Florian Schneiders Vocoder für 221.000 Euro versteigert

Die Versteigerung der persönlichen Sammlung vom Kraftwerk-Mitbegründers Florian Schneider (AMAZONA berichtete) ist abgeschlossen und hat insgesamt deutlich höhere Preise erzielt, als im Vorfeld angenommen wurde. Vor allem sorgte der seltene Sennheiser Vocoder VSM 201 für große Aufmerksamkeit und wurde für fast 221.000 Euro Dollar versteigert und lag damit weit über der Schätzung. Auch viele andere Instrumente und Objekte aus dem Arbeitsumfeld der Band erzielten starke Ergebnisse, die meistens ebenfalls weit über der Schätzung lagen. Insgesamt standen mehr als 450 Stücke zur Auswahl, wie beispielsweise einige Synthesizer, Studioequipment und auch private Kleidung aus mehreren Jahrzehnten.
Florian Schneiders Studiogeräte mir Rekordpreisen
Zu den herausstechenden Ergebnissen zählte bei der Online-Auktion unter anderem der tragbare Analogsynthesizer EMS Synthi A, der für etwa 99.000 Euro versteigert wurde. Die Rackversion des Sennheiser Vocoders VSM 201 lag mit 66.000 Euro ebenfalls weit vorne und das Robovox System mit dem Phoneme Keyboard erreichte denselben Betrag. Die Ergebnisse der Auktion zeigen, welchen hohen Stellenwert die technischen Entwicklungen aus dem Umfeld von Florian Schneider und Kraftwerk im Allgemeinen heute noch besitzen und dass viele der Geräte heute als Meilensteine der elektronischen Musik gelten.
Florian Schneider bleibt ein prägender Name
Auch persönliche Objekte kamen bei den Teilnehmern der Auktion gut an, wie beispielsweise das Panasonic Panaracer Rennrad aus dem Tour de France Musikvideo, das für fast 50.000 Euro unter den Hammer kam. Der 1964er VW T1 Kastenwagen aus seinem Besitz erzielte rund 39.000 Euro und ein besonderes Detail der Auktion war das originale Studioschild mit der Aufschrift „Ruhe“ aus dem Umfeld des Kling Klang Studios von Kraftwerk, das einen Preis von etwa 16.500 Euro erreichte. Viele der versteigerten Objekte landen sicher in privaten Sammlungen, Museen oder werden in Studios weiter genutzt. Alle Auktionspreise sind bei juliensauctions.com einsehbar.
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Wenn die Dekadenz überhand nimmt…
Da sieht man wie viel Geld in den Taschen liegt. Aber wehe einer soll Steuern zahlen wie normale Sterbliche.
@Kazimoto *** Dieser Kommentar wurde wegen eines Verstoßes gegen die Community-Richtlinien von der Redaktion entfernt ***
@Numitron Mir fällt das auch in Deutschland auf.
@Filterpad oje..
irre Momentan…😠
@Filterpad *** Dieser Kommentar wurde wegen eines Verstoßes gegen die Community-Richtlinien von der Redaktion entfernt ***
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@Kazimoto Wir bitten darum, jegliche politische Diskussion unter diesem Beitrag zu unterlassen. Es darf gerne über die Versteigerung diskutiert werden und man darf es auch gerne dekadent finden, wenn Leute so viel Geld für das alte Equipment bieten. Politische Meinungen, die mit dem Beitrag nichts zu tun haben, verstoßen allerdings gegen die Community-Richtlinien und mussten deshalb von der Redaktion entfernt werden.
Ich muss immer ein wenig schmunzeln, wenn ich solche Meldungen lese. Für mich hat die Ersteigerung der Gerätschaften immer ein wenig was von »mit fremden Federn schmücken«. So als würde auf den Käufer der Gerätschaften des Herrn Schneider ein wenig was von der Genialität des Herrn Schneider abfärben. Meistens ist es dann doch nicht mehr als
Ich besitze den Vocoder, den Florian Schneider vorher besaß.
Boa … (staun) … voll geil ey!
Und hier ist der alte Reisepass von Florian Schneider!
Wahnsinn … das ist sooo geil!
( … usw. )
Wenn das Geld auch den Nachfahren vom Herrn Schneider zugute kommt, ist dann wieder alles gut. Für die freute ich mich.
Was ich persönlich aus der Liste an Equipment heraus ziehe (und das wird bei Ralf Hütter wohl nicht anders sein): Er war sich nicht zu schade, mit allem möglichen zu experimentieren und auch das verdiente Geld in alles mögliche an Equipment zu investieren. Da hat sich nicht jemand auf die faule Haut mit seinem Erfolg gelegt, sondern hat richtig in sein Können investiert und experimentiert. Davor ziehe ich den Hut bis zum Boden. 😃 Da kann sich jeder von uns mindestens eine Scheibe abschneiden.
R.I.F. Florian Schneider
@Flowwater „ein besonderes Detail der Auktion war das originale Studioschild mit der Aufschrift „Ruhe“ … das einen Preis von etwa 16.500 Euro erreichte.“
🤣
Ich weiß noch als ich die Liste der Gerätschaften gelesen war mein erster Gedanke, das ist zwar das beste was man für Geld zu der Zeit kaufen konnte, aber die haben auch nur mit Wasser gekocht. 🤷🏻♂️
@plumperquatsch
>[…] aber die haben auch nur mit Wasser gekocht.
Naja … ein selbst gebautes Schlagzeug muss man eben auch erst mal machen und durchziehen und damit spielen und so weiter. Und später muss man auch den Mut haben, das Geld für teure Gerätschaften auszugeben. Für so einen Sennheiser-Vocoder muss man auch das Geld auf den Tisch legen. Oder einen Minimoog. Ich meine mich erinnern zu können, dass damals auch schon Gegenwerte eines VW-Käfers aufgerufen wurden.
Und dann denke ich an die »Votrax Speech Synthesizer«. Das ist ja nun höchst ungewöhnliches Equipment … damals wie heute. Wie gesagt: Da muss man echt die Chuzpe haben, das bewusst einsetzen zu wollen.
Ich gehöre auch zu denjenigen, die sich sagen, wenn ich das mit meiner Musik ernst meine, dann gebe ich dafür auch mal Geld aus. Entweder ich meine das ernst … oder eben nicht. Aber die Anschaffung eines »Quantum MK2« oder eines »C15« habe ich bis heute dann doch gescheut (nur um mal für mich zwei ganz handfeste Investitionen zu nennen). Oder auch nur eines vernünftigen Audio-Interfacs (bei mir wäre es eines von RME).
@Flowwater Mit einem dicken Plattenvertrag bei EMI konnte man das Geld zum Fenster rauswerfen und Helau rufen. ;)
@Flowwater ja! deswegen mache ich ja nicht automatisch geile Musik 😁
@Flowwater Wenigstens kann man mit dem Vocoder noch neue Musik machen. Immer noch sinnvoller als für 236 Millionen ein Ölbild zu kaufen. Da kann man sich nur jeden Tag davorstellen und sich einen runter…..
https://www.tagesschau.de/kultur/versteigerung-klimt-gemaelde-100.html
Der versteigerte EMS Synthi A ist nicht der, den nach Ausführungen auf der Auktionsseite Florian Schneider für AUTOBAHN benutzt hatte und Live auf der Bühne von ihm eingesetzt wurde. Hier wird sogar ein Video aus der ZDF Sendung Aspekte als Beweis angeführt.
Richtig ist, dass Florian Schneider einen EMS Synthi AKS besaß, er über mich zum Händlerpreis einen ARP Odyssey beim europäischen Generalimporteur MCH in Bodegraven, Holland erwerben wollte. Wir sind dann gemeinsam in seinem Mercedes S-Klasse hingefahren. Vorher musste er jedoch seinen EMS Synthi AKS verkaufen. Ich habe dann sein Gerät in seinem Auftrag an den Komponisten Michael Vetter in Bad Godesberg übergeben.
Nach dem Auszug von Ralf Hütter aus den ehemaligen Kling Klang Studio in der Düsseldorfer Mintropstraß 16 mietete Florian Schneider die alten Studioräume an und richtete dort sein ZENTRAL-LABOR ein. Er lud mich ein, ihn dort zu besuchen und zeigte mir dann stolz einen kurz vorher als Ersatz erworbenen EMS Synthi A. Das ist wohl das Gerät, das hier versteigert wurde.