9. Februar 2021

Soundvergleich E-Mu Emulator II vs Oberheim DPX-1

Emulator II vs Oberheim DPX-1

Meine Emulator II Sammlung

Ich möchte hiermit eine Ergänzung zum Testbericht des Oberheim DPX-1 Sample-Players abgeben, der verschiedene Sample-Formate liest, auch die des Emulator II. Spannend ist dabei, dass auch der Oberheim DPX-1 mit analogen Filtern arbeitet. Seit der Softwareversion 2.2 kann man zumindest auch im DPX-1 den Cutoff des Filters verändern, leider nicht die Resonanz. Dafür einfach am DPX-1 die „extended functions“  blättern, dann bekommt man Cutoff angezeigt und kann mit den Tasten  Links und Rechts den Wert verändern zwischen  0-99.

Bei den zwei folgenden Audiotracks war es nicht meineIntension die beiden Geräte an die Grenzen ihrer Physik zu treiben, sondern aufzuzeigen ob der Oberheim DPX-1 als Ersatz für den E-Mu Emulator II dienen kann.

Zum ersten AB Vergleich Emulator II vs DPX-1

beide Maschinen sind an an meine Hercules 16/12 angeschlossen. In Cubase habe ich den Pegel angeglichen AD bei 44,1khz und 24Bit aufgenommen, danach gedithert auf 16bit, EII mit eigenem Keyboard und DPX1 mit Korg DDS1 angetriggert. Zuerst hört Ihr immer den Emulator II danach den Oberheim DPX-1.

Das Original, der Emulator II

Zum zweiten AB Vergleich Emulator II vs DPX-1

Der Emulator II triggert über einen Atari 1040ST (mit Steinberg SMP2) den Oberheim DPX-1 an. Oberheim DPX-1 und Emulator II wurden nun gleichzeitig aufgenommen. Der DPX-1 ist links zu hören, der Emulator II auf dem rechten Kanal.

AD-Wandler wieder Hercules 16/12 . Lautstärke vorab wieder angeglichen, AD mit 48khz und 24bit   dann gedithert auf 16. Bei der Soundsauswahl habe ich diesmal mehr auf Synthsounds geachtet….und einfaches geplänkel.

Der Sampleplayer-DPX-1 mit externer (und sehr seltener) HDX-20 Festplatte

Fazit
Die Konvertierung der Soundparameter ist den Oberheim Ingenieuren nur zum Teil gelungen. Nun ist es eine Frage des Geschmacks, welcher Sound besser gefällt.
Forum
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    astral_body  

    Vielen Dank für den interessanten Vergleich. Ich meine einen Unterschied zu hören.

    Ich finden den EMU irgendwie „crisper“. Klingt digitaler, so wie ich den Sampler-Sound dieser Zeit im „Retro-Ohr“ habe. Der Oberheim klingt im Vergleich „analoger“.

    Leider haben die meisten hier (so wie ich) keines der Geräte, so dass man wenig sinnvolles kommentieren kann.

    Auf jeden Fall hat mich dein Vergleich motiviert, meinen AKAI Sampler (ein rein digitaler MPC Live) mit ein paar EMAX-Samples zu bestücken und durch einen analogen Filter zu senden (das können ein paar meiner analogen Synth; habe ich aber in dieser Konstallation noch nie ausprobiert).

    Wobei ich auch mal meine Wavestate durch einen analogen Filter schicken könnte….

    Bin mal gespannt, was dabei rauskommt.

    Hast Du eigentlich schon mal einer Deiner tollen EMUs mit einem zeitgenössischen Produkt verglichen?

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    nativeVS  AHU

    Es scheint beim DPX-1 die filter grenzfrequenz immer etwas tiefer zu sitzen; damit ist es fuer mich schwer zu sagen wie anders das eigentliche sample playback klingt. Im beispiel A klingt es bei 3:40 meiner meinung nach anders, aber wie gesagt, mit den unterschiedlichen filtereinstellungen ist der digitale teil schwer zu vergleichen.
    Bei beispiel B hoert man meiner meinung in den hohen lagen die groessten unterschiede, aber ich bevorzuge dort hin und wieder den einen vor dem anderen.

    Um die grenzfrequenz des Oberheim’s hoeher zu bekommen muesste man wahrscheinlich ein paar kondensatoren umloeten oder bei beiden den analogen teil komplett uebergehen um den digitalen teil zu vergleichen.

    Achso, irgendwie sind bei beispiel B im rechten kanal manchmal irgendwelche klicks drinne und bei dem Acid basslauf (und aehnlichen sounds) hoert man links doch arges hintergrundrauschen.

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    atomicbull  

    man hört das metronom vom EII :)
    und bei der acid sache hab ich mit dem filter cutoff am EII gepielt der auf dem right wheel lag

    interessant finde ich auch das Sie beiden unterschiedliche schnell sind (interne clock) sie driften ja auseinander auch im acid teil zu finden.

    aber im grundsatz kann man sagen das , sofern man kein ab vergleich hat, es niemand sagen kann kommt es vom dpx oder EII……sofern der sound einzeln ist oder im song an sich………der charakter ist definitiv gleich

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      atomicbull  

      der dpx erzeugt öfters digital gedöns im hintergrund, das macht der EII auch , nur nicht so oft, aber beide immer im gleichen sample sound, …..muss also was mit filter Einstellungen oder hüllkurven so zu tun haben….mir egal…ist Salz in der (sound)suppe…..

      man kann ja den filter cutoff am dpx nachträglich justieren, das haut aber nicht für den kompletten klaviatur Umfang hin, es differiert immer irgendwann irgendwo…….

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      atomicbull  

      und manchmal hört man auch die klicks vom loop , ist halt nicht sauber vorgenommen worden, oder man konnte es nicht sauber hinbekommen

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    rotomtom

    Ein Oberheim DPX-1 mit Gotek Floppy Emulator, macht Laune! Es gibt jede Menge Floppy Images im Web und mit EMXP und DPXTOOLS ist das Soundsmanagement (DPX-Format empfohlen) ein Kinderspiel Die Kiste klingt finde ich sehr edel mit E2 Sounds (werden nach 12 Bit konvertiert), Prophet 2000 und Mirage Sounds sind besonders interessant damit – schön analog-fett mit – je nach Sound – teilweise spannenden Aliasing (ernsthaft!) und Akai S900 kann der DPX-1 auch. Im Dual Mode arbeiten 2 Oszillatoren (dann 4stimmig polyphon).  Und: der DPX-1 ist super wartungsfreundlich. Die obere Platine hat einen Klappmechanismus, man kommt überall hin und alle ICs sind gesockelt. Das vereinfacht die Reparatur, wenn’s mal nötig ist. Apropos, einen Tipp kann ich noch loswerden: alle paar Jahre mal die Stecker der beiden großen Platinen wieder fest einstecken (Vorsicht vor statischer Aufladung – auf Erdung achten). Und vielleicht mal die Entstörkondensatoren des Netzteils erneuern (riecht sehr unangenehm, wenn die ihren Geist aufgeben, ist auch nicht besonders gesund). Ansonsten hat man viel Freude mit der Kiste. Also, falls man eine in der Bucht findet: zuschlagen! Der 3,5″ Floppy Emulator mit OLED Display kostet übrigens so um die 40 EUR, Einbau ist simpel, dauert max. 30min. Ich bin Fan seit 1989 (solange hab ich meinen schon).

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      Waveinhead  

      Eine Frage zum Entstörkondensator. Riecht der nach abgebrannten Streichhölzern? Geht bei mir nämlich genau so ab.

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        atomicbull  

        generell sollte das netzteil überholt werden und nicht erst dann wenn es genau so wie jetzt bei dir riecht!
        :) ja die kondensatoren sind schrott und reißen den dpx auch bald in den tot

        alle meine geräte sind von mir überholt worden………….da grad der EII ein chip vernichter ist
        und beim dpx ist das netzteil von grundauf zu schwach ausgelegt , daher ……lass die dpx kiste aus und mach oder lass alles neu machen

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    Waveinhead  

    Wolfram Niessen hat eine Software programmiert, mit der sich Samples vom Mac (bei mir unter OS 10.11) über einen EMuSer übertragen lassen. Das ist wirklich modern und einfach.
    Ich durfte Beta-testen und bin sehr überrascht, wie zügig das geht, wenn eine RS-Schnittstelle am DPX-1- dran ist. (Blick auf die Rückseite)
    Ein zweites Programm sendet reine Samples in den DPX-1-Speicher, diesmal über MIDI-Dump.

    Hat er auch für EMAX: https://www.youtube.com/watch?v=JLdTURJLwQc&feature=emb_logo

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      Tyrell  RED 112

      Das klingt enorm spannend. Wir würden gerne darüber berichten. Gibt es die Software schon?

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        Waveinhead  

        Ja gibt es. Anfrage an Wolfram bringt Klarheit darüber, ob die Software auf dem eigenen System läuft oder zum Laufen gebracht werden kann. Wenn sein OK vorliegt, kann ich auch gern behilflich sein – bin nur leider nicht immer ON.

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      atomicbull  

      da erscheint mir aber die sache mit einem floppy emulator, einfacher zu sein……
      aber je nach Anwendungsfall wohl versch zu betrachten

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        Waveinhead  

        Also über den Dateibrowser Instrumente auswählen und an den Sampler schicken ist schon bequem. Du musst nicht mal aufstehen und vom Rechner weggucken. Und die Dateiverwaltung ist auch bequemer.
        Fehlt nur noch ein Soundfonteditor, der auch funktioniert und es wäre das Erstellen eigener Instrumente für den DPX-1 möglich (über den zugegeben umständlichen Umweg über eine Konvertierung ins EII Format – derzeit nur über EMXP auf Windows).

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          k.rausch  AHU

          Ein funktionierender Soundfont Editor ist Viena. Viena mit einem n, nicht verwechseln mit dem mit zwei n. Kann man die Soundfonts in EMXP laden und dann ins DPX-1 Format konvertieren oder geht das mit dem DPX-1 selber?

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            Waveinhead  

            Also Viena. Guck ich mir an, danke!
            Der DPX-1 kann keine Soundfonts lesen. Deshalb der nötige Zwischenschritt über EMXP. Wer auf Windows arbeitet, sendet natürlich gleich von EMXP aus an den DPX-1 via EmuSer.

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    Waveinhead  

    Noch eins: Das Anti-Aliasing Filter kann ganz ausgeschaltet werden, also Filter ganz auf. Dann britzelt es noch digitaler. Steht im Manual. Einfach mal nach DPX-1- und Manual googeln…

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      Tyrell  RED 112

      Toller Tipp, danke. Schätze wir müssen mal unseren DPX-1 Artikel grundlegend überarbeiten.

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    Tyrell  RED 112

    Hi atomicbull. kunst du was zu den hfe Formaten sagen? Ich habe nämlich eine E-MU 2 hfe Lib, die mein DPX-1 (nicht Disc-Emulator) nicht lesen mag, obwohl die Files dort auch auf hfe enden. :)

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      atomicbull  

      sollte die config datei sein die für den floppy emulator nicht stimmt, hab ein ähnliches problem. lösung dauert noch an

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    gaffer  AHU

    „Mit sehr seltener HDX 20 Festplatte“. Ich nehme an 20 MB. Das ist die Größe eines Fotos einer guten Kamera. Irre. 1GB USB Sticks, 50 mal größer werfe ich weg. Aber ja, als ich alte Preislisten entsorgte, fand ich eine 1 GB Festplatte. 16.900 DM – Einkaufspreis, also ohne Mwst. Anfang der Neunziger. The times they are a changing

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    iggy_pop  AHU

    Über das Verhalten von EII-Disks im DPX-1 kann ich nichts sagen, aber meine Prophet-2000-Sounds klangen im DPX-1 völlig anders und waren z. T. auch nicht mehr wiederzugeben, weil das Mapping völlig durcheinandergekommen war. Das hatte klanglich schon fast etwas von Akai S612 und X7000, nur noch viel schlechter…

    Damit war dann der DPX als EII für Arme bei mir vom Tisch.

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    atomicbull  

    ich habe gesehen das mein EII der ersten kleinen Serie andere DA Wandler (hersteller/bezeichnung) hat…..interessant……mal sehen ob meine beiden EII unterschiedlich klingen…………
    dann werde ich einen einen EII pimpen im sound andere OPamps und Audio caps im signal pfad verbauen…….da sollte noch was gehen……er sollte dann weniger rauschen wenn ich fertig bin…..und edler klingen

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    moinho  

    Whow, auch wenn mich der Vergleich nicht direkt betrifft (mein ältester Sampler ist aus den 90ern, und wenn ich da nochwas anschaffe, dann nen mehr oder weniger alten Akai): schön aufgemachter Vergleich – und allein das Aufmacherbild schaut toll aus!

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