligenz baut ein Plug-in

10. Januar 2023

Viele technikbegeisterte Menschen sind von den Entwicklungen der künstlichen Intelligenz fasziniert. Midjourney, Dall-e, Mindverse und viele andere liegen im Trend, weil sie beeindruckende Bilder erzeugen. Diese Tools sind einfach zu bedienen, da sie textbasiert sind. Es muss keine Programmiersprache erlernt werden. Natürlich ist die künstliche Intelligenz abhängig von den Befehlen, die ihr erteilt werden. Je genauer man sich ausrückt, desto besser kann die künstliche Intelligenz Ergebnisse erzeugen, die man sucht. Gedanken lesen kann die KI nicht.

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Doch auf AMAZONA.de dreht sich alles um Musik. Es finden sich künstliche Intelligenzen auf dem Markt, die mehr können, als nur Bilder erzeugen. Mithilfe der künstlichen Intelligenz ChatGPT war es dem YouTube Kanal Burned Guitarist möglich, ein Tube Screamer Plug-in zu entwickeln. Ähnlich wie in einem Chat, stellt man ChatGPT Fragen. Sofern sie mit Informatik zu tun haben, spuckt die KI den entsprechenden Code aus. Durch geschicktes Nachfragen ist die KI in der Lage, die verschiedenen Anfragen zu kombinieren. Sogar den Code für ein GUI konnte ChatGPT erzeugen.

Der Auftakt zu einem Gespräch mit GPT

Zuerst generierte die KI Fader, aber Burned Guitarist wollte Drehregler und diese Angaben setzte die KI um. Je genauer man die Angaben spezifiziert, desto einfacher fällt es der KI, die gewünschten Ergebnisse zur erzielen. Noch stößt die KI an ihrer Grenzen. Es gelang ChatGPT nicht, zwischen Fuzz und Tube Screamer zu unterscheiden, weshalb Burned Guitarist an diesem Punkt selbst Hand anlegen musste. Künstliche Intelligenz bedeutet, dass die KI durch Erfahrung lernt. Jede neue Aufgabe wird ihrem Wissensschatz hinzugefügt und eines Tages wird sie den Unterschied zwischen Fuzz und Tube Screamer korrekt wiedergeben.

Die kreativen Entscheidungen muss der Mensch treffen. Der Mensch muss entscheiden, ob er mit den Ergebnissen der KI zufrieden ist und diese entsprechend justieren. Der Mensch muss die Ergebnisse der KI zu einem Gesamtkunstwerk verbinden.

Zum jetzigen Zeitpunkt wir es einem Informatiker einfacher fallen, ChatGPT Fragen zu stellen und die generierten Code-Fragmente zu einem brauchbaren Produkt zusammenzusetzen als ein Laie.

Die Frage ist, wie wir mit diesen neuen Technologien umgehen wollen? Viele werden sie sicher als Bedrohung oder Gefahr sehen. Andere werden es als ein Aufbruch in eine neue (Arbeits-) Welt wahrnehmen, in der man sich nicht mehr mit lästiger Vorarbeit beschäftigen muss, sondern sich auf kreative Prozesse konzentrieren kann. Eines ist sicher: Diese neuen Technologien werden unsere Arbeitswelt beeinflussen und verändern.

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Forum
  1. Profilbild
    Flowwater AHU

    Ich befasse mich in letzter Zeit, vor allem aus beruflichen Gründen, sehr mit KIs; vor allem mit »ChatGPT«, mit der auf Bilderzeugung ausgelegten »StableDiffusion« und der KI »Aiva« von Nvidia, die auf die Produktion von Filmscores spezialisiert ist. Man muss sich nur einmal auf YouTube entsprechende Videos zu allen diesen KIs ansehen, um aus dem Dauer-Ohrenschlackern nicht mehr heraus zu kommen, was die nämlich bereits zu leisten imstande sind. Meine sicherlich nicht bedeutende Meinung zu »Aiva«: Ja, ist irgendwie immer noch ein wenig orchestrales Gedudel … aber dass die überhaupt imstande ist, so etwas zu kompinieren, unglaublich! Die allermeisten aktuellen Filmscores sind heutzutage allerdings auch nix anderes mehr (selbst Mega-Blockbuster wie »Avengers: Endgame« haben meinen Ohren zufolge kaum noch musikalische Themen; die Hauptsache scheint eher zu sein, dass da etwas dudelt, so sehr ich Alan Silvestri auch schätze), mal sehen, wann der erste mit einem Score von »Aiva« erscheint.

    Aber: Uns erreichen jetzt gerade die ersten Ausläufer der nächsten disruptiven Technologie, die wieder einmal Millionen von Arbeitsplätzen dahin raffen wird.

    • Profilbild
      Flowwater AHU

      Nachtrag
      Nebenbei bemerkt: Zum Thema ChatGPT hat gerade gestern heise.de eine Meldung veröffentlicht, dass mit dieser zunehmend SPAMmern, Phishern und Konsorten herumexperimentieren. Die Ergebnisse sind noch einfach, aber man sieht schon mal, dass so eine Technik schlichtweg von allen für alles genutzt werden kann:

      heise.de, 09.01.23
      https://www.heise.de/news/ChatGPT-Maechtige-Waffe-in-Haenden-von-Skriptkiddies-7452741.html

      Und Microsoft will ChatGPT in Word, Excel und Outlook integrieren:

      golem.de, 09.01.23
      https://www.golem.de/news/kuenstliche-intelligenz-chat-gpt-soll-offenbar-teil-von-microsoft-office-werden-2301-171045.html

    • Profilbild
      swift AHU

      „Aber: Uns erreichen jetzt gerade die ersten Ausläufer der nächsten disruptiven Technologie, die wieder einmal Millionen von Arbeitsplätzen dahin raffen wird.“

      Ja, das wird noch spannend. Diesmal trifft es auch nicht die einfachen Arbeiter, die durch Outsourcing und Billig-Arbeitskräfte aus dem Ausland schon unter Druck sind.

    • Profilbild
      TobyB RED

      Moment, erstmal muss die Anforderung erfolgreich durch einen Turing Test kommen. Auch wenn man entgegnen könnte, jede Maschine, die schlau genug ist, den Turing-Test zu bestehen, könnte auch schlau genug sein, ihn nicht zu bestehen. Aber das NP Problem ist ein ungelöstes Rätsel der Komplexitätstheorie. Insofern, es wird vielleicht „viele“ Probleme geben die KI lösen kann aber ob das dann zu disruptiven Technologie Einsatz führen wird, ist noch nicht raus.

      Ich hab nun schon etliche Bots im Cloud Umfeld gestrickt. Aber wenn die Parameter nicht stimmen oder der Prozess keine Struktur hat, sind die Bots recht schnell am Ende.

      Wo ich zustimme, die Arbeitswelt wird sich ändern. Aber wie? Immerhin hat selbst ein Scotty in Star Trek 4 mit der Maus gesprochen. ;-) Und der kam ja nun aus der Zukunft. Chat GPT ist für mich so wie Eliza von Weizenbaum. Oberflächlich beeindruckend, mehr aber auch nicht. Der Mensch als solches ist ein gestaltendes Wesen, eine Maschine nicht.

      • Profilbild
        Flowwater AHU

        > Moment, erstmal muss die Anforderung erfolgreich durch einen Turing Test kommen. […]

        Ich möchte bedächtig anmerken, dass es gar nicht so wichtig ist, ob eine Anforderung tatsächlich überhaupt durch einen Algorithmus gelöst werden kann – egal wie – oder ob eine KI schon so weit ist, dass sie beliebiges lösen kann. Ich glaube, es reicht schon die Überzeugung von Entscheidern (Politiker, Geschäftsführer, Geldgeber, etc.), um unheilbaren Schaden anzurichten.

        • Profilbild
          TobyB RED

          Dann muss man mit den Entscheidern reden. Ich muss die Anwendung von KI ja nicht einfach hinnehmen. Dafür braucht es Rahmenbedingungen.

  2. Profilbild
    MrKatz

    Ich nutze KI beruflich (Softwareentwicklung) und privat (Musik & Visuals). Privat finde ich die Ergebnis als Laie auch sehr beeindruckend. Beim Entwickeln von Software hingegen ist das Endergebnis oft eher ernüchternd. Auch durch Copy&Paste kann man Code zum Laufen bringen, aber das bedeutet noch lange nicht dass das Programm stabil läuft.
    Auch sehr interessant im Zusammenhang mit KI ist der wissenschaftliche Einsatz (z.B. Proteinfaltung). Da werden in den letzten Jahren erhebliche Fortschritte gemacht.

    In allen Fällen wird die KI als ergänzendes Werkzeug eingesetzt und als ein Werkzeug sollte man KI momentan auch sehen.
    Es bedarf immer noch eines menschlichen Entscheiders, um die Ergebnisse abschließend zu bewerten.

    Wird diese neue Technik Arbeitsplätze vernichten? Mit Sicherheit, da man z.B. zur Datenaufbereitung zukünftig weitaus weniger Leute benötigt als zuvor. So war das schon immer, wenn Teilbereiche automatisiert werden.

    In den nächsten Jahrzehnten werden wir uns also der Diskussion stellen müssen, wie Vollbeschäftigung zukünftig aussehen soll, denn eine 40 Stunden Woche wird es irgendwann nicht mehr geben.

  3. Profilbild
    edibra

    Ich habe vor kurzem ein Youtube-Video gesehen, welches eine Website vorstellt, die mithilfe von KI automatisch Tracks generiert – dabei ging es im speziellen um LoFi-Beats. Mein Interesse war sofort geweckt und ich habe mir da mal Beispieltracks angehört… naja lange Rede kurzer Sinn…
    Mein Fazit: Die Drums waren nicht wirklich im „LoFi-Stil“ obwohl diese Musikrichtung davon lebt. Also aus meiner Sicht eher unbeindruckend :-/

    Ich bin noch der Meinung, dass eine KI (derzeit) noch keinen guten Producer/Musiker ersetzt. Dem Thema „KI“ bin ich nicht ganz abgeneigt, daher warte ich gespannt was die Zukunft noch so bringt :-)

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