Geld verdienen mit Soundcloud

10. Oktober 2018

So einfach könnt ihr ab jetzt Geld mit Soundcloud verdienen!

„Whats next in music is first on Soundcloud“ Mit diesem Spruch bewirbt Soundcloud sein neues Feature. Ab sofort möchte die Seite nämlich Nutzern die ihre eigene Musik hochladen ebenfalls Geld auszahlen, wie das bekannte Streamingdienste machen, wie etwa Spotify. Und das nicht zu knapp. Es gibt zwar ein paar Punkte, die ihr erfüllen müsst, aber im Prinzip kann sich grundsätzlich jeder registrieren, seine eigene Musik hochladen und dann abkassieren. (Sofern die Musik denn ankommt.) Wir vermuten übrigens, dass dieses Feature daher rührt, dass Spotify kürzlich angekündigt hat, allen Nutzern ein kostenloses Uploaden ihrer Musik zu ermöglichen.

Aber was genau muss man denn machen, um in den Genuss dieses neuen Features zu kommen? Im Prinzip sind das einige wenige Kriterien, die der Account erfüllen muss, um monetarisiert werden zu können. Zuerst einmal braucht ihr ein Soundcloud-Pro-Abo. Oder noch besser das Soundcloud-Pro-Unlimited-Abo. Das erstere kostet im Monat 7€, während Zweiteres 11€ pro Monat kostet, dafür aber auch mehr Features mit sich bringt. Mehr Infos dazu habt ihr HIER.

Zweitens darf die von euch hochgeladene Musik nur von euch stammen. Das heißt also, es dürfen damit keine Urheberrechte verletzt werden.

Drittens müsst ihr mindestens 18 Jahre alt sein. Das erscheint logisch, könnte für den einen oder anderen Jungkünstler aber doch ein Ärgernis sein.

Und zu guter letzt muss euer Account im letzten Monat mindestens 5000 Plays oder mehr gehabt haben.

Und wie genau funktioniert das nun? Auch das ist nicht schwer. Im Prinzip schaltet ihr wie bei anderen Social-Media Seiten (YouTube z.B.) Werbung vor euren Track, die den ganzen Spaß finanzieren soll. Für alle die besonders neugierig sind, haben wir jetzt noch einmal das Ankündigungsvideo von Soundcloud selbst verlinkt.

Zusammengefasst: Nur wer wirklich enorm erfolgreiche Zugriffszahlen hat, für den wird sich das auszahlen. So verlockend sich das Angebot auf den ersten Blick anhört, so unrentabel ist es definitiv für die Mehrheit, auf den zweiten Blick. Wenn das die Idee war, um Soundcloud vor dem Untergang zu retten (der schon mehrmals in der Luft hing), dann sehe ich schwarz für die Zukunft dieser Plattform.

Jetzt seid ihr gefragt. Für wen von euch ist das eine echte Option? Wer weiß, vielleicht wartet ja der nächste große Hit darauf von euch produziert zu werden, um dann richtig abzusahnen! Wir wünschen euch viel Erfolg damit.

Forum
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    Coin  AHU

    Muss mal fragen.
    Erreicht hier jemand die 5000 Plays, oder mehr im Monat ?
    .
    Ich denke es wird so kommen, dass die, die eh schon Verträge haben,
    dann die Wahl haben über das Label, oder über Soundcloud zu kassieren.

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      Supremeja  

      Mit ganz viel Mühe machbar. Aber dann lebst Du nur für Soundcloud und alles andere fällt aus Zeitmangel hinten runter. Macht keinen Sinn. Und was verdient man jenseits der 5.000 Klicks? Wenn es wie bei Spotify gehandhabt wird, dann sieht es düster aus. Bei Spotify bekommst Du für einen Klick 0,006 Euro (minimum). Das wären dann bei 5.000 Klicks gute 30 Euro. Ja, ich weiß, sieht nach richtig viel Geld aus. ;))

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        Wellenstrom  AHU

        …und selbst dann, wenn man da seine 5000, 6000, 7000 Klicks da tatsächlich zusammengekriegt hat irgendwie, ist der Song innerhalb kurzer Zeit verbrannt. Wer wirklich meint, da was rausholen zu können, muss regelmäßig neues Zeugs raushauen. Ansonsten verfliegt das Interesse auch wieder ganz schnell. Spätestens dann steckt der eine oder andere irgendwo zwischen dem Qualitäts- und Quantitätsmahlstein und wird seinen eigenen Ansprüchen nicht mehr gerecht. Dazu kommt noch, dass sich auf Soundcloud mehr Mukker(mit eigenen Interessen) rumtummeln als die klassischen Consumer. Wirkliche „Fanbases“ lassen sich da nur schwerlich aufbauen.
        @ coin wenn du wirklich höhere Klickzahlen anvisierst, dann bringt es auch etwas, wenn du dein Zeugs nebenher auf recording.de (bist doch da unterwegs, oder?) ins Feedback stellst. Bringt zumindest mal ein Paar Tausend Klicks pro Jahr mehr (vorausgesetzt, du haust da wirklich regelmäßig was raus).

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    Wellenstrom  AHU

    Ach, nix weiter als Sand in die Augen Streuerei. Wer sich darauf einlässt, wird im Regelfall einen klitzekleinen Bruchteil seiner Soundcloudkosten damit einfahren. Das war es aber auch schon. Und für solche Pillepallebeträge noch groß in der Werbetrommel rumrühren und sich selbst zum PR Kasper degradieren?! Nee, danke….. da mach ich lieber Musik – und NUR Musik und Dinge, auf die ich wirklich Bock habe. Wirklich profitieren tut von solch einem Geschäftsmodell eh nur Soundcloud. Werbung vor dem Song auf Soundcloud… ich glaub‘, es hackt…

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    fkdiy  

    Edit: War als Antwort an Coin gedacht.

    Das sehe ich leider genauso.

    Davon abgesehen, dass ich eh viel zu selbstkritisch/schüchtern bin, um mich großartig selbst zu promoten, selbst in meinem unmittelbaren Bekanntenkreis, wüsste ich nicht, wie ich selbst mit penetrantester Werbung in allen sozialen Medien etc. diese Klickzahlen erreichen könnte.

    Profitieren werden wie üblich die etablierten Labels und deren Künstler, „Netzwerker“ und Menschen mit großer Klappe („Ey hört euch alle mal meinen Hammertrack an und feiert mich schön ab!“ Urgs).

    Ist sicherlich mein eigenes Problem, dass ich so nicht auftreten kann und/oder will, aber diese Soundcloud-Aktion hilft mir definitiv auch kein bisschen weiter, meine „Musikkarriere“ auszubauen, oder in diese irgendeiner Form zu finanzieren.

    Also: Nein, ich kann von 5000 Plays im Monat nur nett träumen, und sehe auch nicht, dass sich das ändern wird.

    Ich bin eh der Meinung, dass mit der Nummer „ich stehe vor einem leeren Projekt, programmiere alle Synths, Drumpatterns und Rhythmen selbst, und erstelle einen Song, der irgendwie aus mir spricht“, heutzutage kein Blumentopf mehr zu gewinnen ist. Klingt dann zu unprofessionell, verglichen mit den 16-Jährigen die zu 100 % raubkopierte und überproduzierte Loops benutzen – will keiner mehr hören.

    Dummerweise macht’s aber halt so am meisten Spaß. ;)

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      Supremeja  

      Da gebe ich Dir vollkommen recht. Die Auffassung der Musik hat sich in der heutigen Zeit stark verändert. Nicht falsch verstehen, wir untereinander sehen das anders, jedoch ist die Zielgruppe erheblicher jünger. Diese konsumieren Musik völlig anders als was wir eigentlich gewohnt sind. Da hilft auch dieses unrealistische Model von Soundcloud nicht. Nicht vergessen, man zahlt Soundcloud Geld, dass man Geld verdienen kann. Und das nicht mal wenig. Da gibt es Aggregatoren, die verlangen etwas mehr im Jahr, bemustern aber alle erdenklichen Stores und Streaming Dienste. Das ist eine ganz andere Hausnummer. Soundcloud stellt sich bewusst selbst ins Abseits und machen auf exklusiv.

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    Wellenstrom  AHU

    „Ich bin eh der Meinung, dass mit der Nummer „ich stehe vor einem leeren Projekt, programmiere alle Synths, Drumpatterns und Rhythmen selbst, und erstelle einen Song, der irgendwie aus mir spricht“, heutzutage keinen Blumentopf mehr gewinnen kann. “

    Yep, isso… hört eh keine Sau raus. Und trotzdem macht man es.

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          lightman  AHU

          Stimmt schon… für mich ist das alles sehr diffus, um es ehrlich zu sagen. Nach langen Jahren Vinyl und CDs passierte releasemäßig erstmal nichts, dann fing ich an, alte und neue Sachen auf YouTube hochzuladen. Die dazugehörigen Videos waren anfangs recht simpel gehalten, nahmen aber dann immer mehr Zeit in Anspruch, bis am Ende das Videoediting länger dauerte als das Musikmachen und Hochladen, das wuchs mir irgendwann über den Kopf.

          Ich schwenkte dann nach diversen Umwegen und Experimenten auf SoundCloud um, das Format gefällt mir, Track hochladen, Bild + Info dazu, feddich. Schön einfach.

          Mein SC Kanal wird derzeit eher als Referenz benutzt. Wir sind umgezogen und ich habe noch kein Studio einrichten können, was auch noch ’ne Weile dauern wird (und ich leide echt sehr darunter), momentan läuft nicht viel, Plays gibts eh nicht viele, weil ichs nicht so mit Promo hab.

          Das soll sich jetzt ändern, das Label hat sich gemeldet und wird wieder aktiv, vielleicht klappts ja irgendwann doch mit echten 5000 Plays pro Monat… kicher… :)

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              Wellenstrom  AHU

              Auch, wenn man als Musiker eine andere Sicht darauf hat. Wenn man Geld mit der Musik verdienen will, muss man es einfach auf eine ökonomische Formel herunterbrechen. Der Musiker ist eine Marke und der Song/Output ist das Produkt. Das ist alles. Es gilt nur, Konsumenten für Marke und Produkte zu finden und zu begeistern. Alles andere ist irrelevant aus ökonomischer Sicht. Gut verpacken, tolle Story drumrum, Aufmerksamkeit generieren und gut is.

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    Supremeja  

    Soundcloud hat seit langer Zeit ganz große Probleme. Ständig auf der Suche, wie man mit dieser Plattform Geld verdienen kann. Die Pro Abo’s (Mehr Spielzeit, bessere Play-Analysen etc) machten für den Künstler auf Dauer keinen Sinn (kein Mehrwert). Ich denke, das neue Model ist das letzte Aufblitzen von Soundcloud. Der Druck ist zu groß, schwarze Zahlen haben die noch nie gesehen. Vielleicht sollte man mittelfristig ein zweites Standbein auf Hearthis aufbauen. Es ist das Soundcloud aus Österreich und schon seit einigen Jahren am Start. Sollte Soundcloud die Wolke einpacken, hat man noch eine Alternative. https://hearthis.at

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      Wellenstrom  AHU

      „Die Pro Abo’s (Mehr Spielzeit, bessere Play-Analysen etc) machten für den Künstler auf Dauer keinen Sinn (kein Mehrwert).“

      Naja, irgendwann hat man den Punkt erreicht, wo man schon aufgrund der Spielzeit der sich mehrenden Tracks auf Pro Account wechseln muss. Oder man pfuscht sich irgendwelche Zweit- und Drittaccounts zusammen. Ist aber einfach vom Handling her blöd.

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    iggy_pop  AHU

    120 Euro im Jahr bezahlen, um… wieviele?… Euro rauszubekommen — wenn das kein guter Deal ist, dann weiß ich auch nicht.
    .
    Tut mir leid, Soundklaut: Du bist zu spät.
    .

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    Coin  AHU

    Hatte selber 2 – 3 Jahre einen Pro Unlimited Acc auf SC.
    Mit über 142 Tracks war das auch notwendig.
    Aber ich konnte die Kosten irgendwann nicht mehr aufbringen.
    Jedes Jahr was 80 Euro ?…
    Darum habe ich 7 oder 8 Accounts erstellt, die Mucke gleich nach Genres
    aufgeteilt und nun läuft das alles kostenlos.
    So verteilen sich auch die Plays.
    (die replace Funktion vermisse ich etwas)
    Ich war auf recording.de, auf myownmusic.de und sequencer.de
    Hearthis.at auch probiert, war ja toter als tot…
    Gebracht hat es alles nicht viel.
    Bin auch nicht mehr so der Forenmensch.

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      TobyB  RED

      Hallo Coin,

      ich würd mich wegen den 80€ lieber mit dem Finanzamt streiten als drauf verzichten. :) Mir hat SC schon was gebracht. Jede Menge coole Leute kennengelernt und diverse Remixe und Aufträge an Land gezogen. Die Frage ist immer was will ich erreichen und warum mach ich Musik? Wellenstrom hat da was wichtiges gesagt, „Wenn man Geld mit der Musik verdienen will, muss man es einfach auf eine ökonomische Formel herunterbrechen. Der Musiker ist eine Marke und der Song/Output ist das Produkt. Das ist alles. Es gilt nur, Konsumenten für Marke und Produkte zu finden und zu begeistern. Alles andere ist irrelevant aus ökonomischer Sicht. Gut verpacken, tolle Story drumrum, Aufmerksamkeit generieren und gut is.“ Ich weiß das es schwierig ist, da die richtige Mischung aus Pragmatismus und Engagement zu finden. Ich hab halt den Vorteil, das ich durch meinen eigentlichen Beruf, mir da jeden Tag drüber Gedanken machen muss. Ich führe mal als Beispiel Kebu an. Guck dir einfach mal an wie er angefangen hat und neben einem Job seinen Weg gemacht hat. Das find ich gut.

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        Coin  AHU

        Moin Toby, nein streiten tu ich mich mit niemandem.
        Das kommt nicht in Frage.
        Es lief ja damals auch alles ganz gut.
        Die Plays waren da und ich hatte fast 1.000 Follower.
        Hatte auch ein paar Collabs.
        .
        Hab letztens versucht die Leute zu kontaktieren.
        Aber antworten tut mir niemand.
        Mit der „ökonomischen Formel“ haut das nicht immer hin,
        denn die Umstände sind von Fall zu Fall unterschiedlich.

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          TobyB  RED

          Hallo Coin,

          dann würde ich einfach analysieren was gut lief und rausfinden was grade nicht läuft. Mit der ökonomischen Formel sehe ich mit meiner BWL Brille etwas anders, Kontakte sind wichtiger als Wissen. Wenn die Leute aus deinem Netzwerk nicht antworten hat das meist Gründe aber deswegen würde ich jetzt nicht den Kopf in den Sand stecken. Wenn dir Musik wichtig ist, machst du einfach weiter. Wie geschrieben, warum und für wen mache ich Musik, was will ich erreichen? Hätte mir einer vor 20 Jahren gesagt, du schüttelst irgendwann Künstler/innen die Hand… Ich hätte den Kopf geschüttelt. Oder trinkst mit denen die Flaschenbierbar leer…

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    knossos

    Ich habe SC nie so ganz verstanden. Aus ihrer (mMn) jahrelang überlegenen Webtechnik konnten sie wohl keinen Vorteil generieren, sondern halt überleben, bis die Konkurrenz nachgezogen ist, Dabei haben aber, zumindest was ich gesehn habe, eigentlich die Sample- und Plugin-Schmieden die meisten Views, bzw. in dem Fall wohl Hears ;-), zusammen mit von diesen sog. „Aggregatoren“ „promoteten“ Stücken und den Labels.
    D.h., es bevölkern eigentlich bereits nicht wenige Premiumkunden die Seite – womöglich sind sie sogar mehr als das Publikum. Vielleicht nicht Sinne des Erfinders, aber besser irgendein Geschäft als gar keins.
    Auf der anderen Seite finden oder fanden sich auf SC oft extrem talentierte Leute, die dann 0.25k bis 1.9k Clicks pro Track haben. Über 20k Clicks wird es doch schon dünn, oder ?
    Die Comments auf der Zeitschiene waren eine gute Idee, aber ich sehe da niemals was anderes als Lobhudeleien. Dass vielleicht mal einer unter hunderten schreibt dass das Sch**e ist, was er da hört – nicht untergekommen, nicht mal sanfte Kritik. Oder löschen sowas die Musiker selber raus ?
    Ich glaube, die Zeiten, in denen Musiker geglaubt haben, sie müssen auf Soundcloud präsent sein, sind vorbei. Wenn den Machern nix Gscheiteres einfällt, kommt bald wieder eine „Gesund“-Schrumpfmeldung oder das Aus.

  9. Profilbild
    Wellenstrom  AHU

    Was mich derzeit nervt, sind Pushes über Boost Cloud. Reale Hörerzahlen sind mir lieber, und wenn sie nur ein Zehntel davon sind, als irgendwelche fiktiven Streams. Schon allein aus für mich relevanten, statistischen Gründen. Wäre gut, wenn man da irgendwo ein Häkchen setzen könnte, dass solche Boosts einfach ignoriert werden.
    Was soll damit erreicht werden? Dass man seine eigenen Hörerzahlen (direkt bei Soundcloud) mit billigen Tricks gegen Bares pusht? Lächerlich! Gehe mal davon aus, dass der Mist direkt auf Soundcloud zurückgeht – also diese Boost Cloud Aktionen. Von anderen Schummelparasiten, die da rumwerkeln und einen nerven mit penetranten Aktionen, rede ich nicht mal. Das ist ja eh schon ein alter Hut.

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